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	<title>Joachim Holz, Autor bei Kluthe Magazin</title>
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		<title>Wie moderne Oberflächentechnik Bauteile verschleißfest macht</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/wie-moderne-oberflaechentechnik-bauteile-verschleissfest-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 14:20:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Diffusionsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Galvanisieren]]></category>
		<category><![CDATA[Hartstoffbeschichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Induktionshärten]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosion]]></category>
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		<category><![CDATA[Oberflächenvorbehandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Thermisches Spritzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Verschleißfest]]></category>
		<category><![CDATA[Verschleißfestigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bauteileoberflächen erfüllen vielfältige Funktionen. Je nach Einsatzbereich schützen sie vor Korrosion, beeinflussen die Ästhetik und/oder gewährleisten reibungslose Bewegungsabläufe. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in der Verschleißminderung, die maßgeblich zur Zuverlässigkeit und einer hohen Lebensdauer technischer Komponenten beiträgt. Wie gelingt es, mit modernen Technologien Oberflächen so verschleißfest zu gestalten, dass sie selbst extremen Belastungen standhalten? Ein &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/wie-moderne-oberflaechentechnik-bauteile-verschleissfest-macht/">Wie moderne Oberflächentechnik Bauteile verschleißfest macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Bauteileoberflächen erfüllen vielfältige Funktionen. Je nach Einsatzbereich </strong><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/"><strong>schützen sie vor Korrosion</strong></a><strong>, beeinflussen die Ästhetik und/oder gewährleisten reibungslose Bewegungsabläufe. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in der Verschleißminderung, die maßgeblich zur Zuverlässigkeit und einer hohen Lebensdauer technischer Komponenten beiträgt. Wie gelingt es, mit modernen Technologien Oberflächen so verschleißfest zu gestalten, dass sie selbst extremen Belastungen standhalten? Ein Blick auf aktuelle Verfahren der </strong><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/"><strong>Oberflächenvorbehandlung</strong></a><strong> offenbart die Komplexität und Funktionalität heutiger Schutzsysteme.</strong></p>
<h2>Was bedeutet verschleißfest?</h2>
<p style="text-align: justify;">Verschleißfestigkeit bezeichnet die Fähigkeit von Materialien oder Oberflächen, mechanischem Abrieb über längere Zeit zu widerstehen, ohne dabei an Struktur oder Funktion zu verlieren. Der Begriff taucht vor allem in technischen Kontexten auf, beispielsweise in den folgenden:</p>
<ul>
<li>Produktion und Fertigungstechnik: Die Oberflächen von Werkzeugen wie Fräsern, Stanzen oder Pressen müssen verschleißfest sein, um trotz immenser Belastungen hohe Standzeiten zu gewährleisten</li>
<li>Medizintechnik: Chirurgische Instrumente, Prothesen und Implantate benötigen widerstandsfähige Oberflächen, um langfristig funktionieren zu können. Oft steht die Verschleißbeständigkeit hier in Verbindung mit Biokompatibilität.</li>
<li>Werkstoffwissenschaft: Häufig geht es in Forschung und Entwicklung um das Testen neuer Materialien und Beschichtungen, um festzustellen, wie verschleißfest sie unter unterschiedlichen Bedingungen sind.</li>
<li>Tribologie (Reibungswissenschaft): Als interdisziplinäres Feld befasst sich die Tribologie mit der Optimierung von Schmierung zur Minderung von Reibung und Verschleiß.</li>
<li>Wie verschleißfest Bauteile und Materialien sind, wird durch Eigenschaften wie Härte, Elastizität und Oberflächenstruktur bestimmt. Verbessern lässt sich der Verschleißschutz durch verschiedene mechanische, chemische, thermische und galvanische Methoden.</li>
<li>Maschinen- und Fahrzeugbau: Bauteile wie Zahnräder, Kolben, Lager und Ventile müssen Reibung und Druck dauerhaft standhalten. Ein adäquater Verschleißschutz ist daher essenziell für die Betriebssicherheit und lange Wartungsintervalle.</li>
</ul>
<figure id="attachment_10249" aria-describedby="caption-attachment-10249" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-10249" title="Alte Kegelrad-Zahnräder mit deutlichen Gebrauchsspuren – anschauliches Beispiel für Verschleiß und Reparaturbedarf" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/verschlissenes-Getriebe.jpg" alt="verschlissenes-Getriebe" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/verschlissenes-Getriebe.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/verschlissenes-Getriebe-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/verschlissenes-Getriebe-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/verschlissenes-Getriebe-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10249" class="wp-caption-text">© Piotr &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Was ist der Unterschied zwischen Korrosion und Verschleiß?</h2>
<p style="text-align: justify;">Beim Verschleiß bleibt das Material chemisch intakt, verliert jedoch physikalisch durch Abrieb, Risse oder Mikrobrüche an Form oder Masse. Das kann sich auf die Passgenauigkeit und die Funktion der Bauteile auswirken. Meist zeigen sich Warnzeichen wie Spiel, Geräusche oder eine erhöhte Reibung, sodass noch die Möglichkeit besteht, rechtzeitig einzugreifen, bevor größere Schäden entstehen oder es zu einem kritischen Ausfall kommt. Über regelmäßige Messungen oder Inspektionen lässt sich Verschleiß gut beobachten und kalkulieren. Durch die Berechenbarkeit können Wartungsintervalle festgelegt werden, um verschleißanfällige Bauteile frühzeitig auszutauschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Korrosion verändert sich die chemische Zusammensetzung des Materials. Aluminium wird zu Aluminiumoxid, Eisen zu Eisenoxid. In Gang gesetzt wird dieser Prozess durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit der Umgebung, etwa mit Wasser, Sauerstoff oder Säuren. Da Korrosion auch unter der Oberfläche und in verdeckten Bereichen voranschreitet, ist sie schwer vorhersehbar. Sichtbare Anzeichen zeigen sich oft erst, wenn die strukturelle Integrität des betroffenen Bauteils bereits beeinträchtigt ist. Ein äußerlich intaktes Rohr kann innen schon so stark korrodiert sein, dass es unerwartet bricht.</p>
<figure id="attachment_10184" aria-describedby="caption-attachment-10184" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10184" title="Korrosion zeigt sich durch Rost – die Abnutzung der Zähne dagegen durch reinen Verschleiß" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motorrad-Kette.jpg" alt="Motorrad-Kette - Wie moderne Oberflächentechnik Bauteile verschleißfest macht" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motorrad-Kette.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motorrad-Kette-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motorrad-Kette-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motorrad-Kette-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10184" class="wp-caption-text">© kasarp &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Oberflächenveredelung für höheren Verschleißschutz</h2>
<p>Die Oberflächentechnik kennt eine Vielzahl von Oberflächenbehandlungen zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit. Hier einige der wichtigsten Beschichtungsverfahren im Überblick:</p>
<h3>Galvanisieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Galvanisieren steht für die elektrolytische Abscheidung einer Metallschicht (häufig aus Nickel, Zink oder Chrom) auf einem Bauteil. Das Werkstück (Kathode) wird zusammen mit einer als Metallquelle dienenden Elektrode (Anode) in ein Elektrolytbad eingetaucht. Zwischen beidem fließt ein elektrischer Strom (Gleichstrom). Durch die Elektrizität lösen sich Metallionen von der Anode. Sie wandern zur Kathode und lagern sich dort als feste, gleichmäßige Schicht an. Diese verbessert sowohl die Verschleißbeständigkeit als auch den Korrosionsschutz. Besonders in der Automobilindustrie und im Maschinenbau trägt das Galvanisieren dazu bei, Bauteile vor mechanischer Beanspruchung zu schützen und ihre Lebensdauer deutlich zu verlängern.</p>
<figure id="attachment_10244" aria-describedby="caption-attachment-10244" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10244 size-full" title=" Eine galvanische Schicht schützt Bauteile und hält sie verschleißfest" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/Galvanik-1.jpg" alt=" Eine galvanische Schicht schützt Bauteile und hält sie verschleißfest" width="1200" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/Galvanik-1.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/Galvanik-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/Galvanik-1-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/Galvanik-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10244" class="wp-caption-text">© Remigiusz Góra &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Hartstoffbeschichtung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Hartstoffbeschichtung wird die Werkstoffoberfläche mit einer dünnen, aber extrem harten Schicht überzogen, die gegen mechanischen Abrieb, Korrosion und hohe Temperaturen schützt. Typische Verfahren dieser Art der Oberflächenveredelung sind:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">PVD (Physical Vapor Deposition): Beschichtungswerkstoffe werden bei 150 bis 600 °C im Vakuum verdampft und schlagen sich auf der Werkstückoberfläche nieder.</li>
<li style="text-align: justify;">CVD (Chemical Vapor Deposition): Gasförmige Stoffe reagieren bei 900 bis 1.100 °C chemisch mit der Oberfläche und bilden auf dieser eine Schutzschicht, die robust und verschleißfest ist.</li>
<li style="text-align: justify;">HVOF (High Velocity Oxygen Fuel): Bei dieser Technik entsteht durch thermisches Spritzen mit hoher Geschwindigkeit eine besonders verschleißfeste Oberfläche. Die Temperaturen können bei dieser Oberflächenbehandlung lokal bei über 3.000 °C liegen.</li>
<li style="text-align: justify;">Laserauftragschweißen: Bei dieser punktuellen, sehr präzisen Methode werden Hartstoffe in die lokal aufgeschmolzene Werkstückoberfläche eingebracht.</li>
<li style="text-align: justify;">Plasma-Pulver-Auftragschweißen (PTA): Hartmetallpulver wird bei mehr als 2.000 °C mit Plasma auf der Oberfläche aufgeschmolzen.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Gängige Hartstoffe für die industrielle Beschichtung mit diesen Verfahren der Oberflächentechnik sind Titannitrid (TiN), Titancarbonitrid (TiCN), Chromnitrid (CrN), Diamantähnlicher Kohlenstoff (DLC) und Aluminiumoxid (Al2O3).</p>
<figure id="attachment_10180" aria-describedby="caption-attachment-10180" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10180" title="Hohe Standzeiten von Maschinen entstehen nur durch verschleißfeste Oberflächen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/CNC-Fraese.jpg" alt="CNC Fräse - Wie moderne Oberflächentechnik Bauteile verschleißfest macht" width="850" height="566" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/CNC-Fraese.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/CNC-Fraese-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/CNC-Fraese-1024x682.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/CNC-Fraese-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10180" class="wp-caption-text">© A_n_d_i_K &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Diffusionsverfahren</h3>
<p style="text-align: justify;">Im Rahmen dieser Oberflächentechnik werden Atome gezielt in die Oberflächen von Werkstücken eingebracht, um deren Eigenschaften dauerhaft zu verbessern. Der Diffusionsprozess findet meist bei Temperaturen zwischen 500 und 1.100 °C statt und dauert von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen. Der Grad der Verschleißminderung wird durch die Temperatur, die Zeitdauer und die Konzentration des Mediums gesteuert. Zu den am häufigsten angewendeten Diffusionsverfahren zählen:</p>
<ul>
<li>Nitrieren (mit Stickstoff): hohe Härte, geringer Verzug</li>
<li>Borieren (mit Bor): extreme Härte, Hitzebeständigkeit</li>
<li>Alitieren (mit Aluminium): hohe Abriebfestigkeit, Temperaturbeständigkeit, Korrosionsschutz</li>
<li>Sherardisieren (mit Zink): Verschleißminderung, Korrosionsschutz</li>
<li>Inchromieren (mit Chrom): Korrosions- und Verschleißschutz</li>
<li>Carbonitrieren (mit Stickstoff und Kohlenstoff): Härte, Zähigkeit</li>
</ul>
<figure id="attachment_10197" aria-describedby="caption-attachment-10197" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10197" title="Ein moderner Ofen zum Nitrieren, Aufkohlen und Carbonitrieren" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Computerisierte-Waermebehandlungsanlage.jpg" alt="Computerisierte Wärmebehandlungsanlage, Ein moderner Ofen zum Nitrieren, Aufkohlen und Carbonitrieren" width="850" height="543" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Computerisierte-Waermebehandlungsanlage.jpg 1280w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Computerisierte-Waermebehandlungsanlage-300x191.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Computerisierte-Waermebehandlungsanlage-1024x654.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Computerisierte-Waermebehandlungsanlage-768x490.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10197" class="wp-caption-text">By S zillayali &#8211; Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19693854</figcaption></figure>
<h2 data-start="561" data-end="605">Manganphosphatierung</h2>
<p style="text-align: justify;" data-start="607" data-end="1038">Die Manganphosphatierung ist ein Konversionsverfahren, das sowohl für den Verschleiß- als auch für den Korrosionsschutz eingesetzt wird. Die Schichten sind feinkristallin, gleichmäßig und im Vergleich zu Zinkphosphatschichten deutlich härter. Typische Anwendungen finden sich bei Verzahnungsteilen und anderen stark beanspruchten Maschinenelementen, wo die Einlaufeigenschaften verbessert und der Verschleiß minimiert werden.</p>
<ul data-start="1040" data-end="1419">
<li data-start="1040" data-end="1092">
<p data-start="1042" data-end="1092">Kombination aus Verschleiß- und Korrosionsschutz</p>
</li>
<li data-start="1093" data-end="1226">
<p data-start="1095" data-end="1226">Dunkle, fast schwarze Oberflächen, in Verbindung mit CUSTOS- und HAKUDREN-Produkten auch als Ersatz für Brünierungen geeignet</p>
</li>
<li data-start="1227" data-end="1353">
<p data-start="1229" data-end="1353">Reproduzierbare Steuerung von Schichtmorphologie und Schichtdicke durch Anpassung der Beizparameter und Aktivierungsmittel</p>
</li>
<li data-start="1354" data-end="1419">
<p data-start="1356" data-end="1419">Vermeidung von Beiznarbigkeit durch optimierte Prozessführung</p>
</li>
</ul>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/manganphosphatierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10194" title="Produkte zur Manganphosphatierung aus der DECORRDAL 70er-Reihe eignen sich sowohl für den Verschleiß- als auch den Korrosionsschutz" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Manganphosphatierung_800x800-1.jpg" alt="Produkte zur Manganphosphatierung aus der DECORRDAL 70er-Reihe eignen sich sowohl für den Verschleiß- als auch den Korrosionsschutz" width="850" height="566" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Manganphosphatierung_800x800-1.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Manganphosphatierung_800x800-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Manganphosphatierung_800x800-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<p>Die durch diese Methoden der Oberflächenbehandlung erzeugten integrierten Schutzschichten bleiben dauerhaft erhalten.</p>
<h3>Induktions- und Laserhärten</h3>
<p style="text-align: justify;">Diese hochpräzisen Verfahren zur Oberflächenhärtung kommen zur Anwendung, wenn Verschleißfestigkeit und geringer Verzug gefragt sind. Beim Induktionshärten wird das Werkstück in ein wechselndes Magnetfeld gebracht. Die dadurch entstehenden Wirbelströme erhitzen das Metall lokal, meist auf 800 bis 1.000 °C. Durch das anschließende Abschrecken bildet sich eine besonders harte Randschicht, während die Kernstruktur erhalten bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Laserhärten erwärmt ein Laserstrahl die Werkstoffoberfläche lokal auf etwa 900 bis 1.400 °C. Die erhitzte Zone wird durch das umliegende Material im Zuge der sogenannten Selbstabschreckung abgekühlt. Das dabei entstehende Martensit ist besonders hart und verschleißfest und damit eine ideale Schutzschicht für hoch beanspruchte Funktionsflächen.</p>
<h3>Thermische Spritzverfahren</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei diesen Beschichtungsverfahren werden erhitzte oder geschmolzene Partikel (Keramiken, Metalle, Karbide) mit hoher Geschwindigkeit auf die vorbereiteten Werkstückoberflächen geschleudert. Dort erstarren sie und bilden eine mechanisch verankerte, haftfeste Schutzschicht, die verschleißfest ist. Dabei kommen unter anderen folgende Werkstoffe zum Einsatz:</p>
<ul>
<li>Wolframkarbid-Kobalt (WC-Co): extrem hart, optimal für hohe mechanische Belastungen</li>
<li>Aluminiumoxid-Titandioxid (Al2O3-TiO2): für Abriebfestigkeit und gute elektrische Isolation</li>
<li>Chromkarbid (Cr3C2): ideal gegen Abrasion, hohe Korrosions- und Temperaturbeständigkeit</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10201" title="Mit Chromkarbid (Cr₃C₂) beschichtete Bauteile sind dank Metallmatrixverbund besonders hart und langlebig" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Chromium_carbide_Cr3C2.jpg" alt="Chromcarbid (Cr₃C₂)" width="850" height="700" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Chromium_carbide_Cr3C2.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Chromium_carbide_Cr3C2-300x247.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Chromium_carbide_Cr3C2-768x632.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Gegenüber anderen Verfahren bietet diese Oberflächentechnik mehrere Vorteile. Sie ist sowohl für Metalle als auch für Keramiken und Verbundwerkstoffe einsetzbar und ideal zur Oberflächenhärtung temperaturempfindlicher Bauteile. Die industrielle Beschichtung ermöglicht hohe Schichtdicken von bis zu einigen Millimetern und eignet sich auch zur Wiederaufarbeitung verschlissener Teile</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/wie-moderne-oberflaechentechnik-bauteile-verschleissfest-macht/">Wie moderne Oberflächentechnik Bauteile verschleißfest macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wassermischbare vs. lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/wassermischbare-vs-loesemittelbasierte-korrosionsschutzmittel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 06:50:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Applikation]]></category>
		<category><![CDATA[Emulsion]]></category>
		<category><![CDATA[Inhibitoren]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutzmittel]]></category>
		<category><![CDATA[lösemittelbasiert]]></category>
		<category><![CDATA[Metalloberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[ösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltverträglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[VOC]]></category>
		<category><![CDATA[wassermischbar]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=9535</guid>

					<description><![CDATA[<p>« Welches System passt zu Ihrem Einsatzbereich? » Wenn Metalle schädlichen Einflüssen wie Salzen, Säuren oder Feuchtigkeit in Verbindung mit Sauerstoff ausgesetzt sind, beginnen sie zu korrodieren. Um dem entgegenzuwirken, werden im Rahmen der Nachbehandlung Korrosionsschutzmittel aufgebracht. Diese verhindern entweder den direkten Kontakt des Metalls mit korrosiven Medien oder hemmen chemische Reaktionen, die mit der &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/wassermischbare-vs-loesemittelbasierte-korrosionsschutzmittel/">Wassermischbare vs. lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Welches System passt zu Ihrem Einsatzbereich? »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn Metalle schädlichen Einflüssen wie Salzen, Säuren oder Feuchtigkeit in Verbindung mit Sauerstoff ausgesetzt sind, beginnen sie zu korrodieren. Um dem entgegenzuwirken, werden im Rahmen der Nachbehandlung Korrosionsschutzmittel aufgebracht. Diese verhindern entweder den direkten Kontakt des Metalls mit korrosiven Medien oder hemmen chemische Reaktionen, die mit der Korrosion einhergehen. Beide Ansätze sind darauf ausgelegt, korrosive Prozesse zu unterbinden oder zumindest zu verlangsamen. Unterschieden werden wassermischbare und </strong><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/loesemittelbasierender-korrosionsschutz/"><strong>lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel</strong></a><strong>. Welche Vor- und Nachteile bieten die beiden Varianten – und wofür eignen sie sich jeweils?</strong></p>
<h2>Korrosionsschutzmittel im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Sowohl lösemittelbasierte als auch <a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/wassermischbarer-korrosionsschutz/">wassermischbare Korrosionsschutzmittel</a> sind Substanzen, die Metalle und andere Werkstoffe temporär (z. B. beim Transport) oder dauerhaft vor Zersetzungsprozessen schützen. Zu den wichtigsten zählen Öle und Fette, Lacke und Beschichtungen, Chemikalien und Korrosionsinhibitoren sowie Metalloxide und Pigmente. Abhängig vom Einsatzzweck können grob folgende Arten des Korrosionsschutzes unterschieden werden:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Flächenbeschichtungen (werden großflächig aufgetragen, um freiliegende Metallbauteile vor Korrosion zu schützen)</li>
<li>Produkte zur Hohlraumkonservierung (bilden einen dünnflüssigen Schutzfilm zur Vermeidung von Korrosion in Hohlräumen und anderen schwer zugänglichen Bereichen)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Ebenso möglich ist eine Einteilung nach spezifischen Eigenschaften. Langzeit-Korrosionsschutzmittel bieten beispielsweise eine besonders lange Schutzdauer, während Hochtemperatur-Korrosionsschutzmittel eine effektive Korrosionshemmung in Umgebungen mit hohen Temperaturen gewährleisten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9544" title="Korrosion stellt nicht nur am Fertigteil ein Problem dar, sondern ist auch bei Lagerung und Transport ein nicht zu unterschätzender Störfaktor." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-2.jpg" alt="Korrosion stellt nicht nur am Fertigteil ein Problem dar, sondern ist auch bei Lagerung und Transport ein nicht zu unterschätzender Störfaktor." width="850" height="580" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-2.jpg 683w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-2-300x205.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-2-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h2>Korrosionsschutzprodukte auf Wasserbasis</h2>
<p style="text-align: justify;">Wassermischbare Korrosionsschutzmittel basieren auf Wasser als Hauptträgermedium. In dieses werden Korrosionsinhibitoren und speziell formulierte Additive eingemischt, die mit der Metalloberfläche chemisch oder physikalisch wechselwirken und auf diese Weise eine schützende Barriere aufbauen. Diese Schutzschicht bleibt selbst unter widrigen Umgebungsbedingungen intakt und stellt so einen nachhaltigen Korrosionsschutz sicher. Da sich diese Substanzen flexibel an Bewegungen und Verformungen der Oberfläche anpassen, werden auch unregelmäßige und schwer zugängliche Bereiche effektiv abgedeckt und geschützt.</p>
<p style="text-align: justify;">Da jedes Anwendungsgebiet andere Anforderungen stellt, haben sich im Laufe der Zeit mehrere Arten wassermischbarer Korrosionsschutzmittel etabliert:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">wasserbasierte Korrosionsschutzmittel (enthalten Wasser als Lösungsmittel sowie eine Mischung aus Korrosionsinhibitoren)</li>
<li style="text-align: justify;">Emulsionen (bestehen aus Wasser und ölbasierten Bestandteilen, die zu einer stabilen Mischung emulgiert werden)</li>
<li style="text-align: justify;">polymere Beschichtungen (enthalten spezielle Polymerzusätze, um eine besonders langanhaltende, strapazierfähige Schutzschicht zu bilden)</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9542" title="Korrosionsschutz für blanke, phosphatierte, galvanisierte oder brünierte Werkstücke" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz.jpg" alt="Korrosionsschutz für blanke, phosphatierte, galvanisierte oder brünierte Werkstücke" width="850" height="568" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz.jpg 778w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-300x201.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-768x513.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Kluthe-Korrosionsschutz-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h3>Vor- und Nachteile von wassermischbaren Korrosionsschutzmitteln</h3>
<p style="text-align: justify;">Wassermischbare Korrosionsschutzmittel punkten mit mehreren Vorteilen. Ihr nicht vorhandener oder niedriger VOC-Gehalt (Volatile Organic Compounds – flüchtige organische Verbindungen) sorgt für gute Umweltverträglichkeit. Außerdem eignen sie sich aufgrund ihrer geringen Entflammbarkeit und ihrer reduzierten Schadstoffausdünstungen auch für Innenbereiche und Anwendungen mit erhöhten Umweltauflagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Vergleich zu lösemittelbasierten Systemen enthalten wassermischbare Korrosionsschutzmittel meist deutlich geringere Mengen problematischer Zusatzstoffe. Je nach Formulierung ist zum Teil eine einfache und kostengünstige Entsorgung über Standardprozesse realisierbar, beispielsweise im Rahmen der Abwasserbehandlung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Nachteil ist, dass wasserbasierter Metallschutz langsamer trocknet als lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel. Ein weiterer Nachteil ist, dass häufig zusätzliche Additive nötig sind, um einen dichten und haftstarken Schutzfilm zu gewährleisten. Zudem kann die Wirksamkeit von wassermischbarem Korrosionsschutz stark von den Umgebungsbedingungen (Luftfeuchtigkeit, Temperatur) abhängen.</p>
<h2>Korrosionsschutzprodukte auf Lösemittelbasis</h2>
<p style="text-align: justify;">Lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel verwenden ein organisches Lösungsmittel als Trägermedium. Dieses verdampft nach dem Aufbringen, wodurch eine dichte und gleichmäßige Schutzschicht auf der Metalloberfläche zurückbleibt. Auch hier gibt es verschiedene Arten:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Schutzlacke und Beschichtungen (häufig zur Grundierung oder finalen Beschichtung in handwerklichen oder industriellen Anwendungen)</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/korrosionsschutzoel/">Schutzöle</a> und Penetrieröle (für Metalloberflächen, die eine intensive, tiefgehende Schutzwirkung erfordern)</li>
<li style="text-align: justify;">Tauchwachse (oft als temporärer Korrosionsschutz während der Lagerhaltung oder beim Transport)</li>
<li style="text-align: justify;">Schmierfette mit Korrosionsinhibitoren (vor allem für mechanische Anwendungen, die neben der Schmierung auch einen kurz- bis mittelfristigen Oberflächenschutz verlangen)</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9548" title="Korrosionsschutzprodukte, die keine flüchtigen Kohlenwasserstofflösemittel enthalten, also VOC-frei sind, gewinnen immer mehr an Bedeutung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/MC_COR_Coils_Thinkstock-469605935_RGB_crop_1280x1280-1-1.jpg" alt="Korrosionsschutzprodukte, die keine flüchtigen Kohlenwasserstofflösemittel enthalten, also VOC-frei sind, gewinnen immer mehr an Bedeutung" width="850" height="411" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/MC_COR_Coils_Thinkstock-469605935_RGB_crop_1280x1280-1-1.jpg 745w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/MC_COR_Coils_Thinkstock-469605935_RGB_crop_1280x1280-1-1-300x145.jpg 300w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h3>Vor- und Nachteile von lösemittelbasierten Korrosionsschutzmitteln</h3>
<p style="text-align: justify;">Lösemittelbasierte Produkte trocknen schneller als wassermischbare Korrosionsschutzmittel. Durch ihre starke Haftung und gleichmäßige Schichtdicke bieten sie oft die beste Lösung, wenn ein dauerhafter Bauteilschutz gefordert ist. Aufgrund ihrer hohen VOC-Emissionen können sie jedoch spezielle Sicherheitsmaßnahmen bei der Applikation erfordern und durch ihre Ausdünstungen die Gesundheit und die Umwelt belasten. Bei unsachgemäßer Anwendung besteht ein erhöhtes Risiko bezüglich Entzündlichkeit und etwaiger toxischer Einflüsse.</p>
<p style="text-align: justify;">Lösemittelbasierte Systeme gelten durch ihren hohen VOC-Gehalt oft als gefährlicher Abfall oder Sondermüll. Das bedeutet, dass bei ihrer Entsorgung strenge gesetzliche Vorgaben einzuhalten sind. Diese können aufgrund der hohen Sicherheits- und Umweltaspekte aufwendig und somit kostenintensiv sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9605" title="Dewateringanwendung im Labormaßstab" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Dewateringanwendung-im-Labormassstab-1.jpg" alt="Dewateringanwendung im Labormaßstab" width="600" height="900" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Dewateringanwendung-im-Labormassstab-1.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Dewateringanwendung-im-Labormassstab-1-200x300.jpg 200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Dewateringanwendung-im-Labormassstab-1-683x1024.jpg 683w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Dewateringanwendung-im-Labormassstab-1-768x1152.jpg 768w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<h2>Welches System passt wofür? Ein Blick auf die Einsatzgebiete</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob für einen Anwendungsbereich Korrosionsschutzmittel auf Lösemittel- oder Wasserbasis die richtige Wahl sind, hängt von den konkreten Anforderungen ab. Ist eine schnelle Weiterverarbeitung gefragt, zum Beispiel in industriellen Prozessen, sind lösemittelbasierte Systeme aufgrund ihrer raschen Trocknung und ihrer hervorragenden Schichtbildung oft die überlegene Option. Geht es um Anwendungen in Bereichen mit hohen Umweltauflagen oder in Innenräumen, sind in aller Regel wassermischbare Produkte die bessere Alternative.</p>
<h3>Typische Einsatzbereiche für wassermischbare Korrosionsschutzmittel</h3>
<p style="text-align: justify;">Zu den wichtigsten Einsatzgebieten dieser Systeme zählen Bearbeitungsprozesse in der Metallbearbeitung. Soll der Metallschutz direkt in Kühlschmierstoffe integriert werden, sind wassermischbare Korrosionsschutzprodukte ideal, weil sie gleichzeitig schmieren, reinigen und schützen. Ein weiterer bedeutender Anwendungsbereich sind Reinigungsprozesse. In Entfettungsbädern und Waschstraßen bieten wassermischbare Korrosionsschutzmittel eine gute Performance ohne zusätzliche Lösungsmittel.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/unternehmen/unser-3600-konzept/forming-protection/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9561 size-full" title="Kluthe Forming &amp; Protection" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/FP_Banner_1280x1280.jpg" alt="Kluthe Forming &amp; Protection" width="1260" height="714" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/FP_Banner_1280x1280.jpg 1260w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/FP_Banner_1280x1280-300x170.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/FP_Banner_1280x1280-1024x580.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/FP_Banner_1280x1280-768x435.jpg 768w" sizes="(max-width: 1260px) 100vw, 1260px" /></a></p>
<h3>Typische Einsatzbereiche für lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel</h3>
<p style="text-align: justify;">Diese Produkte sind gefragt, wenn es um einen robusten Bauteilschutz und eine lange Schutzdauer geht. In der Automobilindustrie werden sie zur Nachbehandlung von Fahrgestellen, Karosserien und Motorenteilen verwendet, insbesondere bei der Langzeit-Lagerung und bei Ersatzteilen. In der Schiffs- und Luftfahrttechnik schützen sie Metallbauteile vor hoher Luftfeuchtigkeit und extremen Witterungsbedingungen. Darüber hinaus finden diese Korrosionsschutzmittel Verwendung im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektronik- und Präzisionsmechanikbranche und unterschiedlichsten weiteren industriellen Einsatzfeldern.</p>
<p style="text-align: justify;">Angesichts immer strengerer Vorgaben lohnt es sich für viele Anwender zunehmend, auf wassermischbare Produkte umzusteigen. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung moderner Formulierungen ein wichtiges Thema, die die Vorteile beider Systeme kombinieren oder die Eigenschaften wassermischbarer Korrosionsschutzmittel optimieren. Reduzierte Lösungsmittelkonzentrationen gehören ebenso zu den möglichen Strategien wie die Implementierung innovativer Additive, die einerseits die Oberflächenkompatibilität und die Filmbildung, andererseits aber auch die Umweltverträglichkeit verbessern. Die Chemische Werke Kluthe GmbH hat als Alternative zu lösungsmittelbasierten Korrosionsschutzmitteln lösemittelfreie Varianten der CUSTOS- und HAKUDREN-Reihen entwickelt.</p>
<h2>CUSTOS und HAKUDREN: Für jeden Bedarf der passende Korrosionsschutz</h2>
<p style="text-align: justify;">Überall dort, wo wassermischbare Korrosionsschutzmittel noch keine Option sind, überzeugen lösemittelhaltige HAKUDREN- und CUSTOS-Korrosionsinhibitoren mit hoher Oberflächenkompatibilität und problemloser Verarbeitung. Sie lassen sich durch Tauchen, Fluten oder Sprühen auftragen, wobei eine Badüberwachung nur bedingt erforderlich ist. HAKUDREN überzeugt nicht zuletzt durch seine hohe <a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/wasserverdraenger/">Wasserverdrängung</a>. Wassernasse Bauteile können durch Eintauchen getrocknet und zeitgleich konserviert werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9540" title="Kluthe: Als Experten für Korrosionsschutz ist es unsere Leidenschaft, Kunden dabei zu unterstützen, ihre Bauteile langfristig zu schützen und dadurch kostenbewusst zu handeln" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Korrosionsschutz_Custos-1-kompr_600x600.jpg" alt="Kluthe: Als Experten für Korrosionsschutz ist es unsere Leidenschaft, Kunden dabei zu unterstützen, ihre Bauteile langfristig zu schützen und dadurch kostenbewusst zu handeln" width="600" height="900" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Korrosionsschutz_Custos-1-kompr_600x600.jpg 400w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/05/Korrosionsschutz_Custos-1-kompr_600x600-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wer nach umweltfreundlicheren Alternativen zum Bauteilschutz sucht, wird bei Kluthe ebenfalls fündig. Wassermischbare Korrosionsschutzmittel der CUSTOS-Serie ermöglichen das Reinigen und Konservieren in nur einem Arbeitsgang. Sie werden üblicherweise in Form einer 5- bis 15-prozentigen Emulsion bei 50 bis 60 °C im Spritzverfahren verarbeitet. Auch eine Applikation durch Tauchen oder Fluten ist möglich. Nach dem Trocknen der lösemittelfreien CUSTOS-Korrosionsinhibitoren verbleibt auf den behandelten Oberflächen ein temporärer Korrosionsschutz in Form eines Schutzfilms, der Korrosion für bis zu zwölf Monate verhindert und sich bei Bedarf leicht entfernen lässt. CUSTOS-Konzentrate werden ebenso angeboten wie gebrauchsfertige Produkte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/wassermischbare-vs-loesemittelbasierte-korrosionsschutzmittel/">Wassermischbare vs. lösemittelbasierte Korrosionsschutzmittel</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Coil Coatings per Metallbandbeschichtung</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/coil-coatings-per-metallbandbeschichtung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 09:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Aluminium]]></category>
		<category><![CDATA[Bleche]]></category>
		<category><![CDATA[Coil Coatings]]></category>
		<category><![CDATA[Dosen]]></category>
		<category><![CDATA[Edelstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Metallbandbeschichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Metallverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächenqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Stahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Umweltfreundliche Lösung für Korrosionsschutz und mehr » Geht es um Beschichtungen für den Korrosionsschutz, eine ansprechende Optik und spezielle funktionelle Oberflächeneigenschaften von Blechen, hat die Metallverarbeitung zwei Möglichkeiten: die Stückbeschichtung und die Metallbandbeschichtung, das sogenannte Coil Coating. Was hat es mit Letzterem auf sich und welche Vorteile bietet es hinsichtlich Nachhaltigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit? &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/coil-coatings-per-metallbandbeschichtung/">Coil Coatings per Metallbandbeschichtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Umweltfreundliche Lösung für Korrosionsschutz und mehr »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Geht es um Beschichtungen für den Korrosionsschutz, eine ansprechende Optik und spezielle funktionelle Oberflächeneigenschaften von Blechen, hat die Metallverarbeitung zwei Möglichkeiten: die Stückbeschichtung und die Metallbandbeschichtung, das sogenannte Coil Coating. Was hat es mit Letzterem auf sich und welche Vorteile bietet es hinsichtlich Nachhaltigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit?</strong></p>
<h2>Was sind Coil Coatings?</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Coil Coating, auch als Bandbeschichtung bezeichnet, zählt zu den effizientesten Methoden zur ein- oder beidseitigen Beschichtung von Blechen aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium. Im Gegensatz zur Stückbeschichtung werden Coil Coatings vor jeglicher Weiterverarbeitung auf die bis zu 2,6 Meter breiten Metallbänder aufgebracht. Das Resultat ist ein Verbundwerkstoff aus dem metallischen Trägermaterial und dem organischen Beschichtungsstoff, der einen langfristigen und wirksamen Korrosionsschutz darstellt und zugleich hohen optischen Ansprüchen genügt. In der EN 13523-0 werden mit Coil Coatings versehene Bleche bandbeschichtete Metalle genannt.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/branchen/dosenfertigung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6633 size-full" title="Kluthe | Dosenfertigung ausgehend vom Weißblechcoil" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Getraenkedosen.jpg" alt="Getraenkedosen - Coil Coatings per Metallbandbeschichtung" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Getraenkedosen.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Getraenkedosen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Getraenkedosen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Wie läuft die Metallbandbeschichtung ab?</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Beschichtungsprozess vollzieht sich vollautomatisiert und unterbrechungsfrei in mehreren Schritten. Direkt nach der Produktion werden die zu beschichtenden Metallbänder in aufgerolltem Zustand in die Beschichtungsanlage verbracht. Dort werden sie abgewickelt und über mehrere als Bandspeicher dienende Walzen geschlungen. Die Rollenanfänge und Enden werden im laufenden Prozess miteinander verschweißt, um ein fortlaufendes Blechband zu erzeugen und einen kontinuierlichen Beschichtungsvorgang zu ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst wird das Metall durch alkalische Reinigung von Ölen und Fetten befreit und anschließend chemisch passiviert. Danach erfolgt die eigentliche Beschichtung, die exakt auf den jeweiligen Einsatzzweck des Bandes abgestimmt wird. Im Walzverfahren werden ein Haftvermittler (Primer) und der Decklack (Topcoat) appliziert und bei circa. 240 °C eingebrannt. Nach der Trocknung in einem speziellen Ofen wird das Material abgekühlt und gegebenenfalls zusätzlich mittels Kunststoffschutzfolie laminiert. Abschließend wird das endlose Metallband erneut über einen Bandspeicher geführt, in die gewünschten Längen aufgetrennt und wieder aufgerollt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Metallbandbeschichtung ist deutlich effizienter als die Stückbeschichtung und liefert eine gleichmäßigere Oberflächenqualität. Die Schichtdicken sind einfacher kontrollierbar als bei nicht-kontinuierlichen Beschichtungsverfahren. Lackverluste durch Sprühnebel wie bei der klassischen Nasslackierung im Spritzverfahren gibt es bei Coil Coatings kaum. Moderne Beschichtungsanlagen fahren mit bis zu 200 Metern pro Minute. Der gesamte Anlagenaufbau kann mehr als 100 Meter lang sein.</p>
<h2>Wo kommt die Metallbandbeschichtung zur Anwendung?</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Wesentlichen nutzt die Metallverarbeitung diese innovative Oberflächenbehandlung, um:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Blechen einen besseren Korrosionsschutz und eine höhere Witterungsbeständigkeit zu verleihen,</li>
<li>dekorative Oberflächen zu erzeugen und/oder</li>
<li>spezielle funktionell-technologische Oberflächeneigenschaften (z. B. Elastizität, Kratzfestigkeit, Härte) zu erzielen.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Haupteinsatzgebiet für Coil Coatings sind Bleche für die Bauindustrie mit Anwendungen wie dem Dach- und Fassadenbau. Weitere Verwendungsmöglichkeiten finden sich in der Automobilindustrie und im Schaltschrankbau. Teilweise werden auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke, EDV-Geräte, Leuchten, Blechtüren und Tore, Lamellen für Jalousien und abgehängte Kassettendecken aus Coil-Coating-Blechen gefertigt.</p>
<figure id="attachment_6644" aria-describedby="caption-attachment-6644" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6644 size-full" title="Bei der Herstellung von Blechen wird oftmals die Metallbandbeschichtung eingesetzt" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/verzinktes-Blechdach-gerollt-auf-einer-Walzmaschine-aus-gewickeltem-Stahl.jpg" alt="verzinktes-Blechdach - Coil Coatings per Metallbandbeschichtung" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/verzinktes-Blechdach-gerollt-auf-einer-Walzmaschine-aus-gewickeltem-Stahl.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/verzinktes-Blechdach-gerollt-auf-einer-Walzmaschine-aus-gewickeltem-Stahl-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/verzinktes-Blechdach-gerollt-auf-einer-Walzmaschine-aus-gewickeltem-Stahl-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6644" class="wp-caption-text">© warut &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Beschichtungsmaterialien werden eingesetzt?</h2>
<p style="text-align: justify;">Für die Metallbandbeschichtung kommen überwiegend Lacke zur Anwendung. Eine Alternative sind Folien, die jedoch nur circa fünf Prozent aller Coil Coatings ausmachen. Für die vielfältigen Einsatzgebiete wurden verschiedene Lacksysteme entwickelt, darunter:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Polyurethan-Systeme (Baubereich außen und innen, allg. Blechverarbeitung, Hausgeräte, Transportwesen),</li>
<li>Polyester-Systeme (Baubereich außen und innen, allg. Blechverarbeitung, Hausgeräte, Transportwesen),</li>
<li>PVC-Plastisole (Baubereich außen),</li>
<li>PVDF-Systeme (Baubereich außen) und</li>
<li>Epoxid-Systeme (Rückseitenlacke, Primer, Dosen-Innenlackierung).</li>
</ul>
<figure id="attachment_6635" aria-describedby="caption-attachment-6635" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6635 size-full" title="Ein Bereich, in dem die Metallbandbeschichtung Anwendung findet, ist die Dosenproduktion" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Dosenproduktion.jpg" alt="Dosenproduktion" width="850" height="565" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Dosenproduktion.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Dosenproduktion-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Dosenproduktion-768x510.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6635" class="wp-caption-text">© herraez &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Diese Systeme unterliegen hohen Anforderungen. Sie müssen sich unkompliziert herstellen und einfach verarbeiten lassen und auch bei schnellsten Verarbeitungsgeschwindigkeiten gleichmäßige, störungsfreie Oberflächen erzeugen. Außerdem müssen sie in relativ kurzer Zeit aushärten und bei den üblichen Einbrenntemperaturen farbstabil bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit die Oberfläche bei der Weiterverarbeitung durch Schneiden, Kanten, Biegen, Tiefziehen, Montieren und Befestigen nicht beschädigt wird, müssen die Lacke zudem eine gute Balance zwischen Elastizität und Härte aufweisen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Beschichtungen über Jahre hinweg alle ästhetischen Anforderungen an Glanz, Farbton, Langlebigkeit und Korrosionsschutz erfüllen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Kluthe-Werke haben Produkte für das Coil Coating im Programm. Mit den auf <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-bleche/">Umformverfahren abgestimmten Beschichtungen SUPRABOND</a> (Passivierung, Korrosionsschutz, Antifingerprint) und NOVICOAT (Strukturprimer, Decklack, Rückseitenlack) lässt sich hochwertiges Bandmaterial zur Fertigung Weißer und Brauner Ware erzeugen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6220 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Blechumformung – HAKUFORM, HAKUFLUID" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Blechumformung.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Blechumformung – HAKUFORM, HAKUFLUID" width="850" height="395" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Blechumformung.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Blechumformung-300x139.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Blechumformung-768x357.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h2>Welche Vorteile bieten Coil Coatings gegenüber der Stückbeschichtung</h2>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich handelt es sich bei der Metallbandbeschichtung um eine kostengünstige, aber dennoch hochwertige Alternative zu klassischen nicht-kontinuierlichen Beschichtungsverfahren. Vorteile ergeben sich sowohl hinsichtlich der Nachhaltigkeit als auch bezüglich Wirtschaftlichkeit und Qualität.</p>
<h3>Höhere Nachhaltigkeit in der Industrie</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Bandbeschichtung geht zukunftsorientierte Materialwissenschaft Hand in Hand mit innovativer Verfahrenstechnik. Da alle Schritte von der Reinigung bis hin zur Trocknung kontinuierlich in einem geschlossenen System ablaufen, gelten Coil Coatings als sehr umweltfreundliche Beschichtungen. In modernen Anlagen ist der Spülwasserbedarf niedrig, da die Vorbehandlung oftmals im Non-Rinse-Verfahren stattfindet. Hierbei wird exakt das benötigte Quantum der Vorbehandlungschemikalie mittels Walze auf die Bandoberfläche aufgebracht und getrocknet. Auf diese Weise entfällt das Abspülen von Chemikalienresten, wodurch eine große Menge Spülwasser eingespart wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Vorbehandlung und als Primer werden heute mehrheitlich chromfreie Produkte verwendet. VOC-arme Formulierungen sorgen in Verbindung mit einer thermischen Nachverbrennung der im Beschichtungsprozess entstehenden Emissionen für einen sehr geringen Ausstoß flüchtiger organischer Bestandteile. Die beim Verbrennen erzeugte Wärme wird in den Coil Coating-Prozess zurückgeführt. Das wirkt sich positiv auf die Energieeffizienz aus, die wiederum eine Ökologische-Fußabdruck-Reduzierung mit sich bringt.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/korrosionsschutzoel/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6642 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Korrosionsschutzprodukte - VOC-frei" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/korrosionsschutzoel.jpg" alt="korrosionsschutzoel - Coil Coatings per Metallbandbeschichtung" width="850" height="360" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/korrosionsschutzoel.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/korrosionsschutzoel-300x127.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/korrosionsschutzoel-768x325.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Effizienzsteigerung in der Produktion bei gleichbleibend hoher Qualität</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Metallbandbeschichtung handelt es sich um ein hochautomatisiertes Verfahren mit geringer Fehleranfälligkeit, das gegenüber der Stückbeschichtung eine enorme Effizienzsteigerung ermöglicht. Das kontinuierliche Coating gewährleistet eine gleichbleibende Schichtdicke und eine gleichmäßige, reproduzierbare Oberflächenqualität. Da die Anlagen und Prozessparameter individuell eingestellt werden können, lassen sich Verbundwerkstoffe mit unterschiedlichsten Schichtdicken und variablen funktionalen Eigenschaften erzeugen. Es besteht sogar die Möglichkeit, besondere Strukturierungen (geriffelt, geprägt, bedruckt) umzusetzen. Bandbeschichtetes Blech überbietet stücklackiertes in Hinblick auf Haltbarkeit, Korrosionsschutz, Langlebigkeit und optische Qualität während der gesamten Lebensdauer.</p>
<figure id="attachment_6640" aria-describedby="caption-attachment-6640" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6640 size-full" title="Bleche werden nach genauen Vorgaben produziert" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Stahlblech-Produktion.jpg" alt="Stahlblech-Produktion" width="850" height="556" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Stahlblech-Produktion.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Stahlblech-Produktion-300x196.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/Stahlblech-Produktion-768x502.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6640" class="wp-caption-text">© icarmen13 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Hohe Wirtschaftlichkeit durch besonders hohe Produktivität</h3>
<p style="text-align: justify;">Da jeder Prozessschritt bei der Bandbeschichtung mehrere Funktionen hat und viele Vorgänge parallel ablaufen, sind die Taktzeiten kürzer als bei nicht-kontinuierlichen Coil Coating-Verfahren. Zudem erfordern die Vorbehandlung und der Lackauftrag nur geringe Materialmengen. Hinzu kommt, dass der Schlammanfall und damit auch der Reinigungs- und Entsorgungsaufwand drastisch reduziert ist. Das senkt den Kostenfaktor deutlich und sorgt für ein Optimum an Wirtschaftlichkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/coil-coatings-per-metallbandbeschichtung/">Coil Coatings per Metallbandbeschichtung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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		<title>Kaltverfestigung erklärt</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/kaltverfestigung-erklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 10:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Ausscheidungshärtung]]></category>
		<category><![CDATA[Kaltverfestigung]]></category>
		<category><![CDATA[Kornfeinung]]></category>
		<category><![CDATA[Mischkristallverfestigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rekristallisation]]></category>
		<category><![CDATA[Rekristallisationstemperatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Verfahren, Vorteile und Anwendungen in der modernen Industrie » Kaltverfestigung tritt auf, wenn metallische Werkstoffe unterhalb ihrer Rekristallisationstemperatur umgeformt werden. Informieren Sie sich hier, wie sich mechanische Eigenschaften von Metallen durch Umformprozesse verändern, welche Industrieanwendungen von der Festigkeitserhöhung profitieren und welche weiteren Verfestigungsmethoden bei unterschiedlichen Herstellungsverfahren zum Einsatz kommen. Kaltumformung Die Kaltumformung eignet sich &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Verfahren, Vorteile und Anwendungen in der modernen Industrie »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kaltverfestigung tritt auf, wenn metallische Werkstoffe unterhalb ihrer Rekristallisationstemperatur umgeformt werden. Informieren Sie sich hier, wie sich mechanische Eigenschaften von Metallen durch Umformprozesse verändern, welche Industrieanwendungen von der Festigkeitserhöhung profitieren und welche weiteren Verfestigungsmethoden bei unterschiedlichen Herstellungsverfahren zum Einsatz kommen.</strong></p>
<h2>Kaltumformung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-kaltmassivumformung/">Kaltumformung</a> eignet sich sehr gut für die Massenproduktion, weil sich überdurchschnittlich hohe Materialdurchsätze in sehr kurzer Zeit realisieren lassen. Weitere Vorteile sind der fortbestehende Materialzusammenhalt, die oft vollständige Werkstoffausnutzung und der verhältnismäßig geringe Energieverbrauch. Metallische Werkstoffe lassen sich durch starke mechanische Kräfte in nahezu beliebige Formen bringen. Die neuen Konturen entstehen an Werkzeugen, die dem Material die vorgesehene Gestalt geben. Dafür, dass die Werkzeuge trotz hoher Verarbeitungsgeschwindigkeiten, Arbeitsdrücke und Temperaturanstiege wirtschaftlich vertretbare Standzeiten erreichen, sorgen <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/">Umformschmierstoffe</a>. Kluthe bietet mit den Produktreihen Hakuform, Hakuforge und Trägerschichten wie Decorrdal-Zinkphosphatierungen eine breite Palette von tribologisch wirksamen Produkten, die perfekt an die unterschiedlichen Bedingungen der einzelnen Herstellungsverfahren angepasst sind.</p>
<figure id="attachment_6201" aria-describedby="caption-attachment-6201" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6201 size-full" title="Ein großer Vorteil der Kaltumformung ist, dass sich hohe Materialdurchsätze in sehr kurzer Zeit realisieren lassen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Metallumformung.jpg" alt="Kaltverfestigung erklärt" width="850" height="519" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Metallumformung.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Metallumformung-300x183.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Metallumformung-768x469.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6201" class="wp-caption-text">© Yaroslav &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Kaltverfestigung</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine Begleiterscheinung der Kaltumformung ist die Kaltverfestigung. Sie führt dazu, dass die hergestellten Bauteile im Einsatz hohen mechanischen Belastungen widerstehen können. Bei den meisten Herstellungsverfahren ist die Festigkeitserhöhung gewollt. Das trifft vor allem auf das Kaltwalzen, das <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-rohre-und-profile/">Rohrziehen</a>, das <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-draht/">Drahtziehen</a> und weitere Verfahren der Kaltmassivumformung zu. In einigen Fällen stört die hohe Festigkeit jedoch die weitere Bearbeitung der Werkstücke. Dann lässt sich das Material durch Weichglühen (auch als Rekristallisation bezeichnet) in den ursprünglichen mechanischen Zustand zurückversetzen. Dies wird unter anderem erforderlich, wenn mehrere aufeinanderfolgende Umformstufen benötigt werden, um das Rohmaterial in die endgültige Form zu bringen. Betroffen sind beispielsweise mehrfach gezogene Rohre und Drähte, Kaltstauchteile aus kaltgezogenem Draht und durch Kaltmassivumformung erzeugte Bauteile, bei denen mithilfe des Zwischenglühens das benötigte Materialverhalten wiederhergestellt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5643 size-full" title="Rohrziehen: Herstellen und Verarbeiten von Rohren und Profilen - Hakuform, Hakudraw" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/umformschmierstoffe-fuer-rohre-und-profile.jpg" alt="Rohrziehen: Herstellen und Verarbeiten von Rohren und Profilen - Hakuform, Hakudraw" width="850" height="380" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/umformschmierstoffe-fuer-rohre-und-profile.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/umformschmierstoffe-fuer-rohre-und-profile-300x134.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/umformschmierstoffe-fuer-rohre-und-profile-768x343.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h2>Verformbarkeit von Metallen</h2>
<h3>Gitteraufbau</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Verformbarkeit von Metallen lässt sich auf ihre Kristallstruktur zurückführen. Beim Erstarren der Schmelze ordnen sich Teilchen (Atome, Ionen) zunächst an zufällig verteilten Stellen zu regelmäßig aufgebauten Kristallgittern. Während die Schmelze fest wird, lagern sich immer mehr Teilchen an das Gitter an (Kristallwachstum). Dabei treten vereinzelt Unregelmäßigkeiten auf, die in der Werkstofftechnik als Gitterfehler bezeichnet werden. Einfache Gitterfehler sind Fremdatome, Leerstellen und Zwischenatome. Fremdatome nehmen den Platz eines Teilchens ein und verzerren das Gitter durch ihre abweichende Größe. Bei Leerstellen fehlen einzelne Teilchen im Gitter. Zwischenatome sind zusätzlich in das Gitter eingelagert.</p>
<figure id="attachment_6205" aria-describedby="caption-attachment-6205" style="width: 602px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6205 " title="Kristallstruktur von α-Mangan" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Alpha-Mn.jpg" alt="Kristallstruktur von α-Mangan" width="602" height="538" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Alpha-Mn.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Alpha-Mn-300x268.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Alpha-Mn-768x687.jpg 768w" sizes="(max-width: 602px) 100vw, 602px" /><figcaption id="caption-attachment-6205" class="wp-caption-text">Von Orci &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14729936</figcaption></figure>
<h3>Versetzungen im Gitter</h3>
<p style="text-align: justify;">Großen Einfluss auf das Materialverhalten bei der Kaltverformung haben Versetzungen in den Kristallgittern. Die Werkstofftechnik unterscheidet zwischen Stufenversetzungen und Schraubenversetzungen. Stufenversetzungen bilden sich durch zusätzliche Halbebenen, die innerhalb eines Kristalls beginnen. Benachbarte, im Normalfall parallel verlaufende Gitterebenen weichen dann seitlich aus. Senkrecht zur Halbebene verlaufende Ebenen behalten ihre Lage bei. Schraubenversetzungen entstehen, wenn Gitterbereiche einen schrägen Verlauf annehmen, um fehlende Gitterbausteine zu überbrücken. Dieser Verlauf setzt sich wendelförmig im Kristallgitter fort.</p>
<h3>Einfluss der Versetzungen auf die Kaltumformung</h3>
<p style="text-align: justify;">Versetzungen lockern den festen Zusammenhalt der Gitterbausteine auf. Dadurch wird eine Kaltumformung möglich. Äußere Kräfte bewirken, dass die Versetzungen durch die Gitter wandern und das Material in die vorgesehene Form fließen kann. Währenddessen entstehen im Gitteraufbau neue Abweichungen vom Idealzustand. Mechanische Eigenschaften ändern sich. Schließlich behindern sich die zusätzlich zustande gekommenen Versetzungen gegenseitig. Das Material setzt der Formänderung wachsenden Widerstand entgegen. Die Werkstofftechnik bezeichnet dieses Materialverhalten als Kaltverfestigung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6250 size-full" title="Schematische Darstellung des Kaltwalzens" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Kaltumformung-1.jpg" alt="Schematische Darstellung des Kaltwalzens - Kaltverfestigung erklärt" width="782" height="813" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Kaltumformung-1.jpg 782w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Kaltumformung-1-289x300.jpg 289w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Kaltumformung-1-768x798.jpg 768w" sizes="(max-width: 782px) 100vw, 782px" /></p>
<h3>Rekristallisation</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Gitterbausteine befinden sich in ständiger Bewegung. Sie führen Schwingungen um einen idealen Gitterpunkt aus. Äußeres Anzeichen für diese Bewegungen ist die Temperatur. Erreicht die Temperatur einen Grenzwert, bewirkt die Bewegungsenergie eine Neuordnung der Gitterbausteine. Versetzungen werden zum großen Teil abgebaut, das Gitter repariert sich. Der Grenzwert ist die Rekristallisationstemperatur. Sie ist hauptsächlich von der genauen Werkstoffzusammensetzung und vom Grad der Verformung abhängig. Ihre Größe liegt etwa bei 40 bis 50 % der absoluten Schmelztemperatur. Deshalb ist eine Kaltverfestigung bei Werkstoffen mit niedrigen Schmelztemperaturen wie Zink (418 °C), Blei (328 °C) oder Zinn (232 °C) nicht möglich. Die Kristallgitter dieser Materialien bringen sich nach Beendigung der Umformprozesse sofort wieder in Ordnung.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Skala für die absolute Temperatur beginnt bei null Kelvin (Kurzzeichen K), dem absoluten Nullpunkt. An diesem Punkt befinden sich alle Teilchen in Ruhe. Die Umrechnung von °C in K erfolgt einfach durch die Addition von 273,15 (0 °C sind 273,15 K).</p>
<h2>Weitere Verfestigungsmethoden</h2>
<h3>Kornfeinung</h3>
<p style="text-align: justify;">In der erstarrenden Schmelze wachsen die Kristalle, bis sie an benachbarte Kristalle anstoßen. Die Werkstofftechniker bezeichnen die Gebilde, die zu diesem Zeitpunkt entstanden sind, als Körner. Die äußeren Teilchen bilden Korngrenzen. Weil die Ausrichtung der Gitterebenen in benachbarten Körnern unterschiedlich ist, setzen die Korngrenzen der Verformung einen Widerstand entgegen. Das Metall gewinnt an Festigkeit. Das wird bei der Kornfeinung ausgenutzt. Durch definierten Abkühlbedingungen nach dem Erwärmen der Metalle über die Rekristallisationstemperatur hinaus und durch das Einbringen von Kristallisationskeimen erhöht sich die Anzahl der Stellen in der Schmelze, an denen die Kristallbildung einsetzt. In der Folge entstehen mehr kleinere Körner und entsprechend mehr Korngrenzen. Ein Vorteil dieser Verfestigungsmethode ist, dass die Zähigkeit der Werkstoffe erhalten bleibt. Im Gegensatz dazu verspröden Materialien bei einer Kaltverfestigung.</p>
<figure id="attachment_6216" aria-describedby="caption-attachment-6216" style="width: 462px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6216" title="Versetzungen stauen sich an den Korngrenzen auf, da im benachbarten Korn üblicherweise keine passende Gleitebene vorliegt" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/08/Dislocation_pileup-wiki.png" alt="Dies ist eine schematische Darstellung, die das Konzept der Versetzungsanhäufung - Kaltverfestigung erklärt" width="462" height="448" /><figcaption id="caption-attachment-6216" class="wp-caption-text">By Siamrut at the English Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20587083</figcaption></figure>
<h3>Ausscheidungshärtung</h3>
<p style="text-align: justify;">Metallische Werkstoffe sind in der Regel Legierungen, die unterschiedliche chemische Elemente enthalten. Beispielsweise ist Stahl eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff, die durch weitere Komponenten Korrosionsbeständigkeit und benötigte mechanische Eigenschaften gewinnt. Die verschiedenen Bestandteile weisen unterschiedliche Löslichkeit ineinander aus. Die Löslichkeit sinkt im Allgemeinen mit der Temperatur. Für die Ausscheidungshärtung wird der Werkstoff so weit erwärmt, dass sich alle Komponenten gut durchmischen können. Anschließend erfolgt eine schnelle, starke Verringerung der Temperatur (Abschrecken). Im Grundwerkstoff entstehen übersättigte Kristalle, die mehr fremde Teilchen enthalten als es die Löslichkeit zulässt. Beim sogenannten Auslagern wandern die überschüssigen Teilchen aus dem Kristallgitter heraus und bilden zwischen den Körnern eigene Bereiche, die sich einer Verformung widersetzen und damit eine Festigkeitserhöhung bewirken.</p>
<h3>Mischkristallverfestigung</h3>
<p style="text-align: justify;">Weil die meisten reinen Metalle sehr weich sind, eignen sie sich nur bedingt als Werksstoff für Industrieanwendungen. Durch den Zusatz von Legierungselementen, die Gitterplätze einnehmen oder sich zwischen den Gitterpunkten einlagern, erhöht sich die Festigkeit der metallischen Werkstoffe. Grund ist, dass die zusätzlichen Gitterbausteine kleiner oder größer als die Teilchen des Grundmaterials sind. Ihre Anwesenheit verzerrt das Kristallgitter. Versetzungen müssen diesen Verzerrungen ausweichen, wenn sie sich durch das Gitter bewegen.</p>
<h2>Beispiele für die Kaltverfestigung in Industrieanwendungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei vielen Kaltumformprozessen führt die Kaltverfestigung zu einer gewünschten Verbesserung der mechanischen Eigenschaften der Bauteile. Die Kaltverfestigung wird heute so gut verstanden (und auch in der Umformsimulation abgebildet), dass man die Umformprozesse gezielt auf gewünschte Kaltverfestigungsgrade einstellen kann. Das zeigt sich besonders bei der Kaltmassivumformung. In kurzer Zeit lässt sich eine große Anzahl von Komponenten für Getriebe, Befestigungselemente (Kaltstauchteile) oder andere stark mechanisch beanspruchte Bauteile für den Fahrzeug- und Maschinenbau herstellen. Von der Kaltverfestigung profitieren auch Drähte, Rohre und Profile, die im Stahlbau Verwendung finden.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/branchen/kaltmassivumformung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5635 size-full" title="Kaltmassivumformung von Stangen- und Drahtabschnitten" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/Kaltmassivumformung.jpg" alt="Kaltmassivumformung von Stangen- und Drahtabschnitten" width="852" height="360" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/Kaltmassivumformung.jpg 852w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/Kaltmassivumformung-300x127.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/01/Kaltmassivumformung-768x325.jpg 768w" sizes="(max-width: 852px) 100vw, 852px" /></a></p>
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		<title>Gewindeformen – Walzen, Drücken und Schneiden</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/gewindeformen-walzen-druecken-und-schneiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Holz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Aug 2023 08:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[CNC Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[ewindewalzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinde schneiden]]></category>
		<category><![CDATA[Gewindeformen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewindefräsen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewindeherstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewindeschneider]]></category>
		<category><![CDATA[nicht spanende Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[spanende Verdharen]]></category>
		<category><![CDATA[Walzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gewinde ermöglichen lösbare Verbindungen, auch zwischen verschiedenen Werkstoffarten. Sie erleichtern die Montage und Demontage und verursachen im Gegensatz zum Schweißen keine Gefügeveränderung. Doch wie werden sie hergestellt, was hat es mit dem Gewindeformen und dem Gewinderollen oder -schneiden auf sich und wofür werden bei der Gewindeproduktion Schmierstoffe benötigt? Ein Blick in die Geschichte der Gewindeherstellung &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Gewinde ermöglichen lösbare Verbindungen, auch zwischen verschiedenen Werkstoffarten. Sie erleichtern die Montage und Demontage und verursachen im Gegensatz zum Schweißen keine Gefügeveränderung. Doch wie werden sie hergestellt, was hat es mit dem Gewindeformen und dem Gewinderollen oder</strong><strong> -schneiden auf sich und wofür werden bei der Gewindeproduktion Schmierstoffe benötigt?</strong></p>
<h2>Ein Blick in die Geschichte der Gewindeherstellung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die ältesten bekannten Hinweise auf Werkzeuge zur Gewindefertigung finden sich in den Aufzeichnungen des Universalgelehrten Leonardo da Vinci (1452 – 1519). Ob sie tatsächlich zum Gewindeformen genutzt wurden, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine erste primitive Maschine zum Drehen von Schraubengewinden wurde 1568 in Frankreich gebaut. Diese wurde 73 Jahre später von Henry Hindley of York (1701 – 1771), einem gefeierten Uhrenhersteller und Mechaniker, optimiert und daraufhin vermehrt genutzt, um bei Schrauben und Muttern Gewinde zu formen. In Deutschland begann die Geschichte der Schraubenschmieden erst zu Ende des 17. Jahrhunderts – in Westfalen und im Rheinland. Hergestellt wurden die Schrauben noch überwiegend in Handarbeit. Gewinde- und Kerndurchmesser, Flankenwinkel und Steigung wurden abhängig von der jeweiligen Anwendung individuell gestaltet. Erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts lief mit Entstehung von Schraubenfabriken die maschinelle Produktion an.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Idee, Gewinde zu normen, kam erst knapp 100 Jahre später dem britischen Ingenieur Joseph Whitworth (1803 – 1887). 1841 führte er das auf der englischen Zolleinheit basierende und nach ihm benannte Whitworthgewinde ein und legte damit den Grundstein für moderne Schraubverbindungen. Durch die Normung wurden Schrauben austauschbar und eine Massenproduktion sinnvoll. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Versuche der Gewindeherstellung durch Massivumformen, die sich jedoch auf das Warmumformen beschränkten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6110 size-full" title="Maschine für die Schraubenherstellung, 1871" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Screw_making_machine_1871.png" alt="Maschine für die Schraubenherstellung, 1871 - Gewindeformen – Walzen, Drücken und Schneiden" width="767" height="700" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Screw_making_machine_1871.png 767w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Screw_making_machine_1871-300x274.png 300w" sizes="(max-width: 767px) 100vw, 767px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Zwar hatte der Amerikaner William Keane schon um 1835 das Gewindewalzen (auch: Gewinderollen) zum Gewindeformen in Betracht gezogen, diese Methode scheiterte aber zunächst am damals verfügbaren Stahl, der bei <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-kaltmassivumformung/">Kaltumformung</a> zersplitterte. Erst nach Einführung von Stählen mit ausreichender Dehn- und Formbarkeit kam Schwung in die Sache.</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile haben sich für die Gewindeherstellung einige Verfahren etabliert. Grundsätzlich werden spanende und nicht spanende Techniken unterschieden. Bei Ersteren wird Material in Form von Spänen abgetragen, bei Letzterem das Gewindeprofil in die Rohlinge eingepresst.</p>
<figure id="attachment_6113" aria-describedby="caption-attachment-6113" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6113 size-full" title="Gewindebohrer" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindebohrer.jpg" alt="Gewindebohrer - Gewindeformen – Walzen, Drücken und Schneiden" width="850" height="570" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindebohrer.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindebohrer-300x201.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindebohrer-768x515.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindebohrer-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6113" class="wp-caption-text">Von Glenn McKechnie &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=913511</figcaption></figure>
<h2>Gewindeformen mit spanenden Verfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Als Ausgangsstoff für spanende Verfahren dienen meist Automatenstähle, die eine besonders gute Zerspanbarkeit bieten. Werden vorgepresste Rohlinge durch Schleifen oder Drehen zu Pass- oder Taillenschrauben weiterverarbeitet, kommen mitunter auch Vergütungsstähle in Betracht.</p>
<h3>Gewindeschneiden / Gewindebohren</h3>
<p style="text-align: justify;">Hierbei werden das Innengewinde- und das Außengewindeschneiden unterschieden. Innengewinde werden in erster Linie unter Einsatz von Gewindebohrern hergestellt. Der erste Schritt besteht im Einbringen einer Kernbohrung mithilfe eines normalen Bohrers. In diese wird anschließend mit einem Gewindebohrer das Gewinde geschnitten. Außengewinde werden mit einem Schneideisen auf einen bolzenförmigen Rohling geschnitten.</p>
<figure id="attachment_6115" aria-describedby="caption-attachment-6115" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6115 size-full" title="Gewindeschneider" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindeschneider.jpg" alt="Gewindeschneider - Gewindeformen – Walzen, Drücken und Schneiden" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindeschneider.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindeschneider-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindeschneider-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6115" class="wp-caption-text">© Apicha &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Gewindedrehen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei diesem Verfahren zum Gewindeformen findet ein Gewindedrehmeißel im Längsdrehverfahren Verwendung. Das Profil und die Positionierung des Werkzeugs werden entsprechend der gewünschten Gewindeform gewählt. Bei der mehrstufigen Gewindeherstellung wird die Schneidspitze des Meißels mehrfach an gleicher Stelle des Werkstücks angesetzt. Der Vorschub entspricht der Gewindesteigung. Mit dieser Methode lassen sich sowohl Außengewinde als auch Innengewinde erstellen.</p>
<figure id="attachment_6126" aria-describedby="caption-attachment-6126" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6126 size-full" title="Gewindedrehen auf CNC-Drehmaschine" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindedrehen.jpg" alt="Gewindedrehen auf CNC-Drehmaschine" width="850" height="513" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindedrehen.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindedrehen-300x181.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindedrehen-768x464.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6126" class="wp-caption-text">© Itsanan &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Gewindestrehlen</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Gewindestrehlen bietet die Möglichkeit, Gewinde wirtschaftlich auf Drehmaschinen und -automaten herzustellen. Die hierzu verwendeten Werkzeuge sind als Schaft-, Vierkant- und Scheibenstrehler für Innen- und Außengewinde verfügbar. Es gibt sowohl als Einzahn- als auch als Mehrzahn-Strehler.</p>
<h3>Gewindefräsen</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Fräsen von Gewinden erfordert Werkzeugmaschinen, die Bewegungen auf der x-, y- und z-Achse gleichzeitig ausführen können. Dieses Verfahren kommt vor allem bei hohen Anforderungen hinsichtlich der Prozesssicherheit und der Qualität zum Einsatz. Gewindefräser gelten als Problemlöser für spezielle Anwendungsfälle. In der Massenproduktion finden sie eher selten Verwendung.</p>
<figure id="attachment_6117" aria-describedby="caption-attachment-6117" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6117 size-full" title="CNC Fräse" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindefraese.jpg" alt="CNC Fräse - Gewindefraese" width="850" height="528" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindefraese.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindefraese-300x186.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindefraese-768x477.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6117" class="wp-caption-text">© Kien &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Gewindewirbeln</h3>
<p style="text-align: justify;">Gewindewirbeln ist das Verfahren der Wahl bei Gewinden, bei denen die Länge in einem großen Verhältnis zum Durchmesser steht. Die auch als Gewindeschälen bezeichnete Methode der Gewindeherstellung bietet den Vorteil, dass sich damit auch schwer spanbare Materialien mit geringen Toleranzen bearbeiten lassen. Häufig wird sie für die Herstellung von Knochenschrauben aus rostfreien Stählen oder Titan eingesetzt.</p>
<h3>Gewindeschleifen</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Gewindeschleifen dient vorrangig der Fertigung von Gewindeschneidwerkzeugen für Innengewinde. Es lässt sich aber auch zur Herstellung von Gewindewalzbacken für Außengewinde nutzen. Zu den größten Vorteilen des Verfahrens zählt die extrem hohe Profilgenauigkeit, die durch das Verwenden keramisch gebundener Schleifscheiben erzielt wird.</p>
<h3>Gewindeerodieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Erodieren wird primär bei schwer zerspanbaren Werkstoffen zur Herstellung von Innengewinden eingesetzt. Die aus Messing, Kupfer oder Stahl bestehende Werkzeugelektrode entspricht dem Gewindeprofil und wird über eine vorab eingebrachte Kernbohrung in das zu bearbeitende Werkstück eingeschraubt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6122" title="Senkerodieren einer Stahlkavität unter eingelassenem Dielektrikum" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Senkerodieren-einer-Stahlkavitaet-unter-eingelassenem-Dielektrikum-1.jpg" alt="Senkerodieren einer Stahlkavität unter eingelassenem Dielektrikum" width="850" height="638" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Senkerodieren-einer-Stahlkavitaet-unter-eingelassenem-Dielektrikum-1.jpg 600w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Senkerodieren-einer-Stahlkavitaet-unter-eingelassenem-Dielektrikum-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h2>Gewindeformen mit nicht-spanenden Verfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei der nicht-spanenden Gewindeherstellung werden Verfahren der Warmumformung (kleinere Losgrößen, große Befestigungselemente) und der Kaltumformung (größere Losgrößen) unterschieden. Alle genormten Schrauben und Muttern werden heute spanlos hergestellt. Für Sicherheitsbauteile ist das spanfreie Gewindeformen oftmals sogar vorgeschrieben. Das nicht-spanende Formen von Gewinden bietet unter anderem folgende Vorteile:</p>
<ul>
<li>keine Unterbrechung des Faserverlaufs im Material</li>
<li>geringere Kerbwirkung</li>
<li>schnellere Fertigung</li>
<li>keine Spanbildung</li>
<li>Verschneiden ist ausgeschlossen</li>
<li>glattere Oberflächenstruktur</li>
</ul>
<h3>Gewindewalzen</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Gewindewalzen wird hauptsächlich beim Herstellen von Schrauben angewandt. Die hierfür verwendeten Werkzeuge werden mit hohem Druck auf das Werkstück aufgepresst, was zu einer dauerhaften plastischen Verformung führt.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit das Gewindeformen funktioniert, muss der Werkstoff kalt umformbar sein. Bei Spitzgewinden sollte die Bruchdehnung mindestens fünf Prozent betragen. Die Obergrenze der Zugfestigkeit beläuft sich auf circa 1700 N/mm². Typische Materialien für Befestigungselemente mit gewalzten Gewinden sind:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Automaten- und Baustähle,</li>
<li>hochlegierte, korrosions- und säurebeständige Stähle sowie</li>
<li>Aluminium- und Kupferknetlegierungen (Cu-Anteil mindestens 60 Prozent).</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Um auf diese Weise Gewinde formen zu können, ist eine ausreichende Materialstärke erforderlich. Abhängig ist diese einerseits vom Werkstoff, andererseits aber auch von der Art und Tiefe des gewünschten Profils.</p>
<figure id="attachment_6124" aria-describedby="caption-attachment-6124" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6124 size-full" title="Gewindewalzmaschine" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindewalzen.jpg" alt="Gewindewalzmaschine" width="850" height="638" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindewalzen.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindewalzen-300x225.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/07/Gewindewalzen-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6124" class="wp-caption-text">Von Arne Höltich &#8211; Rollwalztechnik Abele + Höltich GmbH, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23295635</figcaption></figure>
<h3>Gewindedrücken / Gewindefurchen</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Gewindeformen mittels Drückwalzen findet meist beim Herstellen von Rundgewinden in Blechen Verwendung. Dabei wird eine rotierende Walze in ein vorgebohrtes Kernloch eingebracht und eine weitere von außen dagegen geführt. Die Gewindekontur entsteht in diesem stufenförmig ablaufenden Umformprozess durch Verdrängung des Materials.</p>
<h2>Welche Rolle spielen Schneid- und Umformschmierstoffe beim Gewindeformen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob beim Gewinde Rollen oder Schneiden, beim Strehlen, Schneiden oder Fräsen: Ohne Schmierstoffe geht es beim Gewindeformen nicht. Gerade bei den spanabhebenden Verfahren wird die Notwendigkeit der Schmiermittel häufig unterschätzt, was nicht selten eine deutlich verkürzte Lebensdauer der verwendeten Werkzeuge zur Folge hat. Die Schmierstoffe senken die Temperatur und verringern zugleich die Reibung zwischen Werkstück und Werkzeug. Das senkt den Verschleiß erheblich.</p>
<p style="text-align: justify;">Unverzichtbar sind Schmiermittel beim Gewindeformen durch nicht-spanende Verfahren, da es dabei zwischen der Werkstückoberfläche und dem Werkzeug zu einer gleitenden Bewegung kommt. <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/">Umformschmierstoffe</a> (i.A. nicht-wassermischbar) sorgen dafür, dass das Gewindeformen reibungsfrei abläuft. Damit verhindern sie Werkstoffaufschweißungen, die unsaubere Gewindeoberflächen und sogar Werkzeugbrüche zur Folge haben können. Außerdem sorgen die Umformschmierstoffe dafür, dass die beim Gewindeformen entstehende Wärme abgeführt wird. Auf dem Gewinde verbleibende Schmierstoffreste bieten einen gewissen Korrosionsschutz, müssen aber vor weiteren Bearbeitungsschritten oft abgereinigt werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/gewindeformen-walzen-druecken-und-schneiden/">Gewindeformen – Walzen, Drücken und Schneiden</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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