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	<title>Chemische Werke Kluthe GmbH, Autor bei Kluthe Magazin</title>
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		<title>Kunststoffrecycling in der Chemie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 10:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Welche Verfahren kommen zur Anwendung? » Kunststoffe sind als Verpackungsmaterial, Isolierungen, Werkstoff für unterschiedlichste Maschinen und Geräte sowie als Beschichtungsstoff weit verbreitet. Leider breiten sie sich auch immer mehr in der Umwelt aus. Abhilfe kann das Recycling von Kunststoff schaffen. Allerdings ist nicht alles, was an Kunststoffrecycling in der Chemie möglich ist, auch umweltfreundlich. &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/kunststoffrecycling-in-der-chemie/">Kunststoffrecycling in der Chemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Welche Verfahren kommen zur Anwendung? »</h2>
<p style="text-align: justify;">Kunststoffe sind als Verpackungsmaterial, Isolierungen, Werkstoff für unterschiedlichste Maschinen und Geräte sowie als Beschichtungsstoff weit verbreitet. Leider breiten sie sich auch immer mehr in der Umwelt aus. Abhilfe kann das Recycling von Kunststoff schaffen. Allerdings ist nicht alles, was an Kunststoffrecycling in der Chemie möglich ist, auch umweltfreundlich. Die Möglichkeiten der Kunststoffverwertung reichen von der werkstofflichen Wiederverwendung über die rohstoffliche Aufbereitung bis hin zur energetischen Nutzung. Hier erhalten Sie einen Überblick über chemische Verfahren, mit denen sich Kunststoffabfälle verwerten lassen.</p>
<h2>Beschaffenheit der Kunststoffabfälle und Grad der Vermischung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Auswahl von Recyclingverfahren im Rahmen des Kunststoffrecyclings hängt von der Beschaffenheit der Materialien und vom Grad der Vermischung der unterschiedlichen Wertstoffe ab. Bei der Beschaffenheit unterscheiden sich Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere voneinander. Thermoplaste (z. B. PVC, Polyethylen, Polypropylen) werden beim Erhitzen weich. So lassen sie sich leicht in eine neue Form pressen und nach dem Erkalten wiederverwenden.</p>
<div class="box note  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Duroplaste (z. B. Phenolharze, Epoxidharze, Vinylesterharze) sind hitzebeständig. Bei sehr starker Erwärmung kommt es zur thermischen Zersetzung und, wenn Sauerstoff vorhanden ist, zur Verbrennung.
			</div></div>
<p style="text-align: justify;">Um sie zu recyceln, können die chemischen Verbindungen in den Makromolekülen aufgelöst werden (Solvolyse). Elastomere verhalten sich wie Gummi. Auch sie zersetzen sich bei hohen Temperaturen. Eine Verwertung ist außerdem nach dem Zerkleinern beispielsweise als Füllstoff in Bitumen möglich.</p>
<figure id="attachment_5318" aria-describedby="caption-attachment-5318" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5318 size-full" title="Bitumen wird mit einem Spachtel aufgetragen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel.jpg" alt="bitumen-spachtel" width="900" height="694" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel-300x231.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel-768x592.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-5318" class="wp-caption-text">© Vladimir Bikhovskiy – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der Grad der Vermischung entscheidet über zusätzliche Arbeitsschritte beim Kunststoffrecycling. Am leichtesten lassen sich sortenreine Kunststoffabfälle verwerten. Sind unterschiedliche Kunststoffarten miteinander vermischt, mit anderen Werkstoffen verbunden oder verschmutzt, ist die Wiederverwertung meist nur nach aufwändigen Trenn- und Sortierprozessen möglich. Das trifft vor allem auf gesammelte Verpackungsabfälle, Verbundwerkstoffe und beschichtete Bauteile zu. Die Oberflächentechnik verbessert die Gebrauchseigenschaften von Kunststoffteilen häufig durch Beschichtungen, die das Recycling von Kunststoff stören und deshalb zuvor entfernt werden müssen.</p>
<h2>Möglichkeiten der Kunststoffverwertung im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Für die Verwertung von Kunststoffen stehen für eine <a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/">nachhaltige Chemie</a> werkstoffliche, rohstoffliche und energetische Verfahren zur Verfügung. Beim werkstofflichen Recycling bleibt das Material erhalten. Die Wertstoffe werden durch trocken- und nasschemische oder lösemittelbasierte Aufbereitung auf einen erneuten Einsatz vorbereitet. Die genutzten Prozesse sind vorwiegend mechanisch-physikalischer Natur. Die Chemie kommt bei der rohstofflichen Kunststoffverwertung zum Einsatz. Ziel ist die Umwandlung von Kunststoff in einen Rohstoff, der zu den gleichen oder neuen Materialien weiterverarbeitet werden kann. Die energetische Verwertung gehört nicht zum Kunststoffrecycling in der Chemie, weil die Stoffe zur Energiegewinnung verbrannt werden. Dennoch bildet sie eine der Möglichkeiten der Kunststoffverwertung, wenn weder werkstoffliches noch rohstoffliches Recycling wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Welche dieser Möglichkeiten der Kunststoffverwertung im Einzelfall zum Tragen kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: der Kunststoffart, dem Reinheitsgrad des Materials, der verfügbaren Menge und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Ziel einer <a href="https://kluthe.com/magazin/kreislaufwirtschaft-in-der-chemie/">funktionierenden Kreislaufwirtschaft</a> ist es, möglichst viele Kunststoffe auf der höchsten Verwertungsstufe zu halten und den Anteil der energetischen Nutzung zu minimieren.</p>
<h2><a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/entlackung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-5300" title="Heißentlackung &amp; Kaltentlackung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg" alt="entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie" width="358" height="450" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg 636w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie-239x300.jpg 239w" sizes="(max-width: 358px) 100vw, 358px" /></a>Chemische Kunststoffrecycling-Verfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Zum chemischen Kunststoffrecycling zählen die Verölung, die Solvolyse, die Vergasung und die Pyrolyse. Diesen Prozessen geht häufig eine Vorbehandlung voraus, bei der störende Stoffe von den Kunststoffen getrennt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiele dafür sind die Trennung von Verbundmaterialien (Getränkekartons, beschichtete Folien) und das Entschichten von Kunststoffoberflächen. Für die <a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/entlackung/">Entlackung</a> gibt es nachhaltige Produkte. Die bei diesen Vorbereitungsschritten anfallenden Reststoffe lassen sich ihrerseits durch geeignete Verfahren der <a href="https://kluthe.com/magazin/verfahren-der-wertstoffaufbereitung/">Wertstoffaufbereitung</a> zurückgewinnen, sodass auch die Vorstufen des Kunststoffrecyclings zur Ressourcenschonung beitragen.</p>
<h3>Verölung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei diesem Recyclingverfahren wandeln sich Kunststoffe durch thermische oder katalytische Reaktionen in ölige Flüssigkeiten um. Das setzt voraus, dass die Kunststoffabfälle möglichst sortenrein getrennt sind. Der Prozess läuft in einem Rührkesselbehälter bei Temperaturen bis 400 °C ab. Bei diesen Temperaturen verflüssigen sich die Kunststoffabfälle.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem entstehen gasförmige Nebenprodukte und wachsartige Rückstände, die von der Flüssigkeit abgetrennt werden. Nach der Verflüssigung wird das Ölgemisch gereinigt und destilliert. Für die anschließende Trennung der einzelnen Ölfraktionen kommt häufig die <a href="https://kluthe.com/magazin/was-bedeutet-fraktionierung-in-der-chemie/">Fraktionierung</a> zum Einsatz. Das gewonnene Öl kann als Dieselkraftstoff eingesetzt oder als Grundstoff in der Chemie weiterverarbeitet werden.</p>
<h3>Solvolyse</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Solvolyse ist ein chemisches Verfahren, bei dem spezielle Lösungsmittel die chemischen Bindungen der Polymerketten, aus denen die Kunststoffe bestehen, zerstören. Je nach eingesetztem Material wird der Vorgang durch erhöhte Temperaturen unterstützt.</p>
<div class="box info  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Die Solvolyse wird vor allem für das Recycling von Duroplasten eingesetzt. Zurück bleiben die Grundbausteine des Kunststoffs, die vom Lösungsmittel getrennt werden müssen.
			</div></div>
<p style="text-align: justify;">Das Lösungsmittel wird in der Regel im Kreislauf geführt. Aus den Grundbausteinen lassen sich je nach eingesetztem Abfallstoff wertvolle Grundstoffe zurückgewinnen.</p>
<h3>Vergasung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Vergasung von Kunststoff erfolgt bei Temperaturen bis zu 1.600 °C und bis zu 150 bar unter geringfügiger Sauerstoffzufuhr. Der Sauerstoff reicht für die Verbrennung des Gases nicht aus, er dient lediglich als Reaktionspartner für den Kohlenstoff. Es entsteht ein Gemisch aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff, das vor der Weiterverarbeitung von Nebenprodukten getrennt werden muss. Aus diesem Synthesegas kann die Chemie Grundstoffe für unterschiedliche Produkte herstellen. Ein Endprodukt ist beispielsweise <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-gtl-oele/">GTL-Öl</a>, das in vielen Erzeugnissen für die Oberflächentechnik eingesetzt wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/hFg8FhGfh3s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Pyrolyse</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Pyrolyse ist ein Verfahren zur rohstofflichen Verwertung von Kunststoffen, bei dem sich die Abfälle unter komplettem Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 150 und 700 °C thermisch zersetzen. Das älteste Beispiel für diesen Prozess ist die Holzkohlegewinnung in Kohlenmeilern. Bei der Pyrolyse entstehen feste, flüssige und gasförmige Produkte, die zu chemischen Grundstoffen weiterverarbeitet werden.</p>
<h2>Kunststoffrecycling und Oberflächentechnik</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Verwertung von Kunststoffen steht in engem Zusammenhang mit der Oberflächentechnik. Viele Kunststoffbauteile &#8212; etwa Stoßfänger, Gehäuse oder Verkleidungen &#8212; tragen Lackierungen oder funktionale Beschichtungen, die vor dem Recycling entfernt werden müssen. Ohne eine sorgfältige Entschichtung gelangen Fremdstoffpartikel in das Rezyklat und mindern dessen Qualität erheblich. Gerade im Automobilbereich, wo große Mengen gleichartiger Kunststoffteile anfallen, ist die fachgerechte Vorbehandlung durch Entlackung eine Voraussetzung für hochwertiges Kunststoffrecycling.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig profitiert die Oberflächentechnik selbst von den Fortschritten bei der Verwertung von Kunststoffen in der Chemie. Aus der Vergasung gewonnenes Synthesegas dient als Ausgangsstoff für GTL-Öle, die wiederum in Kühlschmierstoffen und anderen Prozessmedien zum Einsatz kommen. Und die bei der Lackierung anfallenden Lackkoagulate, die Kunststoffbestandteile enthalten, lassen sich über spezialisierte Aufbereitungsverfahren wie das <a href="https://kluthe.com/magazin/moderne-loesemittel-rueckgewinnung/">Resolve-T-Verfahren</a> in verwertbare Rohstoffe umwandeln. So greifen Kunststoffrecycling und Oberflächentechnik an mehreren Stellen ineinander.</p>
<h2>Vergleich der Recyclingverfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Das chemische Kunststoffrecycling ist mit einem hohen Aufwand an Energie und vorbereitenden sowie nachfolgenden Prozessschritten verbunden, bei denen zusätzliche Hilfsstoffe benötigt werden. Der Wiederverwertung durch stoffliches Recycling gebührt deshalb der Vorrang. Die Wertstoffe werden dabei ohne chemische Veränderungen erneut eingesetzt. Ist dies nicht möglich, erweist sich die <a href="https://kluthe.com/magazin/thermische-verwertung/">energetische Verwertung</a> oft als nachhaltiger. Unter bestimmten Bedingungen sind chemische Recyclingverfahren dennoch vorteilhaft. Sie erlauben das Ausschleusen von Schadstoffen aus dem Stoffkreislauf und können der Chemieindustrie wertvolle Rohstoffe liefern.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5311 size-full" title="Nachhaltigkeit ist ein grundlegender Bestandteil unseres Geschäftsmodells" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg" alt="nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie" width="900" height="600" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Letzteres ist besonders dann der Fall, wenn größere Mengen homogener Kunststoffabfälle aus einem oder ähnlich beschaffenen Materialien verfügbar sind. Die Forschung arbeitet intensiv an der Verbesserung der Verfahren zum Kunststoffrecycling. Dadurch wird diese Form der Kunststoffverwertung in Zukunft langsam immer mehr Raum gewinnen. Langfristig werden sich die verschiedenen Möglichkeiten der Kunststoffverwertung ergänzen: werkstoffliches Recycling für sortenreine Ströme, chemisches Recycling für verunreinigte oder vermischte Abfälle und energetische Nutzung als letzte Option. Entscheidend ist, dass jede Stufe der Verwertung von Kunststoffen so effizient wie möglich gestaltet wird, um den Einsatz fossiler Primärrohstoffe zu reduzieren und die Umweltbelastung zu minimieren.</p>
[1] <a href="https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/7605/file/7605_Kunststoffrecycling.pdf">https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/7605/file/7605_Kunststoffrecycling.pdf</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Anfang vergangenen Jahres prägt das ADR 2025 die Gefahrgutpraxis. Die meisten Regelungen zum Chemikalientransport sind bereits seit Juli 2025 verbindlich. Doch werden wirklich alle Gefahrgutvorschriften in Ihrem Unternehmen umgesetzt oder gibt es Lücken, die bislang übersehen wurden? Überarbeitungen sind die Regel beim Umgang mit Gefahrgütern Neue Gefahrgüter und technische Entwicklungen führen immer wieder dazu, &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/">ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Seit Anfang vergangenen Jahres prägt das ADR 2025 die Gefahrgutpraxis. Die meisten Regelungen zum Chemikalientransport sind bereits seit Juli 2025 verbindlich. Doch werden wirklich alle Gefahrgutvorschriften in Ihrem Unternehmen umgesetzt oder gibt es Lücken, die bislang übersehen wurden?</strong></p>
<h2>Überarbeitungen sind die Regel beim Umgang mit Gefahrgütern</h2>
<p style="text-align: justify;">Neue Gefahrgüter und technische Entwicklungen führen immer wieder dazu, dass bestehende Vorgaben an ihre Grenzen stoßen. Deshalb wird das ADR wie auch das RID und das ADN im Zwei-Jahres-Rhythmus überarbeitet. Das ADR 2025 wird schon bald durch die Fassung 2027 abgelöst. Um die neue Anpassungswelle gezielt und effizient angehen zu können, sollten betroffene Unternehmen prüfen, ob alle Gefahrgutvorschriften des ADR 2025 vollständig in die Betriebsabläufe eingebunden wurden.</p>
<h2>Was genau ist das ADR 2025?</h2>
<p style="text-align: justify;">ADR ist die Kurzform für &#8222;Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route&#8220;, zu Deutsch: Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Zusammen mit dem ADN-Abkommen für die Binnenschifffahrt und dem RID-Standard für die internationale Eisenbahnbeförderung bildet es ein weltweit geltendes Regelwerk für den Gefahrguttransport, einschließlich Klassifizierung, Verpackung und Kennzeichnung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10859" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025.jpg" alt="ADR 2025" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus dient das ADR als Grundlage für nationale Richtlinien und Verordnungen, in Deutschland zum Beispiel für die RSEB (Richtlinien zur Durchführung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt) und die GGVSEB (Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern).</p>
<p style="text-align: justify;">Das ADR 2025 trat am 1. Januar 2025 in Kraft und ist seit dem 1. Juli 2025 verbindlich für den Gefahrguttransport anzuwenden. Die RSEB und die GGVSEB wurden entsprechend angepasst.</p>
<h2>Die wichtigsten Änderungen des ADR 2025 im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Änderungen des ADR 2025 wirken sich auf alle zentralen Bereiche des Gefahrguttransports aus. Die für den Chemikalientransport relevanten Passagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:</p>
<h3>Allgemeine Gefahrgutvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Einige im ADR 2025 festgeschriebene Neuerungen betreffen den Gefahrguttransport durch Privatpersonen. So gilt die Freistellung gemäß 1.1.3.1 a) jetzt auch für die Beförderung von Rückständen gefährlicher Güter. Diese müssen nicht mehr in der Originalverpackung transportiert werden. Private Fahrten zum Wertstoffhof sind somit klar geregelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Transport von Gefahrgut in begrenzten Mengen (LQ) wurde die Unterweisungspflicht klarer definiert. Abschnitt 8.2.3. des ADR 2025 regelt, dass alle Beteiligten nach Kapitel 1.3 ADR zu unterweisen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Terminologie &#8222;Füllungsgrad&#8220; und &#8222;Füllfaktor&#8220; wurde im gesamten ADR einheitlich gestaltet. Füllfaktor bezieht sich auf das Befüllen mit Gas, Füllungsgrad auf die Befüllung mit Flüssigkeiten oder Feststoffen. Der Füllfaktor definiert das Verhältnis zwischen der Gasmasse und der Wasserkapazität eines Behälters bei einer Temperatur von 15 °C.</p>
<figure id="attachment_10862" aria-describedby="caption-attachment-10862" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10862 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen.jpg" alt="Camping-Gasflaschen" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10862" class="wp-caption-text">© MDF &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Klassifizierungsvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Mehrere Änderungen gibt es bei den organischen Peroxiden der Gefahrgutklasse 5.2. Unter anderem wurde bei den UN-Nummern die 3109 für Dibenzoylperoxid in flüssiger Typ-F-Zubereitung ergänzt. Die bestehenden Gefahrgutvorschriften für diese Chemikalien bleiben unverändert, die Ergänzung betrifft ausschließlich die Zuordnung in der Stoffliste.</p>
<h3>Neue UN-Nummern im Verzeichnis für gefährliche Güter</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem ADR 2025 wurden mehrere neue UN-Nummern in die Tabelle A aufgenommen, um neu bewertete oder erstmals regulierte Stoffe abzubilden. Dazu gehören:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">UN 3553: Disilan (gilt als selbstentzündlich)</li>
<li style="text-align: justify;">UN 3555: Trifluormethyltetrazol-Natriumsalz in Aceton mit mindestens 68 Masse-% Aceton (ein thermisch instabiler Stoff mit hohem Lösemittelanteil)</li>
<li style="text-align: justify;">UN 3560: Tetramethylammonium-Hydroxid in wässriger Lösung mit mindestens 25 % Tetramethylammonium-Hydroxid (eine stark ätzende, reaktive Base, die in höheren Konzentrationen ein deutlich erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweist)</li>
</ul>
<figure id="attachment_10865" aria-describedby="caption-attachment-10865" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10865 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F.jpg" alt="Organic-Peroxide-Type-F" width="1000" height="712" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F-300x214.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F-768x547.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10865" class="wp-caption-text">© Yongyuth Chanthabut &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Verpackungsvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Absatz 4.1.1.21.7 enthält neue Verpackungsvorschriften für Polyethylenverpackungen. Gemäß Absatz 2.1.3.5.5 klassifizierte Flüssig-Abfälle dürfen in PE-Verpackungen transportiert werden, wenn sich diese nachweislich für diese Verpackungsgruppe eignen. Die maximale Verwendungsdauer von PE-Verpackungen, die durch Chemikalien geschwächt werden können, wurde von 5 auf 2,5 Jahre verkürzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Entsorgungsbranche relevante Änderungen des ADR 2025 finden sich in der Sondervorschrift 650. Es ist jetzt gestattet, Abfälle lösemittelhaltiger Farben (UN 1263) mit Abfällen wasserbasierter Farben (UN 3082) zu mischen und sie gemeinsam unter der UN 1263 zu transportieren.</p>
<p style="text-align: justify;">In 4.1.1.5.3 ADR gibt es Neuerungen bezüglich des Zusammenpackens von Innenverpackungen in einer Außenverpackung.</p>
<figure id="attachment_10870" aria-describedby="caption-attachment-10870" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10870 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer.jpg" alt="IBC Gefahrgutcontainer" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10870" class="wp-caption-text">© Czintos Ödön &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Gefahrgut-Kennzeichnung und Dokumentation</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Vorschriften zur Kennzeichnung für den Gefahrguttransport wurden an mehreren Stellen präzisiert. Änderungen betreffen unter anderem die Sondervorschriften für Abfälle gemäß Absatz 5.4.1.1.3 ADR. Zudem wurde die Dokumentation angepasst: Werden chemische Stoffe oder Gemische in Innenverpackungen befördert, die sich gemeinsam in einer Außenverpackung befinden, müssen die Beförderungspapiere für den Straßentransport künftig den Eintrag &#8222;Beförderung nach Absatz 4.1.1.5.3&#8220; enthalten.</p>
<h3>Übergangsfristen für Verpackungen und Tanks</h3>
<p style="text-align: justify;">Ab dem 1. Januar 2027 muss die UN-Codierung auf einem nicht abnehmbaren Bauteil der Verpackung angebracht sein. Vor diesem Zeitpunkt hergestellte Verpackungen, die nicht den bereits geltenden Vorschriften des Unterabschnitts 6.1.3.1 bezüglich des Anbringens der Kennzeichnung auf nicht abnehmbaren Teilen unterliegen, dürfen nach Ende der Übergangsfristen für den Gefahrguttransport weiterverwendet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Fässer aus Stahl (6.1.4.1.4 ADR), Aluminium oder einem anderen Metall mit über 60 Litern Fassungsvermögen entfällt die Verpflichtung für Rollsicken oder Rollreifen.</p>
<h2>Gefahrguttransport und Handhabung</h2>
<p style="text-align: justify;">Sofern ursprünglich enthaltenes Gefahrgut für diese Beförderungsart zugelassen ist, dürfen ungereinigte leere Verpackungen in loser Schüttung transportiert werden. Dabei sind die in Kapitel 3.2, Tabelle A, Spalte (10) oder (17) aufgeführten Anweisungen anzuwenden (siehe Absatz 7.3.1.1 ADR). Neue Anforderungen gelten für den Gefahrguttransport von Abfällen in loser Schüttung im Containersack.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Bereich Be- und Entladen wurden die Handhabungsvorschriften für den Gefahrguttransport konkretisiert, insbesondere die CV29 zur aufrechten Stellung von Versandstücken und die CV38 zum sicheren Umgang mit Containersäcken.</p>
<figure id="attachment_10874" aria-describedby="caption-attachment-10874" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10874 size-full" title="Gefahrzettel Klasse 3 mit UN-Nummer 1203 (Benzin)" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203.jpg" alt="UN-1203" width="1000" height="662" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-768x508.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10874" class="wp-caption-text">© ftfoxfoto &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Besatzung und Ausstattung von Fahrzeugen für den Gefahrguttransport</h3>
<p style="text-align: justify;">Unter Abschnitt 8.1.2.1 und 8.1.2.2 des ASR 2025 aufgeführte Begleitpapiere für gefährliche Güter sind beim Straßentransport im Fahrerhaus der Beförderungseinheit mitzuführen (siehe 8.2.1. ADR).</p>
<p style="text-align: justify;">In europäischen Staaten, die das multilaterale Abkommen M364 unterzeichnet haben, gelten bis Ende 2026 Übergangsfristen für die Aufbewahrung der Zulassungsbescheinigungen von Anhängern. Ab 2027 müssen diese wie die Begleitpapiere im Führerhaus verwahrt werden.</p>
<h2>Schulung als Basis für die saubere betriebliche Umsetzung des ADR 2025</h2>
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<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="request-6995ad48-cadc-8386-94ea-350ec70734e3-3" data-testid="conversation-turn-16" data-scroll-anchor="true" data-turn="assistant">
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<p style="text-align: justify;" data-start="0" data-end="517">Chemieunternehmen, die gefährliche Güter verpacken oder transportieren, müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter alle Neuerungen und Änderungen des ADR 2025 kennen. Sie müssen diese Vorgaben auch korrekt anwenden. Dazu zählen die aktualisierten Regeln zur Gefahrgutkennzeichnung und zur Stoffzuordnung. Ebenso wichtig sind die neuen Verpackungsvorschriften. Hinzu kommen präzisierte Handhabungsvorschriften für das Be- und Entladen. Außerdem müssen die Begleitpapiere im Straßentransport richtig aufbewahrt werden.</p>
<p style="text-align: justify;" data-start="519" data-end="1006" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Eine regelmäßige Schulung zum Chemikalientransport ist unverzichtbar. Nur so bleiben Unternehmen beim rechtskonformen und sicheren Umgang mit chemischen Gefahrgütern auf dem aktuellen Stand. Gleichzeitig erfüllen sie die nach ADR und GGVSEB vorgeschriebene Unterweisungspflicht. Je nach Unternehmen können zusätzliche Fortbildungen verpflichtend sein. Das betrifft zum Beispiel den RID-Standard für den Schienenverkehr. Auch das ADN-Abkommen für die Binnenschifffahrt kann relevant sein.</p>
</div>
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<p>Mehr Informationen auch unter <a href="https://www.adr-2025.de/">https://www.adr-2025.de/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/">ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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		<title>PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
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		<category><![CDATA[ECHA REACH]]></category>
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		<category><![CDATA[Oberflächentechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[PFAS-Verbot EU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren wird über ein umfassendes PFAS-Verbot in der EU diskutiert, doch ein konkreter Beschluss ist bislang nicht in Sicht. Die politische Absicht ist klar, die Umsetzung dagegen komplex und von vielen offenen Fragen geprägt. Fakt ist, dass ein solches Verbot für die Oberflächentechnik weitreichende Folgen hätte. Deshalb ist es unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/">PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit Jahren wird über ein umfassendes PFAS-Verbot in der EU diskutiert, doch ein konkreter Beschluss ist bislang nicht in Sicht. Die politische Absicht ist klar, die Umsetzung dagegen komplex und von vielen offenen Fragen geprägt. Fakt ist, dass ein solches Verbot für die <a href="https://kluthe.com/produkte/">Oberflächentechnik</a> weitreichende Folgen hätte. Deshalb ist es unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und potenzielle Auswirkungen frühzeitig einzuordnen.</p>
<h2>Viele Unternehmen der Oberflächentechnik blicken mit Sorge auf ein mögliches PFAS-Verbot im Jahr 2027</h2>
<p style="text-align: justify;">Bis zu einem Gesetzesvorschlag dürften aber noch einige Monate vergehen. Nach Angaben der europäischen Chemieagentur ECHA werden die erforderlichen Studienergebnisse zum Jahresende vorliegen. Erst danach kann die EU-Kommission offiziell ein PFAS-Verbot im Rahmen von REACH vorschlagen und darüber beraten. Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss. Sicher ist, dass es früher oder später kommen wird. Umso wichtiger ist es für Unternehmen der Oberflächentechnik, sich schon jetzt um Alternativen für die Metallbeschichtung und andere Verfahren zu kümmern.</p>
<figure id="attachment_10896" aria-describedby="caption-attachment-10896" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10896 size-full" title="Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS.jpg" alt="Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss" width="1000" height="556" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-300x167.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10896" class="wp-caption-text">© Francesco Scatena &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Was sind PFAS und warum wird über ein EU-Verbot diskutiert?</h2>
<p style="text-align: justify;">Unter der Abkürzung PFAS werden perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen zusammengefasst. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind extrem langlebig. Weder Sonnenlicht noch Mikroorganismen können sie zerstören. Sie reichern sich in Böden, Gewässern, Tieren und Pflanzen an und gelangen über die Nahrungskette in den menschlichen Körper.</p>
<p style="text-align: justify;">Das PFAS-Verbot 2027 ist ein Thema, weil viele PFAS-Verbindungen als gesundheitsschädlich eingeordnet werden. Wissenschaftler vermuten, dass sie das Hormonsystem beeinflussen und das Krebsrisiko erhöhen können. Die PFAS-Untergruppe PFOS ist deshalb bereits seit 2006 weitgehend verboten, eine weitere namens PFOA seit Juli 2020. Im Februar 2023 hat die ECHA vorgeschlagen, auch perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen so stark zu reglementieren, dass dies letztlich einem PFAS-Verbot gleichkommt. Ausnahmeregelungen werden nur dort gelten, wo es keine Alternativen gibt.</p>
<figure id="attachment_10903" aria-describedby="caption-attachment-10903" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10903 size-full" title="Das PFAS-Verbot 2027 ist ein Thema, weil viele PFAS-Verbindungen als gesundheitsschädlich eingeordnet werden" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU.jpg" alt="PFAS Verbot EU" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10903" class="wp-caption-text">© DBA &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Bereiche der Oberflächentechnik sind von einem PFAS-Verbot betroffen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen werden vor allem für ihre chemische und thermische Stabilität und ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften geschätzt. Oft dienen sie als Additive, um Oberflächen hydrophob oder oleophob zu machen, insbesondere bei der technischen Beschichtung. Ein PFAS-Verbot im Jahr 2027 beträfe unter anderem folgende Bereiche:</p>
<h3>Vorbehandlung und Aktivierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenvorbehandlung</a> ermöglichen PFAS-Netzmittel eine gleichmäßige Benetzung komplexer Geometrien. Auch hier kommt die Sprühnebelunterdrückung zum Tragen, da Beizlösungen bei hohen Temperaturen und intensiver Bewegung Aerosole bilden können. PFAS-haltige Tenside helfen, diese Effekte zu kontrollieren, und unterstützen damit eine stabile Prozessführung.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/reinigungs-und-beizprodukte/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838 size-full" title="Reinigungs- und Beizprodukte" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg" alt="Reinigungs- und Beizprodukte " width="850" height="420" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-300x148.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-768x379.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Beschichtungstechnik</h3>
<p style="text-align: justify;">PFAS in Form von Additiven beeinflussen die Oberflächenenergie von Lack und technischer Beschichtung. Zudem ermöglichen sie hydrophobe und oleophobe Effekte. In bestimmten Spezialbeschichtungen, etwa für Elektronik oder Medizintechnik, tragen sie zur chemischen Beständigkeit und einer kontrollierten Oberflächenstruktur bei.</p>
<h3>Funktionale Metallbeschichtungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der funktionalen Metallbeschichtung kommen PFAS vor allem dort zum Einsatz, wo Gleit-, Barriere- oder Antihafteigenschaften gefragt sind. Fluorpolymere wie Polytetrafluorethylen (PTFE) bilden robuste Schichten mit hoher chemischer Stabilität und geringer Reibung.</p>
<h3>Galvanotechnik</h3>
<p style="text-align: justify;">In der Galvanik spielen PFAS seit vielen Jahren eine technische Rolle, vor allem in der Hartverchromung. Als Netzmittel-Bestandteil stabilisieren sie die Elektrolyte und verbessern die Benetzung. Indem sie die Oberflächenspannung der Bäder senken und die Aerosolbildung verhindern, tragen sie zur Sprühnebelunterdrückung in der Galvanik bei. In galvanischen Verfahren zur Metallbeschichtung unterstützen PFAS-basierte Hilfsstoffe die Prozessstabilität und die Oberflächenqualität.</p>
<figure id="attachment_10909" aria-describedby="caption-attachment-10909" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10909 size-full" title="Seit vielen Jahren kommen PFAS in der Galvanik technisch zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Hartverchromung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1.jpg" alt="Seit vielen Jahren kommen PFAS in der Galvanik technisch zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Hartverchromung" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10909" class="wp-caption-text">© Anna &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Sprühnebelunterdrückung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Sprühnebelunterdrückung ist nicht nur in der Galvanik und der Vorbehandlung ein Thema. Auch in der Beschichtung selbst werden PFAS-haltige Tenside genutzt, um Aerosolbildung zu reduzieren und die Arbeitsplatzsicherheit zu verbessern. Durch die Absenkung der Oberflächenspannung verändern sie die Tropfenbildung, weshalb weniger Nebel entsteht.</p>
<h2>Wie können Unternehmen einem PFAS-Verbot im Jahr 2027 zuvorkommen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Am besten aufgestellt sind Unternehmen, die sich frühzeitig und systematisch auf das PFAS-Verbot vorbereiten. Behörden und Compliance-Berater schlagen hierzu folgende Schritte vor:</p>
<h3>Vollständige Bestandsaufnahme der PFAS-Nutzung</h3>
<p style="text-align: justify;">Zunächst gilt es zu klären, an welchen Stellen PFAS in der Lieferkette, in Produkten und in Prozessen relevant sind. Je mehr über den tatsächlichen PFAS-Einsatz bekannt ist, desto besser lassen sich Probleme im Hinblick auf Versorgungsketten, Materialdegradation und regulatorische Nichteinhaltung bewerten und vermeiden. Wichtig ist, neben den Produkt-Risiken auch Produktionsabläufe, Instandhaltung und Arbeitsschutz im Blick zu haben. Dort können sich ebenfalls PFAS verstecken, beispielsweise hier:</p>
<ul>
<li>Dichtungen, Schläuche, Ventile und Membranen</li>
<li>beschichtete Werkzeuge und Oberflächen</li>
<li>Prozesschemikalien wie Netzmittel, Tenside, Emulgatoren</li>
<li>hochtemperatur- oder chemikalienbeständige Schmierstoffe auf Fluorölbasis</li>
<li>Filtermaterialien mit fluorierten Fasern</li>
<li>Elektronikkomponenten in Maschinen (PFAS in Kabelisolierungen und Leiterplatten)</li>
<li>Schutzkleidung mit wasser-, öl- und chemikalienabweisenden Eigenschaften</li>
<li>Löschschäume (insbesondere ältere AFFF-Formulierungen)</li>
<li>Schutzmatten, Dichtfolien und Barrieren auf PTFE- oder FKM-Basis</li>
</ul>
<h3>Vorausschauende Reaktion auf Berichtspflicht und PFAS-Beschränkung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die PFAS-Vorschriften entwickeln sich stetig weiter. Bestimmte Substanzen unterliegen schon jetzt Gesetzen wie EU REACH, der Stockholm-Konvention zu persistenten organischen Schadstoffen (POPs) oder Kaliforniens Proposition 65. Während es wichtig ist, ein zukünftiges PFAS-Verbot zu beobachten, müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie jede bereits geltende Verordnung in den für sie relevanten Märkten einhalten.</p>
<figure id="attachment_10912" aria-describedby="caption-attachment-10912" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-10912" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant.jpg" alt="EU-REACH-Compliant" width="590" height="494" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant-300x251.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant-768x643.jpg 768w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /><figcaption id="caption-attachment-10912" class="wp-caption-text">© Ricochet64 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Frühzeitige Umgestaltung von Produkten und Prozessen</h3>
<p style="text-align: justify;">Sobald eine PFAS-Beschränkung oder ein PFAS-Verbot für Produkte vorliegt, bleibt nur noch eine Übergangsfrist, um nach Alternativen zu suchen. Unternehmen, die sich auf Ausnahmeregelungen vom EU-Verbot verlassen, gehen ein hohes Risiko ein. Wer den Neugestaltungsprozess frühzeitig beginnt, sichert sich technologische Handlungsfähigkeit und vermeidet kostspielige Ad-hoc-Entscheidungen kurz vor Ablauf der Übergangsfrist. Gleichzeitig entsteht Transparenz darüber, in welchen Bereichen Ausnahmeregelungen von einem potenziellen PFAS-Verbot im Jahr 2027 greifen, weil eine Substitution in absehbarer Zeit nicht möglich ist.</p>
<h3>Alle PFAS in die Planung einbeziehen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bestehende Vorschriften konzentrieren sich auf spezifische PFAS wie PFOS oder PFOA. Eine neue PFAS-Beschränkung oder ein neues PFAS-Verbot nehmen jedoch zunehmend sämtliche Ewigkeitschemikalien ins Visier. Unternehmen sollten darauf gefasst sein, dass ein zukünftiges EU-Verbot alle PFAS reguliert. Statt eine neue Verordnung nach der anderen abzuarbeiten, ist es sinnvoll, gleich einen großen Schritt in Richtung PFAS-Freiheit zu machen.</p>
<h3>Versorgungsrisiken durch abgekündigte Chemikalien und Bauteile frühzeitig identifizieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie lange es von einem PFAS-Verbot im Jahr 2027 bis zum Wegfall PFAS-haltiger Chemikalien dauert, ist offen. Viele Hersteller haben sich bereits entschieden, dem PFAS-Verbot zuvorzukommen und die Produktion solcher Substanzen schon vor Ablauf der zu erwartenden Übergangsfrist einzustellen. Unternehmen, die damit verbundene Risiken rechtzeitig erkennen und früh handeln, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.</p>
<h2>Mit vorausschauender Vorbereitung dem PFAS-Verbot gelassener entgegensehen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bleibt festzustellen, dass die PFAS-Beschränkung im Rahmen von REACH und ein mögliches PFAS-Verbot im Jahr 2027 die Oberflächentechnik vor tiefgreifende Änderungen stellen. Die Verordnung der ECHA wird voraussichtlich enge Übergangsfristen vorsehen, die Unternehmen zu schneller Substitution und Anpassungen in Produktion und Lieferketten zwingen. Welche praktischen Auswirkungen solche regulatorischen Maßnahmen haben können, zeigt sich am Beispiel PFOS.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer Bestände, Prozesse und Alternativen schon vor einem etwaigen PFAS-Verbot im Jahr 2027 prüft und dokumentiert, reduziert kurzfristigen Anpassungsdruck und positioniert sich zugleich für langfristigen Erfolg.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fachgerechte Entsorgung von Kühlschmierstoff</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/fachgerechte-entsorgung-von-kuehlschmierstoff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 13:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[DIN 1999-100]]></category>
		<category><![CDATA[DIN EN 858]]></category>
		<category><![CDATA[Entsorgung von Kühlschmierstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Entsorgungsnachweis]]></category>
		<category><![CDATA[gefährlicher Abfall]]></category>
		<category><![CDATA[Kreislaufwirtschaftsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[KSS-Entsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlschmierstoff Entsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Ölabscheider Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling Kühlschmierstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wassergefährdungsklasse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entsorgung von Kühlschmierstoff ist ein zentrales Thema in der Metallbearbeitung. Wer hier nachlässig handelt, gefährdet die Umwelt und riskiert hohe Bußgelder. Fachgerechte KSS-Entsorgung schafft Sicherheit auf allen Seiten. Kühlschmierstoffe (KSS) sind in der Metallbearbeitung unverzichtbar Sie schmieren, kühlen, transportieren Späne ab und erhöhen damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bearbeitungsprozesse. Jedoch &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/fachgerechte-entsorgung-von-kuehlschmierstoff/">Fachgerechte Entsorgung von Kühlschmierstoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Entsorgung von Kühlschmierstoff ist ein zentrales Thema in der Metallbearbeitung. Wer hier nachlässig handelt, gefährdet die Umwelt und riskiert hohe Bußgelder. Fachgerechte KSS-Entsorgung schafft Sicherheit auf allen Seiten.</strong></p>
<h2>Kühlschmierstoffe (KSS) sind in der Metallbearbeitung unverzichtbar</h2>
<p style="text-align: justify;">Sie schmieren, kühlen, transportieren Späne ab und erhöhen damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bearbeitungsprozesse. Jedoch werden KSS bei der Nutzung nicht vollständig verbraucht. Mit der Zeit müssen sie ersetzt und der fachgerechten Kühlschmierstoff-Entsorgung zugeführt werden. Hierfür gelten in Deutschland klare Vorschriften.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9750" title="HAKUFORM SE | Nachhaltige Emulsionen für die Zerspanung und Umformung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A.jpg" alt="HAKUFORM SE | Nachhaltige Emulsionen für die Zerspanung und Umformung" width="850" height="670" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A-300x236.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A-768x605.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Herausforderungen bei der Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Gebrauchte Kühlschmierstoffe werden als gefährliche Abfälle eingestuft. Besonders problematisch sind Emulsionen, die aus Wasser, Öl und verschiedenen Additiven bestehen und sich nur schwer trennen lassen. Bei unsachgemäßer Kühlschmierstoff-Entsorgung können Schadstoffe aus diesen KSS ganze Ökosysteme dauerhaft schädigen.</p>
<h2>Entsorgungsnachweise sind verpflichtend</h2>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen sind verpflichtet, die KSS-Entsorgung durch einen zertifizierten Fachbetrieb durchführen zu lassen und einen Entsorgungsnachweis zu erbringen. Verstöße können teuer werden und sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hinzu kommen gesundheitliche Gefahren, da gebrauchte Kühlschmierstoffe häufig Bakterien oder Pilze enthalten, die Hautreizungen und Atemwegsbelastungen verursachen können.</p>
<p><a href="https://rematec-recycling.com/de/recycling-umweltmanagement/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10641" title="Als Hersteller von Chemikalien verpflichtet sich die Kluthe Gruppe, die verbrauchten Reststoffe, die bei der Anwendung unserer Erzeugnisse entstehen, zurückzunehmen und wieder aufzubereiten" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01.jpg" alt="rematec-wieblingen-01" width="850" height="539" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01.jpg 1600w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-300x190.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-1024x649.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-768x487.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-1536x973.jpg 1536w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Kühlschmierstoff-Entsorgung ist teuer</h2>
<p style="text-align: justify;">Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Kühlschmierstoff-Entsorgung anspruchsvoll. Die fachgerechte Sammlung und Lagerung sowie der Transport sind kostenintensiv, insbesondere bei KSS mit kurzen Standzeiten, die häufige Wechsel erfordern. Betriebe benötigen getrennte Lagerbehälter, ausreichend Platz und eine funktionierende Logistik, um Altemulsion bis zur Abholung durch den Entsorgungsfachbetrieb sicher zwischenzulagern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kombination aus gefährlichen Inhaltsstoffen, strengen gesetzlichen Auflagen, hohem organisatorischem Aufwand und steigenden Kosten macht die Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung, insbesondere die KSS-Entsorgung, zu einer besonderen Herausforderung. Sie erfordert eine klare Strategie und eine disziplinierte Umsetzung im Betriebsalltag.</p>
<h2>Rechtliche Grundlagen und Umweltauflagen der Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen, die gebrauchte Kühlschmierstoffe entsorgen wollen, müssen hierzulande strenge rechtliche Vorgaben beachten. Die folgenden Regelwerke stellen die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für die Kühlschmierstoff-Entsorgung dar. Je nach Einsatzgebiet können zusätzliche Vorschriften und Detailregelungen relevant sein.</p>
<ul>
<li>Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): regelt die Verantwortung der Abfallerzeuger und schreibt eine ordnungsgemäße, schadlose Entsorgung vor</li>
<li>Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV): Kühlschmierstoffe werden meist den gefährlichen Abfallschlüsseln 12 01 06* bis 12 01 10* zugeordnet</li>
<li>Dokumentations- und Nachweispflicht: Unternehmen müssen die Entsorgung lückenlos dokumentieren und einen Entsorgungsnachweis über die Übergabe an den Entsorgungsfachbetrieb erbringen</li>
<li>DGUV-Regel 109-003: schreibt im Arbeitsschutz die getrennte Sammlung von wassermischbaren und <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/">nichtwassermischbaren Kühlschmierstoffen</a> sowie deren sichere Handhabung vor, um Beschäftigte vor Hautkontakt, Aerosolen und weiteren Gefährdungen zu schützen</li>
<li>Wasserhaushaltsgesetz (WHG): verbietet, dass in Gewässer oder ins Abwasser Kühlschmierstoff unbehandelt eingeleitet wird, und verlangt eine fachgerechte Lagerung und Entsorgung</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10647" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG.jpg" alt="Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG Symbolbild" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Hersteller entwickeln zunehmend <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/">biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe</a>, die weniger problematische Additive enthalten und die Umweltauflagen leichter erfüllen. Dennoch gilt Altemulsion rechtlich als gefährlicher Sonderabfall. KSS bedürfen somit immer einer fachgerechten Entsorgung einschließlich Entsorgungsnachweis, zumal sie im Betrieb oftmals kritische Substanzen aufnehmen.</p>
<h2>Sonderabfall KSS: Typische Belastungen und Risiken für Umwelt</h2>
<p style="text-align: justify;">Altemulsion enthält eine Vielzahl heikler Inhaltsstoffe. Während des Einsatzes nimmt Kühlschmierstoff Metallabrieb, Salze, Ölbestandteile und Biozide auf, die eine große Umweltbelastung darstellen. Viele KSS werden in eine hohe Wassergefährdungsklasse eingestuft. Das bedeutet, dass bereits geringe Mengen genügen, um die ökologische Balance von Böden und Gewässern aus dem Gleichgewicht zu bringen.</p>
<h2>Wassergefährdungsklasse</h2>
<p>Die rechtliche Einordnung in eine bestimmte Wassergefährdungsklasse wirkt sich direkt auf die Anforderungen an die Lagerung, den Transport und die Kühlschmierstoff-Entsorgung aus. Grundlage hierfür ist unter anderem die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV), wobei sich die Einstufung in der Praxis aus den Herstellerangaben und dem Sicherheitsdatenblatt ergibt. Je höher die Einstufung, desto strenger sind die Auflagen für Betriebe, die verbrauchte Emulsion entsorgen wollen. Im Abwasser hat Kühlschmierstoff grundsätzlich nichts zu suchen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10652" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen.jpg" alt="Wassergefährungsklassen " width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Ölabscheider nach <strong data-start="1777" data-end="1793">DIN 1999-100</strong> und <strong data-start="1798" data-end="1817">DIN EN 858-1/-2</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Ölabscheider in der Industrie müssen nach DIN 1999-100 sowie DIN EN 858-1 und DIN EN 858-2 geplant, gebaut und betrieben werden. Aufgrund der hohen Wassergefährdungsklasse von Kühlschmierstoffen unterliegen sie strengen Kontrollen, Wartungen und Inspektionen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass kein mit Kühlschmierstoff belastetes Abwasser anfällt, sondern ausschließlich vorgereinigtes Wasser kontrolliert in die Kanalisation oder Kläranlage eingeleitet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Investition in einen eigenen Ölabscheider lohnt sich vor allem für Betriebe, in denen regelmäßig größere Mengen ölhaltiger Emulsionen anfallen. Zum einen sinken die laufenden Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung, da die externen Entsorgungsbetriebe deutlich geringere Volumina übernehmen müssen. Zum anderen wird die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch den Betrieb eines eigenen Ölabscheiders besser nachweisbar. Hieraus können sich Vorteile bei Audits und Umweltzertifizierungen ergeben.</p>
<h2>Verfahren zur Aufbereitung und Entsorgung von Kühlschmierstoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben der Vorbehandlung mittels Ölabscheider gibt es eine Reihe weiterer Verfahren zur Kühlschmierstoff-Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung, die je nach Belastung, Zusammensetzung und betrieblichen Anforderungen eingesetzt werden. Ein zentrales Prinzip ist die Trennung der Phasen, bei der Öl, Wasser und Feststoffe voneinander separiert werden. Hierfür kommen mechanische Verfahren wie Zentrifugation oder Membranfiltration zum Einsatz, die den Kühlschmierstoff reinigen und seine Standzeit verlängern können.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine immer wichtigere Rolle spielt das Recycling. Statt eine verbrauchte Emulsion zu entsorgen, wird diese aufbereitet und wiederverwendet. Dieses Vorgehen reduziert die Abfallmengen und senkt die Entsorgungskosten. Es erfordert jedoch eine sorgfältige Überwachung der Qualität, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Den rechtlichen Rahmen bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das eine schadlose Verwertung von Abfällen als vorrangiges Ziel festlegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kommt eine Wiederverwendung nicht infrage, werden die ölhaltigen Reststoffe in speziellen Anlagen verbrannt, wodurch Energie zurückgewonnen werden kann. Eine weitere Option sind chemische Verfahren, bei denen Sonderabfall-KSS durch Zugabe von Fällungs- oder Spaltmitteln aufgebrochen werden. Anschließend ist es möglich, die Ölphase der Emulsion zu entsorgen, während die Wasserphase nach sorgfältiger Reinigung in die Kanalisation eingeleitet wird. Hier ist ebenfalls das Kreislaufwirtschaftsgesetz relevant, da es eine ordnungsgemäße, umweltverträgliche Behandlung gefährlicher Abfälle verbindlich vorschreibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10655" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider.jpg" alt="Ölabscheider, Schematische Darstellung" width="1000" height="639" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider-300x192.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider-768x491.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Nachhaltige Alternativen und Zukunftsperspektiven für die Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Kühlschmierstoff-Entsorgung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen technischer Notwendigkeit und ökologischer Verantwortung. Klassische Emulsionen auf Mineralölbasis sind leistungsfähig, bedeuten jedoch erhebliche Belastungen für die Umwelt. Daher rücken nachhaltige Alternativen immer stärker in den Fokus. Ein zukunftsorientierter Ansatz sind biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe, die weniger problematische Bestandteile enthalten und dadurch die Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung erleichtern.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben der Produktentwicklung ist auch die Optimierung von Recyclingtechnologien von großer Relevanz. Methoden wie die Ultrafiltration, Membranverfahren oder Koaleszenzabscheidung ermöglichen es, verbrauchte Emulsionen aufzubereiten und erneut einzusetzen. Dadurch verlängern sich die Standzeiten, und die Abfallmengen sinken deutlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls zukunftsweisend ist die Minimalmengenschmierung (MMS), bei der nur kleinste Mengen an Schmiermittel direkt in den Bearbeitungsbereich gebracht werden. Das senkt die Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung und verbessert zugleich die Energieeffizienz und die Arbeitssicherheit.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/unsere-nachhaltigkeitsstrategie/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6865 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH: Wir nehmen Reststoffe unserer Kunden zurück. Hierfür haben wir in bewusster Voraussicht ein eigenes Tochterunternehmen gegründet: Die Rematec GmbH" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH Recycling" width="850" height="743" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling-300x262.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling-768x671.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Funktionale Oberflächen</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/funktionale-oberflaechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 10:04:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paint Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Beschichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Funktionale Oberflächen]]></category>
		<category><![CDATA[Gasphasenabscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Konversionsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Oberflächentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Teilereinigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beschichtungen mit Funktion – Was versteht man darunter eigentlich? Von der Oberfläche eines Gegenstandes hängt ab, wie er auf verschiedene Umgebungseinflüsse reagiert. Durch die gezielte Veränderung der Oberflächeneigenschaften lassen sich die Wechselwirkungen in eine bestimmte Richtung lenken. Im Ergebnis entstehen funktionale Oberflächen, die spezielle Aufgaben erfüllen. Preiswerte Konstruktionswerkstoffe oder Werkstoffe mit geringem Gewicht können auf &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Beschichtungen mit Funktion – Was versteht man darunter eigentlich?</h2>
<p style="text-align: justify;">Von der Oberfläche eines Gegenstandes hängt ab, wie er auf verschiedene Umgebungseinflüsse reagiert. Durch die gezielte Veränderung der Oberflächeneigenschaften lassen sich die Wechselwirkungen in eine bestimmte Richtung lenken. Im Ergebnis entstehen funktionale Oberflächen, die spezielle Aufgaben erfüllen. Preiswerte Konstruktionswerkstoffe oder Werkstoffe mit geringem Gewicht können auf diese Weise für anspruchsvolle Einsatzwecke fit gemacht werden. Funktionale Beschichtungen spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie verleihen Bauteilen genau die Eigenschaften, die für den jeweiligen Einsatzzweck erforderlich sind.</p>
<h2>Was sind funktionale Oberflächen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionale Oberflächen sind Oberflächen, die gezielt so gestaltet wurden, dass sie über rein ästhetische Aspekte hinaus bestimmte technische Aufgaben übernehmen. Im Gegensatz zu dekorativen Beschichtungen steht bei funktionellen Beschichtungen die Leistungsfähigkeit im Vordergrund: Sie können vor Korrosion schützen, die Reibung verringern, elektrische Eigenschaften steuern oder biologische Besiedlung verhindern. Die Erzeugung funktionaler Oberflächen erfolgt durch verschiedene Beschichtungstechniken, die das Grundmaterial mit neuen Eigenschaften ausstatten, ohne dessen strukturelle Integrität zu beeinträchtigen.<a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3477 size-full" title="Metall- und Kunststofflackierung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung.jpg" alt="metall-und-kunststofflackierung-funktionale-oberflaechen" width="850" height="525" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung-300x185.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/metall-und-kunststofflackierung-768x474.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Typische Aufgaben für funktionale Oberflächen</h2>
<p style="text-align: justify;">Die möglichen Wechselwirkungen zwischen Oberflächen und der angrenzenden Umgebung sind äußerst vielfältig. Fast alles, was Physik, Chemie und Biologie zu bieten haben, ist hier zu finden. Wichtige Aufgaben funktionaler Beschichtungen umfassen:</p>
<ul>
<li>Oberflächenschutz gegen mechanische und chemische Einflüsse</li>
<li><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutz/">Korrosionsschutz</a> für metallische Werkstoffe</li>
<li>Verschleißschutz zur Verlängerung der Lebensdauer</li>
<li>Schutz vor ungewollten Ablagerungen (Antihaftbeschichtungen gegen Verschmutzung, Vereisung, Niederschlagen von Feuchtigkeit)</li>
<li>Schutz vor mikrobiologischer Besiedlung durch Bakterien, Algen oder Pilze</li>
</ul>
<h2>Verbesserung der Haftfähigkeit durch funktionelle Beschichtungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionale Oberflächen entstehen meistens durch eine Schicht aus Werkstoffen, die die geforderten Eigenschaften mitbringen. In vielen Fällen werden mehrere Schichten benötigt, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Es muss sichergestellt werden, dass alle funktionalen Beschichtungen fest haften und die gesamte Oberfläche oder vorgesehene Oberflächenbereiche vollständig bedecken. Die <a href="https://kluthe.com/magazin/die-rolle-der-oberflaechenaktivierung-bei-haftung-und-beschichtungsleistung/">Oberflächenaktivierung</a> spielt hierbei eine entscheidende Rolle.</p>
<figure id="attachment_3489" aria-describedby="caption-attachment-3489" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3489 size-full" title="Beschichtungstechniken" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken.jpg" alt="Beschichtungstechniken-funktionale-oberflaechen" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/Beschichtungstechniken-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-3489" class="wp-caption-text">© Imaging L – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiele für die Vorbereitung funktionaler Oberflächen:</p>
<ul>
<li>Herstellen einer geeigneten Oberflächenstruktur (Aufrauen, Schleifen)</li>
<li>Erzeugung von <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/">Konversionsschichten</a> (Phosphatieren, Chromatieren)</li>
<li>Verringerung der Oberflächenspannung für gute Benetzbarkeit</li>
<li>Metallisierung von Kunststoffen, Glas oder Keramik zum Beispiel zur Vorbereitung auf eine <a href="https://kluthe.com/magazin/galvanische-oberflaechenbeschichtung/">galvanische Beschichtung</a> oder <a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/">Lackierverfahren</a> wie die kathodische Tauchlackierung</li>
<li>Förderung der mikrobiellen Besiedlung für biotechnologische Verfahren</li>
</ul>
<h2>Erzeugung spezieller Gebrauchseigenschaften durch funktionale Beschichtungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionelle Schichten werden immer häufiger eingesetzt, um spezielle Gebrauchseigenschaften hervorzubringen. Dabei nutzt man die Reaktion von Stoffen auf physikalische oder chemische Einflüsse. Beispiele für die Funktionen, die von funktionalen Oberflächenschichten übernommen werden:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8904" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung.jpg" alt="Wassertropfen-Oberflächenspannung" width="1200" height="773" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung-300x193.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung-1024x660.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/12/Wassertropfen-Oberflaechenspannung-768x495.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<ul>
<li>Verstärken oder Herstellen der elektrischen Leitfähigkeit (Widerstand elektrischer Kontakte verringern, elektrostatische Aufladung vermeiden, Touchdisplays herstellen)</li>
<li>elektrische Isolierung</li>
<li>Verringerung von reibungsbedingten Energieverlusten</li>
<li>Verstärkung der Reibung, um Aus- oder Abrutschen zu vermeiden</li>
<li>Verhindern, dass Gase oder Dämpfe eindringen bzw. entweichen (Barriereschichten)</li>
<li>Ausrüstung von Membranen zur Stofftrennung (Ultrafiltration, Umkehrosmose)</li>
<li>Verhindern von Lichtreflexion (Entspiegelung)</li>
<li>Verspiegeln für verbesserte Licht- und Wärmereflektion</li>
<li>Sensoroberflächen zur Bestimmung von chemischen Substanzen in Stoffgemischen für die Prozessteuerung und Qualitätssicherung</li>
<li>Anzeige von Temperaturänderungen durch Farbwechsel<a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3474" title="Konversionsverfahren" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren.jpg" alt="konversionsverfahren-funktionale-oberflaechen" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/konversionsverfahren-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></li>
</ul>
<h2>Beschichtungstechniken für funktionale Oberflächen</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Oberflächentechnik unterscheidet bei der Erzeugung funktionaler Beschichtungen zwischen nasschemischen Verfahren und Gasphasenverfahren. Bei nasschemischen Verfahren liegen die Beschichtungsstoffe in flüssiger Form vor. Schmelzen, Lösungen, Emulsionen (Tröpfchen in Flüssigkeit) oder Suspensionen (Feststoffpartikel in Flüssigkeit) werden auf die Werkstoffoberflächen aufgetragen oder aufgespritzt. Alternativ werden die zu beschichtenden Teile in die Flüssigkeit getaucht. Gasphasenverfahren nutzen das Bestreben von gasförmigen Stoffen aus, sich im Raum gleichmäßig zu verteilen. Dadurch lassen sich sehr dünne funktionelle Beschichtungen im Nanometerbereich erzeugen.</p>
<h2>Nasschemische Verfahren für funktionelle Beschichtungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Zu den nasschemischen Verfahren, mit denen funktionelle Schichten erzeugt werden, zählen das Lackieren, die Erzeugung von <a href="https://kluthe.com/magazin/was-sind-konversionsschichten/">Konversionsschichten</a> und die Galvanisierung. Beim Lackieren sind die schichtbildenden Stoffe in einer Flüssigkeit fein verteilt. Nach dem Auftragen verdunstet die Flüssigkeit und hinterlässt eine feste Schicht. Neben dem <a href="https://kluthe.com/magazin/passiver-und-aktiver-korrosionsschutz/">Korrosionsschutz</a> und der Dekoration lassen sich auf diese Weise funktionale Oberflächen erzeugen, die die Gleiteigenschaften von Oberflächenpaarungen verbessern, einen Temperaturwechsel anzeigen oder vor Verschleiß schützen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/magazin/konversionsverfahren-im-ueberblick/">Konversionsschichten</a> entstehen, wenn sich Substanzen mit dem Grundmaterial zu neuen chemischen Verbindungen umsetzen. Diese funktionalen Beschichtungen verbessern die <a href="https://kluthe.com/magazin/was-ist-korrosionsbestaendigkeit/">Korrosionsbeständigkeit</a> und dienen als Haftvermittler für nachfolgende Lackierprozesse. Während der Galvanisierung scheiden sich Metallionen aus einer Salzlösung auf dem Grundmaterial ab. Das Verfahren dient der Veredelung von Metallen und dem Korrosionsschutz. Häufig angewendet werden das Vergolden, das Versilbern, das Verkupfern, das Verchromen und das Verzinken.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutz/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3468" title="Korrosionsschutz" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz.jpg" alt="korrosionsschutz-funktionale-oberflaechen" width="850" height="510" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz-300x180.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/korrosionsschutz-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Gasphasenverfahren zur Erzeugung funktionaler Oberflächen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei den Gasphasenverfahren unterscheidet man zwischen der chemischen Gasphasenabscheidung (englisch: chemical vapour deposition, abgekürzt CVD) der physikalischen Gasphasenabscheidung (englisch: physical vapour deposition, abgekürzt PVD) und den plasmaunterstützten Verfahren. Diese Techniken ermöglichen die Herstellung besonders präziser funktionaler Beschichtungen.</p>
<h3>Chemische Gasphasenabscheidung (CVD)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die chemische Gasphasenabscheidung erfolgt in einem geschlossenen Reaktionsbehälter, der das zu beschichtende Bauteil, den Beschichtungsstoff und ein Trägergas enthält. Der Beschichtungsstoff und das Trägergas regieren miteinander zu einem gasförmigen Zwischenprodukt. Das Gas verteilt sich gleichmäßig im Behälter.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Trifft es auf die Bauteiloberfläche, zerfällt die Verbindung. Die Teilchen des Beschichtungsstoffs werden freigesetzt. Es baut sich eine funktionelle Schicht auf, die in Bauteilnähe aus einem Gemisch aus Grund- und Beschichtungsstoff besteht. Nach außen nimmt der Anteil des Grundmaterials in der funktionalen Beschichtung ab.</p>
</blockquote>
<figure id="attachment_2722" aria-describedby="caption-attachment-2722" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2722" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau.jpg" alt="" width="900" height="600" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2020/10/pulverbeschichtung-automobilbau-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-2722" class="wp-caption-text">© Chris Tefme – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Physikalische Gasphasenabscheidung (PVD)</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der physikalischen Gasphasenabscheidung wird der Beschichtungsstoff im Hochvakuum verdampft. Das Hochvakuum ist erforderlich, um chemische Reaktionen des Dampfes mit der Luft zu verhindern. Die Wärmezufuhr erfolgt in der Regel über eine elektrische Widerstandsheizung oder durch einen Elektronenstrahl. Auf diese Weise lassen sich funktionale Oberflächen erzeugen, die aus unterschiedlichen Stoffen zusammengesetzt sind.</p>
<h3>Plasmaunterstützte Beschichtungsverfahren</h3>
<p style="text-align: justify;">Plasma ist ein gasartiger Stoff, der nicht aus Molekülen oder Atomen sondern aus Ionen, Elektronen und Bruchstücken von Molekülen besteht. Es kann kalt sein, wie zum Beispiel in Leuchtstoffröhren oder heiß, wie beispielsweise in einer Flamme. Erzeugt wird es durch den Eintrag von Energie in ein Gas. Energiequellen sind Lichtbögen, hohe elektrische Feldstärken oder starke Magnetfelder. Die plasmaunterstützten Beschichtungstechniken bieten ein breites Anwendungsfeld für die Erzeugung funktionaler Oberflächen, weil sie sich einerseits durch die Gaszusammensetzung und andererseits durch die elektrischen Größen der Energiequelle in einem weiten Bereich einstellen lassen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/industrielle-teilereinigung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3482" title="Industrielle Teilereinigung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung.jpg" alt="industrielle-teilereinigung" width="850" height="566" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2021/04/industrielle-teilereinigung-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Über das Plasma lassen sich Werkstoffe chemisch oder physikalisch beschichten, die den hohen Temperaturen bei anderen Verfahren nicht standhalten. Die Anwendungsgebiete der plasmaunterstützen Oberflächentechnik reichen von der Vorbehandlung zur Verbesserung der Haftung nachfolgender funktionaler Beschichtungen über die Erzeugung definierter Oberflächenstrukturen, die <a href="https://kluthe.com/produkte/industriereiniger/">Reinigung</a> und <a href="https://kluthe.com/news/blog/desinfektionsmittel">Desinfektion</a> bis zur Abscheidung unterschiedlichster Schichten. Mit Hilfe von Plasma erzeugte funktionale Oberflächen können zum Beispiel Schutz vor Witterungseinflüssen, Korrosion und Verschmutzung bieten und das Benetzungsverhalten oder tribologische Eigenschaften einstellen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es ist möglich, wasserabweisende oder gut benetzbare funktionelle Oberflächenschichten zu generieren oder die Reibung in mechanischen Systemen so zu vermindern, dass auf den Einsatz von Schmiermitteln verzichtet werden kann. Weitere Einsatzgebiete funktionaler Beschichtungen sind die Veredlung von Textilien und die Beschichtung von Folien.</p>
</blockquote>
<h2>Anwendungsgebiete funktionaler Oberflächen in der Industrie</h2>
<p style="text-align: justify;">Funktionale Oberflächen finden in nahezu allen Industriezweigen Anwendung. In der Automobilindustrie sorgen funktionelle Beschichtungen für <a href="https://kluthe.com/magazin/passiver-und-aktiver-korrosionsschutz/">Korrosionsschutz</a> an Karosserieteilen und verbessern die Gleiteigenschaften von Motorkomponenten. Die Medizintechnik nutzt funktionale Beschichtungen, um biokompatible Oberflächen für Implantate zu schaffen. In der Elektronik ermöglichen funktionale Oberflächen die Herstellung leitfähiger Schichten für Touchscreens und Solarzellen. Auch die <a href="https://kluthe.com/magazin/die-elektrotauchlackierung/">Elektrotauchlackierung</a> zählt zu den wichtigen Verfahren, um funktionale Oberflächen im industriellen Maßstab herzustellen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/funktionale-oberflaechen/">Funktionale Oberflächen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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		<title>Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Kühlschmierstoffe in modernen Prozessen</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/metallbearbeitungsfluessigkeiten-in-modernen-prozessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 16:03:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlschmierstoffe (KSS)]]></category>
		<category><![CDATA[Metallbearbeitungsflüssigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestmengenschmierung (MMS)]]></category>
		<category><![CDATA[nichtwassermischbare Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Refraktometer KSS]]></category>
		<category><![CDATA[Schmierwirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Spanabtransport]]></category>
		<category><![CDATA[wassermischbare Emulsion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Metallbearbeitungsflüssigkeiten sind entscheidend für Qualität und Effizienz von Metallbearbeitungsprozessen. Doch nicht jeder Kühlschmierstoff erfüllt dieselben Aufgaben. Deshalb gilt es, je nach Verfahren, Material und Anspruch eine passende Lösung zu wählen. Aufgabe der Flüssigkeiten Metallbearbeitungsflüssigkeiten schützen Werkzeuge vor Beschädigungen und Verschleiß, sichern die Bearbeitungsqualität und helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Es gibt verschiedene Typen dieser Kühlschmierstoffe &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Metallbearbeitungsflüssigkeiten sind entscheidend für Qualität und Effizienz von Metallbearbeitungsprozessen. Doch nicht jeder <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoff</a> erfüllt dieselben Aufgaben. Deshalb gilt es, je nach Verfahren, Material und Anspruch eine passende Lösung zu wählen.</strong></p>
<h2>Aufgabe der Flüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Metallbearbeitungsflüssigkeiten schützen Werkzeuge vor Beschädigungen und Verschleiß, sichern die Bearbeitungsqualität und helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Es gibt verschiedene Typen dieser Kühlschmierstoffe (KSS), die auf unterschiedliche Schwerpunkte wie Schmierleistung, Kühlwirkung oder Korrosionsschutz ausgelegt sein können. Welches Produkt sich jeweils am besten eignet, richtet sich nach dem Bearbeitungsverfahren, dem verwendeten Material und den betrieblichen Anforderungen.</p>
<h2>Funktionen von Metallbearbeitungsflüssigkeiten im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Kühlschmierstoffe übernehmen in der Metallbearbeitung mehrere zentrale Aufgaben. Sie tragen wesentlich zur Prozesssicherheit und zur Qualität der Werkstücke bei. Darüber hinaus beeinflussen Metallbearbeitungsflüssigkeiten die Wirtschaftlichkeit und die Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge. Hier die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:</p>
<h3>Schmierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Kühlschmierstoffe bilden einen dünnen Film zwischen Werkzeug und Werkstück. Dieser reduziert die direkte Metall-auf-Metall-Berührung und vermindert damit Reibung und Verschleiß. Die Schmierwirkung sorgt für eine gleichmäßigere Bearbeitungskraft und längere Werkzeugstandzeiten. Besonders bei zähen Materialien oder komplexen Bearbeitungen verhindert sie Rattermarken und verbessert die Oberflächenqualität.</p>
<figure id="attachment_10673" aria-describedby="caption-attachment-10673" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10673 size-full" title="Schmierung als Schlüssel für präzise und langlebige Bearbeitungsprozesse" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kuehlschmierstoff" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10673" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Kühlung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Metallbearbeitung entstehen enorme Temperaturen durch Reibung und Schnittdruck. KSS, zum Beispiel in Form einer Schneid- oder Bohrflüssigkeit, leiten diese Wärme ab und stabilisieren die Temperaturen im Bearbeitungsprozess. Das schützt das Werkzeug vor Überhitzung und verhindert thermische Spannungen im Werkstück, die zu Maßabweichungen oder Gefügeveränderungen führen können. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen ist die Kühlleistung ein bedeutender Faktor für Genauigkeit und Prozesssicherheit.</p>
<h3>Korrosionsschutz</h3>
<p style="text-align: justify;">Bestimmte Formulierungen schützen Werkstücke und Maschinenoberflächen vor Korrosion. <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/">Nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe</a> leisten das durch ihren natürlichen Ölfilm. <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/">Wassermischbare Kühlschmierstoffe</a> müssen hierfür mit speziellen Additiven ausgestattet sein.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/wasserloeslicher-korrosionsschutz/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-402 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Wasserlöslicher Korrosionsinhibitor CUSTOS" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Wasserlöslicher Korrosionsinhibitor CUSTOS" width="860" height="360" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1.jpg 860w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1-300x126.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1-768x321.jpg 768w" sizes="(max-width: 860px) 100vw, 860px" /></a></p>
<h3>Abtransport von Spänen und Partikeln</h3>
<p style="text-align: justify;">Partikel, die beim Schneiden entstehen, müssen aus der Bearbeitungszone entfernt werden. Metallbearbeitungsflüssigkeiten transportieren Späne und Abrieb zuverlässig ab. Das verhindert, dass sie zwischen Werkzeug und Werkstück geraten und Kratzer oder Ausbrüche verursachen. Gleichzeitig erleichtert die Spanabfuhr die Sicht auf den Prozess und verringert die Gefahr von Blockaden an der Maschine.</p>
<h3>Verbesserung der Bearbeitungsqualität</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei richtiger Dosierung erzeugt Kühlschmierstoff gleichmäßige Schnittbedingungen. Damit unterstützt er die kontrollierte Prozessführung, verbessert die Oberflächenqualität, reduziert Nacharbeit und gewährleistet eine reproduzierbare Fertigung auch bei komplexen Werkstücken.</p>
<h2>Zusammensetzung von Kühlschmierstoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Metallbearbeitungsflüssigkeiten lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: nichtwassermischbare oder wassermischbare Kühlschmierstoffe. Wassermischbare Emulsion zur Metallbearbeitung bestehen aus einer Öl-Basis, die mithilfe von Emulgatoren mit Wasser vermengt wird. Nichtwassermischbare Produkte beruhen auf reinen Ölen. In beiden Systemen sorgen gezielt eingesetzte Additive für die gewünschten Eigenschaften. Zu den gängigsten Zusätzen gehören:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Alterungsschutzstoffe (Antioxidantien): verhindern die Oxidation der Basisöle und verlängern die Standzeit des Kühlschmiermittels</li>
<li style="text-align: justify;">Korrosionsinhibitoren: schützen Werkstücke und Maschinenoberflächen vor dem negativen Einfluss von Sauerstoff</li>
<li style="text-align: justify;">Hochdruckzusätze (EP-Additive): verbessern die Schmierwirkung unter extremen Belastungen (Klassisch enthalten sind Schwefel- oder Phosphorverbindungen. Umweltfreundliche Kühlschmierstoffe setzen auf borfreie Systeme oder additivierte Esteröle.)</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/produkte/wartunginstandhaltungsteuerung/zusatzchemie/">Entschäumer</a>: reduzieren Schaumbildung in Kühlschmierstoffsystemen, die Pumpen und Kühlkreisläufe stören könnte</li>
<li style="text-align: justify;">Biozide/Konservierungsmittel: hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen, sichern Hygiene und unterbinden Geruchsbildung</li>
<li style="text-align: justify;">Systemreiniger/Dispersant-Zusätze: halten Partikel und Fremdstoffe in Schwebe, erleichtern die Reinigung und wirken Ablagerungen entgegen</li>
<li style="text-align: justify;">Metall-Desaktivatoren: verhindern unerwünschte Reaktionen zwischen Additiven und Metalloberflächen</li>
</ul>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-gtl-oele/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9204" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM L" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM L" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Typische Arten und Einsatzbereiche von Metallbearbeitungsflüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Abhängig von ihrer genauen Formulierung erfüllen Metallbearbeitungsflüssigkeiten spezifische Aufgaben im Fertigungsprozess.</p>
<h3>Schneidöl</h3>
<p style="text-align: justify;">Schneidöle sind nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe, die sich durch eine starke Schmierwirkung auszeichnen. Sie finden vor allem in Prozessen Verwendung, die hohe Präzision und Werkzeugschutz erfordern. Beispiele hierfür sind das Gewindeschneiden, das Reiben und das Tiefbohren. Dünnflüssigeres Schneidöl kommt beim Schleifen zum Einsatz, mittelviskoses Schneidöl beim Drehen und Fräsen.</p>
<h3>Bohrflüssigkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Bohrflüssigkeit wurde speziell für Bohrprozesse entwickelt. Sie kühlt und schmiert den Bohrmeißel, stabilisiert das Bohrloch und transportiert Bohrspäne zuverlässig ab. Es gibt in diesem Bereich sowohl nichtwassermischbare als auch wassermischbare Kühlschmierstoffe. Erstere eignen sich besser, wenn höhere Stabilität oder besondere Druckverhältnisse gefordert sind. Letztere gelten als kostengünstige und umweltfreundliche Kühlschmierstoffe.</p>
<h3>Metallbearbeitung</h3>
<p style="text-align: justify;">Echte Allrounder sind Kühlmittel für die Metallbearbeitung, die es ebenfalls als wassermischbare und nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe gibt. Diese Metallbearbeitungsflüssigkeiten bieten eine Kombination aus Kühlung, Schmierung, Späneabtransport und Korrosionsschutz und können sowohl bei spanenden Verfahren wie Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen als auch bei spanlosen Methoden wie Tiefziehen und Pressen zur Anwendung kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im klassischen Gebrauch werden Kühlmittel in der Metallbearbeitung großvolumig eingesetzt. Eine ressourcenschonendere und umweltfreundlichere Alternative bietet die Mindestmengenschmierung (MMS), die mit exakt dosierten Kleinstmengen direkt im Bearbeitungsbereich arbeitet.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10679 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbare Kühlschmierstoff HAKUFORM S (nachhaltig)" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbare Kühlschmierstoff HAKUFORM S (nachhaltig)" width="850" height="414" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S-300x146.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S-768x374.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Herausforderungen im Umgang mit Metallbearbeitungsflüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob Schneidöl, Bohrflüssigkeit oder Allround-Kühlmittel für die Metallbearbeitung: Der Einsatz von KSS bringt eine Reihe von Problemstellungen mit sich. Ein zentrales Thema ist die Überwachung der Prozessparameter. Die Dosierung vom Kühlschmierstoff, der pH-Wert und die Keimbildung müssen permanent kontrolliert werden, damit die Flüssigkeit ihre Funktion zuverlässig erfüllt. Vernachlässigte Wartung führt schnell zu einer eingeschränkten Kühl- oder Schmierwirkung und kann Geruchsbildung und Bakterienwachstum verursachen. Das kann einen vorzeitigen Wechsel bedingen und die Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung erhöhen.</p>
<h2>Klare Sicherheitsrichtlinien sind unverzichtbar</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Arbeitsschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei Hautkontakt können Metallbearbeitungsflüssigkeiten Reizungen hervorrufen. Aerosole belasten die Atemwege. Daher sind klare Sicherheitsrichtlinien unverzichtbar. Hinzu kommt die Frage der Umweltfreundlichkeit. Bei klassischem Kühlschmierstoff muss die Entsorgung fachgerecht als Sondermüll erfolgen, da er Mineralöle, Biozide oder andere problematische Additive enthält. Umweltfreundliche Kühlschmierstoffe reduzieren Schadstoffe, erfordern aber dennoch eine geregelte Beseitigung, weil sie schädliche Rückstände aufweisen können. Das größte Potenzial für Nachhaltigkeit bieten biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe, die sich unter bestimmten Voraussetzungen über Kompostierung, den Biomüll oder Biogasanlagen ökologisch verwerten lassen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10683" title="HAKUFORM SE : Nachhaltige Emulsion für die Zerspanung und Umformung " src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1.jpg" alt="HAKUFORM SE : Nachhaltige Emulsion für die Zerspanung und Umformung " width="850" height="482" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1.jpg 1260w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-300x170.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-1024x580.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-768x435.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Klassische großvolumige Anwendungen verursachen hohen Verbrauch und laufende Pflegeaufwände</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben diesen Aspekten sind auch die Kosten nicht zu unterschätzen. Klassische großvolumige Anwendungen verursachen hohen Verbrauch und laufende Pflegeaufwände. Gleichzeitig erfordern unterschiedliche Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren jeweils spezifische Formulierungen. Eine falsche Auswahl oder Dosierung vom Kühlschmierstoff kann erhöhten Werkzeugverschleiß, Maßungenauigkeiten oder Korrosion nach sich ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine zukunftsorientierte Lösung sind biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe in Verbindung mit der Mindestmengenschmierung. Diese Kombination bietet sich vor allem für Prozesse an, in denen die Schmierwirkung wichtiger ist als die Kühlleistung.</p>
<h2>Refraktometer für Kühlschmierstoff: Präzise Konzentrationskontrolle für Effizienz und Umweltverträglichkeit</h2>
<p style="text-align: justify;">Die regelmäßige Messung mit einem Refraktometer für Kühlschmierstoff ist entscheidend, um beim klassischen Kühlmitteleinsatz die richtige Konzentration sicherzustellen. So bleiben Kühlleistung, Schmierwirkung und Korrosionsschutz zuverlässig erhalten. Gleichzeitig trägt die sorgfältige Kontrolle dazu bei, den Verbrauch zu optimieren und unnötige Nachdosierungen der Metallbearbeitungsflüssigkeiten zu vermeiden.</p>
<h2>Mindestmengenschmierung</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz dazu erfordert die Mindestmengenschmierung kein Refraktometer. Da statt einer Emulsion zur Metallbearbeitung ein reiner Schmierstoff verwendet wird, erübrigt sich die aufwendige Konzentrationskontrolle. Zugleich sinkt der Verbrauch deutlich, weil das Schmiermittel in minimaler Menge direkt an der Bearbeitungsstelle aufgebracht. Dadurch bietet die MMS erhebliche Vorteile bei der Kühlschmierstoff-Entsorgung, vor allem, wenn biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe zum Einsatz kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Während das Refraktometer für Kühlschmierstoff die Qualität und Funktionalität einer herkömmlichen Emulsion für die Metallbearbeitung sicherstellt, eröffnet die MMS neue Wege in Richtung einer ressourcenschonenden und Abfall vermeidenden Fertigung. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Umweltverträglichkeit und Kostenbewusstsein.</p>
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		<item>
		<title>Nasschemische Oberflächenbehandlung</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/nasschemische-oberflaechenbehandlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 14:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Anodisieren]]></category>
		<category><![CDATA[Beizen und Passivieren]]></category>
		<category><![CDATA[Elektropolieren]]></category>
		<category><![CDATA[Galvanisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Konversionsschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[KTL-Beschichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Nasschemische Oberflächenbehandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigen und Entfetten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nasschemische Verfahren und deren typische Anwendungsgebiete im Überblick Die nasschemische Oberflächenbehandlung ist aus der heutigen Fertigungs- und Oberflächentechnologie nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein vorbereitender Schritt, sondern ein entscheidender Faktor für die Funktionalität, Qualität und Lebensdauer eines Bauteils. Ob Korrosionsschutz, Haftvermittlung für Beschichtungen oder dekorative Veredelung: Nasschemische Verfahren sind eine wichtige Voraussetzung für &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Nasschemische Verfahren und deren typische Anwendungsgebiete im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die nasschemische <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenbehandlung</a> ist aus der heutigen Fertigungs- und Oberflächentechnologie nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein vorbereitender Schritt, sondern ein entscheidender Faktor für die Funktionalität, Qualität und Lebensdauer eines Bauteils. Ob <a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/">Korrosionsschutz</a>, Haftvermittlung für Beschichtungen oder dekorative Veredelung: Nasschemische Verfahren sind eine wichtige Voraussetzung für präzise und reproduzierbare Ergebnisse auf unterschiedlichsten Metallen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die von uns unterstützten Technologien und zeigen, mit welchen Produktlösungen wir diese Prozesse effizient und nachhaltig gestalten.</strong></p>
<h2>Nasschemische Oberflächenbehandlung: Diese Verfahren gehören dazu</h2>
<p style="text-align: justify;">Nasschemische Verfahren sind Prozesse, bei denen Oberflächen mittels flüssiger Medien wie Säuren, Laugen oder Lösungen gezielt gesäubert, beschichtet oder anderweitig verändert werden. Ihr Ziel besteht darin, Werkstücke auf nachfolgende Behandlungsschritte vorzubereiten, sie vor Korrosion zu schützen oder ihre Funktionalität zu verbessern. Typisch für die nasschemische Oberflächenbehandlung ist der Einsatz flüssiger Chemikalien, oft in Verbindung mit mechanischer Unterstützung oder elektrischer Energie. Die Anwendungen reichen vom Entfetten und Reinigen über das <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/">Erzeugen von Konversionsschichten</a> bis hin zu dekorativen oder funktionalen Endbeschichtungen, die auf der nasschemischen Vorbehandlung aufbauen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5840 size-full" title="Konversionsschichten: chemisch umgewandelte Oberflächen für besseren Korrosionsschutz und optimale Lackhaftung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN.jpg" alt="Konversionsschichten: chemisch umgewandelte Oberflächen für besseren Korrosionsschutz und optimale Lackhaftung" width="850" height="369" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN-300x130.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/KONVERSIONSVERFAHREN-768x333.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Reinigung</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Reinigen ist der erste und entscheidende Schritt jeder Oberflächenbehandlung. Hierbei werden Verunreinigungen wie Öle, Fette und Staub entfernt, um eine sichere Haftung nachfolgender Schichten zu gewährleisten. Abhängig vom Material und Verschmutzungsgrad kommen saure, neutrale oder alkalische Reinigungsmittel zum Einsatz, die meist in Spritz- oder Tauchverfahren auf das Werkstück aufgebracht und anschließend abgespült werden.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/reinigungs-und-beizprodukte/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838 size-full" title="Reinigung: Entfernt Öle, Emulsionen, Späne und Schmutz von Metall- und Kunststoffoberflächen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg" alt="Reinigung: Entfernt Öle, Emulsionen, Späne und Schmutz von Metall- und Kunststoffoberflächen" width="850" height="420" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-300x148.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-768x379.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Beizen und Passivieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Beizen werden metallische Oberflächen von Oxidschichten, Korrosionsprodukten oder Zunder befreit, vorwiegend mithilfe von Säuren. Bei der anschließenden <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/">Passivierung</a> bildet sich eine dünne Konversionsschicht, die die Haftung und den Korrosionsschutz der Oberfläche verbessert und die Oberfläche für Folgeprozesse stabilisiert, etwa für eine galvanische Beschichtung oder eine Lackierung.</p>
<h3>Galvanisierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Galvanisierung (Galvanotechnik) ist ein nasschemisches Verfahren mit elektrochemischer Wirkweise, bei dem Metallionen aus einer Lösung auf ein leitfähiges Werkstück abgeschieden werden. Das Resultat sind funktionale und/oder dekorative Metallüberzüge, beispielsweise aus Zink, Chrom oder Nickel, die Schutz vor Korrosion bieten, die elektrische Leitfähigkeit optimieren oder die Optik veredeln.</p>
<h3>KTL-Beschichtung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der KTL-Beschichtung (Kathodische Tauchlackierung) handelt es sich um ein elektrochemisches Beschichtungsverfahren, bei dem ein Werkstück in einem Lackbad unter Einsatz elektrischer Spannung gleichmäßig beschichtet wird. Indem sich der Lack an der Oberfläche anlagert, bildet er eine widerstandsfähige, korrosionsbeständige Grundierung. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die KTL-Beschichtung in der Automobilindustrie.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/zinkphosphatierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10462" title="Zinkphosphatierung/KTL/Pulver: Ermöglicht eine verbesserte Beschichtungsqualität" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL.jpg" alt="Zinkphosphatierung/KTL/Pulver: Ermöglicht eine verbesserte Beschichtungsqualität" width="850" height="657" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL-300x232.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Kluthe-KTL-768x594.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Elektropolieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Elektropolieren werden die Oberflächen metallischer Werkstücke elektrochemisch geglättet. Durch anodische Auflösung werden mikroskopisch kleine Spitzen abgetragen, wodurch glatte, glänzende und hygienische Oberflächen entstehen. Diese Form der Oberflächenbehandlung kommt vor allem in der Medizintechnik, in der Lebensmittelindustrie und bei besonders hochwertigen Edelstahlteilen zur Anwendung.</p>
<h3>Anodisieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Anodisieren ist ein nasschemisches Verfahren, das speziell bei Aluminium und seinen Legierungen eingesetzt wird. Durch elektrochemische Oxidation wird eine kontrollierte Oxidschicht erzeugt, die das Material vor Korrosion schützt und sich zudem dekorativ einfärben lässt. Mittels Anodisieren entstandene Konversionsschichten besitzen eine poröse Struktur, die eine gute Haftung für weitere Beschichtungen bietet.</p>
<figure id="attachment_10464" aria-describedby="caption-attachment-10464" style="width: 924px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10464 size-full" title="Passivierte Edelstahloberfläche mit molybdathaltiger Konversionsschicht" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel.jpg" alt="Cetko-stainless-steel" width="924" height="571" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel.jpg 924w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel-300x185.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Cetko-stainless-steel-768x475.jpg 768w" sizes="(max-width: 924px) 100vw, 924px" /><figcaption id="caption-attachment-10464" class="wp-caption-text">By Cetko &#8211; Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=160114244</figcaption></figure>
<h2>Haupteinsatzfelder der nasschemischen Oberflächenbehandlung</h2>
<p style="text-align: justify;">Nasschemische Verfahren sind prädestiniert für Einsatzgebiete, in denen Oberflächen mehr leisten müssen als nur gut auszusehen. Technologien wie die Galvanisierung, das Elektropolieren, die KTL-Beschichtung oder das Anodisieren finden in zahlreichen Branchen Verwendung, in denen sie jeweils spezifische Anforderungen erfüllen.</p>
<p>Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern zählen:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Automobilindustrie: Korrosionsschutz, Haftvermittlung vor dem Lackieren, dekorative Beschichtungen (z. B. bei Fahrwerkskomponenten, Karosserieteilen, Felgen)</li>
<li style="text-align: justify;">Maschinen- und Anlagenbau: Korrosionsschutz, Verbesserung der Lebensdauer und Funktionalität von Bauteilen wie Gehäusen, Wellen oder Verbindungselementen</li>
<li style="text-align: justify;">Elektrotechnik und Elektronik: galvanische Beschichtungen für eine bessere Leitfähigkeit, Oxidationsbeständigkeit und Kontaktqualität</li>
<li style="text-align: justify;">Bau- und Fassadentechnik: anodisierte oder lackierte Aluminiumbauteile für langlebige, wetterfeste und zugleich ästhetische Fassadenlösungen</li>
<li style="text-align: justify;">Medizintechnik und Pharmaindustrie: passivierte oder elektropolierte Oberflächen zur Gewährleistung höchster Hygieneanforderungen (z. B. bei chirurgischen Instrumenten oder Edelstahlbehältern)</li>
<li style="text-align: justify;">Landwirtschaft und Nutzfahrzeugtechnik: robuste Konversionsschichten für Bauteile, die extremen mechanischen und klimatischen Belastungen standhalten müssen</li>
<li style="text-align: justify;">Luft- und Raumfahrt: hochpräzise nasschemische Oberflächenbehandlung für sicherheitsrelevante Bauteile mit speziellen Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit und Materialverträglichkeit</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Welche Art der Oberflächenbehandlung zur Anwendung kommt, richtet sich nach dem Material, der gewünschten Funktion und dem vorgesehenen Einsatzbereich. Darüber hinaus sind wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte entscheidend.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="850" class="wp-image-10467" title="Industrielle Galvanikanlage zur Herstellung von Leiterplatten" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten.jpg" alt="Industrielle Galvanikanlage zur Herstellung von Leiterplatten" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten.jpg 1280w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-1024x680.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-768x510.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/11/Industrielle-Galvanikanlage-zur-Herstellung-von-Leiterplatten-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
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		<title>Umweltbelastendes Brünieren ersetzen: Manganphosphatierung als energieeffiziente Alternative</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/umweltbelastendes-bruenieren-ersetzen-manganphosphatierung-als-energieeffiziente-alternative/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 13:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Brünieren Alternative]]></category>
		<category><![CDATA[chemische Aktivierung]]></category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Gleitlager Getriebeteile]]></category>
		<category><![CDATA[Konversionsverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Manganphosphatierung]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinenbau Anwendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächenbehandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reibungsminderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angesichts verschärfter Umweltauflagen und steigender Anforderungen an nachhaltige Produktionsprozesse gerät das klassische Brünieren zunehmend in die Kritik. Wie das Chromatieren erfordert auch dieses Konversionsverfahren den Einsatz gesundheitsschädlicher Chemikalien und verursacht belastende Abwässer. Zusätzlich ist es mit einem hohen Energieverbrauch verbunden. Eine vielversprechende Alternative bietet die Manganphosphatierung. Sie schützt ebenso zuverlässig vor Korrosion, ist aber deutlich &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Angesichts verschärfter Umweltauflagen und steigender Anforderungen an nachhaltige Produktionsprozesse gerät das klassische Brünieren zunehmend in die Kritik. Wie das Chromatieren erfordert auch dieses Konversionsverfahren den Einsatz gesundheitsschädlicher Chemikalien und verursacht belastende Abwässer. Zusätzlich ist es mit einem hohen Energieverbrauch verbunden. Eine vielversprechende Alternative bietet die <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/manganphosphatierung/">Manganphosphatierung</a>. Sie <a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/">schützt ebenso zuverlässig vor Korrosion</a>, ist aber deutlich ressourcenschonender, prozesssicherer und umweltverträglicher.</p>
<h2>Was genau ist Manganphosphatierung?</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei der Manganphosphatierung handelt es sich um ein <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/">Konversionsverfahren</a>, das vorrangig zur <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenbehandlung von Bauteilen</a> aus niedriglegierten Stählen oder Zink eingesetzt wird. Manganphosphatschichten überzeugen durch einen guten Korrosionsschutz und eine hohe Verschleißfestigkeit bei gleitender Bewegung. Weitere Eigenschaften sind:</p>
<ul>
<li>verbesserte Haftung für Beschichtungen</li>
<li>Schutz vor Kaltverschweißung</li>
<li>hohe Druckaufnahmefähigkeit</li>
<li>elektrische Isolierung</li>
</ul>
<figure id="attachment_10378" aria-describedby="caption-attachment-10378" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10378 size-full" title="Tagebau-Manganabbau" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganmine.jpg" alt="Tagebau-Manganabbau" width="1000" height="576" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganmine.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganmine-300x173.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganmine-768x442.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10378" class="wp-caption-text">© Sunshine Seeds &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Vergleich mit anderen Phosphatierungsarten</h3>
<p style="text-align: justify;">Neben Konversionsverfahren mit Manganphosphat gibt es mit der Zink- und der Eisenphosphatierung zwei weitere etablierte Methoden, die spezifische Vorteile bieten. Beim direkten Vergleich zeig sich jedoch, dass manganbasierte Konversionsschichten in vielen technischen Anwendungen überlegen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Eisenphosphatierung gilt als wirtschaftliche Lösung für die Vorbehandlung von Metalloberflächen, primär vor dem Lackieren. Sie erzeugt eine dünne, haftungsfördernde Schicht, die aber nur begrenzten Korrosionsschutz und fast keine mechanische Belastbarkeit bietet. Bei Verwendung von Zinkphosphat bildet sich eine poröse Schicht, die Schmierstoffe gut aufnimmt und einen soliden Haftgrund für Lacke darstellt. Ihr Korrosionsschutz ist unwesentlich geringer als beim Manganphosphat. Bei hoher Beanspruchung gerät sie jedoch an ihre Grenzen. Insgesamt bietet die Manganphosphatierung gegenüber der Zink- und der Eisenphosphatierung eine deutlich größere Funktionalität, vor allem dort, wo Korrosion, Reibung und Belastung gleichzeitig zum Tragen kommen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/konversionsverfahren/manganphosphatierung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10375" title="Manganphosphatschichten finden beispielsweise Anwendung auf Rohrhülsen für Bohrgestänge" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganphosphatierung-Kluthe.jpg" alt="Manganphosphatschichten finden beispielsweise Anwendung auf Rohrhülsen für Bohrgestänge" width="850" height="501" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganphosphatierung-Kluthe.jpg 623w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Manganphosphatierung-Kluthe-300x177.jpg 300w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Ablauf der Manganphosphatierung</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie andere Konversionsverfahren, beispielsweise Brünieren oder Chromatieren, beginnt das Phosphatieren mit einer gründlichen Reinigung und Entfettung des Werkstücks. Hierbei kommen je nach Art und Ausmaß der Verunreinigung alkalische Reinigungsmittel oder mildere Neutralreiniger zur Anwendung. Rost- und Zunderrückstände von Wärmebehandlungen und Schweißprozessen werden durch Beizen mit anorganischen Säuren entfernt. Ein anschließendes Spülen mit vollentsalztem Wasser im Kaskadenbecken stellt sicher, dass alle Rückstände der Reinigungslösung oder des Beizmittels restlos beseitigt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Im nächsten Schritt wird die Oberfläche aktiviert, indem das Bauteil in eine schwach saure Aktivierlösung getaucht wird. Diese erzeugt auf dem Metall Kristallisationskeime, die beim Phosphatieren als Anker für die Bildung der Manganphosphatschicht dienen. Insbesondere bei komplexen Geometrien und hohen Qualitätsanforderungen trägt die Aktivierung maßgeblich zur Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit bei. Typische Aktivierungsmittel sind Titanphosphat-basierte und Zinkphosphat-basierte Aktivierer. Darüber hinaus gibt es Mischformulierungen, die spezifisch an den Werkstoff und den späteren Verwendungszweck angepasst sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Das darauffolgende Phosphatierungsbad dauert in der Regel fünf bis 20 Minuten. Die Temperatur beträgt üblicherweise 90 bis 95 °C. Sie ist entscheidend für die richtige Kristallisation und Schichtdicke. Der pH-Wert liegt meist zwischen 2,2 und 2,4. Die saure Umgebung fördert die Reaktion und begünstigt die Altersbeständigkeit der Beschichtung. Die präzise Kontrolle dieser Parameter ist wichtig für die endgültige Beschaffenheit der Phosphatschicht. Variationen führen zu unterschiedlichen Schichtdicken, Dichten und mechanischen Eigenschaften. Damit lässt sich die Manganphosphatierung flexibel an verschiedene Werkstoffe und Anforderungen anpassen.</p>
<figure id="attachment_10382" aria-describedby="caption-attachment-10382" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10382 size-full" title="Nach dem Phosphatierungsprozess entsteht eine matte Schutzschicht, die Schrauben langlebiger und belastbarer macht" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Schrauben.jpg" alt="manganphosphatierte Schrauben" width="1000" height="668" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Schrauben.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Schrauben-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Schrauben-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10382" class="wp-caption-text">© WDnet Studio &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Schutzschicht mit Potenzial: Warum Manganphosphatierung überzeugt</h2>
<p style="text-align: justify;">Die größten Vorteile gegenüber dem Brünieren liegen in der hohen Energieeffizienz und der besseren Umweltverträglichkeit. Während beim Brünieren über längere Zeiträume Temperaturen von 120 bis 150 °C benötigt werden, sind es beim manganbasierten Phosphatieren weniger als 100 °C. Das spart Heizenergie und verringert den Wärmeeintrag ins Werkstück. Hinzu kommt ein geringerer Chemikalienbedarf. Ein 100-Liter-Badansatz beim Brünieren erfordert 50 bis 70 kg Chemikalien. Bei der Phosphatierung sind es nur zehn bis 20 kg.</p>
<p style="text-align: justify;">Brünierlösungen sind hochalkalisch und stark ätzend. Das bedingt aufwendige Sicherheits- und Neutralisierungsmaßnahmen. Manganphosphatlösungen sind schwach sauer und damit weniger gefährlich sowie leichter zu handhaben. Auch lassen sich Phosphatierlösungen vergleichsweise einfach chemisch unschädlich machen, während Brünierabwasser nur mit hohem Energie- und Kostenaufwand entgiftet und neutralisiert werden kann.</p>
<figure id="attachment_10393" aria-describedby="caption-attachment-10393" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10393 size-full" title="Manganphosphatierte Druckfedern: Die dunkle, feinkristalline Oberfläche reduziert Reibung und schützt zuverlässig vor Korrosion" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Federn.jpg" alt="Manganphosphatierte Druckfedern: Die dunkle, feinkristalline Oberfläche reduziert Reibung und schützt zuverlässig vor Korrosion" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Federn.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Federn-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/Federn-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10393" class="wp-caption-text">© Adam &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Funktionelle Vorteile der Manganphosphatierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Phosphatieren ist speziell dann eine leistungsfähige Alternative zum Brünieren, wenn funktionale Eigenschaften wie Reibungsminderung und Korrosionsschutz im Vordergrund stehen. Im Vergleich zum Brünieren, bei dem eine eher dünne Schutzschicht entsteht, bildet sich durch die manganbasierte Behandlung eine kristalline, wesentlich dickere Schicht aus. Diese eignet sich hervorragend für die Aufnahme von Schmier- und Konservierungsstoffen, die regelrecht in der porösen Struktur der Phosphatschicht eingebunden werden. Hieraus ergibt sich ein deutlich verbesserter, langanhaltender Schutz vor korrosiven Einflüssen. Nach dem Brünieren haften Schmier- und Konservierungsmittel nur oberflächlich und können leicht abgewaschen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Des Weiteren überzeugen Manganphosphat-Oberflächen durch optimale Gleiteigenschaften. Ihre feinkristalline Struktur reduziert die Reibung beweglicher Teile. Das ist besonders vorteilhaft in Anwendungen mit hoher mechanischer Belastung.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei engen Passungen ist zu berücksichtigen, dass die Manganphosphatierung zu einer höheren Schichtdicke führt. In einigen Fällen kann die elektrische Isolierung von Nachteil sein. Insgesamt überwiegen aber die technischen Vorteile gegenüber dem Brünieren. Optisch unterscheiden sich Phosphatschichten durch ihre matte, dunkelgraue Erscheinung von den beim Brünieren entstehenden schwarzen Oberflächen. Das mag weniger dekorativ wirken, wird aber in den meisten Anwendungsfeldern durch die höhere Funktionalität wettgemacht. Wer nach einer robusten, vielseitigen und industrietauglichen Schutzschicht sucht, findet in diesem Konversionsverfahren eine überzeugende Lösung, die das Brünieren durchaus ersetzen kann.</p>
<figure id="attachment_10390" aria-describedby="caption-attachment-10390" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10390 size-full" title="Beispiel für den industriellen Einsatz: Manganphosphatierte Zahnräder verbinden hohe Belastbarkeit mit optimaler Schmierfilmhaftung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Zahnraeder.jpg" alt="manganphosphatierte-Zahnraeder." width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Zahnraeder.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Zahnraeder-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Zahnraeder-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10390" class="wp-caption-text">© Aleksandr Matveev &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Einsatzgebiete für die Manganphosphatierung</h2>
<p style="text-align: justify;">Dank ihrer Vielseitigkeit eignen sich manganbasierte Konversionsschichten für unterschiedlichste Anwendungsszenarien. Eine zentrale Rolle spielen sie in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und beim Kaltumformen von Stahl. Zu den wichtigsten Einsatzfeldern zählen:</p>
<ul>
<li>Buchsen und Gleitlager: In Anwendungen mit hoher mechanischer Belastung verbessert die Manganphosphatschicht die Gleiteigenschaften und vermindert die Reibung. Das mindert den Verschleiß.</li>
<li>Getriebeteile: Die Schicht bietet einen sehr guten Einlaufschutz für bewegliche Teile. Damit steigt die Lebensdauer der Komponenten.</li>
<li>Kaltumformung: Indem die Manganphosphatschicht den Schmierstoffauftrag optimiert, verbessert sie die Umformbarkeit.</li>
<li>Vorbehandlung von Beschichtungen: Die Schicht ist eine ideale Grundlage für nachfolgende Kunststoff- oder Lackaufträge. Das gewährleistet eine stärkere Haftung und höhere Langlebigkeit der Deckschicht.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Welches Manganphosphatierungsmittel verwendet wird, richtet sich nach den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes.</p>
<figure id="attachment_10398" aria-describedby="caption-attachment-10398" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10398 size-full" title="Gleit- und Wälzlager als typische Einsatzgebiete der Manganphosphatierung im Maschinenbau" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Kugellager.jpg" alt="manganphosphatierte Kugellager" width="1000" height="663" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Kugellager.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Kugellager-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Kugellager-768x509.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/10/manganphosphatierte-Kugellager-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10398" class="wp-caption-text">© Александр Юркевич &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Grenzen der Manganphosphatierung: Die Tücken von Aluminium und Kupfer</h2>
<p style="text-align: justify;">Nicht alle Metalle eignen sich gleichermaßen für das Konversionsverfahren mit Manganphosphat. Das liegt daran, dass die Reaktion eine gewisse chemische Aktivität der Metalloberfläche voraussetzt, insbesondere die Fähigkeit, unter Einfluss der Phosphatierungslösung Metallionen freizusetzen. Aluminium und Kupfer reagieren entweder ungenügend oder zu unkontrolliert mit den gängigen Manganphosphatlösungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei Aluminium kann eine starke Passivierung auftreten, die eine Schichtbildung verhindert, während bei Kupfer die Gefahr unerwünschter Nebenreaktionen besteht, die keine stabile Phosphatschicht zulassen. Daher sind für diese Materialien andere Oberflächenbehandlungen erforderlich, die besser zu ihren spezifischen Eigenschaften passen. Für Aluminium kommen Konversionsverfahren wie Chromatieren oder <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/passivierung/">Passivieren</a> infrage, für Kupfer Beizen oder Lackieren. Als moderne Alternative für beide Metalle haben sich zudem zirkonium- oder titanbasierte Konversionsverfahren bewährt.</p>
<p style="text-align: justify;">Da es sich bei Aluminium und Kupfer um Nichteisenmetalle handelt, funktioniert auch das traditionelle Brünieren nicht.</p>
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		<title>Was versteht man unter Prozesskontrolle in der Industrie?</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/was-versteht-man-unter-prozesskontrolle-in-der-industrie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 08:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlermodus- und Auswirkungsanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Inprozesskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Messsystemanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessautomatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskontrolle in der Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Six Sigma]]></category>
		<category><![CDATA[statistische Prozesskontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Komplexität moderner Produktionsprozesse steigt ihre Anfälligkeit für Störungen, die sich nachteilig auf die Effizienz, die Qualität und die Sicherheit auswirken können. Damit gewinnt das gezielte Monitoring industrieller Fertigungsabläufe zunehmend an Bedeutung. Hier setzt die Prozesskontrolle an, deren Aufgabe es ist, die Abläufe in Unternehmen und technischen Systemen fortlaufend zu begleiten, zu kontrollieren und &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Mit der Komplexität moderner Produktionsprozesse steigt ihre Anfälligkeit für Störungen, die sich nachteilig auf die Effizienz, die Qualität und die Sicherheit auswirken können. Damit gewinnt das gezielte Monitoring industrieller Fertigungsabläufe zunehmend an Bedeutung. Hier setzt die Prozesskontrolle an, deren Aufgabe es ist, die Abläufe in Unternehmen und technischen Systemen fortlaufend zu begleiten, zu kontrollieren und zu verbessern.</strong></p>
<h2>Was genau ist Prozesskontrolle?</h2>
<p style="text-align: justify;">Als zentraler Bestandteil der Automatisierung und Digitalisierung umfasst die Prozesskontrolle (engl.: process control) sämtliche Maßnahmen, die dazu dienen, Abläufe in technischen oder industriellen Prozessen systematisch zu überwachen, zu steuern und zu optimieren. Das schließt folgende Aufgabenstellungen ein:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Prozessüberwachung: ständige Beobachtung von Prozessgrößen wie Druck, Temperatur, Durchfluss, Konzentration und/oder pH-Wert</li>
<li>Regelung und Steuerung: automatisiertes Anpassen von Steuergrößen mittels Regelungstechnik, um Sollwerte einzuhalten</li>
<li>Datenanalyse: Erfassen und Auswerten der Prozessdaten, um bei Unregelmäßigkeiten frühzeitig eingreifen zu können</li>
<li>Verbesserung der Abläufe: Produktionsoptimierung hinsichtlich Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit aller Prozesse auf Grundlage von Analyse und Feedback.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Koordiniert wird die Prozesskontrolle durch das Prozessleitsystem, wobei das Prozessmanagement den Rahmen für ein ganzheitliches Vorgehen bildet. Anwendung findet sie in nahezu allen Bereichen der Industrie, etwa in der Pharma- und Chemieindustrie, der Lebensmittelproduktion, der Energieerzeugung, der Halbleiter- und Elektronikfertigung und im Fahrzeugbau. Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Prozesskontrolle spielt die SPS-Steuerung, die Messdaten von Sensoren empfängt und mit vorgegebenen Sollwerten vergleicht.</p>
<figure id="attachment_10363" aria-describedby="caption-attachment-10363" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10363 size-full" title="Echtzeit-Datenanalyse in der industriellen Prozesskontrolle – Überwachung und Steuerung komplexer Fertigungsabläufe" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung.jpg" alt="Prozessüberwachung, Datenanalyse, Steuerung" width="1000" height="592" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung-300x178.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung-768x455.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10363" class="wp-caption-text">© Kunchan &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Prozesskontrolle v.s. Inprozesskontrolle: Wo ist der Unterschied?</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Unterschied zwischen der Prozess- und der Inprozesskontrolle besteht in erster Linie in ihrer zeitlichen und funktionalen Einbettung innerhalb von Fertigungsprozessen. Prozesskontrolle umfasst die gezielte Überwachung und Steuerung des gesamten Produktionsprozesses. Ziel ist es, den stabilen Verlauf und die Einhaltung der definierten Qualitätsvorgaben sicherzustellen. Hierfür kommen oftmals automatisierte Systeme im Sinne von Industrie 4.0 zum Einsatz, die alle wichtigen Prozessparameter überwachen und im Fall einer Abweichung regulierend eingreifen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Inprozesskontrolle ergänzt die industrielle Prozesskontrolle durch eine gezielte Qualitätskontrolle konkreter Zwischen- und Endprodukte. Um zu gewährleisten, dass diese hinsichtlich bestimmter Qualitätsmerkmale wie Abmessungen, Gewicht oder Zusammensetzung den Vorgaben entsprechen, werden systematisch Stichproben genommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Konzipiert, strukturiert und gelenkt vom Prozessmanagement, tragen sowohl die Prozess- als auch die Inprozesskontrolle entscheidend zur Fehlervermeidung und Einhaltung normativer und gesetzlicher Standards bei und sind somit unverzichtbar für ein effizientes und effektives Qualitätsmanagement.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/wartunginstandhaltungsteuerung/prozesskontrolle/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6784 size-full" title="HAKUGUARD Line Monitoring " src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe.jpg" alt="HAKUGUARD Line Monitoring " width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Methoden der Prozesskontrolle</h2>
<p style="text-align: justify;">Die industrielle Prozesskontrolle bedient sich verschiedener Praktiken. Zu den häufigsten zählen die folgenden:</p>
<h3>Statistische Prozesskontrolle (SPC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die statistische Prozesskontrolle nutzt statistische Werkzeuge wie Kontrollkarten, Histogramme und Pareto-Analysen, um Prozessdaten über das Prozessleitsystem zu visualisieren, die Verteilung von Messwerten zu veranschaulichen und die Hauptursachen für Qualitätsprobleme oder Fehler zu finden und zu beheben. Sie ist darauf ausgerichtet, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, Prozessstabilität zu gewährleisten und die Qualität langfristig zu steigern. Anders als bei der traditionellen Endkontrolle geht es bei der SPC (Statistical Process Control) nicht um Fehleridentifikation im Nachhinein, sondern um Fehlervermeidung mithilfe von Steuer- und Regelungstechnik.</p>
<figure id="attachment_10344" aria-describedby="caption-attachment-10344" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10344 size-full" title="Effiziente Fertigung durch statistische Prozesskontrolle – präzise Analyse und frühzeitige Fehlererkennung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle.jpg" alt="Prozesskontrolle" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10344" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Fehlermodus- und Auswirkungsanalyse (FEMA)</h3>
<p style="text-align: justify;">Hierbei handelt es sich um ein systematisches Verfahren zur Identifikation und Beurteilung potenzieller Fehler in Prozessen, Systemen und Produkten, bevor diese tatsächlich auftreten. Ziel ist es, mögliche Risiken frühzeitig aufzudecken und proaktiv Maßnahmen zur Fehlervermeidung zu ergreifen. Die FEMA beschäftigt sich mit Fragen wie:</p>
<ul>
<li>Welcher Fehler könnte auftreten?</li>
<li>Warum könnte dieser Fehler auftreten?</li>
<li>Was geschieht, wenn dieser Fehler auftritt?</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Jeder mögliche Fehler wird hinsichtlich Auftretenswahrscheinlichkeit, Entdeckbarkeit und Bedeutung beurteilt. Hieraus ergibt sich die sogenannte Risikoprioritätszahl (RPZ). Je höher diese ist, umso wichtiger ist es, schnell zu reagieren. Nach der Umsetzung der Fehlervermeidungsstrategie wird die Fehlermodus- und Auswirkungsanalyse wiederholt und die RPZ erneut berechnet.</p>
<figure id="attachment_10348" aria-describedby="caption-attachment-10348" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10348 size-full" title="Einfaches Beispiel einer Prozesskontrollkarte zur Verfolgung der Ätzrate (Abtragsrate) von Silizium" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch.jpg" alt="Einfaches Beispiel einer Prozesskontrollkarte zur Verfolgung der Ätzrate (Abtragsrate) von Silizium" width="1920" height="1166" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch.jpg 1920w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-300x182.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-1024x622.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-768x466.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-1536x933.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-10348" class="wp-caption-text">By DeminJanu &#8211; Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=154994081</figcaption></figure>
<h3>Six Sigma</h3>
<p style="text-align: justify;">Six Sigma nutzt den DMAIC-Zyklus als strukturierten Ansatz zur Prozessverbesserung. Dieses Akronym steht für:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Define (Definieren): klare Beschreibung des Problems, des Ziels und der Kundenanforderungen sowie Festlegen des Projektumfangs und der Ressourcen</li>
<li>Measure (Messen): Sammeln relevanter Daten, Erfassen der Prozessleistung und des Ist-Zustandes</li>
<li>Analyze (Analysieren): Identifikation der Ursachen für Schwankungen und/oder Fehler mithilfe von statistischen Analysen und Ursache-Wirkungs-Diagrammen</li>
<li>Improve (Verbessern): Entwickeln und Testen möglicher Lösungen, gezielte Prozessoptimierung</li>
<li>Control (Steuern): Implementieren von Überwachungssystemen und Standards, um Verbesserungen dauerhaft zu sichern</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Six Sigma ist darauf ausgerichtet, dass pro Million Möglichkeiten maximal 3,4 Fehler auftreten. Das entspricht nahezu einer Null-Fehler-Produktion.</p>
<figure id="attachment_10351" aria-describedby="caption-attachment-10351" style="width: 656px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10351" title="Grafische Darstellung des Six-Sigma-Prozesses: Define, Measure, Analyze, Improve, Control" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma.jpg" alt="Grafische Darstellung des Six-Sigma-Prozesses: Define, Measure, Analyze, Improve, Control" width="656" height="599" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma-300x274.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma-768x701.jpg 768w" sizes="(max-width: 656px) 100vw, 656px" /><figcaption id="caption-attachment-10351" class="wp-caption-text">© VectorMine &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Visuelle Kontrollen</h3>
<p style="text-align: justify;">Visuelle Kontrollen analysieren Abweichungen anhand optischer Hilfsmittel wie Farbcodes, Checklisten, Markierungen oder visueller Standards, die für sofortige Sichtbarkeit sorgen. Damit ermöglichen sie eine schnelle Fehlererkennung und Qualitätskontrolle ohne komplexe Messtechnik. Die Standardisierung der Abläufe erleichtert die Analyse und die Produktionsoptimierung. Eingehaltene Toleranzen liefern den Nachweis für ordnungsgemäße Prozessverläufe. Da jeder sofort sieht, was falsch oder richtig verläuft, kann diese Methode der Prozesskontrolle die Mitarbeitersensibilität für Ordnung und Qualität erhöhen.</p>
<h3>Messsystemanalyse (MSA)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die MSA bewertet, ob sich ein Messsystem oder eine Sensortechnik eignet, um ein bestimmtes Prüfmerkmal korrekt zu erfassen. Dabei bezieht sie nicht nur die Messtechnik ein, sondern den gesamten Messprozess einschließlich Bediener, Methode und Umgebung. Wichtige Kriterien der MSA sind:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Exaktheit: Wie nah liegt der gemessene am tatsächlichen Wert?</li>
<li>Wiederholbarkeit: Liefert die Messtechnik unter gleichen Bedingungen gleiche Resultate?</li>
<li>Reproduzierbarkeit: Sind die Messergebnisse konsistent bei verschiedenen Geräten oder Bedienern?</li>
<li>Linearität: Ist die Genauigkeit der Sensortechnik über den gesamten Messbereich hinweg gegeben?</li>
<li>Stabilität: Bleiben die Messwerte bei gleichen Bedingungen über längere Zeiträume gleich.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Indem die MSA Vertrauen in die gemessenen Daten schafft, liefert sie die Voraussetzungen für fundierte Controlling-Entscheidungen.</p>
<figure id="attachment_10367" aria-describedby="caption-attachment-10367" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10367 size-full" title="Messsystemanalyse (MSA): Präzise Datenerfassung und Bewertung von Sensor- und Messsystemen in der Industrie" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild.jpg" alt="Messsystemanalyse (MSA): Grundlage für präzise Datenerfassung und Qualitätsbewertung" width="1000" height="560" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild-300x168.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild-768x430.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10367" class="wp-caption-text">© Justlight &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Vorteile hat die industrielle Prozesskontrolle?</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Prozesskontrolle und die Inprozesskontrolle überwachen und regulieren mittels SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) wichtige Produktionsparameter in Echtzeit. Damit sorgen sie für eine gleichbleibend hohe Produktqualität. Sie ermöglichen eine automatisierte Fertigungssteuerung und reduzieren somit manuelle Eingriffe auf ein Minimum. Im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 sorgt moderne Prozessautomatisierung für einen effizienteren Einsatz von Ressourcen wie Rohstoffen, Energie und Zeit. Dadurch steigen Effizienz und Prozessstabilität, während Stillstände und Ausschuss deutlich reduziert werden. Eingebettet in ein ganzheitliches Controlling, gewährleistet die stetige Prozessüberwachung, dass Fehler frühzeitig erkannt und Qualitätsstandards durchweg eingehalten werden.</p>
<p>Aus wirtschaftlicher Sicht bietet die industrielle Prozesskontrolle Vorteile wie:</p>
<ul>
<li>reduzierte Materialverluste durch minimierte Ausschussraten</li>
<li>sinkende Reparaturkosten durch vorausschauend planbare Wartungen</li>
<li>geringerer Energieverbrauch durch präzise Fertigungssteuerung</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Flexibilität der Produktion steigt, da sich moderne Steuersysteme schnell an neue Anforderungen, beispielsweise bei Chargenwechseln oder Rezeptänderungen anpassen lassen. Nicht zuletzt leistet die industrielle Prozesskontrolle einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da durch die Prozessautomatisierung Abläufe optimiert werden. Zum einen verringern sich dadurch Emissionen und Abfälle. Zum anderen steigt die Energieeffizienz. Die Betriebssicherheit profitiert ebenfalls, da durch die Automatisierung der Überwachung potenzielle Gefahren frühzeitig erkennbar sind und Maschinen und Anlagen stets im sicheren Betriebsbereich bleiben. <a href="https://kluthe.com/produkte/">Kluthe Produkte</a> haben achten ebenso auf Effizienz und Nachhaltigkeit. Informieren Sie sich über die richtige Chemie für Ihre Anwendungen!</p>
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		<title>Großer Überblick zu Aluminiumlegierungen &#8211; Übersicht und Eigenschaften</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/grosser-ueberblick-zu-aluminiumlegierungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 08:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[AlCu]]></category>
		<category><![CDATA[AlMg]]></category>
		<category><![CDATA[AlMn]]></category>
		<category><![CDATA[AlSi]]></category>
		<category><![CDATA[Aluminiumlegierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gusslegierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Knetlegierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächenbehandelbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schweißbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umformbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reines Aluminium hat Eigenschaften, die sich stark von denen anderer metallischer Werkstoffe wie Stahl unterscheiden: Es ist leicht, gut formbar, korrosionsbeständig und besitzt eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Für viele technische Anwendungen ist es aber zu weich und mechanisch zu wenig belastbar. Abhilfe schaffen Aluminiumlegierungen, deren mechanische Eigenschaften durch verschiedene Legierungselemente wie Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink oder &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Reines Aluminium hat Eigenschaften, die sich stark von denen anderer metallischer Werkstoffe wie Stahl unterscheiden: Es ist leicht, gut formbar, korrosionsbeständig und besitzt eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Für viele technische Anwendungen ist es aber zu weich und mechanisch zu wenig belastbar. Abhilfe schaffen Aluminiumlegierungen, deren mechanische Eigenschaften durch verschiedene Legierungselemente wie Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink oder Silizium optimiert wurden.</strong></p>
<h2>Arten von Aluminiumlegierungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Je nach Zusammensetzung punkten Aluminiumlegierungen mit hoher Festigkeit, erhöhter Korrosionsbeständigkeit oder guter Schweißbarkeit. Indem sie die Vorteile des Grundmaterials mit maßgeschneiderten Eigenschaften vereinen, machen sie es zu einem der vielseitigsten Werkstoffe der modernen Metallurgie, insbesondere im Leichtbau.</p>
<p style="text-align: justify;">Basierend auf der Art der späteren Verarbeitung werden Aluminiumlegierungen in der Werkstoffkunde in zwei Hauptgruppen unterteilt: Aluminiumknetlegierungen und Aluminiumgusslegierungen. Beide unterscheiden sich nicht nur in ihrer Herstellung, sondern auch bezüglich ihrer Zusammensetzung, ihrer mechanischen Eigenschaften und ihrer typischen Anwendungen.</p>
<figure id="attachment_10111" aria-describedby="caption-attachment-10111" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10111 size-full" title="Aluminiumlegierungen verbinden Leichtigkeit mit hoher Festigkeit und vielfältigen Anwendungen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen.jpg" alt="Aluminiumlegierungen verbinden Leichtigkeit mit hoher Festigkeit und vielfältigen Anwendungen" width="1200" height="798" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen-1024x681.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10111" class="wp-caption-text">© Dmitriy K &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Aluminiumknetlegierungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Um Knetlegierungen herzustellen, wird Reinaluminium mit Legierungselementen wie Magnesium, Mangan, Kupfer, Silizium oder Zink eingeschmolzen. Dabei werden die Legierungszusätze gezielt dosiert, um die <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/">Umformbarkeit und die Festigkeit zu beeinflussen</a>. Die Schmelze wird zu Halbzeugen wie Walzbarren oder Pressbolzen gegossen. Eine Wärmebehandlung dient der Gefügeangleichung und dem Spannungsabbau. Die Mikrostruktur dieser Legierungen wird so eingestellt, dass sie sich durch Umformen weiter verbessern lässt, etwa durch Ausscheidungshärtung oder Rekristallisation.</p>
<p style="text-align: justify;">Aluminiumknetlegierungen eignen sich zur Bearbeitung durch Schmieden, Walzen, Rundkneten, Pressen, Biegen und andere Umformprozesse. Sie zeichnen sich durch gute mechanische Eigenschaften und eine hohe Festigkeit und Härte aus, behalten jedoch die geringe Dichte von Aluminium bei. Dadurch sind sie ideal für Anwendungen im Leichtbau.</p>
<figure id="attachment_10121" aria-describedby="caption-attachment-10121" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-bleche/"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10121 size-full" title="Kluthe Blechumformung – HAKUFORM, HAKUFLUID" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2.jpg" alt="Kluthe Blechumformung – HAKUFORM, HAKUFLUID" width="1200" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10121" class="wp-caption-text">© phonlamaiphoto &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Aluminiumgusslegierungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Um Aluminiumgusslegierungen zu erzeugen, wird Aluminium mit höheren Anteilen von Silizium, Kupfer, Magnesium oder Zink legiert. Oft enthalten diese Aluminiumwerkstoffe bis zu 25 Prozent Silizium. Die Mengen der Legierungszusätze sind optimiert für Fließverhalten, Erstarrung und Maßhaltigkeit. Das geschmolzene Material wird in Kokillen-, Sand- oder Druckgussformen gegossen. Nach dem Erkalten liegen die Bauteile direkt in der gewünschten Form vor. Diese Aluminiumlegierungen werden so eingestellt, dass sie beim Erstarren feine, dichte Gefüge bilden, zum Beispiel durch eutektische Zusammensetzungen wie bei AlSi12.</p>
<p style="text-align: justify;">Gusslegierungen finden vor allem dort Verwendung, wo komplexe Geometrien gefragt sind, beispielsweise bei Strukturteilen oder Motorgehäusen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Einfluss der Legierungselemente auf die Werkstoffeigenschaften von Aluminiumlegierungen</h2>
<p style="text-align: justify;">In der Werkstoffkunde zeigt sich, dass Zugabe unterschiedlicher Elemente einen großen Einfluss auf die Aluminium-Eigenschaften hat. Hier die wichtigsten Legierungselemente im Überblick:</p>
<h3>Magnesium (Mg)</h3>
<p style="text-align: justify;">Durch Beigabe dieses Alkalimetalls erhöhen sich die Festigkeitswerte des Aluminiums deutlich. Außerdem zeichnen sich AlMg-Legierungen durch eine höhere Korrosionsbeständigkeit gegenüber Seewasser und Alkalien sowie durch eine gute Wärmeleitfähigkeit aus.</p>
<figure id="attachment_10124" aria-describedby="caption-attachment-10124" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10124 size-full" title="AlMg-Legierungen sind korrosionsbeständig und daher ideal für Bootsrümpfe im Seewasser" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug.jpg" alt="Boot-Bug" width="1200" height="675" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug-300x169.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug-1024x576.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10124" class="wp-caption-text">© Arda ALTAY &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h4>Kupfer (Cu)</h4>
<p style="text-align: justify;">Kupfer senkt die Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion, erhöht aber die Festigkeit und Härte um ein Vielfaches. Überdies macht dieses Element Aluminiumlegierungen gut zerspanbar.</p>
<h3>Mangan (Mn)</h3>
<p style="text-align: justify;">Aluminiumwerkstoffe mit Mangan sind besonders dehn- und zugfest. Zusätzlich erhöht dieses Element die Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion.</p>
<h3>Silizium (Si)</h3>
<p style="text-align: justify;">Silizium wirkt sich positiv auf die Korrosionsbeständigkeit von Aluminiumlegierungen aus. In Verbindung mit Mg verbessert es die Wärmebehandelbarkeit. Da Silizium den Schmelzpunkt senkt, wird eine bessere Schweißbarkeit erzielt.</p>
<h3>Zink (Zn)</h3>
<p style="text-align: justify;">Zusammen mit Mg lässt Zink eine wärmebehandelbare Legierung entstehen. Obendrein verleiht es dem Aluminium Eigenschaften wie eine höhere Härte und Festigkeit, senkt jedoch die Korrosionsresistenz.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Einsatzgebiete der wichtigsten Aluminiumlegierungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Je nach Zusammensetzung und genauen Werkstoffeigenschaften eignen sich die verschiedenen Aluminiumlegierungen bzw. daraus gefertigte Produkte für unterschiedlichste Anwendungsfelder.</p>
<h3>AlMg</h3>
<p>AlMg-Legierungen gehören zu den wichtigsten Konstruktionswerkstoffen in der Metallurgie. Ein Großteil wird zu Walzprodukten, Rohren, Stangen, Drähten sowie Gesenk- und Freiformschmiedeteilen verarbeitet. Da AlMg gut korrosionsbeständig und bei tiefen Temperaturen hochfest ist, findet es Verwendung im Schiffbau, im Apparate- und Rohrleitungsbau für die chemische Industrie, in der Kältetechnik und in der Automobilindustrie. Durch seine gute Schweißbarkeit ist es außerdem prädestiniert für den Einsatz im Flugzeugbau, wobei die Aluminium-Eigenschaften in diesem Bereich durch zusätzliche Zugaben von Scandium und Zirkon verbessert werden.</p>
<figure id="attachment_10115" aria-describedby="caption-attachment-10115" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10115 size-full" title="AlMg-Legierungen sind korrosionsbeständig, hochfest bei Kälte und unverzichtbar im Fahrzeug- und Flugzeugbau" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage.jpg" alt="Auto-Montage" width="1200" height="801" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage-1024x684.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10115" class="wp-caption-text">© dizfoto1973 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>AlCu</h3>
<p style="text-align: justify;">Hauptanwendungsgebiete von AlCu-Legierungen sind der Flugzeugbau und die Raumfahrt, wo es vor allem auf ein geringes Gewicht und weniger auf Korrosionsbeständigkeit ankommt. Weitere Einsatzfelder sind der Fahrzeugbau, der Maschinenbau und der Brückenbau.</p>
<h3>AlMn</h3>
<p data-start="1140" data-end="1588">AlMn-Legierungen werden in Anwendungen mit geringen Festigkeitsanforderungen eingesetzt. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Korrosion eignen sie sich für chemische und lebensmittelnahe Umgebungen. Wegen ihrer besonderen Eigenschaften werden AlMn-Legierungen nicht den Konstruktions-, sondern den Funktionswerkstoffen zugerechnet. Typische Anwendungen sind Getränkedosen, Rollläden, Rolltore, Druckbehälter und Wärmetauscher.</p>
<h3>AlSi</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der überwiegenden Zahl dieser Legierungen handelt es sich um Gusslegierungen. Eutektische AlSi-Legierungen werden zu Zylinderköpfen, Zylinderblöcken, Maschinenteilen, Flügelrädern und Rippenkörpern gegossen. Siliciumreiche Aluminiumlegierungen kommen wegen Eigenschaften wie geringer Wärmedehnung, hoher Festigkeit und Verschleißfestigkeit für Motorenteile zum Einsatz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10127 size-full" title="AlSi-Gusslegierungen werden in Motoren wegen geringer Wärmedehnung und hoher Verschleißfestigkeit eingesetzt." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder.jpg" alt="Motor-Zylinder" width="1200" height="867" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder-300x217.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder-1024x740.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder-768x555.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h2>Besonderheiten der Legierungen in der Aluminiumverarbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Da durch das Hinzufügen von Legierungselementen zu reinem Aluminium Eigenschaften wie das Wärmebehandlungsverhalten, die Warm- und <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-kaltmassivumformung/">Kaltumformbarkeit</a> sowie die Schweiß- und Zerspanungseigenschaften beeinflusst werden, spielt die gezielte Auswahl der Legierung eine zentrale Rolle in der Aluminiumverarbeitung.</p>
<h3>Zerspanbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Zerspanbarkeit von AlMg ist gut bis befriedigend, kann jedoch durch hohe Festigkeitswerte und Kaltverfestigung begrenzt sein. AlCu-Legierungen gelten als mäßig zerspanbar, da sie oft hart sind und einen höheren Werkzeugverschleiß verursachen können. Ausgezeichnete Zerspanbarkeit bieten AlSi-Legierungen, vor allem bei höherem Siliziumanteil. Allerdings können die harten Si-Partikel den Werkzeugverschleiß erhöhen. AlMn-Legierungen sind in der Regel gut zerspanbar.</p>
<h3>Umformbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Legierungen mit Magnesium sind zäh und duktil. Daher eignen sie sich ideal zum Tiefziehen, Biegen oder Walzen. AlMn-Legierungen sind ebenfalls gut bis sehr gut umformbar. Bei AlSi-Legierungen handelt es sich mehrheitlich um Gusslegierungen mit mäßiger bis geringer Umformbarkeit. Auch AlCu-Legierungen sind eher begrenzt plastisch verformbar, insbesondere in gehärtetem Zustand.</p>
<figure id="attachment_10164" aria-describedby="caption-attachment-10164" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-rohre-und-profile/"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10164 size-full" title="Aluminiumrohre aus speziellen Legierungen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren.jpg" alt="Aluminiumröhren" width="1000" height="614" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren-300x184.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren-768x472.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10164" class="wp-caption-text">© SHD &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Schweißbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">AlMg-Legierungen sind gut schweißbar, vor allem im MIG- und WIG-Verfahren. Auch AlMn-Legierungen weisen gute Schweißeigenschaften auf. Sehr gut schweißgeeignet sind AlSi-Legierungen, die oft als Schweißzusatz zum Fügen artverschiedener Aluminiumlegierungen genutzt werden. Deutlich schlechter schweißverträglich sind AlCu-Legierungen, da sie zu Heißrissen neigen und nach dem Schweißen oft eine zusätzliche Wärmebehandlung erfordern.</p>
<h3>Wärmebehandelbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">AlMg ist nicht durch Wärmebehandlung aushärtbar, da es keine ausscheidungshärtenden Phasen gibt. Gleiches gilt für AlMn-Legierungen. Gusslegierungen auf AlSi-Basis sind nur eingeschränkt thermisch härtbar. Durch den Zusatz von Mg oder Cu lässt sich ihre Wärmebehandelbarkeit verbessern. Sehr gut wärmebehandelbar ist AlCu, das zu den wichtigsten aushärtbaren Legierungen zählt.</p>
<figure id="attachment_10132" aria-describedby="caption-attachment-10132" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10132 size-full" title="Durch Wärmebehandlung lassen sich vor allem AlCu-Legierungen aushärten und ihre Festigkeit steigern" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall.jpg" alt="Durch Wärmebehandlung lassen sich vor allem AlCu-Legierungen aushärten und ihre Festigkeit steigern" width="1200" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10132" class="wp-caption-text">© Igor Nikushin &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Oberflächenbehandelbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenbehandelbarkeit</a> von Aluminiumlegierungen beeinflusst maßgeblich ihr Erscheinungsbild und ihre Korrosionsbeständigkeit. AlMg ist sehr gut eloxierbar, wobei gleichmäßige Schichten erzeugt werden. Beim Eloxieren von AlCu ergeben sich eine ungleichmäßige Farberscheinung und eine geringe Schutzwirkung, weshalb häufig lacktechnische oder galvanische Beschichtungsverfahren zur Anwendung kommen. Bei AlSi-Legierungen mit hohem Si-Anteil liefert das Eloxieren schlechte Ergebnisse. Mit entsprechenden Vorbehandlungen sind sie jedoch gut lackierbar. AlMn eignet sich gut für Eloxalverfahren mit dekorativer Wirkung, bietet aber auch eine gute Lackierbarkeit und Pulverbeschichtbarkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/grosser-ueberblick-zu-aluminiumlegierungen/">Großer Überblick zu Aluminiumlegierungen &#8211; Übersicht und Eigenschaften</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
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