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	<title>Kluthe Magazin</title>
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		<title>Gitterschnittprüfung: Lackhaftung zuverlässig prüfen und bewerten</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/gitterschnittpruefung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 06:12:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[Gitterschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Gitterschnittprüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Lackhaftung]]></category>
		<category><![CDATA[Lackhaftung prüfen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Qualität der Beschichtung trägt maßgeblich zur Lebensdauer eines Bauteils bei. Um einschätzen zu können, wie verlässlich ein Lackauftrag haftet, kommen standardisierte Prüfverfahren zur Anwendung. Zu den bekanntesten zählt die Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409, die zeigt, ob eine Lackschicht auch unter Belastung stabil bleibt. Grundlagen der Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409 Die &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/gitterschnittpruefung/">Gitterschnittprüfung: Lackhaftung zuverlässig prüfen und bewerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Qualität der Beschichtung trägt maßgeblich zur Lebensdauer eines Bauteils bei. Um einschätzen zu können, wie verlässlich ein Lackauftrag haftet, kommen standardisierte Prüfverfahren zur Anwendung. Zu den bekanntesten zählt die Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409, die zeigt, ob eine Lackschicht auch unter Belastung stabil bleibt.</strong></p>
<h2>Grundlagen der Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Gitterschnittprüfung ist eine einfache Methode zur Einschätzung der Haftfestigkeit ein- und mehrlagiger Beschichtungen. Sie ist ein Standardverfahren zur Qualitätssicherung bei der Pulverbeschichtung und beim Nasslack. Die Prüfung lässt sich unkompliziert und schnell durchführen und erfordert kaum apparativen Aufwand. Die Investitionskosten sind niedrig und der Einsatzbereich breit.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Geeignet ist der Gitterschnitt für Schichtdicken bis etwa 250 µm sowie für strukturierte Oberflächen mit höheren Schichtstärken.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Da es sich um ein zerstörerisches Prüfverfahren handelt, wird er nur in definierten Bereichen des Bauteils oder auf Musterteilen durchgeführt. Kenntnisse über die Metallbearbeitung und den Lackierprozess erleichtern die Auswahl des Prüfbereichs.</p>
<h3>Bewertungsstufen beim Gitterschnitt</h3>
<p style="text-align: justify;">Die DIN EN ISO 2409 nennt mehrere Kennwerte, die von Gt 0 bis Gt 5 reichen. Diese lassen sich wie folgt einordnen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Gt 0: glatte Schnittkanten, keine Ablösungen (sehr gute Lackhaftung)</li>
<li>Gt 1: minimale Ablösungen an den Schnittpunkten des Gitters (abgelöste Fläche maximal 5 Prozent des Prüfbereichs)</li>
<li>Gt 2: Ablösungen an Schnittpunkten und/oder entlang der Schnittkanten (abgelöste Fläche zwischen 5 und 15 Prozent des Prüfbereichs)</li>
<li>Gt 3: teilweise oder vollständige Ablösung der Schnittkanten (abgelöste Fläche zwischen 15 und 35 Prozent des Prüfbereichs)</li>
<li>Gt 4: breitflächige Ablösungen entlang der Schnittkanten oder teilweise bis vollständige Ablösung der Quadrate (abgelöste Fläche zwischen 35 und 65 Prozent des Prüfbereichs)</li>
<li>Gt 5: jegliche Ablösung über 65 Prozent der Prüffläche (sehr schlechte Lackhaftung)</li>
</ul>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Gitterschnittprüfung liefert lediglich eine visuelle Beurteilung, aber keinen Messwert im physikalischen Sinne. Genau genommen zeigt sie, wie sich eine Lackierung bei Verletzung und Scherbeanspruchung verhält.</p>
</blockquote>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10959" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-kennwerte-iso-2409-1.png" alt="Gitterschnittprüfung Kennwerte DIN EN ISO 2409" width="1200" height="799" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-kennwerte-iso-2409-1.png 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-kennwerte-iso-2409-1-300x200.png 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-kennwerte-iso-2409-1-1024x682.png 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-kennwerte-iso-2409-1-768x511.png 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h2>Ablauf der Gitterschnittprüfung</h2>
<p style="text-align: justify;">In die zu prüfende Beschichtung wird mit einem speziellen Schneidwerkzeug ein Schnittgitter eingeritzt. Dieses umfasst sechs parallele Schnitte sowie sechs weitere Schnitte im rechten Winkel zu diesen, sodass ein gleichmäßiges Quadratmuster entsteht. Alle Schnitte müssen bis auf den Metalluntergrund gehen und diesen leicht an- oder einritzen, ohne ihn übermäßig zu verletzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die einzelnen Schnitte liegen einen bis drei Millimeter auseinander, abhängig von der Schichtdicke und der Härte sowie Art des Untergrunds. Für Metalluntergründe gilt:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Schichtdicken bis 60 µm: 1 mm Rasterabstand</li>
<li>Schichtdicken von 61 bis 120 µm: 2 mm Rasterabstand</li>
<li>Schichtdicken von 121 bis 250 µm: 3 mm Rasterabstand</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Nachdem der Kreuzschnitt eingebracht wurde, sind lose Partikel der Beschichtung zu entfernen. Hierzu können Druckluft bzw. Stickstoff, eine weiche Bürste oder Klebeband verwendet werden. Letzteres wird parallel zu einer Schnittrichtung aufgeklebt und nach spätestens fünf Minuten ruckartig in einem Winkel von 60 Grad entfernt. Anschließend folgt die visuelle Begutachtung durch den Vergleich des Schnittrasterbildes mit Referenzbildern aus der DIN EN ISO 2409. Je nach Art und Ausprägung der Abplatzung wird die Bewertungsstufe festgelegt. Für den Korrosionsschutz ist beispielsweise ein Gitterschnitt-Kennwert von Gt 0 bis Gt 1 akzeptabel.</p>
<p style="text-align: justify;">Da die Ergebnisse der Gitterschnittprüfung je nach Substrat, klimatischen Bedingungen und Kraftaufwand variieren, ist es unerlässlich, diesbezügliche Vorgaben der DIN EN ISO 2409 strikt einzuhalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10947" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-der-lackhaftung.jpg" alt="Gitterschnittprüfung der Lackhaftung mit Schnittgerät" width="1248" height="832" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-der-lackhaftung.jpg 1248w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-der-lackhaftung-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-der-lackhaftung-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/gitterschnittpruefung-der-lackhaftung-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1248px) 100vw, 1248px" /></p>
<h2>Typische Fehlerquellen der Gitterschnittprüfung</h2>
<p style="text-align: justify;">In der Praxis können verschiedene Fehler das Prüfergebnis verfälschen. Gerade bei Nasslacken kann ein zu früher Hafttest zu einem schlechteren Kennwert führen, weil der Lack noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Ebenfalls problematisch ist ein inkorrekter Schneidendruck. Bei zu geringem Druck ist der Gitterschnitt zu flach, während zu hoher Druck den Untergrund übermäßig beschädigt. Beides führt zu fehlerhaften Resultaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein falscher Abreißwinkel beim Test mit Klebeband kann dazu führen, dass die Beschichtung eher reißt oder sich untypisch verhält. Eine weitere Fehlerquelle ist Klebeband mit zu geringer Klebkraft.</p>
<p style="text-align: justify;">Unabhängig von der Durchführung wirken sich auch Verschmutzungen auf dem Metalluntergrund auf das Ergebnis aus. Staub und Öl beeinflussen die Lackhaftung ebenso wie Reste der <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenvorbehandlung</a>. Schon eine minimale Verunreinigung kann das Schnittrasterbild signifikant verändern.</p>
<h2>Interpretation und Einordnung der Ergebnisse der Gitterschnittprüfung</h2>
<p>Eine sinnvolle Bewertung der Gitterschnitt-Resultate ist nur unter Berücksichtigung des jeweiligen Beschichtungssystems möglich. Ein Schnittrasterbild, das bei einem spröden Lack als unkritisch gilt, kann bei einem elastischen System bereits auf eine unzureichende Lackhaftung hindeuten. Wichtig ist daher, das Ergebnis nicht isoliert, sondern im Kontext von Materialeigenschaften, Oberflächenvorbehandlung und Einsatzbereich zu interpretieren.</p>
<p>Ebenfalls hilfreich für die Einordnung ist der Vergleich mit früheren Prüfungen. Damit lässt sich gut erkennen, ob der Beschichtungsprozess stabil läuft oder ob es nachteilige Veränderungen im Lack, in der <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/">Konversionsschicht</a> oder in der Aushärtung gibt. Auf diese Weise kann eine Gitterschnittprüfung nicht nur eine Momentaufnahme liefern, sondern auch unerkannte Schwachstellen bei der Lackierung aufdecken.</p>
<figure id="attachment_10953" aria-describedby="caption-attachment-10953" style="width: 1280px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10953" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/lackhaftung-analysieren.webp" alt="Arbeiter besprüht Stahlträger mit blauer Lackfarbe" width="1280" height="852" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/lackhaftung-analysieren.webp 1280w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/lackhaftung-analysieren-300x200.webp 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/lackhaftung-analysieren-1024x682.webp 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/02/lackhaftung-analysieren-768x511.webp 768w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption id="caption-attachment-10953" class="wp-caption-text">© nordroden – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Rolle der Gitterschnittprüfung im Zusammenspiel mit anderen Prüfverfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Häufig kommt der Gitterschnitt zum Einsatz, wenn die Haftfestigkeit neuer Beschichtungsmaterialien geprüft, Verfahren der Oberflächenvorbehandlung verglichen oder Modifikationen im Beschichtungsprozess abgesichert werden sollen. Bei Reklamationen und Schadensanalysen ist die Gitterschnittprüfung oft der erste Ansatz bei der Eingrenzung von Problemen mit der Lackhaftung.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Qualitätssicherung steht der Gitterschnitt selten allein. Er ergänzt andere Verfahren, die weitere Informationen zur Wirksamkeit einer Konversionsschicht liefern können. Dazu gehören Haftzugprüfungen, die quantitative Werte zur Bestimmung der Haftfestigkeit bereitstellen, sowie Biege- und Kratztests, die das Verhalten mechanisch beanspruchter oder flexibler Beschichtungen aufzeigen. In aller Regel dient sie als schneller Indikator für die Lackhaftung, während die anderen Prüfmethoden eine größere Detailtiefe liefern.</p>
<h2>Gitterschnittprüfung ermöglicht unkomplizierte Haftungsbewertung</h2>
<p style="text-align: justify;">Unter den richtigen Rahmenbedingungen durchgeführt, kann eine Gitterschnittprüfung zeigen, ob ein Lackaufbau zuverlässig verankert ist. Bei Bedarf können ergänzende Prüfverfahren helfen, die Lackhaftung genauer zu beurteilen. Entscheidend ist immer die Einordnung des Ergebnisses unter Betrachtung des gesamten Beschichtungssystems. Dazu gehören die Eigenschaften des Lackmaterials, die Qualität der Vorbehandlung und die Wirksamkeit der <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/">Passivschicht</a>, die als Haftgrund eine zentrale Rolle spielt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Schnittrasterbild lässt sich ablesen, ob der Lackaufbau den Anforderungen des Einsatzbereichs gerecht wird oder ob Anpassungen erforderlich sind. Damit liefert der Gitterschnitt trotz seiner Einfachheit wertvolle Hinweise auf die Zuverlässigkeit der geprüften Beschichtung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>_____________</p>
<p>Bilder ohne Quellenangabe wurden KI-generiert</p>
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		<title>Kunststoffrecycling in der Chemie</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/kunststoffrecycling-in-der-chemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 10:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Welche Verfahren kommen zur Anwendung? » Kunststoffe sind als Verpackungsmaterial, Isolierungen, Werkstoff für unterschiedlichste Maschinen und Geräte sowie als Beschichtungsstoff weit verbreitet. Leider breiten sie sich auch immer mehr in der Umwelt aus. Abhilfe kann das Recycling von Kunststoff schaffen. Allerdings unterscheiden sich die Verfahren stark in ihrer Wirkung auf Stoffkreisläufe und Energiebilanz. Die &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Welche Verfahren kommen zur Anwendung? »</h2>
<p style="text-align: justify;">Kunststoffe sind als Verpackungsmaterial, Isolierungen, Werkstoff für unterschiedlichste Maschinen und Geräte sowie als Beschichtungsstoff weit verbreitet. Leider breiten sie sich auch immer mehr in der Umwelt aus. Abhilfe kann das Recycling von Kunststoff schaffen. Allerdings unterscheiden sich die Verfahren stark in ihrer Wirkung auf Stoffkreisläufe und Energiebilanz. Die Möglichkeiten der Kunststoffverwertung reichen von der werkstofflichen Wiederverwendung über die rohstoffliche Aufbereitung bis hin zur energetischen Nutzung. Hier erhalten Sie einen Überblick über chemische Verfahren, mit denen sich Kunststoffabfälle verwerten lassen.</p>
<h2>Beschaffenheit der Kunststoffabfälle und Grad der Vermischung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Auswahl von Recyclingverfahren im Rahmen des Kunststoffrecyclings hängt von der Beschaffenheit der Materialien und vom Grad der Vermischung der unterschiedlichen Wertstoffe ab. Bei der Beschaffenheit unterscheiden sich Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere voneinander. Thermoplaste (z. B. PVC, Polyethylen, Polypropylen) werden beim Erhitzen weich. So lassen sie sich leicht in eine neue Form pressen und nach dem Erkalten wiederverwenden.</p>
<div class="box note  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Duroplaste (z. B. Phenolharze, Epoxidharze, Vinylesterharze) sind hitzebeständig. Bei sehr starker Erwärmung kommt es zur thermischen Zersetzung und, wenn Sauerstoff vorhanden ist, zur Verbrennung.
			</div></div>
<p style="text-align: justify;">Um sie zu recyceln, können die chemischen Verbindungen in den Makromolekülen aufgelöst werden (Solvolyse). Elastomere verhalten sich wie Gummi. Auch sie zersetzen sich bei hohen Temperaturen. Eine Verwertung ist außerdem nach dem Zerkleinern beispielsweise als Füllstoff in Bitumen möglich.</p>
<figure id="attachment_5318" aria-describedby="caption-attachment-5318" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5318 size-full" title="Bitumen wird mit einem Spachtel aufgetragen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel.jpg" alt="bitumen-spachtel" width="900" height="694" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel-300x231.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel-768x592.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-5318" class="wp-caption-text">© Vladimir Bikhovskiy – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der Grad der Vermischung entscheidet über zusätzliche Arbeitsschritte beim Kunststoffrecycling. Am leichtesten lassen sich sortenreine Kunststoffabfälle verwerten. Sind unterschiedliche Kunststoffarten miteinander vermischt, mit anderen Werkstoffen verbunden oder verschmutzt, ist die Wiederverwertung meist nur nach aufwändigen Trenn- und Sortierprozessen möglich. Das trifft vor allem auf gesammelte Verpackungsabfälle, Verbundwerkstoffe und beschichtete Bauteile zu. Die Oberflächentechnik verbessert die Gebrauchseigenschaften von Kunststoffteilen häufig durch Beschichtungen, die das Recycling von Kunststoff stören und deshalb zuvor entfernt werden müssen.</p>
<h2>Möglichkeiten der Kunststoffverwertung im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Für die Verwertung von Kunststoffen stehen für die <a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/">Kreislaufchemie</a> werkstoffliche, rohstoffliche und energetische Verfahren zur Verfügung. Beim werkstofflichen Recycling bleibt das Material erhalten. Die Wertstoffe werden durch trocken- und nasschemische oder lösemittelbasierte Aufbereitung auf einen erneuten Einsatz vorbereitet. Die genutzten Prozesse sind vorwiegend mechanisch-physikalischer Natur. Die Chemie kommt bei der rohstofflichen Kunststoffverwertung zum Einsatz. Ziel ist die Umwandlung von Kunststoff in einen Rohstoff, der zu den gleichen oder neuen Materialien weiterverarbeitet werden kann. Die energetische Verwertung gehört nicht zum Kunststoffrecycling in der Chemie, weil die Stoffe zur Energiegewinnung verbrannt werden. Dennoch bildet sie eine der Möglichkeiten der Kunststoffverwertung, wenn weder werkstoffliches noch rohstoffliches Recycling wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Welche dieser Möglichkeiten der Kunststoffverwertung im Einzelfall zum Tragen kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: der Kunststoffart, dem Reinheitsgrad des Materials, der verfügbaren Menge und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Ziel einer <a href="https://kluthe.com/magazin/kreislaufwirtschaft-in-der-chemie/">funktionierenden Kreislaufwirtschaft</a> ist es, möglichst viele Kunststoffe auf der höchsten Verwertungsstufe zu halten und den Anteil der energetischen Nutzung zu minimieren.</p>
<h2><a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/entlackung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-5300" title="Heißentlackung &amp; Kaltentlackung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg" alt="entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie" width="358" height="450" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg 636w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie-239x300.jpg 239w" sizes="(max-width: 358px) 100vw, 358px" /></a>Chemische Kunststoffrecycling-Verfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Zum chemischen Kunststoffrecycling zählen die Verölung, die Solvolyse, die Vergasung und die Pyrolyse. Diesen Prozessen geht häufig eine Vorbehandlung voraus, bei der störende Stoffe von den Kunststoffen getrennt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiele dafür sind die Trennung von Verbundmaterialien (Getränkekartons, beschichtete Folien) und das Entschichten von Kunststoffoberflächen. Für die <a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/entlackung/">Entlackung</a> stehen Produkte der Reihe CONTROX zur Verfügung. Die bei diesen Vorbereitungsschritten anfallenden Reststoffe lassen sich ihrerseits durch geeignete Verfahren der <a href="https://kluthe.com/magazin/verfahren-der-wertstoffaufbereitung/">Wertstoffaufbereitung</a> zurückgewinnen, sodass auch die Vorstufen des Kunststoffrecyclings zur Wertstoffrückgewinnung beitragen.</p>
<h3>Verölung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei diesem Recyclingverfahren wandeln sich Kunststoffe durch thermische oder katalytische Reaktionen in ölige Flüssigkeiten um. Das setzt voraus, dass die Kunststoffabfälle möglichst sortenrein getrennt sind. Der Prozess läuft in einem Rührkesselbehälter bei Temperaturen bis 400 °C ab. Bei diesen Temperaturen verflüssigen sich die Kunststoffabfälle.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem entstehen gasförmige Nebenprodukte und wachsartige Rückstände, die von der Flüssigkeit abgetrennt werden. Nach der Verflüssigung wird das Ölgemisch gereinigt und destilliert. Für die anschließende Trennung der einzelnen Ölfraktionen kommt häufig die <a href="https://kluthe.com/magazin/was-bedeutet-fraktionierung-in-der-chemie/">Fraktionierung</a> zum Einsatz. Das gewonnene Öl kann als Dieselkraftstoff eingesetzt oder als Grundstoff in der Chemie weiterverarbeitet werden.</p>
<h3>Solvolyse</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Solvolyse ist ein chemisches Verfahren, bei dem spezielle Lösungsmittel die chemischen Bindungen der Polymerketten, aus denen die Kunststoffe bestehen, zerstören. Je nach eingesetztem Material wird der Vorgang durch erhöhte Temperaturen unterstützt.</p>
<div class="box info  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Die Solvolyse wird vor allem für das Recycling von Duroplasten eingesetzt. Zurück bleiben die Grundbausteine des Kunststoffs, die vom Lösungsmittel getrennt werden müssen.
			</div></div>
<p style="text-align: justify;">Das Lösungsmittel wird in der Regel im Kreislauf geführt. Aus den Grundbausteinen lassen sich je nach eingesetztem Abfallstoff wertvolle Grundstoffe zurückgewinnen.</p>
<h3>Vergasung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Vergasung von Kunststoff erfolgt bei Temperaturen bis zu 1.600 °C und bis zu 150 bar unter geringfügiger Sauerstoffzufuhr. Der Sauerstoff reicht für die Verbrennung des Gases nicht aus, er dient lediglich als Reaktionspartner für den Kohlenstoff. Es entsteht ein Gemisch aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff, das vor der Weiterverarbeitung von Nebenprodukten getrennt werden muss. Aus diesem Synthesegas kann die Chemie Grundstoffe für unterschiedliche Produkte herstellen. Ein Endprodukt ist beispielsweise <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-gtl-oele/">GTL-Öl</a>, das in vielen Erzeugnissen für die Oberflächentechnik eingesetzt wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/hFg8FhGfh3s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Pyrolyse</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Pyrolyse ist ein Verfahren zur rohstofflichen Verwertung von Kunststoffen, bei dem sich die Abfälle unter komplettem Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 150 und 700 °C thermisch zersetzen. Das älteste Beispiel für diesen Prozess ist die Holzkohlegewinnung in Kohlenmeilern. Bei der Pyrolyse entstehen feste, flüssige und gasförmige Produkte, die zu chemischen Grundstoffen weiterverarbeitet werden.</p>
<h2>Kunststoffrecycling und Oberflächentechnik</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Verwertung von Kunststoffen steht in engem Zusammenhang mit der Oberflächentechnik. Viele Kunststoffbauteile &#8212; etwa Stoßfänger, Gehäuse oder Verkleidungen &#8212; tragen Lackierungen oder funktionale Beschichtungen, die vor dem Recycling entfernt werden müssen. Ohne eine sorgfältige Entschichtung gelangen Fremdstoffpartikel in das Rezyklat und mindern dessen Qualität erheblich. Gerade im Automobilbereich, wo große Mengen gleichartiger Kunststoffteile anfallen, ist die fachgerechte Vorbehandlung durch Entlackung eine Voraussetzung für hochwertiges Kunststoffrecycling.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig profitiert die Oberflächentechnik selbst von den Fortschritten bei der Verwertung von Kunststoffen in der Chemie. Aus der Vergasung gewonnenes Synthesegas dient als Ausgangsstoff für GTL-Öle, die wiederum in Kühlschmierstoffen und anderen Prozessmedien zum Einsatz kommen. Und die bei der Lackierung anfallenden Lackkoagulate, die Kunststoffbestandteile enthalten, lassen sich über spezialisierte Aufbereitungsverfahren wie das <a href="https://kluthe.com/magazin/moderne-loesemittel-rueckgewinnung/">Resolve-T-Verfahren</a> in verwertbare Rohstoffe umwandeln. So greifen Kunststoffrecycling und Oberflächentechnik an mehreren Stellen ineinander.</p>
<h2>Vergleich der Recyclingverfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Das chemische Kunststoffrecycling ist mit einem hohen Aufwand an Energie und vorbereitenden sowie nachfolgenden Prozessschritten verbunden, bei denen zusätzliche Hilfsstoffe benötigt werden. Der Wiederverwertung durch stoffliches Recycling gebührt deshalb der Vorrang. Die Wertstoffe werden dabei ohne chemische Veränderungen erneut eingesetzt. Ist dies nicht möglich, erweist sich die <a href="https://kluthe.com/magazin/thermische-verwertung/">energetische Verwertung</a> in der Gesamtbilanz oft als günstiger. Unter bestimmten Bedingungen sind chemische Recyclingverfahren dennoch vorteilhaft. Sie erlauben das Ausschleusen von Schadstoffen aus dem Stoffkreislauf und können der Chemieindustrie wertvolle Rohstoffe liefern.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5311 size-full" title="Wertstoffaufbereitung und Kreislaufchemie bei Kluthe" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg" alt="Wertstoffaufbereitung und Kreislaufchemie bei Kluthe" width="900" height="600" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Letzteres ist besonders dann der Fall, wenn größere Mengen homogener Kunststoffabfälle aus einem oder ähnlich beschaffenen Materialien verfügbar sind. Die Forschung arbeitet intensiv an der Verbesserung der Verfahren zum Kunststoffrecycling. Dadurch wird diese Form der Kunststoffverwertung in Zukunft langsam immer mehr Raum gewinnen. Langfristig werden sich die verschiedenen Möglichkeiten der Kunststoffverwertung ergänzen: werkstoffliches Recycling für sortenreine Ströme, chemisches Recycling für verunreinigte oder vermischte Abfälle und energetische Nutzung als letzte Option. Entscheidend ist, dass jede Stufe der Verwertung von Kunststoffen so effizient wie möglich gestaltet wird, um den Einsatz fossiler Primärrohstoffe zu reduzieren und die Umweltbelastung zu minimieren.</p>
[1] <a href="https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/7605/file/7605_Kunststoffrecycling.pdf">https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/7605/file/7605_Kunststoffrecycling.pdf</a></p>
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		<title>CNC-Maschinen erklärt: Ein umfassender Überblick</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/cnc-maschinen-erklaert-ein-umfassender-ueberblick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Dankworth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 14:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CNC-Bearbeitung (Computer Numerical Control) ist eine moderne Fertigungstechnologie, die die industrielle Produktion nachhaltig geprägt hat. Sie steht für höchste Präzision, Wiederholgenauigkeit und Effizienz und ermöglicht die zuverlässige Herstellung komplexer Bauteile in zahlreichen Branchen. Dieser Überblick erläutert die Grundlagen der CNC-Bearbeitung, stellt gängige Maschinentypen vor, beschreibt zentrale Vorteile und zeigt typische Anwendungsfelder auf. Was ist CNC-Bearbeitung? &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>CNC-Bearbeitung (Computer Numerical Control) ist eine moderne Fertigungstechnologie, die die industrielle Produktion nachhaltig geprägt hat. Sie steht für höchste Präzision, Wiederholgenauigkeit und Effizienz und ermöglicht die zuverlässige Herstellung komplexer Bauteile in zahlreichen Branchen. Dieser Überblick erläutert die Grundlagen der CNC-Bearbeitung, stellt gängige Maschinentypen vor, beschreibt zentrale Vorteile und zeigt typische Anwendungsfelder auf.</strong></p>
<h2>Was ist CNC-Bearbeitung?</h2>
<p style="text-align: justify;">Unter CNC-Bearbeitung versteht man die automatisierte Steuerung von Werkzeugmaschinen mithilfe computerbasierter Programme. Im Gegensatz zur konventionellen, manuell gesteuerten Bearbeitung führen die Anlagen vordefinierte Programme aus, die die Bewegungen von Werkzeug und Werkstück mit höchster Genauigkeit koordinieren. Zum Einsatz kommen dabei unterschiedliche Verfahren wie Fräsen, Drehen, Bohren oder Schleifen, die präzise und reproduzierbare Ergebnisse ermöglichen. In der industriellen Praxis bedeutet das vor allem, komplexe Geometrien wiederholgenau und wirtschaftlich herzustellen – unabhängig davon, ob es sich um Einzelteile oder große Serien handelt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10981 size-full" title="Unter CNC-Bearbeitung versteht man die automatisierte Steuerung von Werkzeugmaschinen mithilfe computerbasierter Programme." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/CNC-Maschine-beim-Fraesen.jpg" alt="Nahaufnahme Bearbeitungszentrum CNC Fräse" width="534" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/CNC-Maschine-beim-Fraesen.jpg 534w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/CNC-Maschine-beim-Fraesen-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Zentrale Prozessschritte der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Bearbeitungsprozess folgt in der Regel einer klar definierten Abfolge. Zunächst wird das Bauteil mithilfe von CAD-Software (Computer-Aided Design) digital entworfen. Das Modell enthält alle relevanten Maße, Toleranzen und technischen Anforderungen. Auf dieser Basis erstellt CAM-Software (Computer-Aided Manufacturing) ein Bearbeitungsprogramm, das die Maschinenbewegungen exakt definiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend wird die Maschine eingerichtet: Geeignete Werkzeuge werden eingesetzt und das Rohmaterial sicher gespannt. Die Anlage führt daraufhin die programmierten Arbeitsschritte aus und formt das Werkstück mit hoher Präzision. Nach der Bearbeitung folgen Prüfung und gegebenenfalls zusätzliche Nachbearbeitungs- oder Oberflächenveredelungsschritte.</p>
<ol>
<li><strong>Bauteilkonstruktion</strong><br />
Zunächst wird das Bauteil mithilfe von CAD-Software (Computer-Aided Design) digital entworfen. Das Modell enthält alle relevanten Maße, Toleranzen und technischen Anforderungen.</li>
<li><strong>Programmierung</strong><br />
Auf Basis der Konstruktion wird mithilfe von CAM-Software (Computer-Aided Manufacturing) ein CNC-Programm erstellt, das die Maschinenbewegungen definiert.</li>
<li><strong>Maschineneinrichtung</strong><br />
Die CNC-Maschine wird vorbereitet, indem geeignete Werkzeuge eingesetzt und das Rohmaterial sicher gespannt wird.</li>
<li><strong>Bearbeitung</strong><br />
Die Maschine führt die programmierten Arbeitsschritte aus und formt das Werkstück mit hoher Präzision.</li>
<li><strong>Prüfung und Nachbearbeitung</strong><br />
Nach der Bearbeitung wird das Bauteil geprüft. Gegebenenfalls folgen zusätzliche Nachbearbeitungs- oder Oberflächenveredelungsschritte.</li>
</ol>
<h2>Typen von CNC-Maschinen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bearbeitungszentren sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und auf verschiedene Fertigungsaufgaben spezialisiert. Die zwei wichtigsten Grundprinzipien sind Fräsen und Drehen, die sich in der Art der Werkzeug- und Werkstückbewegung grundlegend unterscheiden.</p>
<h3>CNC-Fräsmaschinen</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim CNC-Fräsen entfernen rotierende Werkzeuge Material vom feststehenden Werkstück. Das Fräsen von Metall zählt zu den meistgenutzten Verfahren in der industriellen Fertigung – ob Stahl, Edelstahl oder Aluminium, CNC-Fräsmaschinen bearbeiten nahezu jeden metallischen Werkstoff präzise und wirtschaftlich. Gerade beim Fräsen von Edelstahl sind hohe Anforderungen an Werkzeug und Prozessführung zu beachten, da der Werkstoff zur Kaltverfestigung neigt und eine präzise Kühlung erfordert. Das Fräsen von Aluminium hingegen erlaubt deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten und ist besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie weit verbreitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein zentrales Merkmal moderner Fräsmaschinen ist die Fähigkeit zum 3D-Fräsen. Beim 3D-Fräsen werden Werkstücke nicht nur in zwei, sondern in drei oder mehr Raumachsen gleichzeitig bearbeitet. Das ermöglicht die Herstellung von Freiformflächen, Hinterschneidungen und komplexen Oberflächenstrukturen, die mit konventionellen Verfahren nicht realisierbar wären. 3D-Fräsen findet überall dort Anwendung, wo geometrische Komplexität auf höchste Maßgenauigkeit trifft – etwa in der Werkzeug- und Formenbauindustrie, in der Medizintechnik oder im Prototypenbau.</p>
<h3>Vertikale Bearbeitungszentren (VMC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Vertikale Bearbeitungszentren arbeiten mit vertikal angeordneter Spindel und sind in 3-, 4- und 5-Achs-Ausführungen verfügbar. Besonders das 5-achsige CNC-Fräsen hat sich als Schlüsseltechnologie für anspruchsvolle Bauteile etabliert. Beim 5-achsigen CNC-Fräsen kann das Werkzeug das Werkstück aus nahezu jeder Raumrichtung anfahren, was komplexe Bearbeitungen in einer einzigen Aufspannung ermöglicht. Das reduziert Rüstzeiten, verbessert die Maßhaltigkeit und senkt die Fertigungskosten deutlich. Typische Einsatzfelder des 5-achsigen CNC-Fräsens sind Turbinenkomponenten, Implantate und Werkzeugformen mit anspruchsvollen Geometrien.</p>
<figure id="attachment_10673" aria-describedby="caption-attachment-10673" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10673 size-full" title="Vertikale Bearbeitungszentren arbeiten mit vertikal angeordneter Spindel und sind in 3-, 4- und 5-Achs-Ausführungen verfügbar." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kuehlschmierstoff" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10673" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Horizontale Bearbeitungszentren (HMC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Horizontale Bearbeitungszentren sind auf hohe Stückzahlen und eine besonders effiziente Serienfertigung ausgelegt. Durch die horizontale Spindelanordnung fallen Späne besser ab, was die Prozesssicherheit bei langen Laufzeiten erhöht.</p>
<h3>Doppelständer-Fräsmaschinen (DCMC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Für große und schwere Werkstücke kommen Doppelständer-Fräsmaschinen zum Einsatz, deren steife Bauweise eine hohe Stabilität und Genauigkeit auch bei der Bearbeitung massiver Bauteile gewährleistet.</p>
<h3>Drehmaschinen</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Drehen rotiert das Werkstück, während ein feststehendes Werkzeug Material abträgt. Dieses Verfahren wird vor allem für rotationssymmetrische Bauteile wie Wellen, Buchsen oder Ringe eingesetzt und zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit und Wiederholgenauigkeit aus.</p>
<h2>Die Bedeutung von Kühlschmierstoffen in der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben Maschinen, Werkzeugen und Software spielen hochwertige <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoffe</a> eine entscheidende Rolle für Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Bearbeitung. Sie beeinflussen unmittelbar Werkzeugstandzeiten, Oberflächengüten, Prozessstabilität und Gesamtkosten und sind damit weit mehr als reine Verbrauchsmaterialien – sie sind strategische Prozessfaktoren.</p>
<h3>Wassermischbare Kühlschmierstoffe</h3>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-vollsynthetisch/">Wassermischbare Kühlschmierstoffe</a> werden in vielen Anwendungen eingesetzt, da sie eine hervorragende Kühlleistung bieten. Durch die effektive Wärmeabfuhr tragen sie zur Maßhaltigkeit der Bauteile bei und reduzieren thermische Belastungen von Werkzeugen und Maschinen. Darüber hinaus übernehmen sie wichtige Funktionen wie Schmierung, Spülung der Späne sowie Korrosionsschutz. Hochwertige Formulierungen ermöglichen längere Werkzeugstandzeiten, höhere Schnittgeschwindigkeiten, verbesserte Oberflächenqualität und geringere Ausschussquoten. Ihre Stabilität und lange Einsatzdauer senken zudem Wartungsaufwand und Betriebskosten.</p>
<figure id="attachment_3119" aria-describedby="caption-attachment-3119" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3119 size-full" title="Wassermischbare Kühlschmierstoffe werden in vielen Anwendungen eingesetzt, da sie eine hervorragende Kühlleistung bieten." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC.jpg" alt="SNC Bohrmaschine - Anlagenstillstand" width="850" height="549" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC-300x194.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC-768x496.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-3119" class="wp-caption-text">© Kadmy &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<ul>
<li>längere Werkzeugstandzeiten</li>
<li>höhere Schnittgeschwindigkeiten</li>
<li>verbesserte Oberflächenqualität</li>
<li>geringere Ausschussquoten</li>
</ul>
<h3>Nichtwassermischbare Metallbearbeitungsöle</h3>
<p style="text-align: justify;">Nichtwassermischbare Metallbearbeitungsöle kommen insbesondere bei anspruchsvollen Bearbeitungsprozessen zum Einsatz, bei denen die Schmierleistung im Vordergrund steht. Sie reduzieren Reibung an der Schneide deutlich und sind ideal für schwierige Werkstoffe oder Prozesse wie Tieflochbohren, Gewindeschneiden oder Verzahnen. Leistungsfähige Metallbearbeitungsöle minimieren Werkzeugverschleiß, erhöhen die Prozesssicherheit, sorgen für konstante Oberflächenqualität und tragen durch geringere Reibung zur Energieeinsparung bei.</p>
<p>Leistungsfähige Metallbearbeitungsöle:</p>
<ul>
<li>minimieren Werkzeugverschleiß</li>
<li>erhöhen die Prozesssicherheit</li>
<li>sorgen für konstante Oberflächenqualität</li>
<li>tragen durch geringere Reibung zur Energieeinsparung bei</li>
</ul>
<p>Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Gesamtbetriebskosten.</p>
<h3>Einfluss auf Effizienz und Kosten</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Auswahl und Qualität der eingesetzten Kühlschmierstoffe hat einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Fertigung. Optimierte Produkte verbessern die Maschinenauslastung, reduzieren Werkzeugwechsel, vermeiden Nacharbeit und unterstützen eine stabile Produktionsplanung. Kühlschmierstoffe sind daher keine reinen Verbrauchsmaterialien, sondern strategische Prozessfaktoren für Effizienz, Ressourceneinsatz und Profitabilität.</p>
<figure id="attachment_6282" aria-describedby="caption-attachment-6282" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6282 size-full" title="Die Auswahl und Qualität der eingesetzten Kühlschmierstoffe hat einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Fertigung. Optimierte Produkte verbessern die Maschinenauslastung, reduzieren Werkzeugwechsel, vermeiden Nacharbeit und unterstützen eine stabile Produktionsplanung." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe.jpg" alt="CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6282" class="wp-caption-text">© Pixel_B &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Häufig eingesetzte Werkstoffe in der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Diese Maschinen können eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien bearbeiten. Bei den eisenhaltigen Metallen dominieren Kohlenstoffstahl, Edelstahl und Gusseisen. Kohlenstoffstahl ist robust und vielseitig einsetzbar, Edelstahl überzeugt durch seine Korrosionsbeständigkeit und findet sich häufig in der Medizin- und Lebensmitteltechnik, Gusseisen ist langlebig und stabil, etwa für Motor- oder Maschinenteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Nichteisenmetalle wie Aluminium, Kupfer und Titan ergänzen das Spektrum. Aluminium ist leicht und gut zerspanbar, ideal für Automotive und Aerospace. Kupfer punktet mit sehr guter elektrischer Leitfähigkeit, Titan mit hoher Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Darüber hinaus lassen sich auch Verbundwerkstoffe wie Carbon- oder Glasfaser präzise bearbeiten.</p>
<h3><strong>Eisenhaltige Metalle</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Kohlenstoffstahl</strong> – robust und vielseitig einsetzbar</li>
<li><strong>Edelstahl</strong> – korrosionsbeständig, häufig in der Medizin- und Lebensmitteltechnik</li>
<li><strong>Gusseisen</strong> – langlebig und stabil, z. B. für Motor- oder Maschinenteile</li>
</ul>
<h3><strong>Nichteisenmetalle</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Aluminium</strong> – leicht und gut zerspanbar, ideal für Automotive und Aerospace</li>
<li><strong>Kupfer</strong> – sehr gute elektrische Leitfähigkeit</li>
<li><strong>Titan</strong> – hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit</li>
</ul>
<h3><strong>Kunststoffe</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Polycarbonat</strong> – schlagfest und stabil</li>
<li><strong>Acrylglas</strong> – transparent und gut bearbeitbar</li>
<li><strong>Nylon</strong> – verschleißfest, häufig für Zahnräder</li>
</ul>
<h3><strong>Verbundwerkstoffe</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Carbonfaser</strong> – extrem leicht und belastbar</li>
<li><strong>Glasfaser</strong> – stabil und vielseitig einsetzbar</li>
</ul>
<h2>Vorteile der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Verfahren überzeugt durch eine Kombination aus Präzision und Effizienz, die mit manuellen Methoden nicht erreichbar ist. Enge Toleranzen und hohe Reproduzierbarkeit machen es zur ersten Wahl in der Serienfertigung. Automatisierte Prozesse reduzieren Fehlerquoten und ermöglichen eine flexible Verarbeitung unterschiedlichster Materialien und Geometrien. Gerade in anspruchsvollen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik sind diese Eigenschaften unverzichtbar.</p>
<figure id="attachment_9475" aria-describedby="caption-attachment-9475" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9475 size-full" title="Bei der Auswahl einer CNC-Maschine sollten Anwendungsanforderungen, technische Leistungsfähigkeit, Steuerungs- und Softwaretechnologie sowie Service- und Wartungsangebote sorgfältig abgewogen werden" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kühlschmierstoff" width="1200" height="797" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-1024x680.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-768x510.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9475" class="wp-caption-text">© industrieblick &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<ul>
<li><strong>Hohe Präzision</strong> und enge Toleranzen</li>
<li><strong>Reproduzierbarkeit</strong> bei Serienfertigung</li>
<li><strong>Hohe Effizienz</strong> durch automatisierte Prozesse</li>
<li><strong>Flexibilität</strong> bei Materialien und Geometrien</li>
<li><strong>Reduzierte Fehlerquoten</strong> durch Automatisierung</li>
</ul>
<h2>Anwendungsbereiche der CNC-Technologie</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Technologie ist heute in nahezu allen fertigungsintensiven Branchen unverzichtbar. In der Luft- und Raumfahrt sowie der Automobilindustrie ermöglicht sie die Herstellung hochpräziser Bauteile mit engen Toleranzen. Die Medizintechnik profitiert von der Reproduzierbarkeit bei Implantaten und Instrumenten. In der Elektronik werden feinste Strukturen gefräst und gebohrt, während im Bau- und Schwermaschinenbau große und robuste Komponenten gefertigt werden.</p>
<h2>Die richtige CNC-Maschine auswählen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei der Auswahl einer CNC-Maschine sollten Anwendungsanforderungen, technische Leistungsfähigkeit, Steuerungs- und Softwaretechnologie sowie Service- und Wartungsangebote sorgfältig abgewogen werden. Entscheidend ist letztlich das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Kontext der eigenen Fertigung. Eine fundierte Entscheidung berücksichtigt dabei nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch laufende Betriebskosten – einschließlich der eingesetzten Prozessmedien wie <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoffe</a>, die maßgeblich über Effizienz und Wirtschaftlichkeit der gesamten Produktion mitentscheiden.</p>
<p>Bei der Auswahl sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:</p>
<ol>
<li><strong>Anwendungsanforderungen</strong></li>
<li><strong>Technische Leistungsfähigkeit</strong></li>
<li><strong>Steuerungs- und Softwaretechnologie</strong></li>
<li><strong>Service und Wartung</strong></li>
<li><strong>Kosten-Nutzen-Verhältnis</strong></li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/cnc-maschinen-erklaert-ein-umfassender-ueberblick/">CNC-Maschinen erklärt: Ein umfassender Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Paint Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[ADR 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikalientransport]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrgutkennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrguttransport]]></category>
		<category><![CDATA[Klassifizierungsvorschriften]]></category>
		<category><![CDATA[PE-Verpackungen]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsfristen]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Nummern]]></category>
		<category><![CDATA[Unterweisungspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Verpackungsvorschriften]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10848</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit Anfang vergangenen Jahres prägt das ADR 2025 die Gefahrgutpraxis. Die meisten Regelungen zum Chemikalientransport sind bereits seit Juli 2025 verbindlich. Doch werden wirklich alle Gefahrgutvorschriften in Ihrem Unternehmen umgesetzt oder gibt es Lücken, die bislang übersehen wurden? Überarbeitungen sind die Regel beim Umgang mit Gefahrgütern Neue Gefahrgüter und technische Entwicklungen führen immer wieder dazu, &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/">ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Seit Anfang vergangenen Jahres prägt das ADR 2025 die Gefahrgutpraxis. Die meisten Regelungen zum Chemikalientransport sind bereits seit Juli 2025 verbindlich. Doch werden wirklich alle Gefahrgutvorschriften in Ihrem Unternehmen umgesetzt oder gibt es Lücken, die bislang übersehen wurden?</strong></p>
<h2>Überarbeitungen sind die Regel beim Umgang mit Gefahrgütern</h2>
<p style="text-align: justify;">Neue Gefahrgüter und technische Entwicklungen führen immer wieder dazu, dass bestehende Vorgaben an ihre Grenzen stoßen. Deshalb wird das ADR wie auch das RID und das ADN im Zwei-Jahres-Rhythmus überarbeitet. Das ADR 2025 wird schon bald durch die Fassung 2027 abgelöst. Um die neue Anpassungswelle gezielt und effizient angehen zu können, sollten betroffene Unternehmen prüfen, ob alle Gefahrgutvorschriften des ADR 2025 vollständig in die Betriebsabläufe eingebunden wurden.</p>
<h2>Was genau ist das ADR 2025?</h2>
<p style="text-align: justify;">ADR ist die Kurzform für &#8222;Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route&#8220;, zu Deutsch: Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Zusammen mit dem ADN-Abkommen für die Binnenschifffahrt und dem RID-Standard für die internationale Eisenbahnbeförderung bildet es ein weltweit geltendes Regelwerk für den Gefahrguttransport, einschließlich Klassifizierung, Verpackung und Kennzeichnung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10859" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025.jpg" alt="ADR 2025" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus dient das ADR als Grundlage für nationale Richtlinien und Verordnungen, in Deutschland zum Beispiel für die RSEB (Richtlinien zur Durchführung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt) und die GGVSEB (Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern).</p>
<p style="text-align: justify;">Das ADR 2025 trat am 1. Januar 2025 in Kraft und ist seit dem 1. Juli 2025 verbindlich für den Gefahrguttransport anzuwenden. Die RSEB und die GGVSEB wurden entsprechend angepasst.</p>
<h2>Die wichtigsten Änderungen des ADR 2025 im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Änderungen des ADR 2025 wirken sich auf alle zentralen Bereiche des Gefahrguttransports aus. Die für den Chemikalientransport relevanten Passagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:</p>
<h3>Allgemeine Gefahrgutvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Einige im ADR 2025 festgeschriebene Neuerungen betreffen den Gefahrguttransport durch Privatpersonen. So gilt die Freistellung gemäß 1.1.3.1 a) jetzt auch für die Beförderung von Rückständen gefährlicher Güter. Diese müssen nicht mehr in der Originalverpackung transportiert werden. Private Fahrten zum Wertstoffhof sind somit klar geregelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Transport von Gefahrgut in begrenzten Mengen (LQ) wurde die Unterweisungspflicht klarer definiert. Abschnitt 8.2.3. des ADR 2025 regelt, dass alle Beteiligten nach Kapitel 1.3 ADR zu unterweisen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Terminologie &#8222;Füllungsgrad&#8220; und &#8222;Füllfaktor&#8220; wurde im gesamten ADR einheitlich gestaltet. Füllfaktor bezieht sich auf das Befüllen mit Gas, Füllungsgrad auf die Befüllung mit Flüssigkeiten oder Feststoffen. Der Füllfaktor definiert das Verhältnis zwischen der Gasmasse und der Wasserkapazität eines Behälters bei einer Temperatur von 15 °C.</p>
<figure id="attachment_10862" aria-describedby="caption-attachment-10862" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10862 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen.jpg" alt="Camping-Gasflaschen" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10862" class="wp-caption-text">© MDF &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Klassifizierungsvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Mehrere Änderungen gibt es bei den organischen Peroxiden der Gefahrgutklasse 5.2. Unter anderem wurde bei den UN-Nummern die 3109 für Dibenzoylperoxid in flüssiger Typ-F-Zubereitung ergänzt. Die bestehenden Gefahrgutvorschriften für diese Chemikalien bleiben unverändert, die Ergänzung betrifft ausschließlich die Zuordnung in der Stoffliste.</p>
<h3>Neue UN-Nummern im Verzeichnis für gefährliche Güter</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem ADR 2025 wurden mehrere neue UN-Nummern in die Tabelle A aufgenommen, um neu bewertete oder erstmals regulierte Stoffe abzubilden. Dazu gehören:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">UN 3553: Disilan (gilt als selbstentzündlich)</li>
<li style="text-align: justify;">UN 3555: Trifluormethyltetrazol-Natriumsalz in Aceton mit mindestens 68 Masse-% Aceton (ein thermisch instabiler Stoff mit hohem Lösemittelanteil)</li>
<li style="text-align: justify;">UN 3560: Tetramethylammonium-Hydroxid in wässriger Lösung mit mindestens 25 % Tetramethylammonium-Hydroxid (eine stark ätzende, reaktive Base, die in höheren Konzentrationen ein deutlich erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweist)</li>
</ul>
<figure id="attachment_10865" aria-describedby="caption-attachment-10865" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10865 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F.jpg" alt="Organic-Peroxide-Type-F" width="1000" height="712" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F-300x214.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F-768x547.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10865" class="wp-caption-text">© Yongyuth Chanthabut &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Verpackungsvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Absatz 4.1.1.21.7 enthält neue Verpackungsvorschriften für Polyethylenverpackungen. Gemäß Absatz 2.1.3.5.5 klassifizierte Flüssig-Abfälle dürfen in PE-Verpackungen transportiert werden, wenn sich diese nachweislich für diese Verpackungsgruppe eignen. Die maximale Verwendungsdauer von PE-Verpackungen, die durch Chemikalien geschwächt werden können, wurde von 5 auf 2,5 Jahre verkürzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Entsorgungsbranche relevante Änderungen des ADR 2025 finden sich in der Sondervorschrift 650. Es ist jetzt gestattet, Abfälle lösemittelhaltiger Farben (UN 1263) mit Abfällen wasserbasierter Farben (UN 3082) zu mischen und sie gemeinsam unter der UN 1263 zu transportieren.</p>
<p style="text-align: justify;">In 4.1.1.5.3 ADR gibt es Neuerungen bezüglich des Zusammenpackens von Innenverpackungen in einer Außenverpackung.</p>
<figure id="attachment_10870" aria-describedby="caption-attachment-10870" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10870 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer.jpg" alt="IBC Gefahrgutcontainer" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10870" class="wp-caption-text">© Czintos Ödön &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Gefahrgut-Kennzeichnung und Dokumentation</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Vorschriften zur Kennzeichnung für den Gefahrguttransport wurden an mehreren Stellen präzisiert. Änderungen betreffen unter anderem die Sondervorschriften für Abfälle gemäß Absatz 5.4.1.1.3 ADR. Zudem wurde die Dokumentation angepasst: Werden chemische Stoffe oder Gemische in Innenverpackungen befördert, die sich gemeinsam in einer Außenverpackung befinden, müssen die Beförderungspapiere für den Straßentransport künftig den Eintrag &#8222;Beförderung nach Absatz 4.1.1.5.3&#8220; enthalten.</p>
<h3>Übergangsfristen für Verpackungen und Tanks</h3>
<p style="text-align: justify;">Ab dem 1. Januar 2027 muss die UN-Codierung auf einem nicht abnehmbaren Bauteil der Verpackung angebracht sein. Vor diesem Zeitpunkt hergestellte Verpackungen, die nicht den bereits geltenden Vorschriften des Unterabschnitts 6.1.3.1 bezüglich des Anbringens der Kennzeichnung auf nicht abnehmbaren Teilen unterliegen, dürfen nach Ende der Übergangsfristen für den Gefahrguttransport weiterverwendet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Fässer aus Stahl (6.1.4.1.4 ADR), Aluminium oder einem anderen Metall mit über 60 Litern Fassungsvermögen entfällt die Verpflichtung für Rollsicken oder Rollreifen.</p>
<h2>Gefahrguttransport und Handhabung</h2>
<p style="text-align: justify;">Sofern ursprünglich enthaltenes Gefahrgut für diese Beförderungsart zugelassen ist, dürfen ungereinigte leere Verpackungen in loser Schüttung transportiert werden. Dabei sind die in Kapitel 3.2, Tabelle A, Spalte (10) oder (17) aufgeführten Anweisungen anzuwenden (siehe Absatz 7.3.1.1 ADR). Neue Anforderungen gelten für den Gefahrguttransport von Abfällen in loser Schüttung im Containersack.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Bereich Be- und Entladen wurden die Handhabungsvorschriften für den Gefahrguttransport konkretisiert, insbesondere die CV29 zur aufrechten Stellung von Versandstücken und die CV38 zum sicheren Umgang mit Containersäcken.</p>
<figure id="attachment_10874" aria-describedby="caption-attachment-10874" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10874 size-full" title="Gefahrzettel Klasse 3 mit UN-Nummer 1203 (Benzin)" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203.jpg" alt="UN-1203" width="1000" height="662" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-768x508.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10874" class="wp-caption-text">© ftfoxfoto &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Besatzung und Ausstattung von Fahrzeugen für den Gefahrguttransport</h3>
<p style="text-align: justify;">Unter Abschnitt 8.1.2.1 und 8.1.2.2 des ASR 2025 aufgeführte Begleitpapiere für gefährliche Güter sind beim Straßentransport im Fahrerhaus der Beförderungseinheit mitzuführen (siehe 8.2.1. ADR).</p>
<p style="text-align: justify;">In europäischen Staaten, die das multilaterale Abkommen M364 unterzeichnet haben, gelten bis Ende 2026 Übergangsfristen für die Aufbewahrung der Zulassungsbescheinigungen von Anhängern. Ab 2027 müssen diese wie die Begleitpapiere im Führerhaus verwahrt werden.</p>
<h2>Schulung als Basis für die saubere betriebliche Umsetzung des ADR 2025</h2>
<p style="text-align: justify;">Chemieunternehmen, die gefährliche Güter verpacken oder transportieren, müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter alle Neuerungen und Änderungen des ADR 2025 kennen. Sie müssen diese Vorgaben auch korrekt anwenden. Dazu zählen die aktualisierten Regeln zur Gefahrgutkennzeichnung und zur Stoffzuordnung. Ebenso wichtig sind die neuen Verpackungsvorschriften. Hinzu kommen präzisierte Handhabungsvorschriften für das Be- und Entladen. Außerdem müssen die Begleitpapiere im Straßentransport richtig aufbewahrt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine regelmäßige Schulung zum Chemikalientransport ist unverzichtbar. Nur so bleiben Unternehmen beim rechtskonformen und sicheren Umgang mit chemischen Gefahrgütern auf dem aktuellen Stand. Gleichzeitig erfüllen sie die nach ADR und GGVSEB vorgeschriebene Unterweisungspflicht. Je nach Unternehmen können zusätzliche Fortbildungen verpflichtend sein. Das betrifft zum Beispiel den RID-Standard für den Schienenverkehr. Auch das ADN-Abkommen für die Binnenschifffahrt kann relevant sein.</p>
<p>Mehr Informationen auch unter <a href="https://www.adr-2025.de/">https://www.adr-2025.de/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/">ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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		<title>PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:30:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren wird über ein umfassendes PFAS-Verbot in der EU diskutiert, doch ein konkreter Beschluss ist bislang nicht in Sicht. Die politische Absicht ist klar, die Umsetzung dagegen komplex und von vielen offenen Fragen geprägt. Fakt ist, dass ein solches Verbot für die Oberflächentechnik weitreichende Folgen hätte. Deshalb ist es unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/">PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit Jahren wird über ein umfassendes PFAS-Verbot in der EU diskutiert, doch ein konkreter Beschluss ist bislang nicht in Sicht. Die politische Absicht ist klar, die Umsetzung dagegen komplex und von vielen offenen Fragen geprägt. Fakt ist, dass ein solches Verbot für die <a href="https://kluthe.com/produkte/">Oberflächentechnik</a> weitreichende Folgen hätte. Deshalb ist es unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und potenzielle Auswirkungen frühzeitig einzuordnen.</p>
<h2>Viele Unternehmen der Oberflächentechnik blicken mit Sorge auf ein mögliches PFAS-Verbot im Jahr 2027</h2>
<p style="text-align: justify;">Bis zu einem Gesetzesvorschlag dürften aber noch einige Monate vergehen. Nach Angaben der europäischen Chemieagentur ECHA werden die erforderlichen Studienergebnisse zum Jahresende vorliegen. Erst danach kann die EU-Kommission offiziell ein PFAS-Verbot im Rahmen von REACH vorschlagen und darüber beraten. Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss. Sicher ist, dass es früher oder später kommen wird. Umso wichtiger ist es für Unternehmen der Oberflächentechnik, sich schon jetzt um Alternativen für die Metallbeschichtung und andere Verfahren zu kümmern.</p>
<figure id="attachment_10896" aria-describedby="caption-attachment-10896" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10896 size-full" title="Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS.jpg" alt="Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss" width="1000" height="556" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-300x167.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10896" class="wp-caption-text">© Francesco Scatena &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Was sind PFAS und warum wird über ein EU-Verbot diskutiert?</h2>
<p style="text-align: justify;">Unter der Abkürzung PFAS werden perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen zusammengefasst. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind extrem langlebig. Weder Sonnenlicht noch Mikroorganismen können sie zerstören. Sie reichern sich in Böden, Gewässern, Tieren und Pflanzen an und gelangen über die Nahrungskette in den menschlichen Körper.</p>
<p style="text-align: justify;">Das PFAS-Verbot 2027 ist ein Thema, weil viele PFAS-Verbindungen als gesundheitsschädlich eingeordnet werden. Wissenschaftler vermuten, dass sie das Hormonsystem beeinflussen und das Krebsrisiko erhöhen können. Die PFAS-Untergruppe PFOS ist deshalb bereits seit 2006 weitgehend verboten, eine weitere namens PFOA seit Juli 2020. Im Februar 2023 hat die ECHA vorgeschlagen, auch perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen so stark zu reglementieren, dass dies letztlich einem PFAS-Verbot gleichkommt. Ausnahmeregelungen werden nur dort gelten, wo es keine Alternativen gibt.</p>
<figure id="attachment_10903" aria-describedby="caption-attachment-10903" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10903 size-full" title="Das PFAS-Verbot 2027 ist ein Thema, weil viele PFAS-Verbindungen als gesundheitsschädlich eingeordnet werden" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU.jpg" alt="PFAS Verbot EU" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10903" class="wp-caption-text">© DBA &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Bereiche der Oberflächentechnik sind von einem PFAS-Verbot betroffen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen werden vor allem für ihre chemische und thermische Stabilität und ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften geschätzt. Oft dienen sie als Additive, um Oberflächen hydrophob oder oleophob zu machen, insbesondere bei der technischen Beschichtung. Ein PFAS-Verbot im Jahr 2027 beträfe unter anderem folgende Bereiche:</p>
<h3>Vorbehandlung und Aktivierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenvorbehandlung</a> ermöglichen PFAS-Netzmittel eine gleichmäßige Benetzung komplexer Geometrien. Auch hier kommt die Sprühnebelunterdrückung zum Tragen, da Beizlösungen bei hohen Temperaturen und intensiver Bewegung Aerosole bilden können. PFAS-haltige Tenside helfen, diese Effekte zu kontrollieren, und unterstützen damit eine stabile Prozessführung.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/reinigungs-und-beizprodukte/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838 size-full" title="Reinigungs- und Beizprodukte" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg" alt="Reinigungs- und Beizprodukte " width="850" height="420" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-300x148.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-768x379.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Beschichtungstechnik</h3>
<p style="text-align: justify;">PFAS in Form von Additiven beeinflussen die Oberflächenenergie von Lack und technischer Beschichtung. Zudem ermöglichen sie hydrophobe und oleophobe Effekte. In bestimmten Spezialbeschichtungen, etwa für Elektronik oder Medizintechnik, tragen sie zur chemischen Beständigkeit und einer kontrollierten Oberflächenstruktur bei.</p>
<h3>Funktionale Metallbeschichtungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der funktionalen Metallbeschichtung kommen PFAS vor allem dort zum Einsatz, wo Gleit-, Barriere- oder Antihafteigenschaften gefragt sind. Fluorpolymere wie Polytetrafluorethylen (PTFE) bilden robuste Schichten mit hoher chemischer Stabilität und geringer Reibung.</p>
<h3>Galvanotechnik</h3>
<p style="text-align: justify;">In der Galvanik spielen PFAS seit vielen Jahren eine technische Rolle, vor allem in der Hartverchromung. Als Netzmittel-Bestandteil stabilisieren sie die Elektrolyte und verbessern die Benetzung. Indem sie die Oberflächenspannung der Bäder senken und die Aerosolbildung verhindern, tragen sie zur Sprühnebelunterdrückung in der Galvanik bei. In galvanischen Verfahren zur Metallbeschichtung unterstützen PFAS-basierte Hilfsstoffe die Prozessstabilität und die Oberflächenqualität.</p>
<figure id="attachment_10909" aria-describedby="caption-attachment-10909" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10909 size-full" title="Seit vielen Jahren kommen PFAS in der Galvanik technisch zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Hartverchromung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1.jpg" alt="Seit vielen Jahren kommen PFAS in der Galvanik technisch zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Hartverchromung" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10909" class="wp-caption-text">© Anna &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Sprühnebelunterdrückung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Sprühnebelunterdrückung ist nicht nur in der Galvanik und der Vorbehandlung ein Thema. Auch in der Beschichtung selbst werden PFAS-haltige Tenside genutzt, um Aerosolbildung zu reduzieren und die Arbeitsplatzsicherheit zu verbessern. Durch die Absenkung der Oberflächenspannung verändern sie die Tropfenbildung, weshalb weniger Nebel entsteht.</p>
<h2>Wie können Unternehmen einem PFAS-Verbot im Jahr 2027 zuvorkommen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Am besten aufgestellt sind Unternehmen, die sich frühzeitig und systematisch auf das PFAS-Verbot vorbereiten. Behörden und Compliance-Berater schlagen hierzu folgende Schritte vor:</p>
<h3>Vollständige Bestandsaufnahme der PFAS-Nutzung</h3>
<p style="text-align: justify;">Zunächst gilt es zu klären, an welchen Stellen PFAS in der Lieferkette, in Produkten und in Prozessen relevant sind. Je mehr über den tatsächlichen PFAS-Einsatz bekannt ist, desto besser lassen sich Probleme im Hinblick auf Versorgungsketten, Materialdegradation und regulatorische Nichteinhaltung bewerten und vermeiden. Wichtig ist, neben den Produkt-Risiken auch Produktionsabläufe, Instandhaltung und Arbeitsschutz im Blick zu haben. Dort können sich ebenfalls PFAS verstecken, beispielsweise hier:</p>
<ul>
<li>Dichtungen, Schläuche, Ventile und Membranen</li>
<li>beschichtete Werkzeuge und Oberflächen</li>
<li>Prozesschemikalien wie Netzmittel, Tenside, Emulgatoren</li>
<li>hochtemperatur- oder chemikalienbeständige Schmierstoffe auf Fluorölbasis</li>
<li>Filtermaterialien mit fluorierten Fasern</li>
<li>Elektronikkomponenten in Maschinen (PFAS in Kabelisolierungen und Leiterplatten)</li>
<li>Schutzkleidung mit wasser-, öl- und chemikalienabweisenden Eigenschaften</li>
<li>Löschschäume (insbesondere ältere AFFF-Formulierungen)</li>
<li>Schutzmatten, Dichtfolien und Barrieren auf PTFE- oder FKM-Basis</li>
</ul>
<h3>Vorausschauende Reaktion auf Berichtspflicht und PFAS-Beschränkung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die PFAS-Vorschriften entwickeln sich stetig weiter. Bestimmte Substanzen unterliegen schon jetzt Gesetzen wie EU REACH, der Stockholm-Konvention zu persistenten organischen Schadstoffen (POPs) oder Kaliforniens Proposition 65. Während es wichtig ist, ein zukünftiges PFAS-Verbot zu beobachten, müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie jede bereits geltende Verordnung in den für sie relevanten Märkten einhalten.</p>
<figure id="attachment_10912" aria-describedby="caption-attachment-10912" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-10912" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant.jpg" alt="EU-REACH-Compliant" width="590" height="494" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant-300x251.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant-768x643.jpg 768w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /><figcaption id="caption-attachment-10912" class="wp-caption-text">© Ricochet64 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Frühzeitige Umgestaltung von Produkten und Prozessen</h3>
<p style="text-align: justify;">Sobald eine PFAS-Beschränkung oder ein PFAS-Verbot für Produkte vorliegt, bleibt nur noch eine Übergangsfrist, um nach Alternativen zu suchen. Unternehmen, die sich auf Ausnahmeregelungen vom EU-Verbot verlassen, gehen ein hohes Risiko ein. Wer den Neugestaltungsprozess frühzeitig beginnt, sichert sich technologische Handlungsfähigkeit und vermeidet kostspielige Ad-hoc-Entscheidungen kurz vor Ablauf der Übergangsfrist. Gleichzeitig entsteht Transparenz darüber, in welchen Bereichen Ausnahmeregelungen von einem potenziellen PFAS-Verbot im Jahr 2027 greifen, weil eine Substitution in absehbarer Zeit nicht möglich ist.</p>
<h3>Alle PFAS in die Planung einbeziehen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bestehende Vorschriften konzentrieren sich auf spezifische PFAS wie PFOS oder PFOA. Eine neue PFAS-Beschränkung oder ein neues PFAS-Verbot nehmen jedoch zunehmend sämtliche Ewigkeitschemikalien ins Visier. Unternehmen sollten darauf gefasst sein, dass ein zukünftiges EU-Verbot alle PFAS reguliert. Statt eine neue Verordnung nach der anderen abzuarbeiten, ist es sinnvoll, gleich einen großen Schritt in Richtung PFAS-Freiheit zu machen.</p>
<h3>Versorgungsrisiken durch abgekündigte Chemikalien und Bauteile frühzeitig identifizieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie lange es von einem PFAS-Verbot im Jahr 2027 bis zum Wegfall PFAS-haltiger Chemikalien dauert, ist offen. Viele Hersteller haben sich bereits entschieden, dem PFAS-Verbot zuvorzukommen und die Produktion solcher Substanzen schon vor Ablauf der zu erwartenden Übergangsfrist einzustellen. Unternehmen, die damit verbundene Risiken rechtzeitig erkennen und früh handeln, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.</p>
<h2>Mit vorausschauender Vorbereitung dem PFAS-Verbot gelassener entgegensehen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bleibt festzustellen, dass die PFAS-Beschränkung im Rahmen von REACH und ein mögliches PFAS-Verbot im Jahr 2027 die Oberflächentechnik vor tiefgreifende Änderungen stellen. Die Verordnung der ECHA wird voraussichtlich enge Übergangsfristen vorsehen, die Unternehmen zu schneller Substitution und Anpassungen in Produktion und Lieferketten zwingen. Welche praktischen Auswirkungen solche regulatorischen Maßnahmen haben können, zeigt sich am Beispiel PFOS.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer Bestände, Prozesse und Alternativen schon vor einem etwaigen PFAS-Verbot im Jahr 2027 prüft und dokumentiert, reduziert kurzfristigen Anpassungsdruck und positioniert sich zugleich für langfristigen Erfolg.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/">PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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		<title>Fachgerechte Entsorgung von Kühlschmierstoff</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/fachgerechte-entsorgung-von-kuehlschmierstoff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 13:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[DIN 1999-100]]></category>
		<category><![CDATA[DIN EN 858]]></category>
		<category><![CDATA[Entsorgung von Kühlschmierstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Entsorgungsnachweis]]></category>
		<category><![CDATA[gefährlicher Abfall]]></category>
		<category><![CDATA[Kreislaufwirtschaftsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[KSS-Entsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlschmierstoff Entsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Ölabscheider Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling Kühlschmierstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entsorgung von Kühlschmierstoff ist ein zentrales Thema in der Metallbearbeitung. Wer hier nachlässig handelt, gefährdet die Umwelt und riskiert hohe Bußgelder. Fachgerechte KSS-Entsorgung schafft Sicherheit auf allen Seiten. Kühlschmierstoffe (KSS) sind in der Metallbearbeitung unverzichtbar Sie schmieren, kühlen, transportieren Späne ab und erhöhen damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bearbeitungsprozesse. Jedoch &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Entsorgung von Kühlschmierstoff ist ein zentrales Thema in der Metallbearbeitung. Wer hier nachlässig handelt, gefährdet die Umwelt und riskiert hohe Bußgelder. Fachgerechte KSS-Entsorgung schafft Sicherheit auf allen Seiten.</strong></p>
<h2>Kühlschmierstoffe (KSS) sind in der Metallbearbeitung unverzichtbar</h2>
<p style="text-align: justify;">Sie schmieren, kühlen, transportieren Späne ab und erhöhen damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bearbeitungsprozesse. Jedoch werden KSS bei der Nutzung nicht vollständig verbraucht. Mit der Zeit müssen sie ersetzt und der fachgerechten Kühlschmierstoff-Entsorgung zugeführt werden. Hierfür gelten in Deutschland klare Vorschriften.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9750" title="HAKUFORM SE | Nachhaltige Emulsionen für die Zerspanung und Umformung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A.jpg" alt="HAKUFORM SE | Nachhaltige Emulsionen für die Zerspanung und Umformung" width="850" height="670" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A-300x236.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A-768x605.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Herausforderungen bei der Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Gebrauchte Kühlschmierstoffe werden als gefährliche Abfälle eingestuft. Besonders problematisch sind Emulsionen, die aus Wasser, Öl und verschiedenen Additiven bestehen und sich nur schwer trennen lassen. Bei unsachgemäßer Kühlschmierstoff-Entsorgung können Schadstoffe aus diesen KSS ganze Ökosysteme dauerhaft schädigen.</p>
<h2>Entsorgungsnachweise sind verpflichtend</h2>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen sind verpflichtet, die KSS-Entsorgung durch einen zertifizierten Fachbetrieb durchführen zu lassen und einen Entsorgungsnachweis zu erbringen. Verstöße können teuer werden und sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hinzu kommen gesundheitliche Gefahren, da gebrauchte Kühlschmierstoffe häufig Bakterien oder Pilze enthalten, die Hautreizungen und Atemwegsbelastungen verursachen können.</p>
<p><a href="https://rematec-recycling.com/de/recycling-umweltmanagement/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10641" title="Als Hersteller von Chemikalien verpflichtet sich die Kluthe Gruppe, die verbrauchten Reststoffe, die bei der Anwendung unserer Erzeugnisse entstehen, zurückzunehmen und wieder aufzubereiten" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01.jpg" alt="rematec-wieblingen-01" width="850" height="539" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01.jpg 1600w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-300x190.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-1024x649.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-768x487.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-1536x973.jpg 1536w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Kühlschmierstoff-Entsorgung ist teuer</h2>
<p style="text-align: justify;">Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Kühlschmierstoff-Entsorgung anspruchsvoll. Die fachgerechte Sammlung und Lagerung sowie der Transport sind kostenintensiv, insbesondere bei KSS mit kurzen Standzeiten, die häufige Wechsel erfordern. Betriebe benötigen getrennte Lagerbehälter, ausreichend Platz und eine funktionierende Logistik, um Altemulsion bis zur Abholung durch den Entsorgungsfachbetrieb sicher zwischenzulagern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kombination aus gefährlichen Inhaltsstoffen, strengen gesetzlichen Auflagen, hohem organisatorischem Aufwand und steigenden Kosten macht die Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung, insbesondere die KSS-Entsorgung, zu einer besonderen Herausforderung. Sie erfordert eine klare Strategie und eine disziplinierte Umsetzung im Betriebsalltag.</p>
<h2>Rechtliche Grundlagen und Umweltauflagen der Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen, die gebrauchte Kühlschmierstoffe entsorgen wollen, müssen hierzulande strenge rechtliche Vorgaben beachten. Die folgenden Regelwerke stellen die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für die Kühlschmierstoff-Entsorgung dar. Je nach Einsatzgebiet können zusätzliche Vorschriften und Detailregelungen relevant sein.</p>
<ul>
<li>Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): regelt die Verantwortung der Abfallerzeuger und schreibt eine ordnungsgemäße, schadlose Entsorgung vor</li>
<li>Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV): Kühlschmierstoffe werden meist den gefährlichen Abfallschlüsseln 12 01 06* bis 12 01 10* zugeordnet</li>
<li>Dokumentations- und Nachweispflicht: Unternehmen müssen die Entsorgung lückenlos dokumentieren und einen Entsorgungsnachweis über die Übergabe an den Entsorgungsfachbetrieb erbringen</li>
<li>DGUV-Regel 109-003: schreibt im Arbeitsschutz die getrennte Sammlung von wassermischbaren und <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/">nichtwassermischbaren Kühlschmierstoffen</a> sowie deren sichere Handhabung vor, um Beschäftigte vor Hautkontakt, Aerosolen und weiteren Gefährdungen zu schützen</li>
<li>Wasserhaushaltsgesetz (WHG): verbietet, dass in Gewässer oder ins Abwasser Kühlschmierstoff unbehandelt eingeleitet wird, und verlangt eine fachgerechte Lagerung und Entsorgung</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10647" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG.jpg" alt="Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG Symbolbild" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Hersteller entwickeln zunehmend <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/">Kühlschmierstoffe der HAKUFORM-SE-Reihe</a>, die weniger problematische Additive enthalten und die geltenden Auflagen leichter erfüllen. Dennoch gilt Altemulsion rechtlich als gefährlicher Sonderabfall. KSS bedürfen somit immer einer fachgerechten Entsorgung einschließlich Entsorgungsnachweis, zumal sie im Betrieb oftmals kritische Substanzen aufnehmen.</p>
<h2>Sonderabfall KSS: Typische Belastungen und Risiken für Umwelt</h2>
<p style="text-align: justify;">Altemulsion enthält eine Vielzahl heikler Inhaltsstoffe. Während des Einsatzes nimmt Kühlschmierstoff Metallabrieb, Salze, Ölbestandteile und Biozide auf, die eine große Umweltbelastung darstellen. Viele KSS werden in eine hohe Wassergefährdungsklasse eingestuft. Das bedeutet, dass bereits geringe Mengen genügen, um die ökologische Balance von Böden und Gewässern aus dem Gleichgewicht zu bringen.</p>
<h2>Wassergefährdungsklasse</h2>
<p>Die rechtliche Einordnung in eine bestimmte Wassergefährdungsklasse wirkt sich direkt auf die Anforderungen an die Lagerung, den Transport und die Kühlschmierstoff-Entsorgung aus. Grundlage hierfür ist unter anderem die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV), wobei sich die Einstufung in der Praxis aus den Herstellerangaben und dem Sicherheitsdatenblatt ergibt. Je höher die Einstufung, desto strenger sind die Auflagen für Betriebe, die verbrauchte Emulsion entsorgen wollen. Im Abwasser hat Kühlschmierstoff grundsätzlich nichts zu suchen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10652" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen.jpg" alt="Wassergefährungsklassen " width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Ölabscheider nach <strong data-start="1777" data-end="1793">DIN 1999-100</strong> und <strong data-start="1798" data-end="1817">DIN EN 858-1/-2</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Ölabscheider in der Industrie müssen nach DIN 1999-100 sowie DIN EN 858-1 und DIN EN 858-2 geplant, gebaut und betrieben werden. Aufgrund der hohen Wassergefährdungsklasse von Kühlschmierstoffen unterliegen sie strengen Kontrollen, Wartungen und Inspektionen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass kein mit Kühlschmierstoff belastetes Abwasser anfällt, sondern ausschließlich vorgereinigtes Wasser kontrolliert in die Kanalisation oder Kläranlage eingeleitet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Investition in einen eigenen Ölabscheider lohnt sich vor allem für Betriebe, in denen regelmäßig größere Mengen ölhaltiger Emulsionen anfallen. Zum einen sinken die laufenden Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung, da die externen Entsorgungsbetriebe deutlich geringere Volumina übernehmen müssen. Zum anderen wird die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch den Betrieb eines eigenen Ölabscheiders besser nachweisbar. Hieraus können sich Vorteile bei Audits und Umweltzertifizierungen ergeben.</p>
<h2>Verfahren zur Aufbereitung und Entsorgung von Kühlschmierstoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben der Vorbehandlung mittels Ölabscheider gibt es eine Reihe weiterer Verfahren zur Kühlschmierstoff-Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung, die je nach Belastung, Zusammensetzung und betrieblichen Anforderungen eingesetzt werden. Ein zentrales Prinzip ist die Trennung der Phasen, bei der Öl, Wasser und Feststoffe voneinander separiert werden. Hierfür kommen mechanische Verfahren wie Zentrifugation oder Membranfiltration zum Einsatz, die den Kühlschmierstoff reinigen und seine Standzeit verlängern können.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine immer wichtigere Rolle spielt das Recycling. Statt eine verbrauchte Emulsion zu entsorgen, wird diese aufbereitet und wiederverwendet. Dieses Vorgehen reduziert die Abfallmengen und senkt die Entsorgungskosten. Es erfordert jedoch eine sorgfältige Überwachung der Qualität, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Den rechtlichen Rahmen bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das eine schadlose Verwertung von Abfällen als vorrangiges Ziel festlegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kommt eine Wiederverwendung nicht infrage, werden die ölhaltigen Reststoffe in speziellen Anlagen verbrannt, wodurch Energie zurückgewonnen werden kann. Eine weitere Option sind chemische Verfahren, bei denen Sonderabfall-KSS durch Zugabe von Fällungs- oder Spaltmitteln aufgebrochen werden. Anschließend ist es möglich, die Ölphase der Emulsion zu entsorgen, während die Wasserphase nach sorgfältiger Reinigung in die Kanalisation eingeleitet wird. Hier ist ebenfalls das Kreislaufwirtschaftsgesetz relevant, da es eine ordnungsgemäße, schadlose Behandlung gefährlicher Abfälle verbindlich vorschreibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10655" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider.jpg" alt="Ölabscheider, Schematische Darstellung" width="1000" height="639" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider-300x192.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider-768x491.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Alternative Ansätze und Zukunftsperspektiven für die Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Kühlschmierstoff-Entsorgung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen technischer Notwendigkeit und ökologischer Verantwortung. Klassische Emulsionen auf Mineralölbasis sind leistungsfähig, bedeuten jedoch erhebliche Belastungen für die Umwelt. Daher rücken emissions- und abfallärmere Alternativen immer stärker in den Fokus. Ein zukunftsorientierter Ansatz sind Kühlschmierstoffe mit reduziertem Anteil schwer abbaubarer Additive, die weniger problematische Bestandteile enthalten und dadurch die Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung erleichtern.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben der Produktentwicklung ist auch die Optimierung von Recyclingtechnologien von großer Relevanz. Methoden wie die Ultrafiltration, Membranverfahren oder Koaleszenzabscheidung ermöglichen es, verbrauchte Emulsionen aufzubereiten und erneut einzusetzen. Dadurch verlängern sich die Standzeiten, und die Abfallmengen sinken deutlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls zukunftsweisend ist die Minimalmengenschmierung (MMS), bei der nur kleinste Mengen an Schmiermittel direkt in den Bearbeitungsbereich gebracht werden. Das senkt die Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung und verbessert zugleich die Energieeffizienz und die Arbeitssicherheit.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/unsere-nachhaltigkeitsstrategie/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6865 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH: Wir nehmen Reststoffe unserer Kunden zurück. Hierfür haben wir in bewusster Voraussicht ein eigenes Tochterunternehmen gegründet: Die Rematec GmbH" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH Recycling" width="850" height="743" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling-300x262.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling-768x671.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
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		<item>
		<title>Funktionale Oberflächen</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/funktionale-oberflaechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 10:04:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paint Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Beschichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Funktionale Oberflächen]]></category>
		<category><![CDATA[Gasphasenabscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Konversionsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Lackierung]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Teilereinigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beschichtungen mit Funktion – Was versteht man darunter eigentlich? Von der Oberfläche eines Gegenstandes hängt ab, wie er auf verschiedene Umgebungseinflüsse reagiert. Durch die gezielte Veränderung der Oberflächeneigenschaften lassen sich die Wechselwirkungen in eine bestimmte Richtung lenken. Im Ergebnis entstehen funktionale Oberflächen, die spezielle Aufgaben erfüllen. Preiswerte Konstruktionswerkstoffe oder Werkstoffe mit geringem Gewicht können auf &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Beschichtungen mit Funktion – Was versteht man darunter eigentlich?</h2>
<p style="text-align: justify;">Von der Oberfläche eines Gegenstandes hängt ab, wie er auf verschiedene Umgebungseinflüsse reagiert. Durch die gezielte Veränderung der Oberflächeneigenschaften lassen sich die Wechselwirkungen in eine bestimmte Richtung lenken. Im Ergebnis entstehen funktionale Oberflächen, die spezielle Aufgaben erfüllen. Preiswerte Konstruktionswerkstoffe oder Werkstoffe mit geringem Gewicht können auf diese Weise für anspruchsvolle Einsatzwecke fit gemacht werden. Funktionale Beschichtungen spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie verleihen Bauteilen genau die Eigenschaften, die für den jeweiligen Einsatzzweck erforderlich sind.</p>
<h2>Was sind funktionale Oberflächen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionale Oberflächen sind Oberflächen, die gezielt so gestaltet wurden, dass sie über rein ästhetische Aspekte hinaus bestimmte technische Aufgaben übernehmen. Im Gegensatz zu dekorativen Beschichtungen steht bei funktionellen Beschichtungen die Leistungsfähigkeit im Vordergrund: Sie können vor Korrosion schützen, die Reibung verringern, elektrische Eigenschaften steuern oder biologische Besiedlung verhindern. Die Erzeugung funktionaler Oberflächen erfolgt durch verschiedene Beschichtungstechniken, die das Grundmaterial mit neuen Eigenschaften ausstatten, ohne dessen strukturelle Integrität zu beeinträchtigen.<a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3477 size-full" title="Metall- und Kunststofflackierung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung.jpg" alt="metall-und-kunststofflackierung-funktionale-oberflaechen" width="850" height="525" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung-300x185.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung-768x474.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Typische Aufgaben für funktionale Oberflächen</h2>
<p style="text-align: justify;">Die möglichen Wechselwirkungen zwischen Oberflächen und der angrenzenden Umgebung sind äußerst vielfältig. Fast alles, was Physik, Chemie und Biologie zu bieten haben, ist hier zu finden. Wichtige Aufgaben funktionaler Beschichtungen umfassen:</p>
<ul>
<li>Oberflächenschutz gegen mechanische und chemische Einflüsse</li>
<li><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutz/">Korrosionsschutz</a> für metallische Werkstoffe</li>
<li>Verschleißschutz zur Verlängerung der Lebensdauer</li>
<li>Schutz vor ungewollten Ablagerungen (Antihaftbeschichtungen gegen Verschmutzung, Vereisung, Niederschlagen von Feuchtigkeit)</li>
<li>Schutz vor mikrobiologischer Besiedlung durch Bakterien, Algen oder Pilze</li>
</ul>
<h2>Verbesserung der Haftfähigkeit durch funktionelle Beschichtungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionale Oberflächen entstehen meistens durch eine Schicht aus Werkstoffen, die die geforderten Eigenschaften mitbringen. In vielen Fällen werden mehrere Schichten benötigt, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Es muss sichergestellt werden, dass alle funktionalen Beschichtungen fest haften und die gesamte Oberfläche oder vorgesehene Oberflächenbereiche vollständig bedecken. Die <a href="https://kluthe.com/magazin/die-rolle-der-oberflaechenaktivierung-bei-haftung-und-beschichtungsleistung/">Oberflächenaktivierung</a> spielt hierbei eine entscheidende Rolle.</p>
<figure id="attachment_3489" aria-describedby="caption-attachment-3489" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3489 size-full" title="Beschichtungstechniken" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken.jpg" alt="Beschichtungstechniken-funktionale-oberflaechen" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-3489" class="wp-caption-text">© Imaging L – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiele für die Vorbereitung funktionaler Oberflächen:</p>
<ul>
<li>Herstellen einer geeigneten Oberflächenstruktur (Aufrauen, Schleifen)</li>
<li>Erzeugung von <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/">Konversionsschichten</a> (Phosphatieren, Chromatieren)</li>
<li>Verringerung der Oberflächenspannung für gute Benetzbarkeit</li>
<li>Metallisierung von Kunststoffen, Glas oder Keramik zum Beispiel zur Vorbereitung auf eine <a href="https://kluthe.com/magazin/galvanische-oberflaechenbeschichtung/">galvanische Beschichtung</a> oder <a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/">Lackierverfahren</a> wie die kathodische Tauchlackierung</li>
<li>Förderung der mikrobiellen Besiedlung für biotechnologische Verfahren</li>
</ul>
<h2>Erzeugung spezieller Gebrauchseigenschaften durch funktionale Beschichtungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionelle Schichten werden immer häufiger eingesetzt, um spezielle Gebrauchseigenschaften hervorzubringen. Dabei nutzt man die Reaktion von Stoffen auf physikalische oder chemische Einflüsse. Beispiele für die Funktionen, die von funktionalen Oberflächenschichten übernommen werden:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8904" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung.jpg" alt="Wassertropfen-Oberflächenspannung" width="1200" height="773" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung-300x193.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung-1024x660.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung-768x495.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<ul>
<li>Verstärken oder Herstellen der elektrischen Leitfähigkeit (Widerstand elektrischer Kontakte verringern, elektrostatische Aufladung vermeiden, Touchdisplays herstellen)</li>
<li>elektrische Isolierung</li>
<li>Verringerung von reibungsbedingten Energieverlusten</li>
<li>Verstärkung der Reibung, um Aus- oder Abrutschen zu vermeiden</li>
<li>Verhindern, dass Gase oder Dämpfe eindringen bzw. entweichen (Barriereschichten)</li>
<li>Ausrüstung von Membranen zur Stofftrennung (Ultrafiltration, Umkehrosmose)</li>
<li>Verhindern von Lichtreflexion (Entspiegelung)</li>
<li>Verspiegeln für verbesserte Licht- und Wärmereflektion</li>
<li>Sensoroberflächen zur Bestimmung von chemischen Substanzen in Stoffgemischen für die Prozessteuerung und Qualitätssicherung</li>
<li>Anzeige von Temperaturänderungen durch Farbwechsel<a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3474" title="Konversionsverfahren" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren.jpg" alt="konversionsverfahren-funktionale-oberflaechen" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></li>
</ul>
<h2>Beschichtungstechniken für funktionale Oberflächen</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Oberflächentechnik unterscheidet bei der Erzeugung funktionaler Beschichtungen zwischen nasschemischen Verfahren und Gasphasenverfahren. Bei nasschemischen Verfahren liegen die Beschichtungsstoffe in flüssiger Form vor. Schmelzen, Lösungen, Emulsionen (Tröpfchen in Flüssigkeit) oder Suspensionen (Feststoffpartikel in Flüssigkeit) werden auf die Werkstoffoberflächen aufgetragen oder aufgespritzt. Alternativ werden die zu beschichtenden Teile in die Flüssigkeit getaucht. Gasphasenverfahren nutzen das Bestreben von gasförmigen Stoffen aus, sich im Raum gleichmäßig zu verteilen. Dadurch lassen sich sehr dünne funktionelle Beschichtungen im Nanometerbereich erzeugen.</p>
<h2>Nasschemische Verfahren für funktionelle Beschichtungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Zu den nasschemischen Verfahren, mit denen funktionelle Schichten erzeugt werden, zählen das Lackieren, die Erzeugung von <a href="https://kluthe.com/magazin/was-sind-konversionsschichten/">Konversionsschichten</a> und die Galvanisierung. Beim Lackieren sind die schichtbildenden Stoffe in einer Flüssigkeit fein verteilt. Nach dem Auftragen verdunstet die Flüssigkeit und hinterlässt eine feste Schicht. Neben dem <a href="https://kluthe.com/magazin/passiver-und-aktiver-korrosionsschutz/">Korrosionsschutz</a> und der Dekoration lassen sich auf diese Weise funktionale Oberflächen erzeugen, die die Gleiteigenschaften von Oberflächenpaarungen verbessern, einen Temperaturwechsel anzeigen oder vor Verschleiß schützen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/magazin/konversionsverfahren-im-ueberblick/">Konversionsschichten</a> entstehen, wenn sich Substanzen mit dem Grundmaterial zu neuen chemischen Verbindungen umsetzen. Diese funktionalen Beschichtungen verbessern die <a href="https://kluthe.com/magazin/was-ist-korrosionsbestaendigkeit/">Korrosionsbeständigkeit</a> und dienen als Haftvermittler für nachfolgende Lackierprozesse. Während der Galvanisierung scheiden sich Metallionen aus einer Salzlösung auf dem Grundmaterial ab. Das Verfahren dient der Veredelung von Metallen und dem Korrosionsschutz. Häufig angewendet werden das Vergolden, das Versilbern, das Verkupfern, das Verchromen und das Verzinken.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutz/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3468" title="Korrosionsschutz" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz.jpg" alt="korrosionsschutz-funktionale-oberflaechen" width="850" height="510" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz-300x180.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Gasphasenverfahren zur Erzeugung funktionaler Oberflächen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei den Gasphasenverfahren unterscheidet man zwischen der chemischen Gasphasenabscheidung (englisch: chemical vapour deposition, abgekürzt CVD) der physikalischen Gasphasenabscheidung (englisch: physical vapour deposition, abgekürzt PVD) und den plasmaunterstützten Verfahren. Diese Techniken ermöglichen die Herstellung besonders präziser funktionaler Beschichtungen.</p>
<h3>Chemische Gasphasenabscheidung (CVD)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die chemische Gasphasenabscheidung erfolgt in einem geschlossenen Reaktionsbehälter, der das zu beschichtende Bauteil, den Beschichtungsstoff und ein Trägergas enthält. Der Beschichtungsstoff und das Trägergas regieren miteinander zu einem gasförmigen Zwischenprodukt. Das Gas verteilt sich gleichmäßig im Behälter.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Trifft es auf die Bauteiloberfläche, zerfällt die Verbindung. Die Teilchen des Beschichtungsstoffs werden freigesetzt. Es baut sich eine funktionelle Schicht auf, die in Bauteilnähe aus einem Gemisch aus Grund- und Beschichtungsstoff besteht. Nach außen nimmt der Anteil des Grundmaterials in der funktionalen Beschichtung ab.</p>
</blockquote>
<figure id="attachment_2722" aria-describedby="caption-attachment-2722" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2722" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-2722" class="wp-caption-text">© Chris Tefme – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Physikalische Gasphasenabscheidung (PVD)</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der physikalischen Gasphasenabscheidung wird der Beschichtungsstoff im Hochvakuum verdampft. Das Hochvakuum ist erforderlich, um chemische Reaktionen des Dampfes mit der Luft zu verhindern. Die Wärmezufuhr erfolgt in der Regel über eine elektrische Widerstandsheizung oder durch einen Elektronenstrahl. Auf diese Weise lassen sich funktionale Oberflächen erzeugen, die aus unterschiedlichen Stoffen zusammengesetzt sind.</p>
<h3>Plasmaunterstützte Beschichtungsverfahren</h3>
<p style="text-align: justify;">Plasma ist ein gasartiger Stoff, der nicht aus Molekülen oder Atomen sondern aus Ionen, Elektronen und Bruchstücken von Molekülen besteht. Es kann kalt sein, wie zum Beispiel in Leuchtstoffröhren oder heiß, wie beispielsweise in einer Flamme. Erzeugt wird es durch den Eintrag von Energie in ein Gas. Energiequellen sind Lichtbögen, hohe elektrische Feldstärken oder starke Magnetfelder. Die plasmaunterstützten Beschichtungstechniken bieten ein breites Anwendungsfeld für die Erzeugung funktionaler Oberflächen, weil sie sich einerseits durch die Gaszusammensetzung und andererseits durch die elektrischen Größen der Energiequelle in einem weiten Bereich einstellen lassen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/industrielle-teilereinigung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3482" title="Industrielle Teilereinigung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung.jpg" alt="industrielle-teilereinigung" width="850" height="566" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Über das Plasma lassen sich Werkstoffe chemisch oder physikalisch beschichten, die den hohen Temperaturen bei anderen Verfahren nicht standhalten. Die Anwendungsgebiete der plasmaunterstützen Oberflächentechnik reichen von der Vorbehandlung zur Verbesserung der Haftung nachfolgender funktionaler Beschichtungen über die Erzeugung definierter Oberflächenstrukturen, die <a href="https://kluthe.com/produkte/industriereiniger/">Reinigung</a> und <a href="https://kluthe.com/news/blog/desinfektionsmittel">Desinfektion</a> bis zur Abscheidung unterschiedlichster Schichten. Mit Hilfe von Plasma erzeugte funktionale Oberflächen können zum Beispiel Schutz vor Witterungseinflüssen, Korrosion und Verschmutzung bieten und das Benetzungsverhalten oder tribologische Eigenschaften einstellen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es ist möglich, wasserabweisende oder gut benetzbare funktionelle Oberflächenschichten zu generieren oder die Reibung in mechanischen Systemen so zu vermindern, dass auf den Einsatz von Schmiermitteln verzichtet werden kann. Weitere Einsatzgebiete funktionaler Beschichtungen sind die Veredlung von Textilien und die Beschichtung von Folien.</p>
</blockquote>
<h2>Anwendungsgebiete funktionaler Oberflächen in der Industrie</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionale Oberflächen finden in nahezu allen Industriezweigen Anwendung. In der Automobilindustrie sorgen funktionelle Beschichtungen für <a href="https://kluthe.com/magazin/passiver-und-aktiver-korrosionsschutz/">Korrosionsschutz</a> an Karosserieteilen und verbessern die Gleiteigenschaften von Motorkomponenten. Die Medizintechnik nutzt funktionale Beschichtungen, um biokompatible Oberflächen für Implantate zu schaffen. In der Elektronik ermöglichen funktionale Oberflächen die Herstellung leitfähiger Schichten für Touchscreens und Solarzellen. Auch die <a href="https://kluthe.com/magazin/die-elektrotauchlackierung/">Elektrotauchlackierung</a> zählt zu den wichtigen Verfahren, um funktionale Oberflächen im industriellen Maßstab herzustellen.</p>
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		<title>Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Kühlschmierstoffe in modernen Prozessen</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/metallbearbeitungsfluessigkeiten-in-modernen-prozessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 16:03:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlschmierstoffe (KSS)]]></category>
		<category><![CDATA[Metallbearbeitungsflüssigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestmengenschmierung (MMS)]]></category>
		<category><![CDATA[nichtwassermischbare Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Refraktometer KSS]]></category>
		<category><![CDATA[Schmierwirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Spanabtransport]]></category>
		<category><![CDATA[wassermischbare Emulsion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Metallbearbeitungsflüssigkeiten sind entscheidend für Qualität und Effizienz von Metallbearbeitungsprozessen. Doch nicht jeder Kühlschmierstoff erfüllt dieselben Aufgaben. Deshalb gilt es, je nach Verfahren, Material und Anspruch eine passende Lösung zu wählen. Aufgabe der Flüssigkeiten Metallbearbeitungsflüssigkeiten schützen Werkzeuge vor Beschädigungen und Verschleiß, sichern die Bearbeitungsqualität und helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Es gibt verschiedene Typen dieser Kühlschmierstoffe &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Metallbearbeitungsflüssigkeiten sind entscheidend für Qualität und Effizienz von Metallbearbeitungsprozessen. Doch nicht jeder <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoff</a> erfüllt dieselben Aufgaben. Deshalb gilt es, je nach Verfahren, Material und Anspruch eine passende Lösung zu wählen.</strong></p>
<h2>Aufgabe der Flüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Metallbearbeitungsflüssigkeiten schützen Werkzeuge vor Beschädigungen und Verschleiß, sichern die Bearbeitungsqualität und helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Es gibt verschiedene Typen dieser Kühlschmierstoffe (KSS), die auf unterschiedliche Schwerpunkte wie Schmierleistung, Kühlwirkung oder Korrosionsschutz ausgelegt sein können. Welches Produkt sich jeweils am besten eignet, richtet sich nach dem Bearbeitungsverfahren, dem verwendeten Material und den betrieblichen Anforderungen.</p>
<h2>Funktionen von Metallbearbeitungsflüssigkeiten im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Kühlschmierstoffe übernehmen in der Metallbearbeitung mehrere zentrale Aufgaben. Sie tragen wesentlich zur Prozesssicherheit und zur Qualität der Werkstücke bei. Darüber hinaus beeinflussen Metallbearbeitungsflüssigkeiten die Wirtschaftlichkeit und die Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge. Hier die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:</p>
<h3>Schmierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Kühlschmierstoffe bilden einen dünnen Film zwischen Werkzeug und Werkstück. Dieser reduziert die direkte Metall-auf-Metall-Berührung und vermindert damit Reibung und Verschleiß. Die Schmierwirkung sorgt für eine gleichmäßigere Bearbeitungskraft und längere Werkzeugstandzeiten. Besonders bei zähen Materialien oder komplexen Bearbeitungen verhindert sie Rattermarken und verbessert die Oberflächenqualität.</p>
<figure id="attachment_10673" aria-describedby="caption-attachment-10673" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10673 size-full" title="Schmierung als Schlüssel für präzise und langlebige Bearbeitungsprozesse" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kuehlschmierstoff" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10673" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Kühlung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Metallbearbeitung entstehen enorme Temperaturen durch Reibung und Schnittdruck. KSS, zum Beispiel in Form einer Schneid- oder Bohrflüssigkeit, leiten diese Wärme ab und stabilisieren die Temperaturen im Bearbeitungsprozess. Das schützt das Werkzeug vor Überhitzung und verhindert thermische Spannungen im Werkstück, die zu Maßabweichungen oder Gefügeveränderungen führen können. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen ist die Kühlleistung ein bedeutender Faktor für Genauigkeit und Prozesssicherheit.</p>
<h3>Korrosionsschutz</h3>
<p style="text-align: justify;">Bestimmte Formulierungen schützen Werkstücke und Maschinenoberflächen vor Korrosion. <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/">Nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe</a> leisten das durch ihren natürlichen Ölfilm. <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/">Wassermischbare Kühlschmierstoffe</a> müssen hierfür mit speziellen Additiven ausgestattet sein.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/wasserloeslicher-korrosionsschutz/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-402 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Wasserlöslicher Korrosionsinhibitor CUSTOS" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Wasserlöslicher Korrosionsinhibitor CUSTOS" width="860" height="360" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1.jpg 860w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1-300x126.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1-768x321.jpg 768w" sizes="(max-width: 860px) 100vw, 860px" /></a></p>
<h3>Abtransport von Spänen und Partikeln</h3>
<p style="text-align: justify;">Partikel, die beim Schneiden entstehen, müssen aus der Bearbeitungszone entfernt werden. Metallbearbeitungsflüssigkeiten transportieren Späne und Abrieb zuverlässig ab. Das verhindert, dass sie zwischen Werkzeug und Werkstück geraten und Kratzer oder Ausbrüche verursachen. Gleichzeitig erleichtert die Spanabfuhr die Sicht auf den Prozess und verringert die Gefahr von Blockaden an der Maschine.</p>
<h3>Verbesserung der Bearbeitungsqualität</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei richtiger Dosierung erzeugt Kühlschmierstoff gleichmäßige Schnittbedingungen. Damit unterstützt er die kontrollierte Prozessführung, verbessert die Oberflächenqualität, reduziert Nacharbeit und gewährleistet eine reproduzierbare Fertigung auch bei komplexen Werkstücken.</p>
<h2>Zusammensetzung von Kühlschmierstoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Metallbearbeitungsflüssigkeiten lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: nichtwassermischbare oder wassermischbare Kühlschmierstoffe. Wassermischbare Emulsion zur Metallbearbeitung bestehen aus einer Öl-Basis, die mithilfe von Emulgatoren mit Wasser vermengt wird. Nichtwassermischbare Produkte beruhen auf reinen Ölen. In beiden Systemen sorgen gezielt eingesetzte Additive für die gewünschten Eigenschaften. Zu den gängigsten Zusätzen gehören:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Alterungsschutzstoffe (Antioxidantien): verhindern die Oxidation der Basisöle und verlängern die Standzeit des Kühlschmiermittels</li>
<li style="text-align: justify;">Korrosionsinhibitoren: schützen Werkstücke und Maschinenoberflächen vor dem negativen Einfluss von Sauerstoff</li>
<li style="text-align: justify;">Hochdruckzusätze (EP-Additive): verbessern die Schmierwirkung unter extremen Belastungen (Klassisch enthalten sind Schwefel- oder Phosphorverbindungen. Modernere Kühlschmierstoffe setzen auf borfreie Systeme oder additivierte Esteröle.)</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/produkte/wartunginstandhaltungsteuerung/zusatzchemie/">Entschäumer</a>: reduzieren Schaumbildung in Kühlschmierstoffsystemen, die Pumpen und Kühlkreisläufe stören könnte</li>
<li style="text-align: justify;">Biozide/Konservierungsmittel: hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen, sichern Hygiene und unterbinden Geruchsbildung</li>
<li style="text-align: justify;">Systemreiniger/Dispersant-Zusätze: halten Partikel und Fremdstoffe in Schwebe, erleichtern die Reinigung und wirken Ablagerungen entgegen</li>
<li style="text-align: justify;">Metall-Desaktivatoren: verhindern unerwünschte Reaktionen zwischen Additiven und Metalloberflächen</li>
</ul>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-gtl-oele/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9204" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM L" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM L" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Typische Arten und Einsatzbereiche von Metallbearbeitungsflüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Abhängig von ihrer genauen Formulierung erfüllen Metallbearbeitungsflüssigkeiten spezifische Aufgaben im Fertigungsprozess.</p>
<h3>Schneidöl</h3>
<p style="text-align: justify;">Schneidöle sind nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe, die sich durch eine starke Schmierwirkung auszeichnen. Sie finden vor allem in Prozessen Verwendung, die hohe Präzision und Werkzeugschutz erfordern. Beispiele hierfür sind das Gewindeschneiden, das Reiben und das Tiefbohren. Dünnflüssigeres Schneidöl kommt beim Schleifen zum Einsatz, mittelviskoses Schneidöl beim Drehen und Fräsen.</p>
<h3>Bohrflüssigkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Bohrflüssigkeit wurde speziell für Bohrprozesse entwickelt. Sie kühlt und schmiert den Bohrmeißel, stabilisiert das Bohrloch und transportiert Bohrspäne zuverlässig ab. Es gibt in diesem Bereich sowohl nichtwassermischbare als auch wassermischbare Kühlschmierstoffe. Erstere eignen sich besser, wenn höhere Stabilität oder besondere Druckverhältnisse gefordert sind. Letztere gelten als kostengünstige und mineralölreduzierte Kühlschmierstoffe.</p>
<h3>Metallbearbeitung</h3>
<p style="text-align: justify;">Echte Allrounder sind Kühlmittel für die Metallbearbeitung, die es ebenfalls als wassermischbare und nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe gibt. Diese Metallbearbeitungsflüssigkeiten bieten eine Kombination aus Kühlung, Schmierung, Späneabtransport und Korrosionsschutz und können sowohl bei spanenden Verfahren wie Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen als auch bei spanlosen Methoden wie Tiefziehen und Pressen zur Anwendung kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im klassischen Gebrauch werden Kühlmittel in der Metallbearbeitung großvolumig eingesetzt. Eine schmierstoffsparendere Alternative bietet die Mindestmengenschmierung (MMS), die mit exakt dosierten Kleinstmengen direkt im Bearbeitungsbereich arbeitet.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10679 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM S" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM S" width="850" height="414" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S-300x146.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S-768x374.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Herausforderungen im Umgang mit Metallbearbeitungsflüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob Schneidöl, Bohrflüssigkeit oder Allround-Kühlmittel für die Metallbearbeitung: Der Einsatz von KSS bringt eine Reihe von Problemstellungen mit sich. Ein zentrales Thema ist die Überwachung der Prozessparameter. Die Dosierung vom Kühlschmierstoff, der pH-Wert und die Keimbildung müssen permanent kontrolliert werden, damit die Flüssigkeit ihre Funktion zuverlässig erfüllt. Vernachlässigte Wartung führt schnell zu einer eingeschränkten Kühl- oder Schmierwirkung und kann Geruchsbildung und Bakterienwachstum verursachen. Das kann einen vorzeitigen Wechsel bedingen und die Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung erhöhen.</p>
<h2>Klare Sicherheitsrichtlinien sind unverzichtbar</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Arbeitsschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei Hautkontakt können Metallbearbeitungsflüssigkeiten Reizungen hervorrufen. Aerosole belasten die Atemwege. Daher sind klare Sicherheitsrichtlinien unverzichtbar. Hinzu kommt die Frage der Entsorgungsfähigkeit und Umweltbelastung. Bei klassischem Kühlschmierstoff muss die Entsorgung fachgerecht als Sondermüll erfolgen, da er Mineralöle, Biozide oder andere problematische Additive enthält. Schadstoffreduzierte Kühlschmierstoffe erfordern dennoch eine geregelte Beseitigung, weil sie schädliche Rückstände aufweisen können. Das größte Potenzial zur Reduktion problematischer Rückstände bieten abbaubare Kühlschmierstoffe auf Esterbasis, die sich unter bestimmten Voraussetzungen über Kompostierung, den Biomüll oder Biogasanlagen verwerten lassen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10683" title="HAKUFORM SE: Emulsion für die Zerspanung und Umformung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1.jpg" alt="HAKUFORM SE: Emulsion für die Zerspanung und Umformung" width="850" height="482" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1.jpg 1260w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-300x170.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-1024x580.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-768x435.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Klassische großvolumige Anwendungen verursachen hohen Verbrauch und laufende Pflegeaufwände</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben diesen Aspekten sind auch die Kosten nicht zu unterschätzen. Klassische großvolumige Anwendungen verursachen hohen Verbrauch und laufende Pflegeaufwände. Gleichzeitig erfordern unterschiedliche Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren jeweils spezifische Formulierungen. Eine falsche Auswahl oder Dosierung vom Kühlschmierstoff kann erhöhten Werkzeugverschleiß, Maßungenauigkeiten oder Korrosion nach sich ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine zukunftsorientierte Lösung sind abbaubare Kühlschmierstoffe auf Esterbasis in Verbindung mit der Mindestmengenschmierung. Diese Kombination bietet sich vor allem für Prozesse an, in denen die Schmierwirkung wichtiger ist als die Kühlleistung.</p>
<h2>Refraktometer für Kühlschmierstoff: Präzise Konzentrationskontrolle für Effizienz und Verbrauchsreduktion</h2>
<p style="text-align: justify;">Die regelmäßige Messung mit einem Refraktometer für Kühlschmierstoff ist entscheidend, um beim klassischen Kühlmitteleinsatz die richtige Konzentration sicherzustellen. So bleiben Kühlleistung, Schmierwirkung und Korrosionsschutz zuverlässig erhalten. Gleichzeitig trägt die sorgfältige Kontrolle dazu bei, den Verbrauch zu optimieren und unnötige Nachdosierungen der Metallbearbeitungsflüssigkeiten zu vermeiden.</p>
<h2>Mindestmengenschmierung</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz dazu erfordert die Mindestmengenschmierung kein Refraktometer. Da statt einer Emulsion zur Metallbearbeitung ein reiner Schmierstoff verwendet wird, erübrigt sich die aufwendige Konzentrationskontrolle. Zugleich sinkt der Verbrauch deutlich, weil das Schmiermittel in minimaler Menge direkt an der Bearbeitungsstelle aufgebracht. Dadurch bietet die MMS erhebliche Vorteile bei der Kühlschmierstoff-Entsorgung, vor allem, wenn abbaubare Kühlschmierstoffe auf Esterbasis zum Einsatz kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Während das Refraktometer für Kühlschmierstoff die Qualität und Funktionalität einer herkömmlichen Emulsion für die Metallbearbeitung sicherstellt, eröffnet die MMS Wege zu einer verbrauchs- und abfallärmeren Fertigung. Damit leistet sie einen Beitrag zur Reduktion von Entsorgungskosten und Schadstoffbelastung.</p>
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		<title>Nasschemische Oberflächenbehandlung</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/nasschemische-oberflaechenbehandlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 14:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
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		<category><![CDATA[Reinigen und Entfetten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nasschemische Verfahren und deren typische Anwendungsgebiete im Überblick Die nasschemische Oberflächenbehandlung ist aus der heutigen Fertigungs- und Oberflächentechnologie nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein vorbereitender Schritt, sondern ein entscheidender Faktor für die Funktionalität, Qualität und Lebensdauer eines Bauteils. Ob Korrosionsschutz, Haftvermittlung für Beschichtungen oder dekorative Veredelung: Nasschemische Verfahren sind eine wichtige Voraussetzung für &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Nasschemische Verfahren und deren typische Anwendungsgebiete im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die nasschemische <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenbehandlung</a> ist aus der heutigen Fertigungs- und Oberflächentechnologie nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein vorbereitender Schritt, sondern ein entscheidender Faktor für die Funktionalität, Qualität und Lebensdauer eines Bauteils. Ob <a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/">Korrosionsschutz</a>, Haftvermittlung für Beschichtungen oder dekorative Veredelung: Nasschemische Verfahren sind eine wichtige Voraussetzung für präzise und reproduzierbare Ergebnisse auf unterschiedlichsten Metallen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die von uns unterstützten Technologien und zeigen, mit welchen Produktlösungen wir diese Prozesse effizient gestalten.</strong></p>
<h2>Nasschemische Oberflächenbehandlung: Diese Verfahren gehören dazu</h2>
<p style="text-align: justify;">Nasschemische Verfahren sind Prozesse, bei denen Oberflächen mittels flüssiger Medien wie Säuren, Laugen oder Lösungen gezielt gesäubert, beschichtet oder anderweitig verändert werden. Ihr Ziel besteht darin, Werkstücke auf nachfolgende Behandlungsschritte vorzubereiten, sie vor Korrosion zu schützen oder ihre Funktionalität zu verbessern. Typisch für die nasschemische Oberflächenbehandlung ist der Einsatz flüssiger Chemikalien, oft in Verbindung mit mechanischer Unterstützung oder elektrischer Energie. Die Anwendungen reichen vom Entfetten und Reinigen über das <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/">Erzeugen von Konversionsschichten</a> bis hin zu dekorativen oder funktionalen Endbeschichtungen, die auf der nasschemischen Vorbehandlung aufbauen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5840 size-full" title="Konversionsschichten: chemisch umgewandelte Oberflächen für besseren Korrosionsschutz und optimale Lackhaftung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN.jpg" alt="Konversionsschichten: chemisch umgewandelte Oberflächen für besseren Korrosionsschutz und optimale Lackhaftung" width="850" height="369" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN-300x130.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN-768x333.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Reinigung</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Reinigen ist der erste und entscheidende Schritt jeder Oberflächenbehandlung. Hierbei werden Verunreinigungen wie Öle, Fette und Staub entfernt, um eine sichere Haftung nachfolgender Schichten zu gewährleisten. Abhängig vom Material und Verschmutzungsgrad kommen saure, neutrale oder alkalische Reinigungsmittel zum Einsatz, die meist in Spritz- oder Tauchverfahren auf das Werkstück aufgebracht und anschließend abgespült werden.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/reinigungs-und-beizprodukte/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838 size-full" title="Reinigung: Entfernt Öle, Emulsionen, Späne und Schmutz von Metall- und Kunststoffoberflächen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg" alt="Reinigung: Entfernt Öle, Emulsionen, Späne und Schmutz von Metall- und Kunststoffoberflächen" width="850" height="420" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-300x148.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-768x379.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Beizen und Passivieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Beizen werden metallische Oberflächen von Oxidschichten, Korrosionsprodukten oder Zunder befreit, vorwiegend mithilfe von Säuren. Bei der anschließenden <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/">Passivierung</a> bildet sich eine dünne Konversionsschicht, die die Haftung und den Korrosionsschutz der Oberfläche verbessert und die Oberfläche für Folgeprozesse stabilisiert, etwa für eine galvanische Beschichtung oder eine Lackierung.</p>
<h3>Galvanisierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Galvanisierung (Galvanotechnik) ist ein nasschemisches Verfahren mit elektrochemischer Wirkweise, bei dem Metallionen aus einer Lösung auf ein leitfähiges Werkstück abgeschieden werden. Das Resultat sind funktionale und/oder dekorative Metallüberzüge, beispielsweise aus Zink, Chrom oder Nickel, die Schutz vor Korrosion bieten, die elektrische Leitfähigkeit optimieren oder die Optik veredeln.</p>
<h3>KTL-Beschichtung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der KTL-Beschichtung (Kathodische Tauchlackierung) handelt es sich um ein elektrochemisches Beschichtungsverfahren, bei dem ein Werkstück in einem Lackbad unter Einsatz elektrischer Spannung gleichmäßig beschichtet wird. Indem sich der Lack an der Oberfläche anlagert, bildet er eine widerstandsfähige, korrosionsbeständige Grundierung. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die KTL-Beschichtung in der Automobilindustrie.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/zinkphosphatierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10462" title="Zinkphosphatierung/KTL/Pulver: Ermöglicht eine verbesserte Beschichtungsqualität" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL.jpg" alt="Zinkphosphatierung/KTL/Pulver: Ermöglicht eine verbesserte Beschichtungsqualität" width="850" height="657" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL-300x232.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL-768x594.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Elektropolieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Elektropolieren werden die Oberflächen metallischer Werkstücke elektrochemisch geglättet. Durch anodische Auflösung werden mikroskopisch kleine Spitzen abgetragen, wodurch glatte, glänzende und hygienische Oberflächen entstehen. Diese Form der Oberflächenbehandlung kommt vor allem in der Medizintechnik, in der Lebensmittelindustrie und bei besonders hochwertigen Edelstahlteilen zur Anwendung.</p>
<h3>Anodisieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Anodisieren ist ein nasschemisches Verfahren, das speziell bei Aluminium und seinen Legierungen eingesetzt wird. Durch elektrochemische Oxidation wird eine kontrollierte Oxidschicht erzeugt, die das Material vor Korrosion schützt und sich zudem dekorativ einfärben lässt. Mittels Anodisieren entstandene Konversionsschichten besitzen eine poröse Struktur, die eine gute Haftung für weitere Beschichtungen bietet.</p>
<figure id="attachment_10464" aria-describedby="caption-attachment-10464" style="width: 924px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10464 size-full" title="Passivierte Edelstahloberfläche mit molybdathaltiger Konversionsschicht" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel.jpg" alt="Cetko-stainless-steel" width="924" height="571" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel.jpg 924w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel-300x185.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel-768x475.jpg 768w" sizes="(max-width: 924px) 100vw, 924px" /><figcaption id="caption-attachment-10464" class="wp-caption-text">By Cetko &#8211; Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=160114244</figcaption></figure>
<h2>Haupteinsatzfelder der nasschemischen Oberflächenbehandlung</h2>
<p style="text-align: justify;">Nasschemische Verfahren sind prädestiniert für Einsatzgebiete, in denen Oberflächen mehr leisten müssen als nur gut auszusehen. Technologien wie die Galvanisierung, das Elektropolieren, die KTL-Beschichtung oder das Anodisieren finden in zahlreichen Branchen Verwendung, in denen sie jeweils spezifische Anforderungen erfüllen.</p>
<p>Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern zählen:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Automobilindustrie: Korrosionsschutz, Haftvermittlung vor dem Lackieren, dekorative Beschichtungen (z. B. bei Fahrwerkskomponenten, Karosserieteilen, Felgen)</li>
<li style="text-align: justify;">Maschinen- und Anlagenbau: Korrosionsschutz, Verbesserung der Lebensdauer und Funktionalität von Bauteilen wie Gehäusen, Wellen oder Verbindungselementen</li>
<li style="text-align: justify;">Elektrotechnik und Elektronik: galvanische Beschichtungen für eine bessere Leitfähigkeit, Oxidationsbeständigkeit und Kontaktqualität</li>
<li style="text-align: justify;">Bau- und Fassadentechnik: anodisierte oder lackierte Aluminiumbauteile für langlebige, wetterfeste und zugleich ästhetische Fassadenlösungen</li>
<li style="text-align: justify;">Medizintechnik und Pharmaindustrie: passivierte oder elektropolierte Oberflächen zur Gewährleistung höchster Hygieneanforderungen (z. B. bei chirurgischen Instrumenten oder Edelstahlbehältern)</li>
<li style="text-align: justify;">Landwirtschaft und Nutzfahrzeugtechnik: robuste Konversionsschichten für Bauteile, die extremen mechanischen und klimatischen Belastungen standhalten müssen</li>
<li style="text-align: justify;">Luft- und Raumfahrt: hochpräzise nasschemische Oberflächenbehandlung für sicherheitsrelevante Bauteile mit speziellen Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit und Materialverträglichkeit</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Welche Art der Oberflächenbehandlung zur Anwendung kommt, richtet sich nach dem Material, der gewünschten Funktion und dem vorgesehenen Einsatzbereich. Darüber hinaus sind wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte entscheidend.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="850" class="wp-image-10467" title="Industrielle Galvanikanlage zur Herstellung von Leiterplatten" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten.jpg" alt="Industrielle Galvanikanlage zur Herstellung von Leiterplatten" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten.jpg 1280w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-1024x680.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-768x510.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
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		<title>Passivieren oder Chromatieren</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/passivieren-oder-chromatieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Lenzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 09:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Blaupassivierung]]></category>
		<category><![CDATA[Chrom(III)-Verbindungen]]></category>
		<category><![CDATA[Chromatierung]]></category>
		<category><![CDATA[DIN EN ISO 4520]]></category>
		<category><![CDATA[Edelstahl und Aluminium]]></category>
		<category><![CDATA[Gelbchromatierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kluthe DECORRDAL]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Metalloberflächen]]></category>
		<category><![CDATA[Passivieren oder Chromatieren]]></category>
		<category><![CDATA[Passivierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Unterschiede in Theorie und Praxis In der Oberflächentechnik kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung, die den Korrosionsschutz und die Funktionalität metallischer Werkstoffe verbessern sollen. Dazu gehören auch das Chromatieren und das Passivieren. Beide verfolgen ähnliche Ziele, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer chemischen Grundlage, ihrer Wirkungsweise und der möglichen Einsatzfelder. Erfahren Sie hier bei Kluthe mehr &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/passivieren-oder-chromatieren/">Passivieren oder Chromatieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Unterschiede in Theorie und Praxis</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>In der Oberflächentechnik kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung, die den Korrosionsschutz und die Funktionalität metallischer Werkstoffe verbessern sollen. Dazu gehören auch das Chromatieren und das Passivieren. Beide verfolgen ähnliche Ziele, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer chemischen Grundlage, ihrer Wirkungsweise und der möglichen Einsatzfelder. Erfahren Sie hier bei Kluthe mehr zum Unterschied beider Methoden und warum die Entscheidung Passivieren oder Chromatieren mehr als nur eine Materialfrage ist.</strong></p>
<h2>Chemische Grundlagen von Passivierung und Chromatierung</h2>
<p style="text-align: justify;">Sowohl das Passivieren als auch das Chromatieren basieren auf Oberflächenreaktionen, bei denen die äußeren Schichten des Metalls in einen inaktiven Zustand versetzt werden. Dabei wird die natürliche Oxidschicht verstärkt und zugleich eine neue Schutzschicht aufgebaut. In beiden Verfahren geht es darum, Sauerstoff- und Feuchtigkeitseinwirkung zu minimieren und Korrosionsprozesse aufzuhalten.</p>
<h3>Wirkprinzip der Passivierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Passivieren wird die Oxidschicht auf dem Metall mithilfe oxidierender Mittel wie Nitrit oder Permanganat chemisch umgewandelt und verdichtet. Dabei entsteht ein dünner, sehr dichter Schutzfilm, der die Metalloberfläche gegen elektrochemische Einflüsse abschirmt. Die Passivierungsschicht ist meist farblos bis leicht perlmuttschimmernd. Es gibt aber auch Blaupassivierungen auf Chrom(III)-Basis, die hellblaue Farben erzeugen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3162" title="Ziel von Passivierung ist der kurzzeitige Schutz vor Korrosion bzw. die Verbesserung der Haftfähigkeit von Lack" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/02/passivierung.jpg" alt="Ziel von Passivierung ist der kurzzeitige Schutz vor Korrosion bzw. die Verbesserung der Haftfähigkeit von Lac" width="850" height="569" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/02/passivierung.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/02/passivierung-300x201.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/02/passivierung-768x515.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/02/passivierung-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Wirkprinzip der Chromatierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Chromatieren beruht auf der Bildung von Chrom-Verbindungen auf der Metalloberfläche. Eine Chromatlösung reagiert mit dem Metall. Das Resultat ist eine mehrlagige Konversionsschicht, die neben passivierenden auch selbstheilende Eigenschaften besitzt. Kleinste Defekte verschließen sich durch nachgelagerte Chromatierungsreaktionen, wodurch sich die Langzeitkorrosionsbeständigkeit deutlich erhöht. Die Farbvarianten reichen von Gelb (Gelbchromatierung) über Olivgrün (Grünchromatierung) bis hin zu Schwarz (Schwarzchromatierung).</p>
<h2>Prozessschritte beim Chromatieren und Passivieren</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob es um das Passivieren oder Chromatieren eines Werkstücks geht, bedeutet für den Prozess selbst keinen großen Unterschied. Beide Varianten folgen einem standardisierten, für Konversionsverfahren typischen Ablauf.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10408 size-full" title="Neben der Passivierung von Konversionsschichten vor Lack werden auch Verfahren zur Passivierung blanker Oberflächen, z.B. von feuerverzinktem Stahl eingesetzt" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Kluthe-Passivierung.jpg" alt="Neben der Passivierung von Konversionsschichten vor Lack werden auch Verfahren zur Passivierung blanker Oberflächen, z.B. von feuerverzinktem Stahl eingesetzt" width="953" height="650" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Kluthe-Passivierung.jpg 953w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Kluthe-Passivierung-300x205.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Kluthe-Passivierung-768x524.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Kluthe-Passivierung-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 953px) 100vw, 953px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Dieser besteht in aller Regel aus folgenden Schritten:</p>
<ul>
<li>Reinigen und Entfetten: Die Metalloberfläche wird von Fetten, Ölen und Partikeln befreit, um eine gleichmäßige Reaktion sicherzustellen.</li>
<li>Aktivieren (optional): Bei einigen Materialien ist Beizen erforderlich, etwa bei Edelstahl zum Entfernen der natürlichen Oxidschicht.</li>
<li>Behandeln in der Passivierungs- bzw. Chromatierungslösung: Das Werkstück wird in die Lösung eingetaucht oder mit dieser besprüht. Durch eine chemische Reaktion entsteht eine Konversionsschicht auf der Metalloberfläche.</li>
<li>Spülen: Um unerwünschte Reaktionen und Fleckenbildung zu vermeiden, werden die Rückstände der Lösung gründlich mit Wasser abgespült.</li>
<li>Trocknen: Zum Stabilisieren der Schutzschicht werden die Teile luft- oder warmluftgetrocknet.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Sowohl beim Chromatieren als auch beim Passivieren spielt die chemische Zusammensetzung der eingesetzten Lösungen eine zentrale Rolle. Traditionell wurde die Chromatierung mit Chrom(VI)-Verbindungen durchgeführt, mit denen sich besonders wirksame, farbintensive Schutzschichten erzeugen lassen. Aufgrund ihrer toxischen, umweltgefährdenden Eigenschaften ist ihr Einsatz inzwischen nur noch mit explizit erteilter Ausnahmegenehmigung gestattet, was einem faktischen Verbot gleichkommt. Moderne Chromatierungsverfahren setzen daher auf Chrom(III)-basierte Lösungen, die zwar einen leicht geringeren Schutz vor Korrosion bieten, aber frei von Chrom(VI) und REACH-konform sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Passivieren kommen meist chromfreie oder Chrom(III)-haltige Lösungen zur Anwendung, die speziell für Edelstahl, Aluminium oder Zinklegierungen entwickelt wurden. Der damit erzielte Korrosionsschutz reicht für viele Einsatzfelder aus, erreicht aber nicht ganz die Leistung von Chromatierungen. Hinsichtlich regulatorischer Stoffeinschränkungen sind Passivierungsverfahren wie die REACH-konformen Blaupassivierungen im Vorteil.</p>
<figure id="attachment_10414" aria-describedby="caption-attachment-10414" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10414 size-full" title="Blaupassivierte Schrauben" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Blaupassivierte-Schrauben.jpg" alt="Blaupassivierte Schrauben" width="1000" height="639" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Blaupassivierte-Schrauben.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Blaupassivierte-Schrauben-300x192.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Blaupassivierte-Schrauben-768x491.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10414" class="wp-caption-text">© nordroden &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Materialkompatibilität und Oberflächeneigenschaften im Vergleich</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob das Passivieren oder das Chromatieren die jeweils bessere Lösung ist, hängt in erster Linie vom Werkstoff und den gewünschten Oberflächeneigenschaften ab. Die Passivierung eignet sich vor allem für Edelstahl und Aluminiumlegierungen, die auf natürliche Weise eine Oxidschicht ausbilden. Chromatieren ist ideal für galvanisch verzinkte Teile, stark beanspruchte Aluminiumbauteile und weitere unedle Metalle.</p>
<p style="text-align: justify;">Passivierte Metalloberflächen bieten durch ihre glatte, geschlossene Oberfläche eine optimale Basis für dekorative Beschichtungen, erfordern jedoch oft zusätzliche Haftvermittler, um eine ausreichende Adhäsion zu bewirken. Chromatierte Schichten weisen mikroskopisch feine Rauheiten und Rissnetzwerke auf, wodurch sich ihre Benetzbarkeit für Schmierstoffe und die Haftung von Folgelacken, Klebstoffen und Dichtmitteln verbessern.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Passivieren hat kaum einen Einfluss auf die elektrische Leitfähigkeit des Metalls, da die dünne Oxidschicht nur minimal isolierend wirkt. Der mechanische Verschleißschutz ist jedoch begrenzt, da die Passivierungsschicht kein Selbstheilungsvermögen aufweist. Im Unterschied dazu zeigen chromatierte Oberflächen aufgrund der dickeren Konversionsschichten eine leicht verringerte Leitfähigkeit, punkten aber mit mechanischer Robustheit.</p>
<p style="text-align: justify;">In Bezug auf den Korrosionsschutz hat die klassische Gelbchromatierung mit Chrom(VI) die höchste Schutzwirkung, vor allem bei Zinkoberflächen. Die auf Chrom(III) basierende Schwarzchromatierung erzeugt ebenfalls gute Werte, verliert jedoch hinsichtlich der Langzeitstabilität. Passivierungen, insbesondere chromfreie Varianten, bieten einen soliden Korrosionsschutz und eine hohe Verträglichkeit gegenüber Klebstoffen und Lacken.</p>
<figure id="attachment_10418" aria-describedby="caption-attachment-10418" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10418 size-full" title="Gelbchromatierte Stahlringe" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Gelbchromatierte-Schutzbeschichtung-auf-einem-Stapel-von-Stahlringteilen.jpg" alt="Gelbchromatierte Schutzbeschichtung auf einem Stapel von Stahlringteilen" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Gelbchromatierte-Schutzbeschichtung-auf-einem-Stapel-von-Stahlringteilen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Gelbchromatierte-Schutzbeschichtung-auf-einem-Stapel-von-Stahlringteilen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Gelbchromatierte-Schutzbeschichtung-auf-einem-Stapel-von-Stahlringteilen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10418" class="wp-caption-text">© lucky pics &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Relevante DIN-Normen für das Chromatieren und Passivieren</h2>
<p style="text-align: justify;">Für das Chromatieren und Passivieren metallischer Oberflächen gelten verschiedene DIN-Normen, die sowohl die Beschichtungsverfahren als auch die Prüfmethoden und Qualitätsanforderungen regeln. Relevant ist vor allem die DIN EN ISO 4520. Diese befasst sich mit Chromat-Konversionsüberzügen auf elektrolytisch abgeschiedenen Zink- und Cadmiumschichten und setzt internationale Standards für Verfahren wie die Gelbchromatierung und Schwarzchromatierung.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Passivierung nicht rostender Stähle ist die DIN EN 10088 von Bedeutung, die technische Lieferbedingungen und Hinweise zur Nachbehandlung, beispielsweise mittels Blaupassivierungen, inkludiert. Ebenfalls wichtig ist die DIN EN ISO 3613, die Prüfverfahren für Chromatierüberzüge auf Zink, Aluminium und deren Legierungen beschreibt, und damit für alle genannten Varianten anwendbar ist.</p>
<figure id="attachment_10421" aria-describedby="caption-attachment-10421" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10421 size-full" title="Stanzteile aus Stahl mit Zink-Chromat-Konversionsbeschichtung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Stampings_steel_zinc_chromate_conversion_coating.jpg" alt="Stampings_steel_zinc_chromate_conversion_coating" width="850" height="586" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Stampings_steel_zinc_chromate_conversion_coating.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Stampings_steel_zinc_chromate_conversion_coating-300x207.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Stampings_steel_zinc_chromate_conversion_coating-768x529.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Stampings_steel_zinc_chromate_conversion_coating-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10421" class="wp-caption-text">By No machine-readable author provided. Duk assumed (based on copyright claims). &#8211; No machine-readable source provided. Own work assumed (based on copyright claims)., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=739195</figcaption></figure>
<h2>Chromatieren vs. Passivieren: Auswahlkriterien und Praxistipps</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei der Wahl zwischen dem Passivieren und dem Chromatieren stehen die konkreten Anforderungen an das Material, die Einsatzumgebung und die Weiterverarbeitung im Vordergrund. Entscheidend sind die Legierungszusammensetzung des Metalls, die erforderliche Korrosionsschutzklasse und die gewünschte optische Erscheinung der fertigen Oberfläche. Daneben sind wirtschaftliche Faktoren und gesetzliche Vorgaben zu umweltschutzrechtlichen Beschränkungen zu berücksichtigen. Für Bauteile aus Aluminium oder Edelstahl empfiehlt sich die klassische Passivierung. Gleiches gilt für Projekte, für die eine farblose, gleichmäßig glatte Oxidschicht ohne selbstheilende Wirkung genügt.</p>
<figure id="attachment_10429" aria-describedby="caption-attachment-10429" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10429 size-full" title="Die Passivierung verbessert die Haftung nachfolgender Beschichtungen, beispielsweise bei der Lackierung von Karosserieteilen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Autolackierung.jpg" alt="Passivierung für temporären Korrosionsschutz und bessere Lackhaftung" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Autolackierung.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Autolackierung-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Autolackierung-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10429" class="wp-caption-text">© vadimborkin &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Geht es hingegen um galvanisch verzinkte oder stark belastete Teile, die in aggressiven Umgebungen zum Einsatz kommen und haftverbessernde Schichten erfordern, eignet sich das Chromatieren besser. Für Anwendungsfelder mit hohen Umweltstandards empfiehlt sich die gezielte Suche nach chromfreien Alternativen. Tendenziell preiswerter ist das Passivieren. Letztlich hängt die Entscheidung davon ab, ob der Fokus auf maximaler Korrosionsbeständigkeit, dekorativer Wirkung oder Chromfreiheit liegt. Es gibt bislang kein Chromatisierungs- oder Passivierungsverfahren, das alles gleichermaßen abdeckt, aber einige Optionen, die sehr gute Kompromisse ermöglichen.</p>
<h2>Kluthe-Produkte rund um das Chromatieren und Passivieren</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Chemischen Werke Kluthe haben mit der Produktreihe DECORRDAL ein <a href="https://kluthe.com/produkte/">multimetallfähiges Vorbehandlungssystem</a> entwickelt, das <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/reinigungs-und-beizprodukte/">Reinigung, Beizen</a> und <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/">Passivieren</a> in einem abgestimmten Prozess kombiniert. Durch das Zusammenfassen dieser drei Schritte lassen sich Metalloberflächen für nachfolgende Chromatierungs- oder <a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/">Lackierprozesse</a> zeitsparend vorbereiten. DECORRDAL arbeitet mit moderaten Temperaturen und schafft so eine Alternative zu getrennten Einzelschritten.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die gezielte <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Vorbehandlung von Aluminium</a> bietet Kluthe das Produkt HAKUPUR 50-706-2 an. Dieser speziell auf Aluminium abgestimmte Reiniger entfernt organische Verunreinigungen und löst vorhandene Oxidschichten gleichmäßig. Die Anwendung von HAKUPUR 50-706-2 schafft eine gleichförmige Basis für nachfolgende Passivierungs- oder Chromatierungsverfahren.</p>
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