<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Metalworking &amp; Cleaning - Kluthe Magazin</title>
	<atom:link href="https://kluthe.com/magazin/metalworking-cleaning/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kluthe.com/magazin/metalworking-cleaning/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 09:03:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.6.5</generator>
	<item>
		<title>Kunststoffrecycling in der Chemie</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/kunststoffrecycling-in-der-chemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 10:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[chemisch]]></category>
		<category><![CDATA[GTL-Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Kunststoff]]></category>
		<category><![CDATA[Kunststoffabfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Kunststoffrecycling]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling]]></category>
		<category><![CDATA[Recyclingverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=5298</guid>

					<description><![CDATA[<p>« Welche Verfahren kommen zur Anwendung? » Kunststoffe sind als Verpackungsmaterial, Isolierungen, Werkstoff für unterschiedlichste Maschinen und Geräte sowie als Beschichtungsstoff weit verbreitet. Leider breiten sie sich auch immer mehr in der Umwelt aus. Abhilfe kann das Recycling von Kunststoff schaffen. Allerdings ist nicht alles, was an Kunststoffrecycling in der Chemie möglich ist, auch umweltfreundlich. &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/kunststoffrecycling-in-der-chemie/">Kunststoffrecycling in der Chemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Welche Verfahren kommen zur Anwendung? »</h2>
<p style="text-align: justify;">Kunststoffe sind als Verpackungsmaterial, Isolierungen, Werkstoff für unterschiedlichste Maschinen und Geräte sowie als Beschichtungsstoff weit verbreitet. Leider breiten sie sich auch immer mehr in der Umwelt aus. Abhilfe kann das Recycling von Kunststoff schaffen. Allerdings ist nicht alles, was an Kunststoffrecycling in der Chemie möglich ist, auch umweltfreundlich. Die Möglichkeiten der Kunststoffverwertung reichen von der werkstofflichen Wiederverwendung über die rohstoffliche Aufbereitung bis hin zur energetischen Nutzung. Hier erhalten Sie einen Überblick über chemische Verfahren, mit denen sich Kunststoffabfälle verwerten lassen.</p>
<h2>Beschaffenheit der Kunststoffabfälle und Grad der Vermischung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Auswahl von Recyclingverfahren im Rahmen des Kunststoffrecyclings hängt von der Beschaffenheit der Materialien und vom Grad der Vermischung der unterschiedlichen Wertstoffe ab. Bei der Beschaffenheit unterscheiden sich Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere voneinander. Thermoplaste (z. B. PVC, Polyethylen, Polypropylen) werden beim Erhitzen weich. So lassen sie sich leicht in eine neue Form pressen und nach dem Erkalten wiederverwenden.</p>
<div class="box note  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Duroplaste (z. B. Phenolharze, Epoxidharze, Vinylesterharze) sind hitzebeständig. Bei sehr starker Erwärmung kommt es zur thermischen Zersetzung und, wenn Sauerstoff vorhanden ist, zur Verbrennung.
			</div></div>
<p style="text-align: justify;">Um sie zu recyceln, können die chemischen Verbindungen in den Makromolekülen aufgelöst werden (Solvolyse). Elastomere verhalten sich wie Gummi. Auch sie zersetzen sich bei hohen Temperaturen. Eine Verwertung ist außerdem nach dem Zerkleinern beispielsweise als Füllstoff in Bitumen möglich.</p>
<figure id="attachment_5318" aria-describedby="caption-attachment-5318" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5318 size-full" title="Bitumen wird mit einem Spachtel aufgetragen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel.jpg" alt="bitumen-spachtel" width="900" height="694" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel-300x231.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/bitumen-spachtel-768x592.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-5318" class="wp-caption-text">© Vladimir Bikhovskiy – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der Grad der Vermischung entscheidet über zusätzliche Arbeitsschritte beim Kunststoffrecycling. Am leichtesten lassen sich sortenreine Kunststoffabfälle verwerten. Sind unterschiedliche Kunststoffarten miteinander vermischt, mit anderen Werkstoffen verbunden oder verschmutzt, ist die Wiederverwertung meist nur nach aufwändigen Trenn- und Sortierprozessen möglich. Das trifft vor allem auf gesammelte Verpackungsabfälle, Verbundwerkstoffe und beschichtete Bauteile zu. Die Oberflächentechnik verbessert die Gebrauchseigenschaften von Kunststoffteilen häufig durch Beschichtungen, die das Recycling von Kunststoff stören und deshalb zuvor entfernt werden müssen.</p>
<h2>Möglichkeiten der Kunststoffverwertung im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Für die Verwertung von Kunststoffen stehen für eine <a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/">nachhaltige Chemie</a> werkstoffliche, rohstoffliche und energetische Verfahren zur Verfügung. Beim werkstofflichen Recycling bleibt das Material erhalten. Die Wertstoffe werden durch trocken- und nasschemische oder lösemittelbasierte Aufbereitung auf einen erneuten Einsatz vorbereitet. Die genutzten Prozesse sind vorwiegend mechanisch-physikalischer Natur. Die Chemie kommt bei der rohstofflichen Kunststoffverwertung zum Einsatz. Ziel ist die Umwandlung von Kunststoff in einen Rohstoff, der zu den gleichen oder neuen Materialien weiterverarbeitet werden kann. Die energetische Verwertung gehört nicht zum Kunststoffrecycling in der Chemie, weil die Stoffe zur Energiegewinnung verbrannt werden. Dennoch bildet sie eine der Möglichkeiten der Kunststoffverwertung, wenn weder werkstoffliches noch rohstoffliches Recycling wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Welche dieser Möglichkeiten der Kunststoffverwertung im Einzelfall zum Tragen kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: der Kunststoffart, dem Reinheitsgrad des Materials, der verfügbaren Menge und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Ziel einer <a href="https://kluthe.com/magazin/kreislaufwirtschaft-in-der-chemie/">funktionierenden Kreislaufwirtschaft</a> ist es, möglichst viele Kunststoffe auf der höchsten Verwertungsstufe zu halten und den Anteil der energetischen Nutzung zu minimieren.</p>
<h2><a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/entlackung/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-5300" title="Heißentlackung &amp; Kaltentlackung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg" alt="entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie" width="358" height="450" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg 636w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/entlackung-kunststoffrecycling-in-der-chemie-239x300.jpg 239w" sizes="(max-width: 358px) 100vw, 358px" /></a>Chemische Kunststoffrecycling-Verfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Zum chemischen Kunststoffrecycling zählen die Verölung, die Solvolyse, die Vergasung und die Pyrolyse. Diesen Prozessen geht häufig eine Vorbehandlung voraus, bei der störende Stoffe von den Kunststoffen getrennt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiele dafür sind die Trennung von Verbundmaterialien (Getränkekartons, beschichtete Folien) und das Entschichten von Kunststoffoberflächen. Für die <a href="https://kluthe.com/produkte/metall-und-kunststofflackierung/entlackung/">Entlackung</a> gibt es nachhaltige Produkte. Die bei diesen Vorbereitungsschritten anfallenden Reststoffe lassen sich ihrerseits durch geeignete Verfahren der <a href="https://kluthe.com/magazin/verfahren-der-wertstoffaufbereitung/">Wertstoffaufbereitung</a> zurückgewinnen, sodass auch die Vorstufen des Kunststoffrecyclings zur Ressourcenschonung beitragen.</p>
<h3>Verölung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei diesem Recyclingverfahren wandeln sich Kunststoffe durch thermische oder katalytische Reaktionen in ölige Flüssigkeiten um. Das setzt voraus, dass die Kunststoffabfälle möglichst sortenrein getrennt sind. Der Prozess läuft in einem Rührkesselbehälter bei Temperaturen bis 400 °C ab. Bei diesen Temperaturen verflüssigen sich die Kunststoffabfälle.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem entstehen gasförmige Nebenprodukte und wachsartige Rückstände, die von der Flüssigkeit abgetrennt werden. Nach der Verflüssigung wird das Ölgemisch gereinigt und destilliert. Für die anschließende Trennung der einzelnen Ölfraktionen kommt häufig die <a href="https://kluthe.com/magazin/was-bedeutet-fraktionierung-in-der-chemie/">Fraktionierung</a> zum Einsatz. Das gewonnene Öl kann als Dieselkraftstoff eingesetzt oder als Grundstoff in der Chemie weiterverarbeitet werden.</p>
<h3>Solvolyse</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Solvolyse ist ein chemisches Verfahren, bei dem spezielle Lösungsmittel die chemischen Bindungen der Polymerketten, aus denen die Kunststoffe bestehen, zerstören. Je nach eingesetztem Material wird der Vorgang durch erhöhte Temperaturen unterstützt.</p>
<div class="box info  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Die Solvolyse wird vor allem für das Recycling von Duroplasten eingesetzt. Zurück bleiben die Grundbausteine des Kunststoffs, die vom Lösungsmittel getrennt werden müssen.
			</div></div>
<p style="text-align: justify;">Das Lösungsmittel wird in der Regel im Kreislauf geführt. Aus den Grundbausteinen lassen sich je nach eingesetztem Abfallstoff wertvolle Grundstoffe zurückgewinnen.</p>
<h3>Vergasung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Vergasung von Kunststoff erfolgt bei Temperaturen bis zu 1.600 °C und bis zu 150 bar unter geringfügiger Sauerstoffzufuhr. Der Sauerstoff reicht für die Verbrennung des Gases nicht aus, er dient lediglich als Reaktionspartner für den Kohlenstoff. Es entsteht ein Gemisch aus Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff, das vor der Weiterverarbeitung von Nebenprodukten getrennt werden muss. Aus diesem Synthesegas kann die Chemie Grundstoffe für unterschiedliche Produkte herstellen. Ein Endprodukt ist beispielsweise <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-gtl-oele/">GTL-Öl</a>, das in vielen Erzeugnissen für die Oberflächentechnik eingesetzt wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/hFg8FhGfh3s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Pyrolyse</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Pyrolyse ist ein Verfahren zur rohstofflichen Verwertung von Kunststoffen, bei dem sich die Abfälle unter komplettem Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 150 und 700 °C thermisch zersetzen. Das älteste Beispiel für diesen Prozess ist die Holzkohlegewinnung in Kohlenmeilern. Bei der Pyrolyse entstehen feste, flüssige und gasförmige Produkte, die zu chemischen Grundstoffen weiterverarbeitet werden.</p>
<h2>Kunststoffrecycling und Oberflächentechnik</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Verwertung von Kunststoffen steht in engem Zusammenhang mit der Oberflächentechnik. Viele Kunststoffbauteile &#8212; etwa Stoßfänger, Gehäuse oder Verkleidungen &#8212; tragen Lackierungen oder funktionale Beschichtungen, die vor dem Recycling entfernt werden müssen. Ohne eine sorgfältige Entschichtung gelangen Fremdstoffpartikel in das Rezyklat und mindern dessen Qualität erheblich. Gerade im Automobilbereich, wo große Mengen gleichartiger Kunststoffteile anfallen, ist die fachgerechte Vorbehandlung durch Entlackung eine Voraussetzung für hochwertiges Kunststoffrecycling.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig profitiert die Oberflächentechnik selbst von den Fortschritten bei der Verwertung von Kunststoffen in der Chemie. Aus der Vergasung gewonnenes Synthesegas dient als Ausgangsstoff für GTL-Öle, die wiederum in Kühlschmierstoffen und anderen Prozessmedien zum Einsatz kommen. Und die bei der Lackierung anfallenden Lackkoagulate, die Kunststoffbestandteile enthalten, lassen sich über spezialisierte Aufbereitungsverfahren wie das <a href="https://kluthe.com/magazin/moderne-loesemittel-rueckgewinnung/">Resolve-T-Verfahren</a> in verwertbare Rohstoffe umwandeln. So greifen Kunststoffrecycling und Oberflächentechnik an mehreren Stellen ineinander.</p>
<h2>Vergleich der Recyclingverfahren</h2>
<p style="text-align: justify;">Das chemische Kunststoffrecycling ist mit einem hohen Aufwand an Energie und vorbereitenden sowie nachfolgenden Prozessschritten verbunden, bei denen zusätzliche Hilfsstoffe benötigt werden. Der Wiederverwertung durch stoffliches Recycling gebührt deshalb der Vorrang. Die Wertstoffe werden dabei ohne chemische Veränderungen erneut eingesetzt. Ist dies nicht möglich, erweist sich die <a href="https://kluthe.com/magazin/thermische-verwertung/">energetische Verwertung</a> oft als nachhaltiger. Unter bestimmten Bedingungen sind chemische Recyclingverfahren dennoch vorteilhaft. Sie erlauben das Ausschleusen von Schadstoffen aus dem Stoffkreislauf und können der Chemieindustrie wertvolle Rohstoffe liefern.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5311 size-full" title="Nachhaltigkeit ist ein grundlegender Bestandteil unseres Geschäftsmodells" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg" alt="nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie" width="900" height="600" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/06/nachhaltigkeit-kunststoffrecycling-in-der-chemie-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Letzteres ist besonders dann der Fall, wenn größere Mengen homogener Kunststoffabfälle aus einem oder ähnlich beschaffenen Materialien verfügbar sind. Die Forschung arbeitet intensiv an der Verbesserung der Verfahren zum Kunststoffrecycling. Dadurch wird diese Form der Kunststoffverwertung in Zukunft langsam immer mehr Raum gewinnen. Langfristig werden sich die verschiedenen Möglichkeiten der Kunststoffverwertung ergänzen: werkstoffliches Recycling für sortenreine Ströme, chemisches Recycling für verunreinigte oder vermischte Abfälle und energetische Nutzung als letzte Option. Entscheidend ist, dass jede Stufe der Verwertung von Kunststoffen so effizient wie möglich gestaltet wird, um den Einsatz fossiler Primärrohstoffe zu reduzieren und die Umweltbelastung zu minimieren.</p>
[1] <a href="https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/7605/file/7605_Kunststoffrecycling.pdf">https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/7605/file/7605_Kunststoffrecycling.pdf</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/kunststoffrecycling-in-der-chemie/">Kunststoffrecycling in der Chemie</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>CNC-Maschinen erklärt: Ein umfassender Überblick</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/cnc-maschinen-erklaert-ein-umfassender-ueberblick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Dankworth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 14:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10978</guid>

					<description><![CDATA[<p>CNC-Bearbeitung (Computer Numerical Control) ist eine moderne Fertigungstechnologie, die die industrielle Produktion nachhaltig geprägt hat. Sie steht für höchste Präzision, Wiederholgenauigkeit und Effizienz und ermöglicht die zuverlässige Herstellung komplexer Bauteile in zahlreichen Branchen. Dieser Überblick erläutert die Grundlagen der CNC-Bearbeitung, stellt gängige Maschinentypen vor, beschreibt zentrale Vorteile und zeigt typische Anwendungsfelder auf. Was ist CNC-Bearbeitung? &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/cnc-maschinen-erklaert-ein-umfassender-ueberblick/">CNC-Maschinen erklärt: Ein umfassender Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>CNC-Bearbeitung (Computer Numerical Control) ist eine moderne Fertigungstechnologie, die die industrielle Produktion nachhaltig geprägt hat. Sie steht für höchste Präzision, Wiederholgenauigkeit und Effizienz und ermöglicht die zuverlässige Herstellung komplexer Bauteile in zahlreichen Branchen. Dieser Überblick erläutert die Grundlagen der CNC-Bearbeitung, stellt gängige Maschinentypen vor, beschreibt zentrale Vorteile und zeigt typische Anwendungsfelder auf.</strong></p>
<h2>Was ist CNC-Bearbeitung?</h2>
<p style="text-align: justify;">Unter CNC-Bearbeitung versteht man die automatisierte Steuerung von Werkzeugmaschinen mithilfe computerbasierter Programme. Im Gegensatz zur konventionellen, manuell gesteuerten Bearbeitung führen die Anlagen vordefinierte Programme aus, die die Bewegungen von Werkzeug und Werkstück mit höchster Genauigkeit koordinieren. Zum Einsatz kommen dabei unterschiedliche Verfahren wie Fräsen, Drehen, Bohren oder Schleifen, die präzise und reproduzierbare Ergebnisse ermöglichen. In der industriellen Praxis bedeutet das vor allem, komplexe Geometrien wiederholgenau und wirtschaftlich herzustellen – unabhängig davon, ob es sich um Einzelteile oder große Serien handelt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10981 size-full" title="Unter CNC-Bearbeitung versteht man die automatisierte Steuerung von Werkzeugmaschinen mithilfe computerbasierter Programme." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/CNC-Maschine-beim-Fraesen.jpg" alt="Nahaufnahme Bearbeitungszentrum CNC Fräse" width="534" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/CNC-Maschine-beim-Fraesen.jpg 534w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/03/CNC-Maschine-beim-Fraesen-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></p>
<h2>Zentrale Prozessschritte der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Bearbeitungsprozess folgt in der Regel einer klar definierten Abfolge. Zunächst wird das Bauteil mithilfe von CAD-Software (Computer-Aided Design) digital entworfen. Das Modell enthält alle relevanten Maße, Toleranzen und technischen Anforderungen. Auf dieser Basis erstellt CAM-Software (Computer-Aided Manufacturing) ein Bearbeitungsprogramm, das die Maschinenbewegungen exakt definiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend wird die Maschine eingerichtet: Geeignete Werkzeuge werden eingesetzt und das Rohmaterial sicher gespannt. Die Anlage führt daraufhin die programmierten Arbeitsschritte aus und formt das Werkstück mit hoher Präzision. Nach der Bearbeitung folgen Prüfung und gegebenenfalls zusätzliche Nachbearbeitungs- oder Oberflächenveredelungsschritte.</p>
<ol>
<li><strong>Bauteilkonstruktion</strong><br />
Zunächst wird das Bauteil mithilfe von CAD-Software (Computer-Aided Design) digital entworfen. Das Modell enthält alle relevanten Maße, Toleranzen und technischen Anforderungen.</li>
<li><strong>Programmierung</strong><br />
Auf Basis der Konstruktion wird mithilfe von CAM-Software (Computer-Aided Manufacturing) ein CNC-Programm erstellt, das die Maschinenbewegungen definiert.</li>
<li><strong>Maschineneinrichtung</strong><br />
Die CNC-Maschine wird vorbereitet, indem geeignete Werkzeuge eingesetzt und das Rohmaterial sicher gespannt wird.</li>
<li><strong>Bearbeitung</strong><br />
Die Maschine führt die programmierten Arbeitsschritte aus und formt das Werkstück mit hoher Präzision.</li>
<li><strong>Prüfung und Nachbearbeitung</strong><br />
Nach der Bearbeitung wird das Bauteil geprüft. Gegebenenfalls folgen zusätzliche Nachbearbeitungs- oder Oberflächenveredelungsschritte.</li>
</ol>
<h2>Typen von CNC-Maschinen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bearbeitungszentren sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und auf verschiedene Fertigungsaufgaben spezialisiert. Die zwei wichtigsten Grundprinzipien sind Fräsen und Drehen, die sich in der Art der Werkzeug- und Werkstückbewegung grundlegend unterscheiden.</p>
<h3>CNC-Fräsmaschinen</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim CNC-Fräsen entfernen rotierende Werkzeuge Material vom feststehenden Werkstück. Das Fräsen von Metall zählt zu den meistgenutzten Verfahren in der industriellen Fertigung – ob Stahl, Edelstahl oder Aluminium, CNC-Fräsmaschinen bearbeiten nahezu jeden metallischen Werkstoff präzise und wirtschaftlich. Gerade beim Fräsen von Edelstahl sind hohe Anforderungen an Werkzeug und Prozessführung zu beachten, da der Werkstoff zur Kaltverfestigung neigt und eine präzise Kühlung erfordert. Das Fräsen von Aluminium hingegen erlaubt deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten und ist besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie weit verbreitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein zentrales Merkmal moderner Fräsmaschinen ist die Fähigkeit zum 3D-Fräsen. Beim 3D-Fräsen werden Werkstücke nicht nur in zwei, sondern in drei oder mehr Raumachsen gleichzeitig bearbeitet. Das ermöglicht die Herstellung von Freiformflächen, Hinterschneidungen und komplexen Oberflächenstrukturen, die mit konventionellen Verfahren nicht realisierbar wären. 3D-Fräsen findet überall dort Anwendung, wo geometrische Komplexität auf höchste Maßgenauigkeit trifft – etwa in der Werkzeug- und Formenbauindustrie, in der Medizintechnik oder im Prototypenbau.</p>
<h3>Vertikale Bearbeitungszentren (VMC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Vertikale Bearbeitungszentren arbeiten mit vertikal angeordneter Spindel und sind in 3-, 4- und 5-Achs-Ausführungen verfügbar. Besonders das 5-achsige CNC-Fräsen hat sich als Schlüsseltechnologie für anspruchsvolle Bauteile etabliert. Beim 5-achsigen CNC-Fräsen kann das Werkzeug das Werkstück aus nahezu jeder Raumrichtung anfahren, was komplexe Bearbeitungen in einer einzigen Aufspannung ermöglicht. Das reduziert Rüstzeiten, verbessert die Maßhaltigkeit und senkt die Fertigungskosten deutlich. Typische Einsatzfelder des 5-achsigen CNC-Fräsens sind Turbinenkomponenten, Implantate und Werkzeugformen mit anspruchsvollen Geometrien.</p>
<figure id="attachment_10673" aria-describedby="caption-attachment-10673" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10673 size-full" title="Vertikale Bearbeitungszentren arbeiten mit vertikal angeordneter Spindel und sind in 3-, 4- und 5-Achs-Ausführungen verfügbar." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kuehlschmierstoff" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10673" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Horizontale Bearbeitungszentren (HMC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Horizontale Bearbeitungszentren sind auf hohe Stückzahlen und eine besonders effiziente Serienfertigung ausgelegt. Durch die horizontale Spindelanordnung fallen Späne besser ab, was die Prozesssicherheit bei langen Laufzeiten erhöht.</p>
<h3>Doppelständer-Fräsmaschinen (DCMC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Für große und schwere Werkstücke kommen Doppelständer-Fräsmaschinen zum Einsatz, deren steife Bauweise eine hohe Stabilität und Genauigkeit auch bei der Bearbeitung massiver Bauteile gewährleistet.</p>
<h3>Drehmaschinen</h3>
<p style="text-align: justify;">Beim Drehen rotiert das Werkstück, während ein feststehendes Werkzeug Material abträgt. Dieses Verfahren wird vor allem für rotationssymmetrische Bauteile wie Wellen, Buchsen oder Ringe eingesetzt und zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit und Wiederholgenauigkeit aus.</p>
<h2>Die Bedeutung von Kühlschmierstoffen in der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben Maschinen, Werkzeugen und Software spielen hochwertige <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoffe</a> eine entscheidende Rolle für Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Bearbeitung. Sie beeinflussen unmittelbar Werkzeugstandzeiten, Oberflächengüten, Prozessstabilität und Gesamtkosten und sind damit weit mehr als reine Verbrauchsmaterialien – sie sind strategische Prozessfaktoren.</p>
<h3>Wassermischbare Kühlschmierstoffe</h3>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-vollsynthetisch/">Wassermischbare Kühlschmierstoffe</a> werden in vielen Anwendungen eingesetzt, da sie eine hervorragende Kühlleistung bieten. Durch die effektive Wärmeabfuhr tragen sie zur Maßhaltigkeit der Bauteile bei und reduzieren thermische Belastungen von Werkzeugen und Maschinen. Darüber hinaus übernehmen sie wichtige Funktionen wie Schmierung, Spülung der Späne sowie Korrosionsschutz. Hochwertige Formulierungen ermöglichen längere Werkzeugstandzeiten, höhere Schnittgeschwindigkeiten, verbesserte Oberflächenqualität und geringere Ausschussquoten. Ihre Stabilität und lange Einsatzdauer senken zudem Wartungsaufwand und Betriebskosten.</p>
<figure id="attachment_3119" aria-describedby="caption-attachment-3119" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3119 size-full" title="Wassermischbare Kühlschmierstoffe werden in vielen Anwendungen eingesetzt, da sie eine hervorragende Kühlleistung bieten." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC.jpg" alt="SNC Bohrmaschine - Anlagenstillstand" width="850" height="549" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC-300x194.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2022/12/Kühlschmierstoff-CNC-768x496.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-3119" class="wp-caption-text">© Kadmy &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<ul>
<li>längere Werkzeugstandzeiten</li>
<li>höhere Schnittgeschwindigkeiten</li>
<li>verbesserte Oberflächenqualität</li>
<li>geringere Ausschussquoten</li>
</ul>
<h3>Nichtwassermischbare Metallbearbeitungsöle</h3>
<p style="text-align: justify;">Nichtwassermischbare Metallbearbeitungsöle kommen insbesondere bei anspruchsvollen Bearbeitungsprozessen zum Einsatz, bei denen die Schmierleistung im Vordergrund steht. Sie reduzieren Reibung an der Schneide deutlich und sind ideal für schwierige Werkstoffe oder Prozesse wie Tieflochbohren, Gewindeschneiden oder Verzahnen. Leistungsfähige Metallbearbeitungsöle minimieren Werkzeugverschleiß, erhöhen die Prozesssicherheit, sorgen für konstante Oberflächenqualität und tragen durch geringere Reibung zur Energieeinsparung bei.</p>
<p>Leistungsfähige Metallbearbeitungsöle:</p>
<ul>
<li>minimieren Werkzeugverschleiß</li>
<li>erhöhen die Prozesssicherheit</li>
<li>sorgen für konstante Oberflächenqualität</li>
<li>tragen durch geringere Reibung zur Energieeinsparung bei</li>
</ul>
<p>Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Gesamtbetriebskosten.</p>
<h3>Einfluss auf Effizienz und Kosten</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Auswahl und Qualität der eingesetzten Kühlschmierstoffe hat einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Fertigung. Optimierte Produkte verbessern die Maschinenauslastung, reduzieren Werkzeugwechsel, vermeiden Nacharbeit und unterstützen eine stabile Produktionsplanung. Kühlschmierstoffe sind daher keine reinen Verbrauchsmaterialien, sondern strategische Prozessfaktoren für Effizienz, Nachhaltigkeit und Profitabilität.</p>
<figure id="attachment_6282" aria-describedby="caption-attachment-6282" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6282 size-full" title="Die Auswahl und Qualität der eingesetzten Kühlschmierstoffe hat einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Fertigung. Optimierte Produkte verbessern die Maschinenauslastung, reduzieren Werkzeugwechsel, vermeiden Nacharbeit und unterstützen eine stabile Produktionsplanung." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe.jpg" alt="CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/10/CNC-Maschine-Kuehlschmierstoffe-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-6282" class="wp-caption-text">© Pixel_B &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Häufig eingesetzte Werkstoffe in der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Diese Maschinen können eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien bearbeiten. Bei den eisenhaltigen Metallen dominieren Kohlenstoffstahl, Edelstahl und Gusseisen. Kohlenstoffstahl ist robust und vielseitig einsetzbar, Edelstahl überzeugt durch seine Korrosionsbeständigkeit und findet sich häufig in der Medizin- und Lebensmitteltechnik, Gusseisen ist langlebig und stabil, etwa für Motor- oder Maschinenteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Nichteisenmetalle wie Aluminium, Kupfer und Titan ergänzen das Spektrum. Aluminium ist leicht und gut zerspanbar, ideal für Automotive und Aerospace. Kupfer punktet mit sehr guter elektrischer Leitfähigkeit, Titan mit hoher Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Darüber hinaus lassen sich auch Verbundwerkstoffe wie Carbon- oder Glasfaser präzise bearbeiten.</p>
<h3><strong>Eisenhaltige Metalle</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Kohlenstoffstahl</strong> – robust und vielseitig einsetzbar</li>
<li><strong>Edelstahl</strong> – korrosionsbeständig, häufig in der Medizin- und Lebensmitteltechnik</li>
<li><strong>Gusseisen</strong> – langlebig und stabil, z. B. für Motor- oder Maschinenteile</li>
</ul>
<h3><strong>Nichteisenmetalle</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Aluminium</strong> – leicht und gut zerspanbar, ideal für Automotive und Aerospace</li>
<li><strong>Kupfer</strong> – sehr gute elektrische Leitfähigkeit</li>
<li><strong>Titan</strong> – hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit</li>
</ul>
<h3><strong>Kunststoffe</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Polycarbonat</strong> – schlagfest und stabil</li>
<li><strong>Acrylglas</strong> – transparent und gut bearbeitbar</li>
<li><strong>Nylon</strong> – verschleißfest, häufig für Zahnräder</li>
</ul>
<h3><strong>Verbundwerkstoffe</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Carbonfaser</strong> – extrem leicht und belastbar</li>
<li><strong>Glasfaser</strong> – stabil und vielseitig einsetzbar</li>
</ul>
<h2>Vorteile der CNC-Bearbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Verfahren überzeugt durch eine Kombination aus Präzision und Effizienz, die mit manuellen Methoden nicht erreichbar ist. Enge Toleranzen und hohe Reproduzierbarkeit machen es zur ersten Wahl in der Serienfertigung. Automatisierte Prozesse reduzieren Fehlerquoten und ermöglichen eine flexible Verarbeitung unterschiedlichster Materialien und Geometrien. Gerade in anspruchsvollen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik sind diese Eigenschaften unverzichtbar.</p>
<figure id="attachment_9475" aria-describedby="caption-attachment-9475" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9475 size-full" title="Bei der Auswahl einer CNC-Maschine sollten Anwendungsanforderungen, technische Leistungsfähigkeit, Steuerungs- und Softwaretechnologie sowie Service- und Wartungsangebote sorgfältig abgewogen werden" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kühlschmierstoff" width="1200" height="797" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-1024x680.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-768x510.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/04/CNC-Kuehlschmierstoff-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9475" class="wp-caption-text">© industrieblick &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<ul>
<li><strong>Hohe Präzision</strong> und enge Toleranzen</li>
<li><strong>Reproduzierbarkeit</strong> bei Serienfertigung</li>
<li><strong>Hohe Effizienz</strong> durch automatisierte Prozesse</li>
<li><strong>Flexibilität</strong> bei Materialien und Geometrien</li>
<li><strong>Reduzierte Fehlerquoten</strong> durch Automatisierung</li>
</ul>
<h2>Anwendungsbereiche der CNC-Technologie</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Technologie ist heute in nahezu allen fertigungsintensiven Branchen unverzichtbar. In der Luft- und Raumfahrt sowie der Automobilindustrie ermöglicht sie die Herstellung hochpräziser Bauteile mit engen Toleranzen. Die Medizintechnik profitiert von der Reproduzierbarkeit bei Implantaten und Instrumenten. In der Elektronik werden feinste Strukturen gefräst und gebohrt, während im Bau- und Schwermaschinenbau große und robuste Komponenten gefertigt werden.</p>
<h2>Die richtige CNC-Maschine auswählen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei der Auswahl einer CNC-Maschine sollten Anwendungsanforderungen, technische Leistungsfähigkeit, Steuerungs- und Softwaretechnologie sowie Service- und Wartungsangebote sorgfältig abgewogen werden. Entscheidend ist letztlich das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Kontext der eigenen Fertigung. Eine fundierte Entscheidung berücksichtigt dabei nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch laufende Betriebskosten – einschließlich der eingesetzten Prozessmedien wie <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoffe</a>, die maßgeblich über Effizienz und Wirtschaftlichkeit der gesamten Produktion mitentscheiden.</p>
<p>Bei der Auswahl sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:</p>
<ol>
<li><strong>Anwendungsanforderungen</strong></li>
<li><strong>Technische Leistungsfähigkeit</strong></li>
<li><strong>Steuerungs- und Softwaretechnologie</strong></li>
<li><strong>Service und Wartung</strong></li>
<li><strong>Kosten-Nutzen-Verhältnis</strong></li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/cnc-maschinen-erklaert-ein-umfassender-ueberblick/">CNC-Maschinen erklärt: Ein umfassender Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Paint Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[ADR 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Chemikalientransport]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrgutkennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahrguttransport]]></category>
		<category><![CDATA[Klassifizierungsvorschriften]]></category>
		<category><![CDATA[PE-Verpackungen]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsfristen]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Nummern]]></category>
		<category><![CDATA[Unterweisungspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Verpackungsvorschriften]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10848</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit Anfang vergangenen Jahres prägt das ADR 2025 die Gefahrgutpraxis. Die meisten Regelungen zum Chemikalientransport sind bereits seit Juli 2025 verbindlich. Doch werden wirklich alle Gefahrgutvorschriften in Ihrem Unternehmen umgesetzt oder gibt es Lücken, die bislang übersehen wurden? Überarbeitungen sind die Regel beim Umgang mit Gefahrgütern Neue Gefahrgüter und technische Entwicklungen führen immer wieder dazu, &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/">ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Seit Anfang vergangenen Jahres prägt das ADR 2025 die Gefahrgutpraxis. Die meisten Regelungen zum Chemikalientransport sind bereits seit Juli 2025 verbindlich. Doch werden wirklich alle Gefahrgutvorschriften in Ihrem Unternehmen umgesetzt oder gibt es Lücken, die bislang übersehen wurden?</strong></p>
<h2>Überarbeitungen sind die Regel beim Umgang mit Gefahrgütern</h2>
<p style="text-align: justify;">Neue Gefahrgüter und technische Entwicklungen führen immer wieder dazu, dass bestehende Vorgaben an ihre Grenzen stoßen. Deshalb wird das ADR wie auch das RID und das ADN im Zwei-Jahres-Rhythmus überarbeitet. Das ADR 2025 wird schon bald durch die Fassung 2027 abgelöst. Um die neue Anpassungswelle gezielt und effizient angehen zu können, sollten betroffene Unternehmen prüfen, ob alle Gefahrgutvorschriften des ADR 2025 vollständig in die Betriebsabläufe eingebunden wurden.</p>
<h2>Was genau ist das ADR 2025?</h2>
<p style="text-align: justify;">ADR ist die Kurzform für &#8222;Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route&#8220;, zu Deutsch: Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Zusammen mit dem ADN-Abkommen für die Binnenschifffahrt und dem RID-Standard für die internationale Eisenbahnbeförderung bildet es ein weltweit geltendes Regelwerk für den Gefahrguttransport, einschließlich Klassifizierung, Verpackung und Kennzeichnung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10859" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025.jpg" alt="ADR 2025" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/ADR-2025-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Darüber hinaus dient das ADR als Grundlage für nationale Richtlinien und Verordnungen, in Deutschland zum Beispiel für die RSEB (Richtlinien zur Durchführung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt) und die GGVSEB (Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit Eisenbahnen und auf Binnengewässern).</p>
<p style="text-align: justify;">Das ADR 2025 trat am 1. Januar 2025 in Kraft und ist seit dem 1. Juli 2025 verbindlich für den Gefahrguttransport anzuwenden. Die RSEB und die GGVSEB wurden entsprechend angepasst.</p>
<h2>Die wichtigsten Änderungen des ADR 2025 im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Änderungen des ADR 2025 wirken sich auf alle zentralen Bereiche des Gefahrguttransports aus. Die für den Chemikalientransport relevanten Passagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:</p>
<h3>Allgemeine Gefahrgutvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Einige im ADR 2025 festgeschriebene Neuerungen betreffen den Gefahrguttransport durch Privatpersonen. So gilt die Freistellung gemäß 1.1.3.1 a) jetzt auch für die Beförderung von Rückständen gefährlicher Güter. Diese müssen nicht mehr in der Originalverpackung transportiert werden. Private Fahrten zum Wertstoffhof sind somit klar geregelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Transport von Gefahrgut in begrenzten Mengen (LQ) wurde die Unterweisungspflicht klarer definiert. Abschnitt 8.2.3. des ADR 2025 regelt, dass alle Beteiligten nach Kapitel 1.3 ADR zu unterweisen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Terminologie &#8222;Füllungsgrad&#8220; und &#8222;Füllfaktor&#8220; wurde im gesamten ADR einheitlich gestaltet. Füllfaktor bezieht sich auf das Befüllen mit Gas, Füllungsgrad auf die Befüllung mit Flüssigkeiten oder Feststoffen. Der Füllfaktor definiert das Verhältnis zwischen der Gasmasse und der Wasserkapazität eines Behälters bei einer Temperatur von 15 °C.</p>
<figure id="attachment_10862" aria-describedby="caption-attachment-10862" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10862 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen.jpg" alt="Camping-Gasflaschen" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Camping-Gasflaschen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10862" class="wp-caption-text">© MDF &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Klassifizierungsvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Mehrere Änderungen gibt es bei den organischen Peroxiden der Gefahrgutklasse 5.2. Unter anderem wurde bei den UN-Nummern die 3109 für Dibenzoylperoxid in flüssiger Typ-F-Zubereitung ergänzt. Die bestehenden Gefahrgutvorschriften für diese Chemikalien bleiben unverändert, die Ergänzung betrifft ausschließlich die Zuordnung in der Stoffliste.</p>
<h3>Neue UN-Nummern im Verzeichnis für gefährliche Güter</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem ADR 2025 wurden mehrere neue UN-Nummern in die Tabelle A aufgenommen, um neu bewertete oder erstmals regulierte Stoffe abzubilden. Dazu gehören:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">UN 3553: Disilan (gilt als selbstentzündlich)</li>
<li style="text-align: justify;">UN 3555: Trifluormethyltetrazol-Natriumsalz in Aceton mit mindestens 68 Masse-% Aceton (ein thermisch instabiler Stoff mit hohem Lösemittelanteil)</li>
<li style="text-align: justify;">UN 3560: Tetramethylammonium-Hydroxid in wässriger Lösung mit mindestens 25 % Tetramethylammonium-Hydroxid (eine stark ätzende, reaktive Base, die in höheren Konzentrationen ein deutlich erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweist)</li>
</ul>
<figure id="attachment_10865" aria-describedby="caption-attachment-10865" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10865 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F.jpg" alt="Organic-Peroxide-Type-F" width="1000" height="712" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F-300x214.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Organic-Peroxide-Type-F-768x547.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10865" class="wp-caption-text">© Yongyuth Chanthabut &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Verpackungsvorschriften</h3>
<p style="text-align: justify;">Absatz 4.1.1.21.7 enthält neue Verpackungsvorschriften für Polyethylenverpackungen. Gemäß Absatz 2.1.3.5.5 klassifizierte Flüssig-Abfälle dürfen in PE-Verpackungen transportiert werden, wenn sich diese nachweislich für diese Verpackungsgruppe eignen. Die maximale Verwendungsdauer von PE-Verpackungen, die durch Chemikalien geschwächt werden können, wurde von 5 auf 2,5 Jahre verkürzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Entsorgungsbranche relevante Änderungen des ADR 2025 finden sich in der Sondervorschrift 650. Es ist jetzt gestattet, Abfälle lösemittelhaltiger Farben (UN 1263) mit Abfällen wasserbasierter Farben (UN 3082) zu mischen und sie gemeinsam unter der UN 1263 zu transportieren.</p>
<p style="text-align: justify;">In 4.1.1.5.3 ADR gibt es Neuerungen bezüglich des Zusammenpackens von Innenverpackungen in einer Außenverpackung.</p>
<figure id="attachment_10870" aria-describedby="caption-attachment-10870" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10870 size-full" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer.jpg" alt="IBC Gefahrgutcontainer" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/IBC-Gefahrgutcontainer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10870" class="wp-caption-text">© Czintos Ödön &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Gefahrgut-Kennzeichnung und Dokumentation</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Vorschriften zur Kennzeichnung für den Gefahrguttransport wurden an mehreren Stellen präzisiert. Änderungen betreffen unter anderem die Sondervorschriften für Abfälle gemäß Absatz 5.4.1.1.3 ADR. Zudem wurde die Dokumentation angepasst: Werden chemische Stoffe oder Gemische in Innenverpackungen befördert, die sich gemeinsam in einer Außenverpackung befinden, müssen die Beförderungspapiere für den Straßentransport künftig den Eintrag &#8222;Beförderung nach Absatz 4.1.1.5.3&#8220; enthalten.</p>
<h3>Übergangsfristen für Verpackungen und Tanks</h3>
<p style="text-align: justify;">Ab dem 1. Januar 2027 muss die UN-Codierung auf einem nicht abnehmbaren Bauteil der Verpackung angebracht sein. Vor diesem Zeitpunkt hergestellte Verpackungen, die nicht den bereits geltenden Vorschriften des Unterabschnitts 6.1.3.1 bezüglich des Anbringens der Kennzeichnung auf nicht abnehmbaren Teilen unterliegen, dürfen nach Ende der Übergangsfristen für den Gefahrguttransport weiterverwendet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Fässer aus Stahl (6.1.4.1.4 ADR), Aluminium oder einem anderen Metall mit über 60 Litern Fassungsvermögen entfällt die Verpflichtung für Rollsicken oder Rollreifen.</p>
<h2>Gefahrguttransport und Handhabung</h2>
<p style="text-align: justify;">Sofern ursprünglich enthaltenes Gefahrgut für diese Beförderungsart zugelassen ist, dürfen ungereinigte leere Verpackungen in loser Schüttung transportiert werden. Dabei sind die in Kapitel 3.2, Tabelle A, Spalte (10) oder (17) aufgeführten Anweisungen anzuwenden (siehe Absatz 7.3.1.1 ADR). Neue Anforderungen gelten für den Gefahrguttransport von Abfällen in loser Schüttung im Containersack.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Bereich Be- und Entladen wurden die Handhabungsvorschriften für den Gefahrguttransport konkretisiert, insbesondere die CV29 zur aufrechten Stellung von Versandstücken und die CV38 zum sicheren Umgang mit Containersäcken.</p>
<figure id="attachment_10874" aria-describedby="caption-attachment-10874" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10874 size-full" title="Gefahrzettel Klasse 3 mit UN-Nummer 1203 (Benzin)" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203.jpg" alt="UN-1203" width="1000" height="662" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-300x199.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-768x508.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/UN-1203-389x257.jpg 389w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10874" class="wp-caption-text">© ftfoxfoto &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Besatzung und Ausstattung von Fahrzeugen für den Gefahrguttransport</h3>
<p style="text-align: justify;">Unter Abschnitt 8.1.2.1 und 8.1.2.2 des ASR 2025 aufgeführte Begleitpapiere für gefährliche Güter sind beim Straßentransport im Fahrerhaus der Beförderungseinheit mitzuführen (siehe 8.2.1. ADR).</p>
<p style="text-align: justify;">In europäischen Staaten, die das multilaterale Abkommen M364 unterzeichnet haben, gelten bis Ende 2026 Übergangsfristen für die Aufbewahrung der Zulassungsbescheinigungen von Anhängern. Ab 2027 müssen diese wie die Begleitpapiere im Führerhaus verwahrt werden.</p>
<h2>Schulung als Basis für die saubere betriebliche Umsetzung des ADR 2025</h2>
<div class="flex flex-col text-sm pb-25">
<article class="text-token-text-primary w-full focus:outline-none [--shadow-height:45px] has-data-writing-block:pointer-events-none has-data-writing-block:-mt-(--shadow-height) has-data-writing-block:pt-(--shadow-height) [&amp;:has([data-writing-block])&gt;*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="request-6995ad48-cadc-8386-94ea-350ec70734e3-3" data-testid="conversation-turn-16" data-scroll-anchor="true" data-turn="assistant">
<div class="text-base my-auto mx-auto pb-10 [--thread-content-margin:--spacing(4)] @w-sm/main:[--thread-content-margin:--spacing(6)] @w-lg/main:[--thread-content-margin:--spacing(16)] px-(--thread-content-margin)">
<div class="[--thread-content-max-width:40rem] @w-lg/main:[--thread-content-max-width:48rem] mx-auto max-w-(--thread-content-max-width) flex-1 group/turn-messages focus-visible:outline-hidden relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn" tabindex="-1">
<div class="flex max-w-full flex-col grow">
<div class="min-h-8 text-message relative flex w-full flex-col items-end gap-2 text-start break-words whitespace-normal [.text-message+&amp;]:mt-1" dir="auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="4a7ef7c7-ecbc-4ff6-9644-37ed2b48df11" data-message-model-slug="gpt-5-2-thinking">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[1px]">
<div class="markdown prose dark:prose-invert w-full wrap-break-word light markdown-new-styling">
<p style="text-align: justify;" data-start="0" data-end="517">Chemieunternehmen, die gefährliche Güter verpacken oder transportieren, müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter alle Neuerungen und Änderungen des ADR 2025 kennen. Sie müssen diese Vorgaben auch korrekt anwenden. Dazu zählen die aktualisierten Regeln zur Gefahrgutkennzeichnung und zur Stoffzuordnung. Ebenso wichtig sind die neuen Verpackungsvorschriften. Hinzu kommen präzisierte Handhabungsvorschriften für das Be- und Entladen. Außerdem müssen die Begleitpapiere im Straßentransport richtig aufbewahrt werden.</p>
<p style="text-align: justify;" data-start="519" data-end="1006" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Eine regelmäßige Schulung zum Chemikalientransport ist unverzichtbar. Nur so bleiben Unternehmen beim rechtskonformen und sicheren Umgang mit chemischen Gefahrgütern auf dem aktuellen Stand. Gleichzeitig erfüllen sie die nach ADR und GGVSEB vorgeschriebene Unterweisungspflicht. Je nach Unternehmen können zusätzliche Fortbildungen verpflichtend sein. Das betrifft zum Beispiel den RID-Standard für den Schienenverkehr. Auch das ADN-Abkommen für die Binnenschifffahrt kann relevant sein.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</article>
</div>
<p>Mehr Informationen auch unter <a href="https://www.adr-2025.de/">https://www.adr-2025.de/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/adr-2025-was-aendert-sich-beim-gefahrguttransport-von-chemikalien/">ADR 2025: Was ändert sich beim Gefahrguttransport von Chemikalien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 09:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Paint Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Surface Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[ECHA REACH]]></category>
		<category><![CDATA[Ewigkeitschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Galvanotechnik Hartverchromung]]></category>
		<category><![CDATA[Lieferkettenrisiken]]></category>
		<category><![CDATA[Metallbeschichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[perfluorierte Alkylsubstanzen]]></category>
		<category><![CDATA[PFAS-Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[PFAS-Verbot]]></category>
		<category><![CDATA[PFAS-Verbot EU]]></category>
		<category><![CDATA[Sprühnebelunterdrückung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10894</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren wird über ein umfassendes PFAS-Verbot in der EU diskutiert, doch ein konkreter Beschluss ist bislang nicht in Sicht. Die politische Absicht ist klar, die Umsetzung dagegen komplex und von vielen offenen Fragen geprägt. Fakt ist, dass ein solches Verbot für die Oberflächentechnik weitreichende Folgen hätte. Deshalb ist es unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/">PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit Jahren wird über ein umfassendes PFAS-Verbot in der EU diskutiert, doch ein konkreter Beschluss ist bislang nicht in Sicht. Die politische Absicht ist klar, die Umsetzung dagegen komplex und von vielen offenen Fragen geprägt. Fakt ist, dass ein solches Verbot für die <a href="https://kluthe.com/produkte/">Oberflächentechnik</a> weitreichende Folgen hätte. Deshalb ist es unerlässlich, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und potenzielle Auswirkungen frühzeitig einzuordnen.</p>
<h2>Viele Unternehmen der Oberflächentechnik blicken mit Sorge auf ein mögliches PFAS-Verbot im Jahr 2027</h2>
<p style="text-align: justify;">Bis zu einem Gesetzesvorschlag dürften aber noch einige Monate vergehen. Nach Angaben der europäischen Chemieagentur ECHA werden die erforderlichen Studienergebnisse zum Jahresende vorliegen. Erst danach kann die EU-Kommission offiziell ein PFAS-Verbot im Rahmen von REACH vorschlagen und darüber beraten. Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss. Sicher ist, dass es früher oder später kommen wird. Umso wichtiger ist es für Unternehmen der Oberflächentechnik, sich schon jetzt um Alternativen für die Metallbeschichtung und andere Verfahren zu kümmern.</p>
<figure id="attachment_10896" aria-describedby="caption-attachment-10896" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10896 size-full" title="Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS.jpg" alt="Ob das PFAS-Verbot tatsächlich 2027 in Kraft tritt, ist ungewiss" width="1000" height="556" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-300x167.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10896" class="wp-caption-text">© Francesco Scatena &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Was sind PFAS und warum wird über ein EU-Verbot diskutiert?</h2>
<p style="text-align: justify;">Unter der Abkürzung PFAS werden perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen zusammengefasst. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind extrem langlebig. Weder Sonnenlicht noch Mikroorganismen können sie zerstören. Sie reichern sich in Böden, Gewässern, Tieren und Pflanzen an und gelangen über die Nahrungskette in den menschlichen Körper.</p>
<p style="text-align: justify;">Das PFAS-Verbot 2027 ist ein Thema, weil viele PFAS-Verbindungen als gesundheitsschädlich eingeordnet werden. Wissenschaftler vermuten, dass sie das Hormonsystem beeinflussen und das Krebsrisiko erhöhen können. Die PFAS-Untergruppe PFOS ist deshalb bereits seit 2006 weitgehend verboten, eine weitere namens PFOA seit Juli 2020. Im Februar 2023 hat die ECHA vorgeschlagen, auch perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen so stark zu reglementieren, dass dies letztlich einem PFAS-Verbot gleichkommt. Ausnahmeregelungen werden nur dort gelten, wo es keine Alternativen gibt.</p>
<figure id="attachment_10903" aria-describedby="caption-attachment-10903" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10903 size-full" title="Das PFAS-Verbot 2027 ist ein Thema, weil viele PFAS-Verbindungen als gesundheitsschädlich eingeordnet werden" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU.jpg" alt="PFAS Verbot EU" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/PFAS-Verbot-EU-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10903" class="wp-caption-text">© DBA &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Bereiche der Oberflächentechnik sind von einem PFAS-Verbot betroffen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Perfluorierte Alkylsubstanzen und polyfluorierte Alkylsubstanzen werden vor allem für ihre chemische und thermische Stabilität und ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften geschätzt. Oft dienen sie als Additive, um Oberflächen hydrophob oder oleophob zu machen, insbesondere bei der technischen Beschichtung. Ein PFAS-Verbot im Jahr 2027 beträfe unter anderem folgende Bereiche:</p>
<h3>Vorbehandlung und Aktivierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenvorbehandlung</a> ermöglichen PFAS-Netzmittel eine gleichmäßige Benetzung komplexer Geometrien. Auch hier kommt die Sprühnebelunterdrückung zum Tragen, da Beizlösungen bei hohen Temperaturen und intensiver Bewegung Aerosole bilden können. PFAS-haltige Tenside helfen, diese Effekte zu kontrollieren, und unterstützen damit eine stabile Prozessführung.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/reinigungs-und-beizprodukte/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5838 size-full" title="Reinigungs- und Beizprodukte" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg" alt="Reinigungs- und Beizprodukte " width="850" height="420" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-300x148.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/04/reinigungs-und-beizprodukte-768x379.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h3>Beschichtungstechnik</h3>
<p style="text-align: justify;">PFAS in Form von Additiven beeinflussen die Oberflächenenergie von Lack und technischer Beschichtung. Zudem ermöglichen sie hydrophobe und oleophobe Effekte. In bestimmten Spezialbeschichtungen, etwa für Elektronik oder Medizintechnik, tragen sie zur chemischen Beständigkeit und einer kontrollierten Oberflächenstruktur bei.</p>
<h3>Funktionale Metallbeschichtungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der funktionalen Metallbeschichtung kommen PFAS vor allem dort zum Einsatz, wo Gleit-, Barriere- oder Antihafteigenschaften gefragt sind. Fluorpolymere wie Polytetrafluorethylen (PTFE) bilden robuste Schichten mit hoher chemischer Stabilität und geringer Reibung.</p>
<h3>Galvanotechnik</h3>
<p style="text-align: justify;">In der Galvanik spielen PFAS seit vielen Jahren eine technische Rolle, vor allem in der Hartverchromung. Als Netzmittel-Bestandteil stabilisieren sie die Elektrolyte und verbessern die Benetzung. Indem sie die Oberflächenspannung der Bäder senken und die Aerosolbildung verhindern, tragen sie zur Sprühnebelunterdrückung in der Galvanik bei. In galvanischen Verfahren zur Metallbeschichtung unterstützen PFAS-basierte Hilfsstoffe die Prozessstabilität und die Oberflächenqualität.</p>
<figure id="attachment_10909" aria-describedby="caption-attachment-10909" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10909 size-full" title="Seit vielen Jahren kommen PFAS in der Galvanik technisch zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Hartverchromung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1.jpg" alt="Seit vielen Jahren kommen PFAS in der Galvanik technisch zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Hartverchromung" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/Galvanisierungsbad-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-10909" class="wp-caption-text">© Anna &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Sprühnebelunterdrückung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Sprühnebelunterdrückung ist nicht nur in der Galvanik und der Vorbehandlung ein Thema. Auch in der Beschichtung selbst werden PFAS-haltige Tenside genutzt, um Aerosolbildung zu reduzieren und die Arbeitsplatzsicherheit zu verbessern. Durch die Absenkung der Oberflächenspannung verändern sie die Tropfenbildung, weshalb weniger Nebel entsteht.</p>
<h2>Wie können Unternehmen einem PFAS-Verbot im Jahr 2027 zuvorkommen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Am besten aufgestellt sind Unternehmen, die sich frühzeitig und systematisch auf das PFAS-Verbot vorbereiten. Behörden und Compliance-Berater schlagen hierzu folgende Schritte vor:</p>
<h3>Vollständige Bestandsaufnahme der PFAS-Nutzung</h3>
<p style="text-align: justify;">Zunächst gilt es zu klären, an welchen Stellen PFAS in der Lieferkette, in Produkten und in Prozessen relevant sind. Je mehr über den tatsächlichen PFAS-Einsatz bekannt ist, desto besser lassen sich Probleme im Hinblick auf Versorgungsketten, Materialdegradation und regulatorische Nichteinhaltung bewerten und vermeiden. Wichtig ist, neben den Produkt-Risiken auch Produktionsabläufe, Instandhaltung und Arbeitsschutz im Blick zu haben. Dort können sich ebenfalls PFAS verstecken, beispielsweise hier:</p>
<ul>
<li>Dichtungen, Schläuche, Ventile und Membranen</li>
<li>beschichtete Werkzeuge und Oberflächen</li>
<li>Prozesschemikalien wie Netzmittel, Tenside, Emulgatoren</li>
<li>hochtemperatur- oder chemikalienbeständige Schmierstoffe auf Fluorölbasis</li>
<li>Filtermaterialien mit fluorierten Fasern</li>
<li>Elektronikkomponenten in Maschinen (PFAS in Kabelisolierungen und Leiterplatten)</li>
<li>Schutzkleidung mit wasser-, öl- und chemikalienabweisenden Eigenschaften</li>
<li>Löschschäume (insbesondere ältere AFFF-Formulierungen)</li>
<li>Schutzmatten, Dichtfolien und Barrieren auf PTFE- oder FKM-Basis</li>
</ul>
<h3>Vorausschauende Reaktion auf Berichtspflicht und PFAS-Beschränkung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die PFAS-Vorschriften entwickeln sich stetig weiter. Bestimmte Substanzen unterliegen schon jetzt Gesetzen wie EU REACH, der Stockholm-Konvention zu persistenten organischen Schadstoffen (POPs) oder Kaliforniens Proposition 65. Während es wichtig ist, ein zukünftiges PFAS-Verbot zu beobachten, müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie jede bereits geltende Verordnung in den für sie relevanten Märkten einhalten.</p>
<figure id="attachment_10912" aria-describedby="caption-attachment-10912" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-10912" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant.jpg" alt="EU-REACH-Compliant" width="590" height="494" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant-300x251.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2028/02/EU-REACH-Compliant-768x643.jpg 768w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /><figcaption id="caption-attachment-10912" class="wp-caption-text">© Ricochet64 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Frühzeitige Umgestaltung von Produkten und Prozessen</h3>
<p style="text-align: justify;">Sobald eine PFAS-Beschränkung oder ein PFAS-Verbot für Produkte vorliegt, bleibt nur noch eine Übergangsfrist, um nach Alternativen zu suchen. Unternehmen, die sich auf Ausnahmeregelungen vom EU-Verbot verlassen, gehen ein hohes Risiko ein. Wer den Neugestaltungsprozess frühzeitig beginnt, sichert sich technologische Handlungsfähigkeit und vermeidet kostspielige Ad-hoc-Entscheidungen kurz vor Ablauf der Übergangsfrist. Gleichzeitig entsteht Transparenz darüber, in welchen Bereichen Ausnahmeregelungen von einem potenziellen PFAS-Verbot im Jahr 2027 greifen, weil eine Substitution in absehbarer Zeit nicht möglich ist.</p>
<h3>Alle PFAS in die Planung einbeziehen</h3>
<p style="text-align: justify;">Bestehende Vorschriften konzentrieren sich auf spezifische PFAS wie PFOS oder PFOA. Eine neue PFAS-Beschränkung oder ein neues PFAS-Verbot nehmen jedoch zunehmend sämtliche Ewigkeitschemikalien ins Visier. Unternehmen sollten darauf gefasst sein, dass ein zukünftiges EU-Verbot alle PFAS reguliert. Statt eine neue Verordnung nach der anderen abzuarbeiten, ist es sinnvoll, gleich einen großen Schritt in Richtung PFAS-Freiheit zu machen.</p>
<h3>Versorgungsrisiken durch abgekündigte Chemikalien und Bauteile frühzeitig identifizieren</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie lange es von einem PFAS-Verbot im Jahr 2027 bis zum Wegfall PFAS-haltiger Chemikalien dauert, ist offen. Viele Hersteller haben sich bereits entschieden, dem PFAS-Verbot zuvorzukommen und die Produktion solcher Substanzen schon vor Ablauf der zu erwartenden Übergangsfrist einzustellen. Unternehmen, die damit verbundene Risiken rechtzeitig erkennen und früh handeln, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.</p>
<h2>Mit vorausschauender Vorbereitung dem PFAS-Verbot gelassener entgegensehen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bleibt festzustellen, dass die PFAS-Beschränkung im Rahmen von REACH und ein mögliches PFAS-Verbot im Jahr 2027 die Oberflächentechnik vor tiefgreifende Änderungen stellen. Die Verordnung der ECHA wird voraussichtlich enge Übergangsfristen vorsehen, die Unternehmen zu schneller Substitution und Anpassungen in Produktion und Lieferketten zwingen. Welche praktischen Auswirkungen solche regulatorischen Maßnahmen haben können, zeigt sich am Beispiel PFOS.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer Bestände, Prozesse und Alternativen schon vor einem etwaigen PFAS-Verbot im Jahr 2027 prüft und dokumentiert, reduziert kurzfristigen Anpassungsdruck und positioniert sich zugleich für langfristigen Erfolg.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/pfas-verbot-2027-weitreichende-folgen-fuer-die-oberflaechentechnik/">PFAS-Verbot 2027: Weitreichende Folgen für die Oberflächentechnik</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fachgerechte Entsorgung von Kühlschmierstoff</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/fachgerechte-entsorgung-von-kuehlschmierstoff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 13:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[DIN 1999-100]]></category>
		<category><![CDATA[DIN EN 858]]></category>
		<category><![CDATA[Entsorgung von Kühlschmierstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Entsorgungsnachweis]]></category>
		<category><![CDATA[gefährlicher Abfall]]></category>
		<category><![CDATA[Kreislaufwirtschaftsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[KSS-Entsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlschmierstoff Entsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Ölabscheider Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling Kühlschmierstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wassergefährdungsklasse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10632</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Entsorgung von Kühlschmierstoff ist ein zentrales Thema in der Metallbearbeitung. Wer hier nachlässig handelt, gefährdet die Umwelt und riskiert hohe Bußgelder. Fachgerechte KSS-Entsorgung schafft Sicherheit auf allen Seiten. Kühlschmierstoffe (KSS) sind in der Metallbearbeitung unverzichtbar Sie schmieren, kühlen, transportieren Späne ab und erhöhen damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bearbeitungsprozesse. Jedoch &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/fachgerechte-entsorgung-von-kuehlschmierstoff/">Fachgerechte Entsorgung von Kühlschmierstoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Entsorgung von Kühlschmierstoff ist ein zentrales Thema in der Metallbearbeitung. Wer hier nachlässig handelt, gefährdet die Umwelt und riskiert hohe Bußgelder. Fachgerechte KSS-Entsorgung schafft Sicherheit auf allen Seiten.</strong></p>
<h2>Kühlschmierstoffe (KSS) sind in der Metallbearbeitung unverzichtbar</h2>
<p style="text-align: justify;">Sie schmieren, kühlen, transportieren Späne ab und erhöhen damit sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bearbeitungsprozesse. Jedoch werden KSS bei der Nutzung nicht vollständig verbraucht. Mit der Zeit müssen sie ersetzt und der fachgerechten Kühlschmierstoff-Entsorgung zugeführt werden. Hierfür gelten in Deutschland klare Vorschriften.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9750" title="HAKUFORM SE | Nachhaltige Emulsionen für die Zerspanung und Umformung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A.jpg" alt="HAKUFORM SE | Nachhaltige Emulsionen für die Zerspanung und Umformung" width="850" height="670" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A-300x236.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Hakuform-A-768x605.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Herausforderungen bei der Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Gebrauchte Kühlschmierstoffe werden als gefährliche Abfälle eingestuft. Besonders problematisch sind Emulsionen, die aus Wasser, Öl und verschiedenen Additiven bestehen und sich nur schwer trennen lassen. Bei unsachgemäßer Kühlschmierstoff-Entsorgung können Schadstoffe aus diesen KSS ganze Ökosysteme dauerhaft schädigen.</p>
<h2>Entsorgungsnachweise sind verpflichtend</h2>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen sind verpflichtet, die KSS-Entsorgung durch einen zertifizierten Fachbetrieb durchführen zu lassen und einen Entsorgungsnachweis zu erbringen. Verstöße können teuer werden und sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Hinzu kommen gesundheitliche Gefahren, da gebrauchte Kühlschmierstoffe häufig Bakterien oder Pilze enthalten, die Hautreizungen und Atemwegsbelastungen verursachen können.</p>
<p><a href="https://rematec-recycling.com/de/recycling-umweltmanagement/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10641" title="Als Hersteller von Chemikalien verpflichtet sich die Kluthe Gruppe, die verbrauchten Reststoffe, die bei der Anwendung unserer Erzeugnisse entstehen, zurückzunehmen und wieder aufzubereiten" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01.jpg" alt="rematec-wieblingen-01" width="850" height="539" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01.jpg 1600w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-300x190.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-1024x649.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-768x487.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/rematec-wieblingen-01-1536x973.jpg 1536w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Kühlschmierstoff-Entsorgung ist teuer</h2>
<p style="text-align: justify;">Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Kühlschmierstoff-Entsorgung anspruchsvoll. Die fachgerechte Sammlung und Lagerung sowie der Transport sind kostenintensiv, insbesondere bei KSS mit kurzen Standzeiten, die häufige Wechsel erfordern. Betriebe benötigen getrennte Lagerbehälter, ausreichend Platz und eine funktionierende Logistik, um Altemulsion bis zur Abholung durch den Entsorgungsfachbetrieb sicher zwischenzulagern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kombination aus gefährlichen Inhaltsstoffen, strengen gesetzlichen Auflagen, hohem organisatorischem Aufwand und steigenden Kosten macht die Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung, insbesondere die KSS-Entsorgung, zu einer besonderen Herausforderung. Sie erfordert eine klare Strategie und eine disziplinierte Umsetzung im Betriebsalltag.</p>
<h2>Rechtliche Grundlagen und Umweltauflagen der Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen, die gebrauchte Kühlschmierstoffe entsorgen wollen, müssen hierzulande strenge rechtliche Vorgaben beachten. Die folgenden Regelwerke stellen die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen für die Kühlschmierstoff-Entsorgung dar. Je nach Einsatzgebiet können zusätzliche Vorschriften und Detailregelungen relevant sein.</p>
<ul>
<li>Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG): regelt die Verantwortung der Abfallerzeuger und schreibt eine ordnungsgemäße, schadlose Entsorgung vor</li>
<li>Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV): Kühlschmierstoffe werden meist den gefährlichen Abfallschlüsseln 12 01 06* bis 12 01 10* zugeordnet</li>
<li>Dokumentations- und Nachweispflicht: Unternehmen müssen die Entsorgung lückenlos dokumentieren und einen Entsorgungsnachweis über die Übergabe an den Entsorgungsfachbetrieb erbringen</li>
<li>DGUV-Regel 109-003: schreibt im Arbeitsschutz die getrennte Sammlung von wassermischbaren und <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/">nichtwassermischbaren Kühlschmierstoffen</a> sowie deren sichere Handhabung vor, um Beschäftigte vor Hautkontakt, Aerosolen und weiteren Gefährdungen zu schützen</li>
<li>Wasserhaushaltsgesetz (WHG): verbietet, dass in Gewässer oder ins Abwasser Kühlschmierstoff unbehandelt eingeleitet wird, und verlangt eine fachgerechte Lagerung und Entsorgung</li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10647" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG.jpg" alt="Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG Symbolbild" width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Kreislaufwirtschafts-und-Abfallgesetz-KrW-_AbfG-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Hersteller entwickeln zunehmend <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/">biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe</a>, die weniger problematische Additive enthalten und die Umweltauflagen leichter erfüllen. Dennoch gilt Altemulsion rechtlich als gefährlicher Sonderabfall. KSS bedürfen somit immer einer fachgerechten Entsorgung einschließlich Entsorgungsnachweis, zumal sie im Betrieb oftmals kritische Substanzen aufnehmen.</p>
<h2>Sonderabfall KSS: Typische Belastungen und Risiken für Umwelt</h2>
<p style="text-align: justify;">Altemulsion enthält eine Vielzahl heikler Inhaltsstoffe. Während des Einsatzes nimmt Kühlschmierstoff Metallabrieb, Salze, Ölbestandteile und Biozide auf, die eine große Umweltbelastung darstellen. Viele KSS werden in eine hohe Wassergefährdungsklasse eingestuft. Das bedeutet, dass bereits geringe Mengen genügen, um die ökologische Balance von Böden und Gewässern aus dem Gleichgewicht zu bringen.</p>
<h2>Wassergefährdungsklasse</h2>
<p>Die rechtliche Einordnung in eine bestimmte Wassergefährdungsklasse wirkt sich direkt auf die Anforderungen an die Lagerung, den Transport und die Kühlschmierstoff-Entsorgung aus. Grundlage hierfür ist unter anderem die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV), wobei sich die Einstufung in der Praxis aus den Herstellerangaben und dem Sicherheitsdatenblatt ergibt. Je höher die Einstufung, desto strenger sind die Auflagen für Betriebe, die verbrauchte Emulsion entsorgen wollen. Im Abwasser hat Kühlschmierstoff grundsätzlich nichts zu suchen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10652" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen.jpg" alt="Wassergefährungsklassen " width="1000" height="667" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Wassergefaehrungsklassen-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Ölabscheider nach <strong data-start="1777" data-end="1793">DIN 1999-100</strong> und <strong data-start="1798" data-end="1817">DIN EN 858-1/-2</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Ölabscheider in der Industrie müssen nach DIN 1999-100 sowie DIN EN 858-1 und DIN EN 858-2 geplant, gebaut und betrieben werden. Aufgrund der hohen Wassergefährdungsklasse von Kühlschmierstoffen unterliegen sie strengen Kontrollen, Wartungen und Inspektionen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass kein mit Kühlschmierstoff belastetes Abwasser anfällt, sondern ausschließlich vorgereinigtes Wasser kontrolliert in die Kanalisation oder Kläranlage eingeleitet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Investition in einen eigenen Ölabscheider lohnt sich vor allem für Betriebe, in denen regelmäßig größere Mengen ölhaltiger Emulsionen anfallen. Zum einen sinken die laufenden Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung, da die externen Entsorgungsbetriebe deutlich geringere Volumina übernehmen müssen. Zum anderen wird die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch den Betrieb eines eigenen Ölabscheiders besser nachweisbar. Hieraus können sich Vorteile bei Audits und Umweltzertifizierungen ergeben.</p>
<h2>Verfahren zur Aufbereitung und Entsorgung von Kühlschmierstoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben der Vorbehandlung mittels Ölabscheider gibt es eine Reihe weiterer Verfahren zur Kühlschmierstoff-Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung, die je nach Belastung, Zusammensetzung und betrieblichen Anforderungen eingesetzt werden. Ein zentrales Prinzip ist die Trennung der Phasen, bei der Öl, Wasser und Feststoffe voneinander separiert werden. Hierfür kommen mechanische Verfahren wie Zentrifugation oder Membranfiltration zum Einsatz, die den Kühlschmierstoff reinigen und seine Standzeit verlängern können.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine immer wichtigere Rolle spielt das Recycling. Statt eine verbrauchte Emulsion zu entsorgen, wird diese aufbereitet und wiederverwendet. Dieses Vorgehen reduziert die Abfallmengen und senkt die Entsorgungskosten. Es erfordert jedoch eine sorgfältige Überwachung der Qualität, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Den rechtlichen Rahmen bildet das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das eine schadlose Verwertung von Abfällen als vorrangiges Ziel festlegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kommt eine Wiederverwendung nicht infrage, werden die ölhaltigen Reststoffe in speziellen Anlagen verbrannt, wodurch Energie zurückgewonnen werden kann. Eine weitere Option sind chemische Verfahren, bei denen Sonderabfall-KSS durch Zugabe von Fällungs- oder Spaltmitteln aufgebrochen werden. Anschließend ist es möglich, die Ölphase der Emulsion zu entsorgen, während die Wasserphase nach sorgfältiger Reinigung in die Kanalisation eingeleitet wird. Hier ist ebenfalls das Kreislaufwirtschaftsgesetz relevant, da es eine ordnungsgemäße, umweltverträgliche Behandlung gefährlicher Abfälle verbindlich vorschreibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10655" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider.jpg" alt="Ölabscheider, Schematische Darstellung" width="1000" height="639" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider-300x192.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/Oelabscheider-768x491.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Nachhaltige Alternativen und Zukunftsperspektiven für die Kühlschmierstoff-Entsorgung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Kühlschmierstoff-Entsorgung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen technischer Notwendigkeit und ökologischer Verantwortung. Klassische Emulsionen auf Mineralölbasis sind leistungsfähig, bedeuten jedoch erhebliche Belastungen für die Umwelt. Daher rücken nachhaltige Alternativen immer stärker in den Fokus. Ein zukunftsorientierter Ansatz sind biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe, die weniger problematische Bestandteile enthalten und dadurch die Abfallentsorgung in der Metallbearbeitung erleichtern.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben der Produktentwicklung ist auch die Optimierung von Recyclingtechnologien von großer Relevanz. Methoden wie die Ultrafiltration, Membranverfahren oder Koaleszenzabscheidung ermöglichen es, verbrauchte Emulsionen aufzubereiten und erneut einzusetzen. Dadurch verlängern sich die Standzeiten, und die Abfallmengen sinken deutlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls zukunftsweisend ist die Minimalmengenschmierung (MMS), bei der nur kleinste Mengen an Schmiermittel direkt in den Bearbeitungsbereich gebracht werden. Das senkt die Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung und verbessert zugleich die Energieeffizienz und die Arbeitssicherheit.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/unsere-nachhaltigkeitsstrategie/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6865 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH: Wir nehmen Reststoffe unserer Kunden zurück. Hierfür haben wir in bewusster Voraussicht ein eigenes Tochterunternehmen gegründet: Die Rematec GmbH" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH Recycling" width="850" height="743" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling-300x262.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/07/Zukunftsorientiertes-Recycling-768x671.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/fachgerechte-entsorgung-von-kuehlschmierstoff/">Fachgerechte Entsorgung von Kühlschmierstoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Kühlschmierstoffe in modernen Prozessen</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/metallbearbeitungsfluessigkeiten-in-modernen-prozessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 16:03:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forming & Protection]]></category>
		<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlleistung]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlschmierstoffe (KSS)]]></category>
		<category><![CDATA[Metallbearbeitungsflüssigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestmengenschmierung (MMS)]]></category>
		<category><![CDATA[nichtwassermischbare Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Refraktometer KSS]]></category>
		<category><![CDATA[Schmierwirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Spanabtransport]]></category>
		<category><![CDATA[wassermischbare Emulsion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10634</guid>

					<description><![CDATA[<p>Metallbearbeitungsflüssigkeiten sind entscheidend für Qualität und Effizienz von Metallbearbeitungsprozessen. Doch nicht jeder Kühlschmierstoff erfüllt dieselben Aufgaben. Deshalb gilt es, je nach Verfahren, Material und Anspruch eine passende Lösung zu wählen. Aufgabe der Flüssigkeiten Metallbearbeitungsflüssigkeiten schützen Werkzeuge vor Beschädigungen und Verschleiß, sichern die Bearbeitungsqualität und helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Es gibt verschiedene Typen dieser Kühlschmierstoffe &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/metallbearbeitungsfluessigkeiten-in-modernen-prozessen/">Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Kühlschmierstoffe in modernen Prozessen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Metallbearbeitungsflüssigkeiten sind entscheidend für Qualität und Effizienz von Metallbearbeitungsprozessen. Doch nicht jeder <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/">Kühlschmierstoff</a> erfüllt dieselben Aufgaben. Deshalb gilt es, je nach Verfahren, Material und Anspruch eine passende Lösung zu wählen.</strong></p>
<h2>Aufgabe der Flüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Metallbearbeitungsflüssigkeiten schützen Werkzeuge vor Beschädigungen und Verschleiß, sichern die Bearbeitungsqualität und helfen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Es gibt verschiedene Typen dieser Kühlschmierstoffe (KSS), die auf unterschiedliche Schwerpunkte wie Schmierleistung, Kühlwirkung oder Korrosionsschutz ausgelegt sein können. Welches Produkt sich jeweils am besten eignet, richtet sich nach dem Bearbeitungsverfahren, dem verwendeten Material und den betrieblichen Anforderungen.</p>
<h2>Funktionen von Metallbearbeitungsflüssigkeiten im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Kühlschmierstoffe übernehmen in der Metallbearbeitung mehrere zentrale Aufgaben. Sie tragen wesentlich zur Prozesssicherheit und zur Qualität der Werkstücke bei. Darüber hinaus beeinflussen Metallbearbeitungsflüssigkeiten die Wirtschaftlichkeit und die Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge. Hier die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:</p>
<h3>Schmierung</h3>
<p style="text-align: justify;">Kühlschmierstoffe bilden einen dünnen Film zwischen Werkzeug und Werkstück. Dieser reduziert die direkte Metall-auf-Metall-Berührung und vermindert damit Reibung und Verschleiß. Die Schmierwirkung sorgt für eine gleichmäßigere Bearbeitungskraft und längere Werkzeugstandzeiten. Besonders bei zähen Materialien oder komplexen Bearbeitungen verhindert sie Rattermarken und verbessert die Oberflächenqualität.</p>
<figure id="attachment_10673" aria-describedby="caption-attachment-10673" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10673 size-full" title="Schmierung als Schlüssel für präzise und langlebige Bearbeitungsprozesse" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg" alt="CNC-Kuehlschmierstoff" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/CNC-Kuehlschmierstoff-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10673" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Kühlung</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Metallbearbeitung entstehen enorme Temperaturen durch Reibung und Schnittdruck. KSS, zum Beispiel in Form einer Schneid- oder Bohrflüssigkeit, leiten diese Wärme ab und stabilisieren die Temperaturen im Bearbeitungsprozess. Das schützt das Werkzeug vor Überhitzung und verhindert thermische Spannungen im Werkstück, die zu Maßabweichungen oder Gefügeveränderungen führen können. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen ist die Kühlleistung ein bedeutender Faktor für Genauigkeit und Prozesssicherheit.</p>
<h3>Korrosionsschutz</h3>
<p style="text-align: justify;">Bestimmte Formulierungen schützen Werkstücke und Maschinenoberflächen vor Korrosion. <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/">Nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe</a> leisten das durch ihren natürlichen Ölfilm. <a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/">Wassermischbare Kühlschmierstoffe</a> müssen hierfür mit speziellen Additiven ausgestattet sein.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/korrosionsschutzmittel/wasserloeslicher-korrosionsschutz/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-402 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Wasserlöslicher Korrosionsinhibitor CUSTOS" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Wasserlöslicher Korrosionsinhibitor CUSTOS" width="860" height="360" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1.jpg 860w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1-300x126.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2019/04/WASSERLÖSLICHE-KORROSIONSINHIBITOREN-–-CUSTOS-1-768x321.jpg 768w" sizes="(max-width: 860px) 100vw, 860px" /></a></p>
<h3>Abtransport von Spänen und Partikeln</h3>
<p style="text-align: justify;">Partikel, die beim Schneiden entstehen, müssen aus der Bearbeitungszone entfernt werden. Metallbearbeitungsflüssigkeiten transportieren Späne und Abrieb zuverlässig ab. Das verhindert, dass sie zwischen Werkzeug und Werkstück geraten und Kratzer oder Ausbrüche verursachen. Gleichzeitig erleichtert die Spanabfuhr die Sicht auf den Prozess und verringert die Gefahr von Blockaden an der Maschine.</p>
<h3>Verbesserung der Bearbeitungsqualität</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei richtiger Dosierung erzeugt Kühlschmierstoff gleichmäßige Schnittbedingungen. Damit unterstützt er die kontrollierte Prozessführung, verbessert die Oberflächenqualität, reduziert Nacharbeit und gewährleistet eine reproduzierbare Fertigung auch bei komplexen Werkstücken.</p>
<h2>Zusammensetzung von Kühlschmierstoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Metallbearbeitungsflüssigkeiten lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: nichtwassermischbare oder wassermischbare Kühlschmierstoffe. Wassermischbare Emulsion zur Metallbearbeitung bestehen aus einer Öl-Basis, die mithilfe von Emulgatoren mit Wasser vermengt wird. Nichtwassermischbare Produkte beruhen auf reinen Ölen. In beiden Systemen sorgen gezielt eingesetzte Additive für die gewünschten Eigenschaften. Zu den gängigsten Zusätzen gehören:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Alterungsschutzstoffe (Antioxidantien): verhindern die Oxidation der Basisöle und verlängern die Standzeit des Kühlschmiermittels</li>
<li style="text-align: justify;">Korrosionsinhibitoren: schützen Werkstücke und Maschinenoberflächen vor dem negativen Einfluss von Sauerstoff</li>
<li style="text-align: justify;">Hochdruckzusätze (EP-Additive): verbessern die Schmierwirkung unter extremen Belastungen (Klassisch enthalten sind Schwefel- oder Phosphorverbindungen. Umweltfreundliche Kühlschmierstoffe setzen auf borfreie Systeme oder additivierte Esteröle.)</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/produkte/wartunginstandhaltungsteuerung/zusatzchemie/">Entschäumer</a>: reduzieren Schaumbildung in Kühlschmierstoffsystemen, die Pumpen und Kühlkreisläufe stören könnte</li>
<li style="text-align: justify;">Biozide/Konservierungsmittel: hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen, sichern Hygiene und unterbinden Geruchsbildung</li>
<li style="text-align: justify;">Systemreiniger/Dispersant-Zusätze: halten Partikel und Fremdstoffe in Schwebe, erleichtern die Reinigung und wirken Ablagerungen entgegen</li>
<li style="text-align: justify;">Metall-Desaktivatoren: verhindern unerwünschte Reaktionen zwischen Additiven und Metalloberflächen</li>
</ul>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-gtl-oele/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9204" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM L" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff HAKUFORM L" width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/02/MC_COL_HAKUFORM-L_ThinkstockPhotos-498492502_RGB-1-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Typische Arten und Einsatzbereiche von Metallbearbeitungsflüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Abhängig von ihrer genauen Formulierung erfüllen Metallbearbeitungsflüssigkeiten spezifische Aufgaben im Fertigungsprozess.</p>
<h3>Schneidöl</h3>
<p style="text-align: justify;">Schneidöle sind nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe, die sich durch eine starke Schmierwirkung auszeichnen. Sie finden vor allem in Prozessen Verwendung, die hohe Präzision und Werkzeugschutz erfordern. Beispiele hierfür sind das Gewindeschneiden, das Reiben und das Tiefbohren. Dünnflüssigeres Schneidöl kommt beim Schleifen zum Einsatz, mittelviskoses Schneidöl beim Drehen und Fräsen.</p>
<h3>Bohrflüssigkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Bohrflüssigkeit wurde speziell für Bohrprozesse entwickelt. Sie kühlt und schmiert den Bohrmeißel, stabilisiert das Bohrloch und transportiert Bohrspäne zuverlässig ab. Es gibt in diesem Bereich sowohl nichtwassermischbare als auch wassermischbare Kühlschmierstoffe. Erstere eignen sich besser, wenn höhere Stabilität oder besondere Druckverhältnisse gefordert sind. Letztere gelten als kostengünstige und umweltfreundliche Kühlschmierstoffe.</p>
<h3>Metallbearbeitung</h3>
<p style="text-align: justify;">Echte Allrounder sind Kühlmittel für die Metallbearbeitung, die es ebenfalls als wassermischbare und nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe gibt. Diese Metallbearbeitungsflüssigkeiten bieten eine Kombination aus Kühlung, Schmierung, Späneabtransport und Korrosionsschutz und können sowohl bei spanenden Verfahren wie Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen als auch bei spanlosen Methoden wie Tiefziehen und Pressen zur Anwendung kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im klassischen Gebrauch werden Kühlmittel in der Metallbearbeitung großvolumig eingesetzt. Eine ressourcenschonendere und umweltfreundlichere Alternative bietet die Mindestmengenschmierung (MMS), die mit exakt dosierten Kleinstmengen direkt im Bearbeitungsbereich arbeitet.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/nichtwassermischbar-nachhaltig/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10679 size-full" title="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbare Kühlschmierstoff HAKUFORM S (nachhaltig)" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S.jpg" alt="Chemische Werke Kluthe GmbH | Nichtwassermischbare Kühlschmierstoff HAKUFORM S (nachhaltig)" width="850" height="414" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S-300x146.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/MC_COL_HAKUFORM-S-768x374.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Herausforderungen im Umgang mit Metallbearbeitungsflüssigkeiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Ob Schneidöl, Bohrflüssigkeit oder Allround-Kühlmittel für die Metallbearbeitung: Der Einsatz von KSS bringt eine Reihe von Problemstellungen mit sich. Ein zentrales Thema ist die Überwachung der Prozessparameter. Die Dosierung vom Kühlschmierstoff, der pH-Wert und die Keimbildung müssen permanent kontrolliert werden, damit die Flüssigkeit ihre Funktion zuverlässig erfüllt. Vernachlässigte Wartung führt schnell zu einer eingeschränkten Kühl- oder Schmierwirkung und kann Geruchsbildung und Bakterienwachstum verursachen. Das kann einen vorzeitigen Wechsel bedingen und die Kosten für die Kühlschmierstoff-Entsorgung erhöhen.</p>
<h2>Klare Sicherheitsrichtlinien sind unverzichtbar</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Arbeitsschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei Hautkontakt können Metallbearbeitungsflüssigkeiten Reizungen hervorrufen. Aerosole belasten die Atemwege. Daher sind klare Sicherheitsrichtlinien unverzichtbar. Hinzu kommt die Frage der Umweltfreundlichkeit. Bei klassischem Kühlschmierstoff muss die Entsorgung fachgerecht als Sondermüll erfolgen, da er Mineralöle, Biozide oder andere problematische Additive enthält. Umweltfreundliche Kühlschmierstoffe reduzieren Schadstoffe, erfordern aber dennoch eine geregelte Beseitigung, weil sie schädliche Rückstände aufweisen können. Das größte Potenzial für Nachhaltigkeit bieten biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe, die sich unter bestimmten Voraussetzungen über Kompostierung, den Biomüll oder Biogasanlagen ökologisch verwerten lassen.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/kuehlschmierstoffe/wassermischbar-nachhaltig/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10683" title="HAKUFORM SE : Nachhaltige Emulsion für die Zerspanung und Umformung " src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1.jpg" alt="HAKUFORM SE : Nachhaltige Emulsion für die Zerspanung und Umformung " width="850" height="482" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1.jpg 1260w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-300x170.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-1024x580.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/12/HAKUFORM_SE_1280x1280-1-768x435.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Klassische großvolumige Anwendungen verursachen hohen Verbrauch und laufende Pflegeaufwände</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben diesen Aspekten sind auch die Kosten nicht zu unterschätzen. Klassische großvolumige Anwendungen verursachen hohen Verbrauch und laufende Pflegeaufwände. Gleichzeitig erfordern unterschiedliche Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren jeweils spezifische Formulierungen. Eine falsche Auswahl oder Dosierung vom Kühlschmierstoff kann erhöhten Werkzeugverschleiß, Maßungenauigkeiten oder Korrosion nach sich ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine zukunftsorientierte Lösung sind biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe in Verbindung mit der Mindestmengenschmierung. Diese Kombination bietet sich vor allem für Prozesse an, in denen die Schmierwirkung wichtiger ist als die Kühlleistung.</p>
<h2>Refraktometer für Kühlschmierstoff: Präzise Konzentrationskontrolle für Effizienz und Umweltverträglichkeit</h2>
<p style="text-align: justify;">Die regelmäßige Messung mit einem Refraktometer für Kühlschmierstoff ist entscheidend, um beim klassischen Kühlmitteleinsatz die richtige Konzentration sicherzustellen. So bleiben Kühlleistung, Schmierwirkung und Korrosionsschutz zuverlässig erhalten. Gleichzeitig trägt die sorgfältige Kontrolle dazu bei, den Verbrauch zu optimieren und unnötige Nachdosierungen der Metallbearbeitungsflüssigkeiten zu vermeiden.</p>
<h2>Mindestmengenschmierung</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz dazu erfordert die Mindestmengenschmierung kein Refraktometer. Da statt einer Emulsion zur Metallbearbeitung ein reiner Schmierstoff verwendet wird, erübrigt sich die aufwendige Konzentrationskontrolle. Zugleich sinkt der Verbrauch deutlich, weil das Schmiermittel in minimaler Menge direkt an der Bearbeitungsstelle aufgebracht. Dadurch bietet die MMS erhebliche Vorteile bei der Kühlschmierstoff-Entsorgung, vor allem, wenn biologisch abbaubare Kühlschmierstoffe zum Einsatz kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Während das Refraktometer für Kühlschmierstoff die Qualität und Funktionalität einer herkömmlichen Emulsion für die Metallbearbeitung sicherstellt, eröffnet die MMS neue Wege in Richtung einer ressourcenschonenden und Abfall vermeidenden Fertigung. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Umweltverträglichkeit und Kostenbewusstsein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/metallbearbeitungsfluessigkeiten-in-modernen-prozessen/">Metallbearbeitungsflüssigkeiten: Kühlschmierstoffe in modernen Prozessen</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was versteht man unter Prozesskontrolle in der Industrie?</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/was-versteht-man-unter-prozesskontrolle-in-der-industrie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 08:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlermodus- und Auswirkungsanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Inprozesskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Messsystemanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessautomatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Prozesskontrolle in der Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Six Sigma]]></category>
		<category><![CDATA[statistische Prozesskontrolle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10171</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit der Komplexität moderner Produktionsprozesse steigt ihre Anfälligkeit für Störungen, die sich nachteilig auf die Effizienz, die Qualität und die Sicherheit auswirken können. Damit gewinnt das gezielte Monitoring industrieller Fertigungsabläufe zunehmend an Bedeutung. Hier setzt die Prozesskontrolle an, deren Aufgabe es ist, die Abläufe in Unternehmen und technischen Systemen fortlaufend zu begleiten, zu kontrollieren und &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/was-versteht-man-unter-prozesskontrolle-in-der-industrie/">Was versteht man unter Prozesskontrolle in der Industrie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Mit der Komplexität moderner Produktionsprozesse steigt ihre Anfälligkeit für Störungen, die sich nachteilig auf die Effizienz, die Qualität und die Sicherheit auswirken können. Damit gewinnt das gezielte Monitoring industrieller Fertigungsabläufe zunehmend an Bedeutung. Hier setzt die Prozesskontrolle an, deren Aufgabe es ist, die Abläufe in Unternehmen und technischen Systemen fortlaufend zu begleiten, zu kontrollieren und zu verbessern.</strong></p>
<h2>Was genau ist Prozesskontrolle?</h2>
<p style="text-align: justify;">Als zentraler Bestandteil der Automatisierung und Digitalisierung umfasst die Prozesskontrolle (engl.: process control) sämtliche Maßnahmen, die dazu dienen, Abläufe in technischen oder industriellen Prozessen systematisch zu überwachen, zu steuern und zu optimieren. Das schließt folgende Aufgabenstellungen ein:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Prozessüberwachung: ständige Beobachtung von Prozessgrößen wie Druck, Temperatur, Durchfluss, Konzentration und/oder pH-Wert</li>
<li>Regelung und Steuerung: automatisiertes Anpassen von Steuergrößen mittels Regelungstechnik, um Sollwerte einzuhalten</li>
<li>Datenanalyse: Erfassen und Auswerten der Prozessdaten, um bei Unregelmäßigkeiten frühzeitig eingreifen zu können</li>
<li>Verbesserung der Abläufe: Produktionsoptimierung hinsichtlich Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit aller Prozesse auf Grundlage von Analyse und Feedback.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Koordiniert wird die Prozesskontrolle durch das Prozessleitsystem, wobei das Prozessmanagement den Rahmen für ein ganzheitliches Vorgehen bildet. Anwendung findet sie in nahezu allen Bereichen der Industrie, etwa in der Pharma- und Chemieindustrie, der Lebensmittelproduktion, der Energieerzeugung, der Halbleiter- und Elektronikfertigung und im Fahrzeugbau. Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Prozesskontrolle spielt die SPS-Steuerung, die Messdaten von Sensoren empfängt und mit vorgegebenen Sollwerten vergleicht.</p>
<figure id="attachment_10363" aria-describedby="caption-attachment-10363" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10363 size-full" title="Echtzeit-Datenanalyse in der industriellen Prozesskontrolle – Überwachung und Steuerung komplexer Fertigungsabläufe" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung.jpg" alt="Prozessüberwachung, Datenanalyse, Steuerung" width="1000" height="592" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung-300x178.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Prozessueberwachung-Datenanalyse-Steuerung-768x455.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10363" class="wp-caption-text">© Kunchan &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Prozesskontrolle v.s. Inprozesskontrolle: Wo ist der Unterschied?</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Unterschied zwischen der Prozess- und der Inprozesskontrolle besteht in erster Linie in ihrer zeitlichen und funktionalen Einbettung innerhalb von Fertigungsprozessen. Prozesskontrolle umfasst die gezielte Überwachung und Steuerung des gesamten Produktionsprozesses. Ziel ist es, den stabilen Verlauf und die Einhaltung der definierten Qualitätsvorgaben sicherzustellen. Hierfür kommen oftmals automatisierte Systeme im Sinne von Industrie 4.0 zum Einsatz, die alle wichtigen Prozessparameter überwachen und im Fall einer Abweichung regulierend eingreifen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Inprozesskontrolle ergänzt die industrielle Prozesskontrolle durch eine gezielte Qualitätskontrolle konkreter Zwischen- und Endprodukte. Um zu gewährleisten, dass diese hinsichtlich bestimmter Qualitätsmerkmale wie Abmessungen, Gewicht oder Zusammensetzung den Vorgaben entsprechen, werden systematisch Stichproben genommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Konzipiert, strukturiert und gelenkt vom Prozessmanagement, tragen sowohl die Prozess- als auch die Inprozesskontrolle entscheidend zur Fehlervermeidung und Einhaltung normativer und gesetzlicher Standards bei und sind somit unverzichtbar für ein effizientes und effektives Qualitätsmanagement.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/wartunginstandhaltungsteuerung/prozesskontrolle/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6784 size-full" title="HAKUGUARD Line Monitoring " src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe.jpg" alt="HAKUGUARD Line Monitoring " width="850" height="567" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe.jpg 850w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2024/06/Hakuguard-Kluthe-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Methoden der Prozesskontrolle</h2>
<p style="text-align: justify;">Die industrielle Prozesskontrolle bedient sich verschiedener Praktiken. Zu den häufigsten zählen die folgenden:</p>
<h3>Statistische Prozesskontrolle (SPC)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die statistische Prozesskontrolle nutzt statistische Werkzeuge wie Kontrollkarten, Histogramme und Pareto-Analysen, um Prozessdaten über das Prozessleitsystem zu visualisieren, die Verteilung von Messwerten zu veranschaulichen und die Hauptursachen für Qualitätsprobleme oder Fehler zu finden und zu beheben. Sie ist darauf ausgerichtet, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, Prozessstabilität zu gewährleisten und die Qualität langfristig zu steigern. Anders als bei der traditionellen Endkontrolle geht es bei der SPC (Statistical Process Control) nicht um Fehleridentifikation im Nachhinein, sondern um Fehlervermeidung mithilfe von Steuer- und Regelungstechnik.</p>
<figure id="attachment_10344" aria-describedby="caption-attachment-10344" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10344 size-full" title="Effiziente Fertigung durch statistische Prozesskontrolle – präzise Analyse und frühzeitige Fehlererkennung" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle.jpg" alt="Prozesskontrolle" width="1000" height="527" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle-300x158.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Prozesskontrolle-768x405.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10344" class="wp-caption-text">© Gorodenkoff &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Fehlermodus- und Auswirkungsanalyse (FEMA)</h3>
<p style="text-align: justify;">Hierbei handelt es sich um ein systematisches Verfahren zur Identifikation und Beurteilung potenzieller Fehler in Prozessen, Systemen und Produkten, bevor diese tatsächlich auftreten. Ziel ist es, mögliche Risiken frühzeitig aufzudecken und proaktiv Maßnahmen zur Fehlervermeidung zu ergreifen. Die FEMA beschäftigt sich mit Fragen wie:</p>
<ul>
<li>Welcher Fehler könnte auftreten?</li>
<li>Warum könnte dieser Fehler auftreten?</li>
<li>Was geschieht, wenn dieser Fehler auftritt?</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Jeder mögliche Fehler wird hinsichtlich Auftretenswahrscheinlichkeit, Entdeckbarkeit und Bedeutung beurteilt. Hieraus ergibt sich die sogenannte Risikoprioritätszahl (RPZ). Je höher diese ist, umso wichtiger ist es, schnell zu reagieren. Nach der Umsetzung der Fehlervermeidungsstrategie wird die Fehlermodus- und Auswirkungsanalyse wiederholt und die RPZ erneut berechnet.</p>
<figure id="attachment_10348" aria-describedby="caption-attachment-10348" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10348 size-full" title="Einfaches Beispiel einer Prozesskontrollkarte zur Verfolgung der Ätzrate (Abtragsrate) von Silizium" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch.jpg" alt="Einfaches Beispiel einer Prozesskontrollkarte zur Verfolgung der Ätzrate (Abtragsrate) von Silizium" width="1920" height="1166" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch.jpg 1920w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-300x182.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-1024x622.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-768x466.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Example_Control_Chart_-_DSE_Si_Etch-1536x933.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /><figcaption id="caption-attachment-10348" class="wp-caption-text">By DeminJanu &#8211; Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=154994081</figcaption></figure>
<h3>Six Sigma</h3>
<p style="text-align: justify;">Six Sigma nutzt den DMAIC-Zyklus als strukturierten Ansatz zur Prozessverbesserung. Dieses Akronym steht für:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Define (Definieren): klare Beschreibung des Problems, des Ziels und der Kundenanforderungen sowie Festlegen des Projektumfangs und der Ressourcen</li>
<li>Measure (Messen): Sammeln relevanter Daten, Erfassen der Prozessleistung und des Ist-Zustandes</li>
<li>Analyze (Analysieren): Identifikation der Ursachen für Schwankungen und/oder Fehler mithilfe von statistischen Analysen und Ursache-Wirkungs-Diagrammen</li>
<li>Improve (Verbessern): Entwickeln und Testen möglicher Lösungen, gezielte Prozessoptimierung</li>
<li>Control (Steuern): Implementieren von Überwachungssystemen und Standards, um Verbesserungen dauerhaft zu sichern</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Six Sigma ist darauf ausgerichtet, dass pro Million Möglichkeiten maximal 3,4 Fehler auftreten. Das entspricht nahezu einer Null-Fehler-Produktion.</p>
<figure id="attachment_10351" aria-describedby="caption-attachment-10351" style="width: 656px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10351" title="Grafische Darstellung des Six-Sigma-Prozesses: Define, Measure, Analyze, Improve, Control" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma.jpg" alt="Grafische Darstellung des Six-Sigma-Prozesses: Define, Measure, Analyze, Improve, Control" width="656" height="599" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma-300x274.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/09/Six-Sigma-768x701.jpg 768w" sizes="(max-width: 656px) 100vw, 656px" /><figcaption id="caption-attachment-10351" class="wp-caption-text">© VectorMine &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Visuelle Kontrollen</h3>
<p style="text-align: justify;">Visuelle Kontrollen analysieren Abweichungen anhand optischer Hilfsmittel wie Farbcodes, Checklisten, Markierungen oder visueller Standards, die für sofortige Sichtbarkeit sorgen. Damit ermöglichen sie eine schnelle Fehlererkennung und Qualitätskontrolle ohne komplexe Messtechnik. Die Standardisierung der Abläufe erleichtert die Analyse und die Produktionsoptimierung. Eingehaltene Toleranzen liefern den Nachweis für ordnungsgemäße Prozessverläufe. Da jeder sofort sieht, was falsch oder richtig verläuft, kann diese Methode der Prozesskontrolle die Mitarbeitersensibilität für Ordnung und Qualität erhöhen.</p>
<h3>Messsystemanalyse (MSA)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die MSA bewertet, ob sich ein Messsystem oder eine Sensortechnik eignet, um ein bestimmtes Prüfmerkmal korrekt zu erfassen. Dabei bezieht sie nicht nur die Messtechnik ein, sondern den gesamten Messprozess einschließlich Bediener, Methode und Umgebung. Wichtige Kriterien der MSA sind:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Exaktheit: Wie nah liegt der gemessene am tatsächlichen Wert?</li>
<li>Wiederholbarkeit: Liefert die Messtechnik unter gleichen Bedingungen gleiche Resultate?</li>
<li>Reproduzierbarkeit: Sind die Messergebnisse konsistent bei verschiedenen Geräten oder Bedienern?</li>
<li>Linearität: Ist die Genauigkeit der Sensortechnik über den gesamten Messbereich hinweg gegeben?</li>
<li>Stabilität: Bleiben die Messwerte bei gleichen Bedingungen über längere Zeiträume gleich.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Indem die MSA Vertrauen in die gemessenen Daten schafft, liefert sie die Voraussetzungen für fundierte Controlling-Entscheidungen.</p>
<figure id="attachment_10367" aria-describedby="caption-attachment-10367" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10367 size-full" title="Messsystemanalyse (MSA): Präzise Datenerfassung und Bewertung von Sensor- und Messsystemen in der Industrie" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild.jpg" alt="Messsystemanalyse (MSA): Grundlage für präzise Datenerfassung und Qualitätsbewertung" width="1000" height="560" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild-300x168.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2025/09/Messsystemanalyse-MSA-Symbolbild-768x430.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-10367" class="wp-caption-text">© Justlight &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Vorteile hat die industrielle Prozesskontrolle?</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Prozesskontrolle und die Inprozesskontrolle überwachen und regulieren mittels SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) wichtige Produktionsparameter in Echtzeit. Damit sorgen sie für eine gleichbleibend hohe Produktqualität. Sie ermöglichen eine automatisierte Fertigungssteuerung und reduzieren somit manuelle Eingriffe auf ein Minimum. Im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 sorgt moderne Prozessautomatisierung für einen effizienteren Einsatz von Ressourcen wie Rohstoffen, Energie und Zeit. Dadurch steigen Effizienz und Prozessstabilität, während Stillstände und Ausschuss deutlich reduziert werden. Eingebettet in ein ganzheitliches Controlling, gewährleistet die stetige Prozessüberwachung, dass Fehler frühzeitig erkannt und Qualitätsstandards durchweg eingehalten werden.</p>
<p>Aus wirtschaftlicher Sicht bietet die industrielle Prozesskontrolle Vorteile wie:</p>
<ul>
<li>reduzierte Materialverluste durch minimierte Ausschussraten</li>
<li>sinkende Reparaturkosten durch vorausschauend planbare Wartungen</li>
<li>geringerer Energieverbrauch durch präzise Fertigungssteuerung</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Flexibilität der Produktion steigt, da sich moderne Steuersysteme schnell an neue Anforderungen, beispielsweise bei Chargenwechseln oder Rezeptänderungen anpassen lassen. Nicht zuletzt leistet die industrielle Prozesskontrolle einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da durch die Prozessautomatisierung Abläufe optimiert werden. Zum einen verringern sich dadurch Emissionen und Abfälle. Zum anderen steigt die Energieeffizienz. Die Betriebssicherheit profitiert ebenfalls, da durch die Automatisierung der Überwachung potenzielle Gefahren frühzeitig erkennbar sind und Maschinen und Anlagen stets im sicheren Betriebsbereich bleiben. <a href="https://kluthe.com/produkte/">Kluthe Produkte</a> haben achten ebenso auf Effizienz und Nachhaltigkeit. Informieren Sie sich über die richtige Chemie für Ihre Anwendungen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/was-versteht-man-unter-prozesskontrolle-in-der-industrie/">Was versteht man unter Prozesskontrolle in der Industrie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Großer Überblick zu Aluminiumlegierungen &#8211; Übersicht und Eigenschaften</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/grosser-ueberblick-zu-aluminiumlegierungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 08:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[AlCu]]></category>
		<category><![CDATA[AlMg]]></category>
		<category><![CDATA[AlMn]]></category>
		<category><![CDATA[AlSi]]></category>
		<category><![CDATA[Aluminiumlegierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gusslegierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Knetlegierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächenbehandelbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schweißbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umformbarkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=10001</guid>

					<description><![CDATA[<p>Reines Aluminium hat Eigenschaften, die sich stark von denen anderer metallischer Werkstoffe wie Stahl unterscheiden: Es ist leicht, gut formbar, korrosionsbeständig und besitzt eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Für viele technische Anwendungen ist es aber zu weich und mechanisch zu wenig belastbar. Abhilfe schaffen Aluminiumlegierungen, deren mechanische Eigenschaften durch verschiedene Legierungselemente wie Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink oder &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/grosser-ueberblick-zu-aluminiumlegierungen/">Großer Überblick zu Aluminiumlegierungen &#8211; Übersicht und Eigenschaften</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Reines Aluminium hat Eigenschaften, die sich stark von denen anderer metallischer Werkstoffe wie Stahl unterscheiden: Es ist leicht, gut formbar, korrosionsbeständig und besitzt eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Für viele technische Anwendungen ist es aber zu weich und mechanisch zu wenig belastbar. Abhilfe schaffen Aluminiumlegierungen, deren mechanische Eigenschaften durch verschiedene Legierungselemente wie Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink oder Silizium optimiert wurden.</strong></p>
<h2>Arten von Aluminiumlegierungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Je nach Zusammensetzung punkten Aluminiumlegierungen mit hoher Festigkeit, erhöhter Korrosionsbeständigkeit oder guter Schweißbarkeit. Indem sie die Vorteile des Grundmaterials mit maßgeschneiderten Eigenschaften vereinen, machen sie es zu einem der vielseitigsten Werkstoffe der modernen Metallurgie, insbesondere im Leichtbau.</p>
<p style="text-align: justify;">Basierend auf der Art der späteren Verarbeitung werden Aluminiumlegierungen in der Werkstoffkunde in zwei Hauptgruppen unterteilt: Aluminiumknetlegierungen und Aluminiumgusslegierungen. Beide unterscheiden sich nicht nur in ihrer Herstellung, sondern auch bezüglich ihrer Zusammensetzung, ihrer mechanischen Eigenschaften und ihrer typischen Anwendungen.</p>
<figure id="attachment_10111" aria-describedby="caption-attachment-10111" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10111 size-full" title="Aluminiumlegierungen verbinden Leichtigkeit mit hoher Festigkeit und vielfältigen Anwendungen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen.jpg" alt="Aluminiumlegierungen verbinden Leichtigkeit mit hoher Festigkeit und vielfältigen Anwendungen" width="1200" height="798" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen-1024x681.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aluminumlegierung-wird-gegossen-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10111" class="wp-caption-text">© Dmitriy K &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Aluminiumknetlegierungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Um Knetlegierungen herzustellen, wird Reinaluminium mit Legierungselementen wie Magnesium, Mangan, Kupfer, Silizium oder Zink eingeschmolzen. Dabei werden die Legierungszusätze gezielt dosiert, um die <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/">Umformbarkeit und die Festigkeit zu beeinflussen</a>. Die Schmelze wird zu Halbzeugen wie Walzbarren oder Pressbolzen gegossen. Eine Wärmebehandlung dient der Gefügeangleichung und dem Spannungsabbau. Die Mikrostruktur dieser Legierungen wird so eingestellt, dass sie sich durch Umformen weiter verbessern lässt, etwa durch Ausscheidungshärtung oder Rekristallisation.</p>
<p style="text-align: justify;">Aluminiumknetlegierungen eignen sich zur Bearbeitung durch Schmieden, Walzen, Rundkneten, Pressen, Biegen und andere Umformprozesse. Sie zeichnen sich durch gute mechanische Eigenschaften und eine hohe Festigkeit und Härte aus, behalten jedoch die geringe Dichte von Aluminium bei. Dadurch sind sie ideal für Anwendungen im Leichtbau.</p>
<figure id="attachment_10121" aria-describedby="caption-attachment-10121" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-bleche/"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10121 size-full" title="Kluthe Blechumformung – HAKUFORM, HAKUFLUID" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2.jpg" alt="Kluthe Blechumformung – HAKUFORM, HAKUFLUID" width="1200" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/rolled-aluminum-coils-2-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10121" class="wp-caption-text">© phonlamaiphoto &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Aluminiumgusslegierungen</h3>
<p style="text-align: justify;">Um Aluminiumgusslegierungen zu erzeugen, wird Aluminium mit höheren Anteilen von Silizium, Kupfer, Magnesium oder Zink legiert. Oft enthalten diese Aluminiumwerkstoffe bis zu 25 Prozent Silizium. Die Mengen der Legierungszusätze sind optimiert für Fließverhalten, Erstarrung und Maßhaltigkeit. Das geschmolzene Material wird in Kokillen-, Sand- oder Druckgussformen gegossen. Nach dem Erkalten liegen die Bauteile direkt in der gewünschten Form vor. Diese Aluminiumlegierungen werden so eingestellt, dass sie beim Erstarren feine, dichte Gefüge bilden, zum Beispiel durch eutektische Zusammensetzungen wie bei AlSi12.</p>
<p style="text-align: justify;">Gusslegierungen finden vor allem dort Verwendung, wo komplexe Geometrien gefragt sind, beispielsweise bei Strukturteilen oder Motorgehäusen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Einfluss der Legierungselemente auf die Werkstoffeigenschaften von Aluminiumlegierungen</h2>
<p style="text-align: justify;">In der Werkstoffkunde zeigt sich, dass Zugabe unterschiedlicher Elemente einen großen Einfluss auf die Aluminium-Eigenschaften hat. Hier die wichtigsten Legierungselemente im Überblick:</p>
<h3>Magnesium (Mg)</h3>
<p style="text-align: justify;">Durch Beigabe dieses Alkalimetalls erhöhen sich die Festigkeitswerte des Aluminiums deutlich. Außerdem zeichnen sich AlMg-Legierungen durch eine höhere Korrosionsbeständigkeit gegenüber Seewasser und Alkalien sowie durch eine gute Wärmeleitfähigkeit aus.</p>
<figure id="attachment_10124" aria-describedby="caption-attachment-10124" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10124 size-full" title="AlMg-Legierungen sind korrosionsbeständig und daher ideal für Bootsrümpfe im Seewasser" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug.jpg" alt="Boot-Bug" width="1200" height="675" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug-300x169.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug-1024x576.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Boot-Bug-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10124" class="wp-caption-text">© Arda ALTAY &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h4>Kupfer (Cu)</h4>
<p style="text-align: justify;">Kupfer senkt die Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion, erhöht aber die Festigkeit und Härte um ein Vielfaches. Überdies macht dieses Element Aluminiumlegierungen gut zerspanbar.</p>
<h3>Mangan (Mn)</h3>
<p style="text-align: justify;">Aluminiumwerkstoffe mit Mangan sind besonders dehn- und zugfest. Zusätzlich erhöht dieses Element die Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion.</p>
<h3>Silizium (Si)</h3>
<p style="text-align: justify;">Silizium wirkt sich positiv auf die Korrosionsbeständigkeit von Aluminiumlegierungen aus. In Verbindung mit Mg verbessert es die Wärmebehandelbarkeit. Da Silizium den Schmelzpunkt senkt, wird eine bessere Schweißbarkeit erzielt.</p>
<h3>Zink (Zn)</h3>
<p style="text-align: justify;">Zusammen mit Mg lässt Zink eine wärmebehandelbare Legierung entstehen. Obendrein verleiht es dem Aluminium Eigenschaften wie eine höhere Härte und Festigkeit, senkt jedoch die Korrosionsresistenz.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Einsatzgebiete der wichtigsten Aluminiumlegierungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Je nach Zusammensetzung und genauen Werkstoffeigenschaften eignen sich die verschiedenen Aluminiumlegierungen bzw. daraus gefertigte Produkte für unterschiedlichste Anwendungsfelder.</p>
<h3>AlMg</h3>
<p>AlMg-Legierungen gehören zu den wichtigsten Konstruktionswerkstoffen in der Metallurgie. Ein Großteil wird zu Walzprodukten, Rohren, Stangen, Drähten sowie Gesenk- und Freiformschmiedeteilen verarbeitet. Da AlMg gut korrosionsbeständig und bei tiefen Temperaturen hochfest ist, findet es Verwendung im Schiffbau, im Apparate- und Rohrleitungsbau für die chemische Industrie, in der Kältetechnik und in der Automobilindustrie. Durch seine gute Schweißbarkeit ist es außerdem prädestiniert für den Einsatz im Flugzeugbau, wobei die Aluminium-Eigenschaften in diesem Bereich durch zusätzliche Zugaben von Scandium und Zirkon verbessert werden.</p>
<figure id="attachment_10115" aria-describedby="caption-attachment-10115" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10115 size-full" title="AlMg-Legierungen sind korrosionsbeständig, hochfest bei Kälte und unverzichtbar im Fahrzeug- und Flugzeugbau" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage.jpg" alt="Auto-Montage" width="1200" height="801" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage-1024x684.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Auto-Montage-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10115" class="wp-caption-text">© dizfoto1973 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>AlCu</h3>
<p style="text-align: justify;">Hauptanwendungsgebiete von AlCu-Legierungen sind der Flugzeugbau und die Raumfahrt, wo es vor allem auf ein geringes Gewicht und weniger auf Korrosionsbeständigkeit ankommt. Weitere Einsatzfelder sind der Fahrzeugbau, der Maschinenbau und der Brückenbau.</p>
<h3>AlMn</h3>
<p data-start="1140" data-end="1588">AlMn-Legierungen werden in Anwendungen mit geringen Festigkeitsanforderungen eingesetzt. Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Korrosion eignen sie sich für chemische und lebensmittelnahe Umgebungen. Wegen ihrer besonderen Eigenschaften werden AlMn-Legierungen nicht den Konstruktions-, sondern den Funktionswerkstoffen zugerechnet. Typische Anwendungen sind Getränkedosen, Rollläden, Rolltore, Druckbehälter und Wärmetauscher.</p>
<h3>AlSi</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der überwiegenden Zahl dieser Legierungen handelt es sich um Gusslegierungen. Eutektische AlSi-Legierungen werden zu Zylinderköpfen, Zylinderblöcken, Maschinenteilen, Flügelrädern und Rippenkörpern gegossen. Siliciumreiche Aluminiumlegierungen kommen wegen Eigenschaften wie geringer Wärmedehnung, hoher Festigkeit und Verschleißfestigkeit für Motorenteile zum Einsatz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-10127 size-full" title="AlSi-Gusslegierungen werden in Motoren wegen geringer Wärmedehnung und hoher Verschleißfestigkeit eingesetzt." src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder.jpg" alt="Motor-Zylinder" width="1200" height="867" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder-300x217.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder-1024x740.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Motor-Zylinder-768x555.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h2>Besonderheiten der Legierungen in der Aluminiumverarbeitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Da durch das Hinzufügen von Legierungselementen zu reinem Aluminium Eigenschaften wie das Wärmebehandlungsverhalten, die Warm- und <a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-kaltmassivumformung/">Kaltumformbarkeit</a> sowie die Schweiß- und Zerspanungseigenschaften beeinflusst werden, spielt die gezielte Auswahl der Legierung eine zentrale Rolle in der Aluminiumverarbeitung.</p>
<h3>Zerspanbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Zerspanbarkeit von AlMg ist gut bis befriedigend, kann jedoch durch hohe Festigkeitswerte und Kaltverfestigung begrenzt sein. AlCu-Legierungen gelten als mäßig zerspanbar, da sie oft hart sind und einen höheren Werkzeugverschleiß verursachen können. Ausgezeichnete Zerspanbarkeit bieten AlSi-Legierungen, vor allem bei höherem Siliziumanteil. Allerdings können die harten Si-Partikel den Werkzeugverschleiß erhöhen. AlMn-Legierungen sind in der Regel gut zerspanbar.</p>
<h3>Umformbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Legierungen mit Magnesium sind zäh und duktil. Daher eignen sie sich ideal zum Tiefziehen, Biegen oder Walzen. AlMn-Legierungen sind ebenfalls gut bis sehr gut umformbar. Bei AlSi-Legierungen handelt es sich mehrheitlich um Gusslegierungen mit mäßiger bis geringer Umformbarkeit. Auch AlCu-Legierungen sind eher begrenzt plastisch verformbar, insbesondere in gehärtetem Zustand.</p>
<figure id="attachment_10164" aria-describedby="caption-attachment-10164" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://kluthe.com/produkte/umformschmierstoffe/...fuer-rohre-und-profile/"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10164 size-full" title="Aluminiumrohre aus speziellen Legierungen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren.jpg" alt="Aluminiumröhren" width="1000" height="614" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren-300x184.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2026/09/Aluminiumroehren-768x472.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10164" class="wp-caption-text">© SHD &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Schweißbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">AlMg-Legierungen sind gut schweißbar, vor allem im MIG- und WIG-Verfahren. Auch AlMn-Legierungen weisen gute Schweißeigenschaften auf. Sehr gut schweißgeeignet sind AlSi-Legierungen, die oft als Schweißzusatz zum Fügen artverschiedener Aluminiumlegierungen genutzt werden. Deutlich schlechter schweißverträglich sind AlCu-Legierungen, da sie zu Heißrissen neigen und nach dem Schweißen oft eine zusätzliche Wärmebehandlung erfordern.</p>
<h3>Wärmebehandelbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">AlMg ist nicht durch Wärmebehandlung aushärtbar, da es keine ausscheidungshärtenden Phasen gibt. Gleiches gilt für AlMn-Legierungen. Gusslegierungen auf AlSi-Basis sind nur eingeschränkt thermisch härtbar. Durch den Zusatz von Mg oder Cu lässt sich ihre Wärmebehandelbarkeit verbessern. Sehr gut wärmebehandelbar ist AlCu, das zu den wichtigsten aushärtbaren Legierungen zählt.</p>
<figure id="attachment_10132" aria-describedby="caption-attachment-10132" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10132 size-full" title="Durch Wärmebehandlung lassen sich vor allem AlCu-Legierungen aushärten und ihre Festigkeit steigern" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall.jpg" alt="Durch Wärmebehandlung lassen sich vor allem AlCu-Legierungen aushärten und ihre Festigkeit steigern" width="1200" height="800" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/Aushaertung-von-Metall-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10132" class="wp-caption-text">© Igor Nikushin &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h3>Oberflächenbehandelbarkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="https://kluthe.com/produkte/oberflaechenvorbehandlung/">Oberflächenbehandelbarkeit</a> von Aluminiumlegierungen beeinflusst maßgeblich ihr Erscheinungsbild und ihre Korrosionsbeständigkeit. AlMg ist sehr gut eloxierbar, wobei gleichmäßige Schichten erzeugt werden. Beim Eloxieren von AlCu ergeben sich eine ungleichmäßige Farberscheinung und eine geringe Schutzwirkung, weshalb häufig lacktechnische oder galvanische Beschichtungsverfahren zur Anwendung kommen. Bei AlSi-Legierungen mit hohem Si-Anteil liefert das Eloxieren schlechte Ergebnisse. Mit entsprechenden Vorbehandlungen sind sie jedoch gut lackierbar. AlMn eignet sich gut für Eloxalverfahren mit dekorativer Wirkung, bietet aber auch eine gute Lackierbarkeit und Pulverbeschichtbarkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/grosser-ueberblick-zu-aluminiumlegierungen/">Großer Überblick zu Aluminiumlegierungen &#8211; Übersicht und Eigenschaften</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verfahren der Wertstoffaufbereitung</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/verfahren-der-wertstoffaufbereitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Chemische Werke Kluthe GmbH]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 09:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Abfallaufbereitung von Kunststoffen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbereitung von Reststoffen]]></category>
		<category><![CDATA[chemische Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[gebrauchte Lösemittel]]></category>
		<category><![CDATA[Hydrosolve-Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Isodry Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigungsprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Rematec GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Resolve-T Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Stofftrennung]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahren der Wertstoffaufbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[Wertstoffaufbereitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=4239</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachhaltige Chemie zeichnet sich unter anderem durch sparsamen Rohstoffverbrauch und Abfallvermeidung aus. Deshalb gewinnt die Wertstoffaufbereitung immer mehr an Bedeutung. In der Oberflächentechnik fallen vielfältige Reststoffe an, die sich durch geeignete Verfahren der Aufbereitung zurückgewinnen und erneut nutzen lassen. Die chemische Industrie setzt hierbei auf Trennverfahren, um einzelne Substanzen aus Gemischen zu isolieren. Ergänzend kommen &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/verfahren-der-wertstoffaufbereitung/">Verfahren der Wertstoffaufbereitung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/"><strong>Nachhaltige Chemie</strong></a><strong> zeichnet sich unter anderem durch sparsamen Rohstoffverbrauch und Abfallvermeidung aus. Deshalb gewinnt die Wertstoffaufbereitung immer mehr an Bedeutung. In der Oberflächentechnik fallen vielfältige Reststoffe an, die sich durch geeignete Verfahren der Aufbereitung zurückgewinnen und erneut nutzen lassen. Die chemische Industrie setzt hierbei auf Trennverfahren, um einzelne Substanzen aus Gemischen zu isolieren. Ergänzend kommen Verfahren der Stoffumwandlung zum Einsatz. Lesen Sie hier, welche Verfahren der Wertstoffaufbereitung in der Praxis relevant sind und wie Kluthe über sein Tochterunternehmen Rematec den Kreislauf schließt.</strong></p>
<h2>Welche Reststoffe fallen in der Oberflächentechnik an?</h2>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="https://kluthe.com/produkte/">Oberflächentechnik</a> umfasst zahlreiche Prozesse, bei denen Hilfsstoffe verbraucht werden und Rückstände entstehen. Zu den wichtigsten Reststoffen zählen verbrauchte organische Lösemittel aus Reinigungsprozessen, Dichlormethan aus der Kaltreinigung von Maschinenteilen, Altlacke, Altfarben und Lackkoagulate aus der Beschichtung sowie Bearbeitungs- und Altöle aus der Zerspanung und Umformung von Metallen. Hinzu kommen Pulverlacke aus dem Overspray von Lackieranlagen und Hydrospülflüssigkeiten aus Lackierkabinen.</p>
<p style="text-align: justify;">All diese Reststoffe müssen getrennt voneinander gesammelt werden, weil jede Stoffgruppe eine andere Behandlung benötigt. Eine Vermischung würde das Recycling unmöglich machen. Die Wertstoffaufbereitung erfolgt in der Regel in mehreren Schritten, in denen die Bestandteile nach und nach einzeln gewonnen werden. Dadurch wird zuweilen eine sehr komplexe Chemietechnik benötigt. Wie eine <a href="https://kluthe.com/magazin/nachhaltige-abfallwirtschaft-chemie/">nachhaltige Abfallwirtschaft</a> in der Chemie organisiert werden kann, hängt dabei wesentlich von der Art und Zusammensetzung der Reststoffe ab.</p>
<figure id="attachment_4242" aria-describedby="caption-attachment-4242" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4242 size-full" title="Reststoffe werden heutzutage nicht einfach entsorgt, sondern möglichst wiederaufbereitet" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Alte-Chemikalien-Tonne.jpg" alt="Jemand verschiebt ein gefülltes blaues Fass " width="900" height="619" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Alte-Chemikalien-Tonne.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Alte-Chemikalien-Tonne-300x206.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Alte-Chemikalien-Tonne-768x528.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Alte-Chemikalien-Tonne-110x75.jpg 110w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-4242" class="wp-caption-text">© ndoeljindoel &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Physikalische Trennverfahren in der Wertstoffaufbereitung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Reststoffen der Oberflächentechnik erfolgt hauptsächlich durch Stofftrennung. Dabei nutzt man Unterschiede in den Eigenschaften und im Verhalten der Bestandteile von Gemischen. Am häufigsten kommen physikalische Verfahren wie Filtration, Destillation, Abscheidung und Extraktion zum Einsatz.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Filtration werden Feststoffe aus Flüssigkeiten entfernt &#8212; ein grundlegender Schritt, der vielen weiteren Aufbereitungsprozessen vorausgeht. Die Destillation trennt Flüssigkeitsgemische anhand unterschiedlicher Siedepunkte und ist das zentrale Verfahren bei der <a href="https://kluthe.com/magazin/solvent-recycling/">Rückgewinnung von Lösemitteln</a>. Wird die Destillation so geführt, dass einzelne Komponenten in bestimmten Höhen einer Kolonne abgezweigt werden, spricht man von <a href="https://kluthe.com/magazin/was-bedeutet-fraktionierung-in-der-chemie/">Fraktionierung</a> &#8212; ein Verfahren, das besonders bei der Aufbereitung komplexer Lösemittelgemische eingesetzt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere relevante Trennverfahren in der Wertstoffaufbereitung sind die Abscheidung, bei der sich nicht mischbare Flüssigkeiten durch Schwerkraft trennen lassen, die Extraktion mit selektiven Lösungsmitteln, die Adsorption an Aktivkohle zur Reinigung von Flüssigkeiten sowie die Gaswäsche, um Wertstoffe aus Abgasen zurückzugewinnen. Welches davon zum Einsatz kommt, hängt von der Zusammensetzung des Reststoffs und von den Anforderungen an die Reinheit der gewonnenen Stoffe ab.</p>
<figure id="attachment_4245" aria-describedby="caption-attachment-4245" style="width: 900px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4245 size-full" title="Es gibt viele Verfahren, mit denen Abfallprodukte zumindest teilweise wieder nutzbar gemacht werden" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Chemisches-Werk.jpg" alt="Industrielle Filteranalage - Wertstoffaufbereitung" width="900" height="600" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Chemisches-Werk.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Chemisches-Werk-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/Chemisches-Werk-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption id="caption-attachment-4245" class="wp-caption-text">© Songkhla Studio &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Chemische Aufbereitung: Fällung, Flockung und Neutralisation</h2>
<p style="text-align: justify;">In einigen Fällen erfolgt vor der eigentlichen Trennung eine chemische Umwandlung einzelner Stoffe. Bei der Fällung oder Flockung wird ein Hilfsstoff in eine Flüssigkeit gegeben, der mit einer Komponente zu einem Feststoff reagiert. Das Reaktionsprodukt setzt sich dann am Boden ab, schwimmt auf der Oberfläche oder lässt sich in Filtern zurückhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Aufbereitung gefährlicher Stoffe muss im Zuge der Wertstoffaufbereitung äußerst behutsam vorgegangen werden. Hier erfolgt häufig die Umwandlung in weniger riskante oder ungefährliche Substanzen. Ätzende Säuren und Laugen werden beispielsweise durch Neutralisation unschädlich gemacht &#8212; dabei entstehen Salze und Wasser. Giftige Stoffe können durch chemische Reaktionen wie Oxidation oder Reduktion in ungefährliche Medien umgewandelt werden. Danach bietet sich eine stoffliche Verwertung an, die wertvolle Rohstoffe in den <a href="https://kluthe.com/magazin/kreislaufwirtschaft-in-der-chemie/">Kreislauf</a> zurückführt.</p>
<h2>Wertstoffaufbereitung bei Rematec: Patentierte Verfahren für die Oberflächentechnik</h2>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="https://rematec-recycling.com/de">Rematec GmbH</a> ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Chemischen Werke Kluthe GmbH und hat sich auf die Wertstoffaufbereitung spezialisiert. Bereits 1956 begann die Kluthe-Gruppe mit der Verwertung gebrauchter organischer Lösemittel. 1980 wurde eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung damit beauftragt, Verfahren zu entwickeln, um aus Reststoffen und Abfällen wieder Rohstoffe zurückzugewinnen. Heute betreibt Rematec Recycling-Standorte in Heidelberg und Mügeln (Sachsen) und hat insgesamt fünf Verfahren patentiert, die in der industriellen Wertstoffaufbereitung zum Einsatz kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Leitgedanke von Rematec ist, dass Reststoffe aus der Oberflächentechnik nicht einfach entsorgt, sondern möglichst vollständig in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Damit schließt Kluthe als Chemielieferant den Kreis: Die bei der Anwendung der Produkte entstehenden Reststoffe werden zurückgenommen und zu neuen Rohstoffen aufbereitet.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/INTtARG764I" width="924" height="520" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Reinigung und Fraktionierung gebrauchter Lösemittel</h3>
<p style="text-align: justify;">Gebrauchte Lösemittel, die feste Stoffe enthalten, werden zunächst durch einen Filter geleitet. Dort werden die Feststoffe zurückgehalten. Anschließend fließt das Gemisch in eine Destillationskolonne. Das ist ein hoher, zylinderförmiger Apparat, der am oberen Ende, dem Kopf, mit einem Kühler und am unteren Ende, dem Sumpf, mit einem Verdampfer ausgerüstet ist. Im Sumpf verdampft das Lösemittelgemisch. Die Dämpfe steigen nach oben und werden im Kühler kondensiert. Ein Teil der gewonnenen Flüssigkeit läuft zurück in die Kolonne und rieselt im Gegenstrom zu den Dämpfen herab. Dabei reichert sich der Dampf immer weiter mit leichter siedenden Stoffen an. Seitlich werden in unterschiedlichen Höhen die einzelnen Komponenten des Gemischs abgezweigt. Diese Komponenten werden in der Fachsprache als Fraktionen bezeichnet. Allein in Deutschland fallen jährlich rund 60.000 Tonnen mit Lacken verunreinigter Lösungsmittel an, für die es eine umweltgerechte Lösung zu finden gilt &#8212; die Wertstoffaufbereitung durch Fraktionierung leistet hier einen entscheidenden Beitrag.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/nachhaltigkeit/nachhaltige-chemie-aus-heidelberg/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4247" title="Kluthe und Rematec stehen für Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-nachhaltiges-recycling_800x800.jpg" alt="Kluthe und Rematec stehen für Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie - Wertstoffaufbereitung" width="900" height="675" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-nachhaltiges-recycling_800x800.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-nachhaltiges-recycling_800x800-300x225.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-nachhaltiges-recycling_800x800-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></p>
<h3>Resolve-T-Verfahren: Vollständige Lösemittel-Rückgewinnung</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem patentierten <a href="https://kluthe.com/magazin/moderne-loesemittel-rueckgewinnung/">Resolve-T-Verfahren</a> gelingt die Wertstoffaufbereitung von stark mit Feststoffen belasteten Lösemitteln, etwa Lackschlämmen. Es handelt sich um einen kombinierten Prozess, bei dem die Lösemittel-Rückgewinnung (Resolve) und die anschließende übergangslose Trocknung (T) in einem Schritt erfolgen. Dem Lack-Gemisch wird ein Additiv zugegeben, das die Klebrigkeit des Lackes unterbindet, ohne dessen Eigenschaften chemisch zu verändern. Anschließend wird das Gemisch unter Vakuumbedingungen destilliert. Durch den Unterdruck verringert sich die Siedetemperatur, sodass die organischen Lösemittel schonend und vollständig in guter Qualität zurückgewonnen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die zurückbleibenden Feststoffe werden getrocknet und verwertet. Der lösemittel- und emissionsfreie Lackrückstand besteht aus energiereichem Bindemittel, Füllstoffen und Pigmenten. Nach dem Mahlen und Pelletieren kann dieser Trockenstoff beispielsweise als Ausgangsstoff zur Herstellung hochreinen Methanols genutzt werden. So wird beim Resolve-T-Verfahren sowohl die flüssige als auch die feste Phase vollständig recycelt.</p>
<h3>Hydrosolve-Verfahren: Aufbereitung von Wasserlack-Spülflüssigkeiten</h3>
<p style="text-align: justify;">Für das Recycling der Komponenten aus Wasserlack-Spülflüssigkeiten (Hydrospüler) hat Rematec das Hydrosolve-Verfahren entwickelt. Die Zugabe von Spezialchemikalien bewirkt, dass sich das Wasser-Gemisch und die Lackpartikel voneinander trennen. Danach durchläuft die Mischung einen Filter, der die Feststoffe zurückhält. Die Flüssigkeit wird bei der Produktion von Chemie für die Oberflächentechnik wiederverwendet. Die Filterrückstände durchlaufen weitere Schritte und werden ebenfalls wieder zu Rohstoffen verarbeitet.</p>
<h3>Isodry-Verfahren: Recycling aus Altlacken und Lackkoagulaten</h3>
<p style="text-align: justify;">Dieser Prozess dient der Rückgewinnung von Rohstoffen aus Altlacken, Altfarben und Lackkoagulaten, die Wasser und Lösemittel enthalten. Auch die Filterrückstände aus dem Hydrosolve-Prozess werden hier aufbereitet. Im ersten Verfahrensschritt binden hydrophile Zuschlagstoffe einen großen Teil des in den Reststoffen enthaltenen Wassers. Nach dieser Konditionierung gelangt das Gemisch in spezielle Trocknungsanlagen. Dort erfolgt die Abtrennung von Wasser und Lösemitteln, teilweise bei Unterdruck. Durch das Vakuum verringert sich die Siedetemperatur der Flüssigkeiten. Am Ende des Prozesses stehen Wasser, Lösemittel und Feststoffe wieder der Produktion zur Verfügung.</p>
<h3>Rema-System: Sammlung und Logistik für Reststoffe</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Wertstoffaufbereitung beginnt bereits bei der Sammlung im Betrieb. Mit dem Rema-System stellt Rematec seinen Kunden spezielle Entsorgungsgebinde zur Verfügung, in denen Farb- und Lösemittelreste systematisch und sortenrein gesammelt werden. Die Behälter werden über die unternehmenseigene Spedition beim Kunden abgeholt und zu den Rematec-Standorten transportiert. Für die Industriebetriebe bedeutet das einen verschwindend geringen Aufwand im Vergleich zur Behandlung der verbrauchten Stoffe als Abfall. Die sortenreine Sammlung ist dabei Voraussetzung für eine hochwertige Verwertung, denn nur wenn die Reststoffe möglichst wenig vermischt sind, lassen sich die einzelnen Komponenten effizient zurückgewinnen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4254 size-full" title="Die Rematec GmbH gewinnt Wertstoffe wie Altlacke, Altfarben und Lackkoagulate zurück" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-wertstoffe-rueckgewinnen.jpg" alt="Werk der Rematec GmbH - Wertstoffaufbereitung" width="1000" height="461" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-wertstoffe-rueckgewinnen.jpg 1000w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-wertstoffe-rueckgewinnen-300x138.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-wertstoffe-rueckgewinnen-768x354.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<h2>Chemisches Recycling von Kunststoffen</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben der Aufbereitung von Prozesschemikalien gewinnt auch das <a href="https://kluthe.com/magazin/kunststoffrecycling-in-der-chemie/">chemische Recycling von Kunststoffen</a> an Bedeutung. Dabei werden Kunststoffe unter Ausschluss von Sauerstoff stark erhitzt und thermisch zersetzt. Je nach Reaktionsbedingungen kommen unterschiedliche Verfahren zum Tragen: Pyrolyse erzeugt feste, flüssige und gasförmige Rohstoffe, Vergasung liefert Synthesegas aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid, und durch Verflüssigung entstehen Öle und Kraftstoffe.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zersetzungsprodukte bilden Stoffgemische, die in der Regel zunächst von Verunreinigungen befreit werden müssen. Anschließend kommen häufig die bereits beschriebenen Trennverfahren zum Einsatz, um die Rohstoffe einzeln zu gewinnen. Diese Verfahren der Wertstoffaufbereitung sind dann besonders nachhaltig, wenn sich die Kunststoffe nicht als Werkstoffe wiederverwenden lassen. Ob in solchen Fällen die energetische Verwertung &#8212; also das Verbrennen &#8212; umweltschonender ist, wird in der Branche noch diskutiert. Allerdings werden die chemischen Aufbereitungsverfahren bei zunehmender Rohstoffknappheit und Weiterentwicklung der Technologien weiter an Bedeutung gewinnen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4256 size-full" title="Reststoffe aufzubereiten ist Teil einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie in der chemischen Industrie" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-reststoffe-aufbereiten-1.jpg" alt="Lackierer bei der Arbeit - Reststoffe aufbereiten durch die Rematec GmbH" width="900" height="453" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-reststoffe-aufbereiten-1.jpg 900w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-reststoffe-aufbereiten-1-300x151.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2023/09/rematec-reststoffe-aufbereiten-1-768x387.jpg 768w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></p>
<h2>Warum lohnt sich die Wertstoffaufbereitung für Industriebetriebe?</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Verwertung von Produktionsrückständen ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern bietet Industriebetrieben auch konkrete wirtschaftliche Vorteile. Durch die Rückgewinnung von Lösemitteln, Ölen und weiteren Rohstoffen sinken die Beschaffungskosten für Primärrohstoffe. Gleichzeitig reduzieren sich die Entsorgungskosten, da aufbereitete Stoffe nicht als Sonderabfall behandelt werden müssen. Betriebe, die ihre Abfallstoffe einer qualifizierten Wertstoffaufbereitung zuführen, verbessern darüber hinaus ihre Ökobilanz und erfüllen die wachsenden Anforderungen von Kunden und Regulierungsbehörden an eine nachhaltige Produktion.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner wie Rematec vereinfacht dabei den gesamten Prozess. Von der Bereitstellung der Sammelgebinde über die Abholung bis hin zur stofflichen Verwertung wird die Aufbereitung als Dienstleistung aus einer Hand angeboten. So können sich Betriebe der Oberflächentechnik auf ihre Kernprozesse konzentrieren und zugleich sicherstellen, dass ihre Reststoffe hochwertig recycelt und dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/verfahren-der-wertstoffaufbereitung/">Verfahren der Wertstoffaufbereitung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wasserbasierte vs. lösemittelbasierte Teilereinigung</title>
		<link>https://kluthe.com/magazin/wasserbasierte-vs-loesemittelbasierte-teilereinigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Stadler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2025 14:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Metalworking & Cleaning]]></category>
		<category><![CDATA[Energieverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[lösemittelbasierte Reinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigungsanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigungschemikalien]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigungskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Teilereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbilanz]]></category>
		<category><![CDATA[VOC-Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[wasserbasierte Reinigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kluthe.com/magazin/?p=9711</guid>

					<description><![CDATA[<p>« Umweltbilanz und Leistungsvergleich » Sowohl die lösemittelbasierte als auch die wasserbasierte Reinigung ermöglichen effiziente Reinigungsprozesse. Die beiden Methoden arbeiten jedoch vollkommen unterschiedlich, sodass sich je nach Einsatzzweck die eine oder die andere besser für die Teilereinigung eignen kann. Die folgende Gegenüberstellung vergleicht beide Verfahren hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Umweltbilanz und kann damit eine wertvolle &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/wasserbasierte-vs-loesemittelbasierte-teilereinigung/">Wasserbasierte vs. lösemittelbasierte Teilereinigung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Umweltbilanz und Leistungsvergleich »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sowohl die lösemittelbasierte als auch die wasserbasierte Reinigung ermöglichen effiziente Reinigungsprozesse. Die beiden Methoden arbeiten jedoch vollkommen unterschiedlich, sodass sich je nach Einsatzzweck die eine oder die andere besser für die </strong><a href="https://kluthe.com/produkte/industrielle-teilereinigung/"><strong>Teilereinigung</strong></a><strong> eignen kann. Die folgende Gegenüberstellung vergleicht beide Verfahren hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Umweltbilanz und kann damit eine wertvolle Entscheidungshilfe bieten.</strong></p>
<h2>Funktionsweise der Reinigungstechnologie im Überblick</h2>
<p style="text-align: justify;">Die lösemittelbasierte und die wasserbasierte Reinigung nutzen verschiedene chemische Reinigungsprinzipien. Während die eine Methode auf leistungsstarke Lösungsmittel setzt, stützt sich die andere auf umweltfreundliche Reinigungsverstärker.</p>
<h3>Lösemittelbasierte Reinigung</h3>
<p style="text-align: justify;">Hierbei handelt es sich um universell einsetzbare Produkte, die mit vielen Metallen kompatibel sind und bei einem breiten Spektrum von Verunreinigungen zur Anwendung kommen können. Sie lösen Fette, Öle und Feststoffe chemisch auf, indem sie die zwischenmolekularen Kräfte schwächen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Reinigung erfolgt in aller Regel durch Tauchen oder Spritzen. Dabei werden die Reinigungsmedien ständig mittels Filtration und Destillation aufbereitet. Die Reinigungseffizienz lässt sich über mechanische Reinigungsprozesse wie den Einsatz von Ultraschall verbessern. Nach einem anschließenden Trocknungsprozess können die gereinigten Teile sauber und trocken entnommen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9767" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_SolventCleaner_8662_RGBaiINAZRbi5xzv_800x800-1.jpg" alt="MC_CLE_SolventCleaner_8662_RGBaiINAZRbi5xzv_800x800 (1)" width="850" height="566" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_SolventCleaner_8662_RGBaiINAZRbi5xzv_800x800-1.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_SolventCleaner_8662_RGBaiINAZRbi5xzv_800x800-1-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_SolventCleaner_8662_RGBaiINAZRbi5xzv_800x800-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<h3>Wasserbasierte Reinigung</h3>
<p style="text-align: justify;">Wässrige Reiniger enthalten chemische Zusätze wie Emulgatoren und Tenside. Diese dienen dazu, Fett und Schmutzpartikel zu lösen und zu umhüllen, sodass sie leichter weggespült werden können. Die Bauteilereinigung mit wasserbasierten Reinigungsmedien kann durch Wärme und Rühren unterstützt werden. Eventuelle Rückstände werden in Spülbädern entfernt. Abschließend folgt auch hier ein Trocknungsprozess mithilfe von Gebläsen oder Heizungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Produkte für die wasserbasierte Teilereinigung sind meist Konzentrate, die dem Reinigungswasser zugesetzt werden. Häufig sind sie schmutzspezifisch, also auf ganz bestimmte Verunreinigungen und Materialien abgestimmt.</p>
<p><a href="https://kluthe.com/produkte/industrielle-teilereinigung/wasserbasierend/"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9764" title="Industrielle Teilereinigung, wasserbasierend – HAKUPUR" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_HAKUPUR_SEW-9224_RGB_800x800.jpg" alt="Industrielle Teilereinigung, wasserbasierend – HAKUPUR" width="850" height="566" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_HAKUPUR_SEW-9224_RGB_800x800.jpg 800w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_HAKUPUR_SEW-9224_RGB_800x800-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/MC_CLE_HAKUPUR_SEW-9224_RGB_800x800-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<h2>Die Kosten beider Arten der Metallreinigung im Vergleich</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Gesamtkosten für die Teilereinigung setzen sich zusammen aus:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Anschaffungskosten für die Reinigungsanlage einschließlich Installation und etwaiger Nachrüstung</li>
<li style="text-align: justify;">Betriebskosten inklusive Prozesssteuerung, Energiekosten, Chemikalien, Badwechsel und Entsorgung</li>
<li style="text-align: justify;">Personalkosten für den Betrieb und die Prozessüberwachung</li>
</ul>
<h3>Lösemittelbasierte Teilereinigung: Teuer in der Anschaffung, günstig im Betrieb</h3>
<p style="text-align: justify;">Reinigungsanlagen für die Teilereinigung mit Lösungsmitteln erfordern oftmals einen höheren Investitionsaufwand. Dafür verbrauchen sie kein Wasser und die Trocknung nach der Metallreinigung lässt sich im günstigen Vakuumverfahren realisieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die für die lösemittelbasierte Reinheit und Sauberkeit von Bauteilen benötigten Mengen an Lösemitteln sind relativ gering, da die Substanzen kontinuierlich gereinigt und wiederverwendet werden. Das hält die Kosten in diesem Bereich niedrig. Da die eingesetzten Lösemittel kontinuierlich gereinigt und recycelt werden, bleibt ihre Reinigungsleistung über viele Zyklen hinweg konstant – oft ohne zusätzliche Zugabe von Chemikalien. Aufgrund des unkomplizierten Reinigungsprozesses lässt sich ein Großteil der Prozesssteuerung und -überwachung automatisieren. Das senkt die Personalkosten.</p>
<h3>Wasserbasierte Reinigung: Niedrige Anfangsinvestitionen, höhere Betriebskosten</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Kosten für Reinigungsanlagen zur <a href="https://kluthe.com/produkte/industrielle-teilereinigung/wasserbasierend/">wasserbasierten Teilereinigung</a> und dafür passende Reinigungsmittel fallen oftmals geringer aus. Das Hinzufügen von Wasserverdampfern und Aufbereitungsanlagen für Abfälle kann jedoch den Investitionsaufwand erhöhen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9834" title="Aluminium nachhaltig und effizient reinigen " src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1.jpg" alt="Hakupur" width="850" height="418" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1.jpg 2944w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1-300x148.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1-1024x504.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1-768x378.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1-1536x755.jpg 1536w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/1-2048x1007.jpg 2048w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Kosten entstehen für den Kauf von Wasser und die Reinigung oder Entsorgung von Abwasser. Außerdem wird mehr Energie benötigt, da für eine optimale Oberflächensauberkeit ein höheres Temperaturniveau erforderlich ist. Hinzu kommen zusätzliche Energiekosten für die Trocknung der Werkstücke. Zu bedenken ist, dass wässrige Reiniger bei der Bauteilereinigung verbraucht werden und daher häufiger nachgefüllt werden müssen. Das kann die anfängliche Kostenersparnis schmälern.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Prozesssicherheit zu gewährleisten und maximale Reinigungsqualität sicherzustellen, muss die Konzentration der Chemikalien kontinuierlich überwacht werden. Daher fallen für die Prozesssteuerung und die Badpflege meist höhere Kosten an als bei der lösemittelbasierten Teilereinigung.</p>
<h2>Industrielle Reinheit, Bauteilsauberkeit und Umweltaspekte</h2>
<p style="text-align: justify;">Jede Reinigungstechnologie wirkt sich in irgendeiner Weise auf die Umwelt aus. Beim Berechnen der Umweltbilanz für die lösemittelbasierte und die wasserbasierte Reinigung kommen unter anderem diese Faktoren zum Tragen:</p>
<ul>
<li>Chemikalieneinsatz</li>
<li>Wasserverbrauch</li>
<li>Energieverbrauch</li>
<li>Recyclingpotenzial</li>
<li>Umgang mit Abfällen</li>
</ul>
<p><iframe loading="lazy" title="Industrielle Teilereinigung mit HAKUPUR von Kluthe" src="https://www.youtube.com/embed/v7oOiwqGZ8c" width="850" height="470" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Ökologische Bedenken bei der Nutzung von Lösemitteln</h3>
<p style="text-align: justify;">Erzeugnisse für die lösemittelbasierte Reinigung gelangen selbst in schwer erreichbare Hohlräume und haben ein gutes Trocknungsverhalten. Diese Eigenschaften führen aber auch dazu, dass sie leicht in den Boden eindringen oder in die Luft gelangen können. Daher erfordert ihr Einsatz geschlossene Anlagentechnik. Obendrein müssen der Transport, die Lagerung und die Handhabung der Lösemittel verschüttungs- und emissionsfrei realisiert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Da mit Lösemitteln behandelte Teile in der Regel von selbst trocknen, sind keine zusätzlichen Heizungen oder Gebläse erforderlich. Der Energiebedarf für die Trocknung entfällt somit. Allerdings kann bei der Regeneration der Lösemittel – etwa durch Destillation – zusätzlicher Energieaufwand entstehen, der je nach Anlagentechnik unterschiedlich ausfällt.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Produkte zur lösemittelbasierten Teilereinigung enthalten flüchtige organische Verbindungen (VOC), die zur Bildung von Treibhausgasen und damit auch zur Erderwärmung beitragen. Ferner können VOC-Emissionen Gesundheitsbeschwerden wie Atemwegsprobleme oder Kopfschmerzen hervorrufen.</p>
<figure id="attachment_9838" aria-describedby="caption-attachment-9838" style="width: 850px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9838" title="Erhöhung der Badstandzeiten bei verringerter Konzentration – Hakupur A 934" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-73.jpg" alt="Kluthe GmbH - Hakupur A 934" width="850" height="619" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-73.jpg 1645w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-73-300x218.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-73-1024x746.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-73-768x559.jpg 768w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-73-1536x1119.jpg 1536w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /><figcaption id="caption-attachment-9838" class="wp-caption-text">Quelle: BvL Oberflächentechnik GmbH</figcaption></figure>
<h3>Problematische Aspekte wässriger Reiniger</h3>
<p style="text-align: justify;">Die wasserbasierte Reinigung gilt als umweltfreundlicher als lösemittelbasierte Verfahren. Dennoch gibt es einige Umweltbedenken, die nicht von der Hand zu weisen sind. Zum Beispiel kann der hohe Wasserverbrauch in Regionen mit Wasserknappheit problematisch sein. Weiterhin können Reinigungsmittel und gelöste Schadstoffe ins Abwasser gelangen und sich nachteilig auf die Wasserqualität auswirken.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die wasserbasierte industrielle Reinigung werden häufig Hochdruckpumpen und hohe Temperaturen eingesetzt. Diese lassen den Energiebedarf ebenso steigen wie das Erwärmen des Reinigungswassers, das Trocknen der Metallteile, das Aufbereiten des verbrauchten Wassers oder die Beseitigung der Rückstände. Zudem können auch wässrige Reinigungsmittel chemische Substanzen beinhalten, die ökologisch bedenklich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch bei wasserbasierten Reinigungsverfahren besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, das Reinigungswasser durch Filtrations- oder Verdampferanlagen aufzubereiten und mehrfach zu verwenden. Der technische Aufwand und Energiebedarf dafür sind jedoch meist höher als bei der Aufbereitung von Lösemitteln und hängen stark von Verschmutzungsgrad und eingesetzten Zusätzen ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob die wasserbasierte Reinigung VOC-Emissionen erzeugt, hängt von ihrer Zusammensetzung ab. Einige enthalten VOC, die an die Luft gelangen können.</p>
<figure id="attachment_10008" aria-describedby="caption-attachment-10008" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10008 size-full" title="„Wasserbasierte Reinigung in geschlossenen Industrieanlagen – effizient, aber ressourcenintensiv" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/industrielle-Reinigungsanlage-bzw.-–maschine.jpg" alt="Wasserbasierte Reinigung: umweltfreundlich, aber mit hohem Wasser- und Energieverbrauch" width="1200" height="685" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/industrielle-Reinigungsanlage-bzw.-–maschine.jpg 1200w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/industrielle-Reinigungsanlage-bzw.-–maschine-300x171.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/industrielle-Reinigungsanlage-bzw.-–maschine-1024x585.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/08/industrielle-Reinigungsanlage-bzw.-–maschine-768x438.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-10008" class="wp-caption-text">© Ivan Traimak &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Welche Reinigungstechnologie eignet sich wofür?</h2>
<p style="text-align: justify;">Welche Form der industriellen Teilereinigung für den jeweiligen Anwendungsfall am ehesten infrage kommt, richtet sich in erster Linie nach:</p>
<ul>
<li>der gewünschten Oberflächensauberkeit</li>
<li>den Eigenschaften und der Menge der zu reinigenden Metallteile</li>
<li>der Art der Verschmutzung</li>
<li>den geplanten Durchsatzmengen</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die lösemittelbasierte Reinigung eignet sich vor allem für die Beseitigung unpolarer Verunreinigungen, etwa für die Entfettung oder die Entölung. Wässrige Reiniger eignen sich besonders zur Entfernung polarer Rückstände wie Emulsionen, Schleifmittel oder wasserlösliche Stoffe – etwa Salze. Dafür kann die wasserbasierte Teilereinigung mit Oberflächenveredelungen wie Chromatieren und Phosphatieren oder dem Aufbringen von Schutzschichten verbunden werden. Stehen Umweltaspekte im Vordergrund, haben wässrige Reiniger die Nase vorn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-9846 size-full" title="Nikutex 2003 – der vielfältige Kaltreiniger in geschlossenen Reinigungsanlagen" src="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-Nikotex-73.jpg" alt="Nikutex 2003 – der vielfältige Kaltreiniger in geschlossenen Reinigungsanlagen" width="1134" height="756" srcset="https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-Nikotex-73.jpg 1134w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-Nikotex-73-300x200.jpg 300w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-Nikotex-73-1024x683.jpg 1024w, https://kluthe.com/magazin/wp-content/uploads/2027/06/Kluthe-Nikotex-73-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1134px) 100vw, 1134px" /></p>
<h2>Kluthe-Lösungen für die lösemittelbasierte oder die wasserbasierte Reinigung</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit HAKUTEX, NIKUTEX 2003 und HAKU 1025ER hat die Kluthe GmbH Produkte für die <a href="https://kluthe.com/produkte/industrielle-teilereinigung/loesemittelbasierend/">lösemittelbasierte Teilereinigung</a> im Programm, die höchste Ansprüche an Reinigungseffizienz, Reinigungsqualität und Prozesssicherheit erfüllen. Der Spezialreiniger HAKUTEX wurde für besondere Reinigungsaufgaben wie Ölkohle, Klebstoffrückstände und Lackreste entwickelt, während der Kaltreiniger HAKU 1025ER eine sehr hohe Lösekraft gegenüber Fetten, Ölen und Wachsen aufweist. NIKUTEX 2003 überzeugt durch die sichere Entfernung sowohl polarer als auch unpolarer Verschmutzungen und eine äußerst hohe Ergiebigkeit durch Kreislaufführung und Mehrfachverwendung.</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Umstieg auf eine umweltfreundlichere Teilereinigung hat Kluthe die wasserbasierte HAKUPUR-Reihe konzipiert. Mit den neutralen oder mildalkalischen HAKUPUR-Reinigern lassen sich oftmals umweltgefährdende Lösungsmittel ersetzen, ohne Abstriche hinsichtlich der Reinigungsqualität hinnehmen zu müssen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kluthe.com/magazin/wasserbasierte-vs-loesemittelbasierte-teilereinigung/">Wasserbasierte vs. lösemittelbasierte Teilereinigung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kluthe.com/magazin">Kluthe Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
